Rheinische Automobilbau-Aktiengesellschaft

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Rheinische Automobilbau-AG – Deutsche Gesellschaft für die Licenz E. Bugatti (Rabag)
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung Januar 1923
Auflösung Juni 1925
Auflösungsgrund Fusion auf die Aktiengesellschaft für Automobilbau (AGA)
Sitz Düsseldorf und Mannheim
Branche Kraftfahrzeughersteller

Aktie über 1000 Mark der Rheinische Automobilbau-AG vom 9. Juni 1923
Anzeige für Rabag-Lic. E. Bugatti (1923)

Die Rheinische Automobilbau-AG – Deutsche Gesellschaft für die Licenz E. Bugatti (Rabag) war ein deutsches Unternehmen zur Herstellung von Kraftfahrzeugen mit Sitz in Düsseldorf und Mannheim. Es entstand im Januar 1923 durch eine Fusion, hatte die Rechtsform einer Aktiengesellschaft und erlosch bereits Mitte 1925.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuerst entstand im November 1920 durch Ausgliederung der Automobilbau-Abteilung der Fabrik für Werkzeugmaschinen und zahnärztliche Instrumente Gebr. Funke AG in Düsseldorf die Rheinische Automobilbau-AG.[1] Über die Produktion dieses Unternehmens sind keine Einzelheiten bekannt. 1921 wurde der Stellmacherbetrieb Rogg & Co. in Düsseldorf eingegliedert.[2]

Im November 1921 wurde in Mannheim die Automobilbau-AG – Deutsche Gesellschaft für die Licenz E. Bugatti gegründet[1], anscheinend handelte es sich dabei um die vormalige Automobilbau-Abteilung der Unionwerke AG Maschinenfabrik[2] (seit 1924 Teil der Enzinger-Unionwerke AG[1]). Für dieses neu gegründete Automobilbau-Unternehmen ist ab 1922 die Herstellung von Sportwagen in Lizenz des elsässischen Herstellers Bugatti belegt, und zwar der Modelle 22 und 23 sowie eines Rennwagen eigener Produktion, der vom Bugatti Type 13 abgeleitet war.[2] Die Roadster und Tourenwagen erhielten Karosserien nach eigenen Entwürfen, die von den Aufbauten der Original-Bugattis erheblich abwichen und etwas unbeholfen wirkten.[2] Sie hatten OHC-Vierzylinder-Reihenmotoren mit Königswelle.[2]

Im Januar 1923 wurde die Fusion der beiden Unternehmen beschlossen, die neue gemeinsame Firma Rheinische Automobilbau-AG – Deutsche Gesellschaft für die Licenz E. Bugatti (Rabag) bildete die Verschmelzung ab.

Im Juni 1925 erfolgte die Fusion mit der Aktiengesellschaft für Automobilbau (AGA) in Berlin-Lichtenberg, wobei die AGA das aufnehmende Unternehmen war, während die Rabag selbst aufgelöst wurde.[1]

Über die beiden Fusionen hinaus entstanden – noch bis 1926 – etwa 100 Fahrzeuge unter dem Signet „Rabag – Lic. E. Bugatti“.[2]

PKW-Modelle[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typ Bauzeitraum Zylinder Hubraum Leistung Vmax
6/20 PS 1922–1925 4 Reihe 1455 cm³ 25 PS (18,4 kW) 95 km/h
6/30 PS 1925–1926 4 Reihe 1495 cm³ 30 PS (22 kW) 95 km/h

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rheinische Automobilbau-Aktiengesellschaft, Deutsche Gesellschaft für die Licenz E. Bugatti (Rabag). In: Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften. 30. Ausgabe 1925, Band 2, S. 2961 f.
  • Gebr. Funke Aktien-Gesellschaft in Düsseldorf. In: Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften. 30. Ausgabe 1925, Band 1, S. 795 f.
  • Enzinger-Unionwerke AG. In: Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften. 30. Ausgabe 1925, Band 1, S. 965 ff.
  • Werner Oswald: Deutsche Autos 1920–1945. 10. Auflage, Motorbuch Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3879435197.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rheinische Automobilbau-Aktiengesellschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften (vgl. Literatur)
  2. a b c d e f g Deutsche Autos 1920–1945. (vgl. Literatur)