Liechtensteinische Fussballnationalmannschaft

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Liechtenstein
Logo des Liechtensteiner Fussballverbandes
Verband LFV
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor adidas
Trainer OsterreichÖsterreich Rene Pauritsch
Co-Trainer SchweizSchweiz Michael Koller
OsterreichÖsterreich Dietmar Kupnik
Kapitän Mario Frick
Rekordtorschütze Mario Frick (16)
Rekordspieler Mario Frick (114)
Heimstadion Rheinpark Stadion
FIFA-Code LIE
FIFA-Rang 129. (207 Punkte)
(Stand: 4. Juni 2015)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
155 Spiele
12 Siege
19 Unentschieden
123 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 0:1 Schweiz SchweizSchweiz
(Balzers, Liechtenstein; 9. März 1982)
inoffiziell:
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 1:6 Tunesien TunesienTunesien
(Seoul, Südkorea; 14. Juni 1981)
Höchster Sieg
LuxemburgLuxemburg Luxemburg 0:4 Liechtenstein LiechtensteinLiechtenstein
(Luxemburg, Luxemburg; 13. Oktober 2004)
Höchste Niederlage
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 1:11 Mazedonien MazedonienMazedonien
(Eschen, Liechtenstein; 9. November 1996)
(Stand: 15. November 2014)

Die liechtensteinische Fussballnationalmannschaft ist die Auswahlmannschaft des Liechtensteiner Fussballverbands (LFV) und vertritt Liechtenstein auf internationaler Ebene. Seit 1994 nimmt Liechtenstein regelmässig an der Qualifikation für die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft teil.

Das Rheinpark Stadion in Vaduz – Spielort der liechtensteiner Nationalmannschaft

Geschichte[Bearbeiten]

Ihr erstes vom Verband gezähltes Länderspiel trug sie erst 1982 aus, obwohl der Liechtensteiner Fussballverband bereits seit 1974 Mitglied der FIFA und der UEFA ist. Vier 1981 ausgetragene und vom Verband nicht mitgezählte Länderspiele gegen Malta, Thailand, Indonesien und Malaysia, werden von der FIFA mittlerweile als Länderspiele gezählt.[2]

Den ersten Sieg erreichte Liechtenstein am 6. Juni 1982 in Vaduz mit einem 2:0 in einem Testspiel gegen eine Clubmannschaft aus Peking (Volksrepublik China). Der erste Sieg in einem Pflichtspiel gelang am 14. Oktober 1998 gegen Aserbaidschan (2:1) während der EM-Qualifikation.

Amtierender Nationaltrainer ist seit November 2012 Rene Pauritsch. Unter Martin Andermatt erreichte Liechtenstein ein 2:2 gegen Portugal in der WM-Qualifikation 2006 am 9. Oktober 2004, was bis dato als größter Erfolg für die liechtensteinische Mannschaft bezeichnet werden kann. Es war der erste Punkt Liechtensteins in einer WM-Qualifikation. Vier Tage später erreichten sie den ersten Auswärtserfolg überhaupt. Sie gewannen in Luxemburg in der WM-Qualifikation gleich 4:0. Erfolge im Jahre 2005 waren das 0:0 gegen den Gruppenzweiten Slowakei und noch ein überzeugender Sieg gegen Luxemburg mit 3:0. In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 gelang am 28. März 2007 ein 1:0 gegen Lettland und am 17. Oktober 2007 ein 3:0 gegen Island.

In den Jahren 1999, 2004 und 2005 wurde die Nationalmannschaft im Rahmen des Sportler-Treffs des Liechtensteinischen Olympischen Sportverbands als Mannschaft des Jahres geehrt.

Im Juniorenbereich konnte sich Liechtenstein für die U-16-Fußball-Europameisterschaft 1998 in Schottland qualifizieren, an der U-19-Fußball-Europameisterschaft 2003 im eigenen Land nahm man als Ausrichter ebenfalls teil. In beiden Fällen verlor man jedoch alle drei Vorrundenspiele und schied somit frühzeitig aus. 2010 fand in Liechtenstein die U-17-Fußball-Europameisterschaft statt, der Verband zog seine automatisch qualifizierte Auswahl allerdings wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit vom Turnier zurück.[3]

In der Qualifikation für die WM in Brasilien traf Liechtenstein auf Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Litauen, Lettland und die Slowakei. Es gelangen zwei Unentschieden bei den Heimspielen gegen Lettland und die Slowakei (jeweils 1:1) sowie jeweils ein Torerfolg bei den beiden Spielen gegen den späteren Gruppensieger und WM-Teilnehmer Bosnien-Herzegowina. Dies reichte aber nur zum letzten Platz in der Gruppe.

In der Qualifikation für die EM 2016 trifft Liechtenstein auf Russland, Schweden und Österreich sowie erstmals auf Moldawien und Montenegro.

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Die meisten Spieler der liechtensteinischen Fussballnationalmannschaft spielen derzeit für Vereine in Schweizer Ligen, vor allem in der Super League (FC Vaduz) und der 1. Liga Classic.

Mario Frick ist mit über 200 Spielen in der schweizerischen Super League und der italienischen Serie-A der grösste Exportschlager des liechtensteinischen Fussballs, wobei jedoch auch einige andere Spieler den Sprung ins Ausland geschafft hatten. Grundsätzlich waren beinahe alle Leistungsträger der Mannschaft mindestens bei je einem Club im Ausland beschäftigt und in den letzten zwanzig Jahren wandelte sich das Team von einer Amateurmannschaft zu einer Profimannschaft.

Speziell seit dem Jahr 2008 hat ein natürlicher Generationenwechsel im Kader stattgefunden, wobei sich die Spieler der Anfänge des liechtensteinischen Profifussballs durch eine neue Generation von jungen Spielern altersbedingt ersetzten.

Stand: 4. September 2014

Name Geburtsdatum Verein Länderspiele
(Stand: 4. September 2014)
Länderspieltore
(Stand: 4. September 2014)
Torwart
Cengiz Bicer 11.12.1987 TurkeiTürkei Göztepe Izmir 8 0
Benjamin Büchel 04.07.1989 EnglandEngland AFC Bournemouth II 7 0
Peter Jehle 22.01.1982 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 106 0
Abwehr
Fabian Eberle 27.07.1992 LiechtensteinLiechtenstein FC Triesenberg 4 0
Lucas Eberle 13.10.1990 LiechtensteinLiechtenstein FC Triesenberg 12 0
Valentin Flatz 30.07.1990 LiechtensteinLiechtenstein FC Schaan 0 0
Mario Frick (C)Kapitän der Mannschaft 07.09.1974 LiechtensteinLiechtenstein FC Balzers 114 16
Olcay Gür 27.03.1991 TurkeiTürkei Gaziantep Büyükşehir Belediyespor 6 0
Daniel Kaufmann 22.12.1990 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 23 0
Andreas Malin 31.01.1994 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 0 0
Yves Oehri 15.03.1987 SchweizSchweiz SC YF Juventus 44 0
Ivan Quintans 15.10.1989 LiechtensteinLiechtenstein FC Balzers 16 0
Seyhan Yildiz 30.04.1989 LiechtensteinLiechtenstein FC Balzers 10 0
Mittelfeld
Daniel Brändle 23.01.1992 SchweizSchweiz FC Münsingen 1 0
Franz Burgmeier 07.04.1982 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 85 8
Martin Büchel 19.07.1987 DeutschlandDeutschland FC Unterföhring 45 2
Andreas Christen 29.08.1989 LiechtensteinLiechtenstein FC Balzers 13 0
Thomas Eggenberger 06.01.1992 SchweizSchweiz SV Muttenz 0 0
Burak Eris 17.07.1989 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 2 0
Vinzenz Flatz 05.07.1994 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 3 0
Robin Gubser 17.04.1991 LiechtensteinLiechtenstein FC Balzers 7 0
Nicolas Hasler 04.05.1991 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz 29 1
Michele Polverino 26.09.1984 OsterreichÖsterreich SV Ried 40 5
Sandro Wieser 03.02.1993 SchweizSchweiz FC Aarau 22 0
Sandro Wolfinger 24.08.1994 DeutschlandDeutschland SV Heimstetten 4 0
Angriff
Mathias Christen 18.08.1987 SchweizSchweiz Chur 97 35 2
Philippe Erne 14.12.1986 LiechtensteinLiechtenstein FC Balzers 23 1
Niklas Kieber 04.03.1993 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 3 0
Simon Kühne 30.04.1994 LiechtensteinLiechtenstein USV Eschen-Mauren 2 0
Dennis Salanović 26.02.1996 SpanienSpanien Atlético Madrid U19 1 0

Bisherige Trainer[Bearbeiten]

Bilanz[Bearbeiten]

Gegen Deutschland[Bearbeiten]

  • 4 Spiele, davon 4 Niederlagen bei 3:27 Toren

Gegen Österreich[Bearbeiten]

  • 7 Spiele, davon 7 Niederlagen bei 1:28 Toren

In der Qualifikation für die EM 2016 trifft Liechtenstein erneut auf Österreich.

Gegen die Schweiz[Bearbeiten]

  • 7 Spiele, davon 7 Niederlagen bei 1:18 Toren

Gegen Luxemburg[Bearbeiten]

  • 3 Spiele, davon 2 Siege und ein Unentschieden bei 10:3 Toren

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Liechtensteinische Fussballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, Juni 2015. Abgerufen am 4. Juni 2015
  2. Liechtenstein: Spiele und Ergebnisse. In: FIFA.com. Abgerufen am 22. August 2012.
  3. uefa.com: Liechtenstein wirft das Handtuch (5. März 2010)