Eisenbahn in Thüringen

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Dieser Artikel beschreibt die Entwicklung der Eisenbahn im deutschen Bundesland Thüringen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge der Eisenbahn in Thüringen[Bearbeiten]

Auf der Fläche des heutigen Freistaates Thüringen befanden sich bis Anfang des 20. Jahrhunderts acht Thüringische Staaten sowie mehrere preußische Gebiete und einige kleine sächsische Exklaven. Diese staatenmäßige Zersplitterung wurde verschärft durch die Verteilung in auseinandergerissene Territorien, deren Regierungen jeweils ihre eigenen Interessen durchzusetzen versuchten. Planungen für Eisenbahnlinien in Thüringen gestalteten sich daher im 19. Jahrhundert äußerst schwierig.

Die erste Bahnstrecke, die durch thüringisches Gebiet führte, war die Sächsisch-Bayerische Eisenbahn im Jahre 1842. Sie führte von Leipzig über Hof (Saale) nach Nürnberg. In Thüringen bescherte sie der Stadt Altenburg, damals Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Altenburg, einen Bahnanschluss. Davon profitierte die Stadt derart, dass eine rasche industrielle Entwicklung in Gang kam.

Die preußische Regierung war dabei an einem raschen Bahnanschluss Berlins Richtung Frankreich interessiert, was vor allem militärische Hintergründe hatte. Es wurde erwogen, eine Bahnstrecke vorbei an den großen Machtzentren Thüringens durch den Norden des Landes zu bauen. Sie sollte von Halle durch das Thüringer Becken über Mühlhausen Richtung Osthessen führen. Jedoch wurde dieses Vorhaben nicht realisiert, da sich sowohl die Stadt Erfurt, als auch die thüringischen Staaten dagegen sträubten. Deshalb wurde 1846 die Thüringische Eisenbahn-Gesellschaft mit dem Bau einer Bahnlinie betraut, die von Halle über Naumburg entlang der Thüringer Städtekette nach Bebra zur Strecke Kassel–Frankfurt führen sollte. Die so entstandene Thüringer Bahn, die auch heute noch die wichtigste Thüringens ist, wurde 1846 bis Weimar, 1847 über Erfurt und Gotha bis Eisenach und schließlich 1849 von Eisenach über Gerstungen bis Bebra eröffnet. Damit war die Anbindung Berlins an Südwestdeutschland vollendet.

Die Thüringische Eisenbahn-Gesellschaft, an der sich auch die thüringischen Staaten beteiligt hatten, war die größte Bahngesellschaft im Land. Bei der Gründung in Erfurt 1844 waren von Anfang an zu einem Viertel des Aktienkapitals das Königreich Preußen, das Großherzogtum Sachsen-Weimar und das Herzogtum Sachsen-Gotha beteiligt. Später kamen noch Sachsen-Meiningen, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarzburg-Sondershausen, Reuß j. L., ferner die Stadt Mühlhausen sowie Stadt und Kreis Langensalza hinzu. Wegen der großen Bedeutung der thüringischen Bahnstrecken bemühte sich der Staat Preußen um den vollständigen Erwerb, übernahm die Betriebsführung und Verwaltung zum 1. Januar 1882 und wurde am 1. Juli 1886 Eigentümer.

Das Netz wächst weiter[Bearbeiten]

Erst 1858 wurden auf thüringischem Boden wieder Gleise verlegt. Diesmal war die Werra-Eisenbahn-Gesellschaft der Auftraggeber für die 150 Kilometer lange Werrabahn, die nun den Südthüringer Raum und insbesondere die Residenzstadt Meiningen erschließen sollte. Die Bahnlinie erhielt ihren Namen von der Werra, in deren Tal sie größtenteils verläuft. Beginn der Bahnlinie war die Stadt Eisenach. Als erstes Hindernis kurz hinter der Stadt war der Thüringer Wald zu überwinden, wobei dieser im Raum Eisenach noch relativ flach war. Dies wurde durch den 544 Meter langen Förthaer Tunnel realisiert. Weiter führt die Strecke über Bad Salzungen nach Meiningen und dann über Hildburghausen und Coburg nach Lichtenfels, wo sie wiederum auf die Bahnlinie von München nach Berlin trifft.

Nun verlangte auch die zweitgrößte Stadt im Thüringer Raum, Gera, nach einem Eisenbahnanschluss. Sie bekam ihn 1859 durch das Tal der Weißen Elster nach Zeitz, wo Anschluss nach Leipzig und Halle besteht. Bauherr war hier wieder die Thüringische Eisenbahn-Gesellschaft. Um den Bahnanschluss der Stadt zu verbessern, erfolgte bereits 1865 ein Anschluss in östlicher Richtung nach Gößnitz zur Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn.

Nachdem die Mitte, der Osten und der Süden Thüringens bereits durch eine Eisenbahnlinie erschlossen wurden, bekam nun auch der Norden der Region Anschluss an die Eisenbahn. Realisiert wurde sie in den Jahren 1866 bis 1872, als man Halle im Osten durch Nordthüringen mit Kassel im Westen verband. Durch die Halle-Kasseler Eisenbahn erhielten die Städte Nordhausen, Leinefelde und Heiligenstadt Bahnanschluss. Sie wurde 1869 durch die Bahnstrecke Erfurt–Nordhausen und 1870 durch die Bahnstrecke Gotha–Leinefelde mit der Thüringer Bahn verbunden. Ebenfalls 1869 wurde die Südharzstrecke eröffnet.

Ausbau und Verdichtung des Netzes nach der Reichsgründung[Bearbeiten]

Nachdem Deutschland 1871 ein Staat geworden war, wurde die Ausrichtung des Eisenbahnnetzes von einem dezentralen zu einem zentralen mit Mittelpunkt Berlin proklamiert. Zu diesem Zweck war die Werrabahn ungünstig gelegen und es wurde nach einer neuen Verbindung von Berlin nach Württemberg, insbesondere Stuttgart, gesucht. Dafür musste zwangsläufig der Thüringer Wald in seinem zentralen Teil durchquert werden. Es bot sich an hierfür die bereits vorhandene Strecke Erfurt–Arnstadt einzubeziehen. Einerseits verlangte die Stadt Ilmenau nach einem Eisenbahnanschluss, andererseits war eine Trassierung entlang der Wilden Gera kostengünstiger, da hier ein kürzerer Tunnel benötigt wurde. So wurde nach 1880 mit den ersten Bauarbeiten begonnen. Schwierigstes Projekt war hierbei der drei Kilometer lange Brandleitetunnel, der den Thüringer Wald an seiner höchsten Stelle nahe Oberhof querte. 1884 konnte die Strecke über Arnstadt und Suhl nach Meiningen eröffnet werden. Der Anschluss von Meiningen Richtung Würzburg wurde bereits 1874 mit der Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen realisiert, so dass nun die Verbindung von Berlin nach Stuttgart vollständig ausgebaut war.

Ebenfalls im Sinne der Zentralisierung musste eine schnellere Verbindung von Berlin nach München geschaffen werden. Die Sächsisch-Bayerische Eisenbahn wurde einst nach den Vorstellungen Sachsens sehr umständlich durchs Vogtland trassiert. Außerdem hatte Jena noch immer keinen Bahnanschluss erhalten. Es wurde ein Konzept erstellt, nachdem der Verkehr von Berlin nach München über drei Achsen erfolgte. Zum einen über die alte Trasse durchs Vogtland, zum anderen über Leipzig und Gera nach Saalfeld und zum dritten über Halle und Jena nach Saalfeld. Zu diesem Zweck wurde einerseits 1871 eine Bahnstrecke von Gera über Weida und Pößneck nach Saalfeld errichtet, zum anderen wurde durch die Saalbahn-Gesellschaft eine Strecke von Naumburg über Jena nach Saalfeld gebaut. In Saalfeld begann dann die Frankenwaldbahn, eine Strecke, die das Thüringer Schiefergebirge überquert und bis ins bayerische Lichtenfels führt. 1885 war dann auch dieses Projekt vollendet und Berlin besaß eine schnellere Verbindung nach München.

Als letzte große Lücke im Thüringer Netz klaffte noch der östliche Teil der „Städtekette“. Die größte Stadt, Erfurt, war noch immer nicht mit der zweitgrößten Stadt, Gera, verbunden. Um diese Lücke zu schließen, wurde 1876 die Holzlandbahn von Weimar über Jena nach Gera gebaut.

Aus Sicht der Militärs fehlte noch eine schnelle Verbindung von Berlin zur französischen Grenze. Deshalb wurde die Idee der so genannten „Kanonenbahn“ geboren, die bis 1880 eine eigene Trasse im Eichsfeld erhielt, nordöstlich von Silberhausen aber die bestehende Bahnstrecke Gotha-Leinefelde und die Halle-Kasseler Eisenbahn mitbenutzte. Damit war das Thüringer Hauptstreckennetz vervollständigt.

In den folgenden Jahrzehnten bis 1914 wurden noch zahlreiche Nebenstrecken eröffnet, die auch kleinere Städte und Dörfer mit einem Eisenbahnanschluss versorgten. 1939 gehörte die Thüringer Stammbahn mit elf täglichen Personenzugpaaren von Berlin über Erfurt nach Frankfurt sowie fünf von Berlin über Erfurt nach Würzburg zu den wichtigsten Strecken im Deutschen Reich.

Jahrzehnt Neu eröffnete Strecken
auf Thüringer Gebiet
Stilllegungen
auf Thüringer Gebiet
Netzlänge
1840er 166 km 166 km
1850er 182 km 348 km
1860er 227 km 575 km
1870er 526 km 1101 km
1880er 453 km 1554 km
1890er 396 km 1950 km
1900er 285 km 2235 km
1910er 199 km 3 km 2431 km
1920er 40 km 2471 km
1930er 15 km 2486 km
1940er 173 km 2313 km
1950er 54 km 2259 km
1960er 270 km 1989 km
1970er 89 km 1900 km
1980er 1900 km
1990er 207 km 1693 km
2000er 207 km 1486 km

Quelle: G. Fromm, Thüringer Eisenbahnstreckenlexikon

1945: Thüringen wird Grenzland[Bearbeiten]

Einschneidende Veränderungen brachte das Jahr 1945 für die Eisenbahn in Thüringen mit sich. Da es im Süden und Westen an die Amerikanische Besatzungszone (ABZ) grenzte, wurden zahlreiche Eisenbahnlinien von dieser Zonengrenze durchschnitten. Deshalb wurden am 1. November 1946 alle Eisenbahnlinien im Grenzgebiet stillgelegt. Ausnahmen waren lediglich die Strecken Eisenach–Bebra und Saalfeld–Kronach, die für den Interzonenverkehr offen blieben; auf der Südharzstrecke war nur noch Güterverkehr möglich. Damit rückte Thüringen vom Mittelpunkt des Deutschen Reiches an den Rand der Sowjetische Besatzungszone bzw. späteren DDR und verlor seine Bedeutung für den Fernverkehr. Im Zuge der Reparationsleistungen an die Sowjetunion wurden viele Lokomotiven und Waggons aus Thüringer Bahnbetriebswerken entfernt und einige Streckengleise (meist das zweite Gleis bedeutungslos gewordener Strecken) abgebaut und eingeschmolzen.

Am 17. September 1945 wurde das sogenannte Wanfrieder Abkommen zwischen den USA und der Sowjetunion geschlossen. Es beinhaltete den Tausch mehrerer Grenzdörfer im Raum Eschwege/Heiligenstadt aus der Amerikanischen Zone in die Sowjetische und umgekehrt. Grund für den Abschluss des Abkommens war die wichtige Bahnstrecke Bebra–Göttingen (Linie Hamburg-Frankfurt), über die große Teile der Versorgung der ABZ mit Truppen und Gütern abgewickelt wurden. Sie verlief im Tal der Werra über etwa vier Kilometer im Thüringischen und damit im sowjetisch kontrollierten Gebiet. Die russischen Truppen nutzten diese Abhängigkeit der Amerikaner zu allerlei Schikanen (z. B. Verzögerung der Zugweiterfahrten durch tagelange Kontrollen oder Beschlagnahmen von Gütern). Daraufhin wollten die Amerikaner den kleinen westthüringischen Gebietszipfel in ihre Besatzungszone integrieren. Nach Verhandlungen mit den Sowjets wurden die thüringischen Dörfer entlang der Strecke nach Hessen integriert und im Gegenzug einige Hessische Ortschaften an der thüringischen Grenze nach Thüringen integriert. Das Abkommen wurde nach dem Ort der Unterzeichnung benannt: nach der kleinen osthessischen Stadt Wanfried nahe Eschwege.

Die Eisenbahn in Thüringen zur DDR-Zeit[Bearbeiten]

Zu DDR-Zeiten gab es wenig Veränderungen im thüringischen Eisenbahnnetz. Einige unrentabel gewordene Nebenstrecken wurden stillgelegt und einige Hauptstrecken elektrifiziert. Besonderheiten waren die Bahnhöfe von Frauenwald und Bad Liebenstein, die trotz des eingestellten Eisenbahnverkehrs ihren Fahrkartenverkauf und ihre Gepäckabfertigung behielten. In Bad Liebenstein endet dieser Zustand erst 1994.

Nach 1990: Thüringen ist wieder die Mitte Deutschlands[Bearbeiten]

Eisenbahnüberführung Wümbachtalbrücke der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt

Mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 rückte Thüringen vom „verkehrstechnischen Abseits“ wieder in den Mittelpunkt Deutschlands. Die Deutsche Bahn verfolgte in den Folgejahren zwei Ziele:

  • Ausbau und Sanierung des Fernverkehrsnetzes, z. B. durch Elektrifizierung, Verbreitern auf zwei Gleise und Sanieren von Nebenstrecken. Auch die Wiederherstellung von Verbindungen in die alten Bundesländer gehört hier dazu
  • Stilllegen von unrentablen Nebenstrecken: Die Konsolidierung des Streckennetzes fand in den Jahren 1994 bis 2000 statt und ist heute weitestgehend abgeschlossen.

Des Weiteren wurden einige Haupt- und Nebenstrecken an Privatbahnen wie die Erfurter Bahn oder die Süd-Thüringen-Bahn verpachtet, die diese seit etwa 2002 betreiben.

Durch das „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8“ ist der Neubau der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt und Erfurt–Leipzig/Halle durch Thüringen festgelegt worden. Beide befinden sich im Bau.

Unfälle[Bearbeiten]

Erwähnenswerte Unfälle sind:

  • Am 29. Oktober 1919 kam es gegen 08:30 Uhr in Neudietendorf zu einer Flankenfahrt eines Güterzuges auf den Personenzug P 810 Erfurt–Bebra. 3 Menschen starben, 80 wurden verletzt.
  • 16. Dezember 1920 – Zug 5 der Kleinbahn Silberhausen–Hüpstedt geriet mit einer schweren Ladung Kalisalz außer Kontrolle und entgleiste im Ausziehgleis des Bahnhofs Silberhausen. 17 Menschen starben, mehrere wurden verletzt.
  • 24. Dezember 1935 – In Großheringen stieß der verspätete D 44 Berlin–Basel im Einfahrbereich mit dem seine Fahrstraße kreuzenden P 825 zusammen. Der Lokführer der Vorspannlokomotive des D 44 war mit dem Heizen der Lok beschäftigt, da ihm aufgrund Personalmangels ein Aushilfsheizer zugeteilt war. Dieser war erst zwei Monate im Fahrdienst und mit dem Heizen völlig überfordert, da der vollbesetzte Schnellzug aufgrund der hohen Geschwindigkeit und der steigungsreichen Strecke sehr viel Dampf benötigte. Dadurch war der Lokführer von der Streckenbeobachtung abgelenkt und übersah das auf „Halt“ stehende Einfahrsignal von Großheringen. Durch den Unfall starben 34 Menschen und es gab 27 Schwerverletzte. Erschwerend bei den Rettungsarbeiten kam hinzu, dass das Unglück auf der Saalebrücke passierte.
  • 19. Juli 1972 – Beim Zusammenstoße zweier Personenzüge infolge eines übersehenen Haltesignals nahe dem Bahnhof Haarhausen starben drei Fahrgäste, mehrere wurden verletzt.
  • 11. Juni 1981 – Der Interzonenzug D 1453 von Düsseldorf nach Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) erreichte gegen 16:20 Uhr das Stadtgebiet von Erfurt (Ortsteil Bischleben). Dort war es auf Grund großer Hitzeeinwirkung zu einer Gleisverwerfung gekommen. Der vierte und fünfte Waggon des Schnellzuges entgleisten und stürzten eine Böschung hinunter. Die nachfolgenden fünf Waggons entgleisten, der siebte prallte gegen ein Stellwerk. 14 Fahrgäste starben und 93 wurden zum Teil schwer verletzt.
  • 28. September 2003 – Auf der Ilmbahn nahe Weimar stießen gegen 13:00 Uhr auf einem eingleisigen Streckenabschnitt bei Holzdorf zwei Regionalbahnen frontal zusammen. Eine Person wurde getötet, 29 verletzt. Ursache war ein Fehler eines Triebfahrzeugführers, der am Bahnhof Holzdorf, ohne den Gegenzug abzuwarten, losfuhr. Dadurch, dass sich die Unglücksstelle in einer unübersichtlichen Kurve befand, konnten die Züge trotz der geringen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h nicht rechtzeitig gebremst werden. Vermutlich wäre das Unfallausmaß deutlich geringer gewesen, wenn die in der ursprünglichen französischen Ausführung der Triebwagen vorhandenen Verzehrelemente auch bei den deutschen Fahrzeugen vorhanden gewesen wären.

Heutiges Streckennetz[Bearbeiten]

Durch Stilllegungen in den 1990er-Jahren ist das einstmals sehr dichte Eisenbahnnetz Thüringens erheblich „entflochten“ worden.

Hauptbahnen[Bearbeiten]

Strecke Ausbau* KBS-Nr. Linien Stationen
gesamt
Stationen-
dichte (km)
Taktdichte
(min)
Länge
(km)
Northeim–Nordhausen 1 357 RB Northeim–Nordhausen4 15 6,0 60 90
Leipzig–Altenburg–Plauen–Hof E 2 530 RE 3 Erfurt–Gera–Altenburg
RE 8 Leipzig–Zwickau
RE 16 Leipzig–Hof
RB 130 Leipzig–Zwickau
30 5,7 30/60 170
Gera–Gößnitz–Glauchau 1/E 15 540 RE 1 Göttingen–Erfurt–Chemnitz/Zwickau
RE 3 Erfurt–Gera–Altenburg
10 5,1 60 51
Gera–Weischlitz¹ 1 541 VB 4 Gera–Greiz–Plauen–Weischlitz 19 3,3 60 62
Leipzig–Gera 2 550 RE 12 Leipzig–Hof
RB 51 Leipzig–Gera
19 3,9 60 74
Gera–Saalfeld 1 555 RE 4 Gera–Saalfeld
RB 33 Gera–Saalfeld
16 4,3 60 68
(Naumburg)–Großheringen–Saalfeld
–Kronach–Lichtenfels
E 2 560
840
ICE Hamburg–Berlin–München
RE Saalfeld–Lichtenfels–Bayreuth
RB 19 Naumburg–Saalfeld–Lichtenfels
RB 52 Jena–Pößneck
37 4,7 ICE: 60
RV: 60
173
Arnstadt–Saalfeld 1 561 RE 2 Erfurt-Saalfeld
RB 23 Arnstadt–Saalfeld
10 4,8 60 48
Weimar–Jena–Gera 1/2 565 RE 1 Göttingen–Erfurt–Chemnitz
RE 3 Erfurt–Gera–Altenburg
RB 21 Weimar–Gera
13 5,2 30 68
Erfurt–Grimmenthal–Meiningen–Schweinfurt
1
570
815
RE 7 Erfurt–Würzburg
RE 14 Erfurt–Meiningen
STB 4 Erfurt–Meiningen
EB 4 Meiningen–Schweinfurt
30 5,4 60 162
Eisenach–Eisfeld³ 1 575
569
STB 1 Eisenach–Meiningen–Sonneberg 22 4,9 60 108
Halle–Naumburg–Erfurt–Bebra E 2 580
605
ICE Dresden–Frankfurt
IC Stralsund–Düsseldorf
RB 20 Halle–Erfurt–Eisenach
R 6 (Cantus) Eisenach–Gerstungen–Bebra
32 5,2 RB: 60
ICE: 60
IC: 120
165
Halle–Nordhausen–Eichenberg–(Kassel) E 2 590
600
RE 9 Halle–Kassel
RB 75 Halle–Nordhausen
RB 41 Nordhausen–Eichenberg
39 4,4 30/60 172
Sangerhausen–Erfurt E 1 595 RE 10 Magdeburg–Erfurt
RB 50 Sangerhausen–Erfurt
15 4,7 60 70
Nordhausen–Erfurt 1 601 RE 5 Nordhausen–Erfurt
RB 45 Nordhausen–Erfurt
19 4,2 60 79
Gotha–Leinefelde 1 604 RE 1 Chemnitz–Erfurt–Göttingen
EB 1 Erfurt–Kassel
EB 2 Gotha–Bad Langensalza
15 4,5 60 67
Lichtenfels–Coburg–Sonneberg E 1 820 RE Sonneberg–Nürnberg
RB Sonneberg–Lichtenfels
13 3,2 60 41

*: Anzahl der Gleise; E steht für elektrifizierte Strecken
¹: Personenverkehr durch Vogtlandbahn
²: bis Plaue sowie zwischen Gehlberg und Oberhof
³: Personenverkehr durch Südthüringenbahn
4: alle zwei Stunden bis Göttingen verlängert
5: Gößnitz–Glauchau elektrifiziert

Die am dichtesten befahrene Bahnstrecke Thüringens ist im Fahrplan 2009 die Verbindung Erfurt–Weimar, wo zwischen 4:00 Uhr und 0:00 Uhr täglich in jeder Richtung 72 Personenzüge verkehren.

Nebenbahnen[Bearbeiten]

In Thüringen sind alle Nebenbahnen eingleisig und nicht elektrifiziert.

Strecke KBS-Nr. Betreiber Nr. Stationen
gesamt
Stationen-
dichte (km)
Taktdichte
(min)
Länge
(km)
(Gera)–Weida–Mehltheuer 546 DB RB 103
RE 12
16 3,0 60/120 48
(Saalfeld)–Hockeroda–Blankenstein 557 EB EB 32 14 3,7 60/120 52
(Jena)–Orlamünde–Pößneck 559 DB RB 52 10 3,5 60/120 35
Rottenbach–Katzhütte 562 DB RB 8 3,1 60 25
Sonneberg–Neuhaus 564 STB STB 2 12 2,3 60 28
Erfurt–Ilmenau 566 EB EB 3 15 3,5 60 52
Eisfeld–Sonneberg 569 STB STB 1 11 3,0 120 33
Wernshausen–Zella-Mehlis 573 STB STB 3 12 2,5 60 30
Weimar–Kranichfeld 579 DB RB 54 13 2,0 60 26
Sömmerda–Großheringen 594 DB RB 43 14 3,9 120³ 54
(Erfurt)–Kühnhausen–Bad Langensalza 603 EB EB 1 9 4,2 60 38
Fröttstädt–Friedrichroda 606 DB RB 48 6 1,8 60 11

³:Taktverdichtung zwischen Sömmerda und Buttstädt auf 60 min

Quelle der Daten in der Tabelle: Fahrplan 2009

Regional-Express-Netz[Bearbeiten]

Die Baureihe 612 ist auf vielen RE-Linien in Thüringen unterwegs

Da in Thüringen nur auf zwei Strecken Fernverkehrszüge verkehren, spielen die Regional-Express-Linien für den SPNV des Landes eine wichtige Rolle. Das Netz ist auf die Stadt Erfurt als Mittel- und Knotenpunkt ausgerichtet:

Privatbahnen[Bearbeiten]

Triebwagen der Erfurter Bahn

Seit etwa 1998 gibt es in Thüringen zahlreiche Strecken, auf denen der Verkehr ausgeschrieben wurde. Der Regionalverkehr wird hier von den vier in Thüringen tätigen Privatbahnen übernommen, an denen die DB teils beteiligt ist. Oftmals besitzen auch Bundesländer oder Landkreise Anteile an diesen Bahnen.

Straßenbahnen[Bearbeiten]

Triebwagen der Erfurter Stadtbahn

In Thüringen gibt es neben den Eisenbahnen nur die Straßenbahnen. Über U-Bahnen, S-Bahnen (Erfurt bis 1993) oder anderweitige schienengebundene Verkehrsmittel verfügt das Land nicht. Zurzeit gibt es in sechs Städten Straßenbahnbetriebe, diese sind: Erfurt (seit 1883), Gera (seit 1892), Gotha (seit 1894), Nordhausen (seit 1900), Jena (seit 1901) und Waltershausen (seit 1929). Es gibt außerdem noch vier weitere Städte, die früher einmal eine Straßenbahn besaßen: Altenburg (1895 bis 1920), Eisenach (1897 bis 1975), Mühlhausen (1898 bis 1969) und Weimar (1899 bis 1937). Alle Straßenbahnen wurden und werden elektrisch betrieben und hatten bzw. haben 1000 mm Spurweite (Meterspur). Die Erfurter Straßenbahn wurde bis 1894 als Pferdestraßenbahn betrieben.

Ein der Straßenbahn ähnliches Verkehrsmittel, den Oberleitungsbus, gab es Mitte des 20. Jahrhunderts in vier thüringischen Städten: in Gera (1939 bis 1977, siehe Oberleitungsbus Gera), in Greiz (1945 bis 1969, siehe Oberleitungsbus Greiz), in Weimar (1948 bis 1993, siehe Oberleitungsbus Weimar) und in Erfurt (1948 bis 1975, siehe Oberleitungsbus Erfurt). Der geplante Oberleitungsbus Suhl konnte bedingt durch die Wende 1989 nicht mehr fertiggestellt werden.

Besondere Bahnen[Bearbeiten]

Oberweißbacher Bergbahn

In Thüringen gibt es einige außergewöhnliche Eisenbahnstrecken. Die wohl bekannteste ist die Oberweißbacher Bergbahn (VzG 6691), eine 1,4 Kilometer lange Standseilbahn mit 1800 mm Spurweite, die vom Schwarzatal, Oberweißbach, hinauf auf die Oberweißbacher Hochfläche führt. Sie wird heute als Museumsbahn betrieben. An der Bergstation (Lichtenhain an der Bergbahn) beginnt eine 2,5 Kilometer lange elektrifizierte Flachstrecke, die die Bergstation mit Cursdorf verbindet. Heute wird die Oberweißbacher Bergbahn im Kursbuch der Deutschen Bahn als Kursbuchstrecke 563 geführt.

Etwas Besonderes ist auch die Thüringerwaldbahn, eine Überlandstraßenbahn mit 1000 mm Spurweite, die von Gotha nach Tabarz direkt an den Rand des Waldes führt. Sie ist jedoch nicht im Besitz der Deutschen Bahn, sondern sie gehört zur Gothaer Straßenbahn.

Nordhausen Nord ist der Beginn einer Linie der Harzer Schmalspurbahnen, die noch ein kleines Stück über Thüringer Gebiet verlaufen.

Als Museumsbahn wird auch die Strecke von Ilmenau über den Rennsteig nach Schleusingen betrieben. Mit teilweise 6 % Steigung ist die Rennsteigbahn die steilste Strecke Deutschlands, die noch in Betrieb ist. Sie wird an Wochenenden von Dampfloks der Dampfbahnfreunde Mittlerer Rennsteig befahren. Die steilste Bahnstrecke überhaupt in Deutschland war die Friedbergbahn, die bis 1997 in Betrieb war und teils Steigungen von mehr als 6,6 % besaß.

Schmalspurbahnen[Bearbeiten]

In Thüringen gibt es nur sehr wenige Schmalspurbahnen. Bis auf den Thüringer Abschnitt der Harzquerbahn sind diese alle stillgelegt. Die Trusebahn zwischen Werratal und Thüringer Wald hatte 750 mm Spurweite. Sie war neun Kilometer lang und verband den Ort Trusetal mit der Werrabahn bei Wernshausen. 1000 mm Spurweite besaßen neben der Harzquerbahn insgesamt sechs Strecken in Thüringen: Die Feldabahn und die Strecke von Bad Salzungen nach Vacha wurden 1934 und 1906 von 1000 mm auf 1435 mm (Regelspur) umgebaut, um den Betrieb einfacher gestalten zu können.

Zwei weitere Schmalspurbahnen gab es im Landkreis Hildburghausen, eine führte von der Kreisstadt nach Heldburg, sie wurde bereits 1946 stillgelegt und die andere führte von Eisfeld nach Schönbrunn. Sie wurde 1967 stillgelegt.

Weiterhin gab es noch eine Schmalspurbahn von Weimar nach Großrudestedt bei SömmerdaWeimar-Buttelstedt-Großrudestedter Eisenbahn (1946 stillgelegt) und eine von Gera nach Meuselwitz Gera-Meuselwitz-Wuitzer Eisenbahn, die 1971 stillgelegt wurde.

Wichtige Bahnhöfe[Bearbeiten]

Bahnhof Neuhaus, am höchsten gelegener Bahnhof in Thüringen
Obwohl es dransteht, ist es keiner: Hauptbahnhof Eisenach

siehe auch: Liste der Personenbahnhöfe in Thüringen

Der größte und bedeutendste Bahnhof Thüringens ist der Erfurter Hauptbahnhof. Von hier gibt es Verbindungen zu fast allen Thüringer Städten. In den Jahren 2015 und 2017 sollen die Hochgeschwindigkeitstrassen Erfurt-Halle/Leipzig und Nürnberg-Erfurt in Betrieb gehen. Damit wird Erfurt Hauptbahnhof zentraler Knoten der ICE-Strecken Dresden-Frankfurt (Main) und Berlin-München. In den Jahren 2002 bis 2008 wurde der Hauptbahnhof umfangreich umgebaut.

Neben Erfurt besitzt der Bahnhof Eisenach eine wichtige Rolle im Bahnverkehr. Er ist der Zentralpunkt für Westthüringen. Neben dem Fernverkehr ist Eisenach auch der Ausgangspunkt der wichtigsten Regionalbahn Eisenach–Halle (Saale) sowie der Werrabahn nach Eisfeld. Ebenfalls spielt Eisenach im Güterverkehr eine wichtige Rolle. Der Bahnhof ist auch Standort des Thüringischen Traditionszuges.

Ein weiterer wichtiger Bahnhof ist der Bahnhof Saalfeld. Er ist das Zentrum des Schienenverkehrs im Südosten Thüringens. Hier befindet sich zum einen ein ICE-Halt an der Linie Berlin–München, zum anderen treffen hier weitere Bahnstrecken von Erfurt, Jena, Gera, Kronach, Bad Lobenstein und Katzhütte aufeinander.

Die Stadt Jena besitzt keinen Hauptbahnhof. Sie verfügt aber dennoch über vier größere Bahnhöfe. Zum einen der Saalbahnhof im Norden der Stadt, der früher der Halt der Fernzüge in Jena war. In den letzten Jahren hat er aber seine Bedeutung zu Gunsten des neu erbauten, zentrumsnahen Bahnhofs Paradies verloren. Der Bahnhof Jena West im Westen der Stadt liegt an der Holzlandbahn Erfurt–Gera und besitzt deshalb ebenfalls überregionale Bedeutung. Der Bahnhof Jena-Göschwitz liegt im Süden Jenas am Schnittpunkt der Saalbahn mit der Holzlandbahn. Er galt als „heimlicher Hauptbahnhof“ der Stadt, jedoch halten an ihm inzwischen keine Fernverkehrszüge mehr. Für den Güterverkehr besitzt dieser Bahnhof aber noch Bedeutung.

Der Hauptbahnhof von Gera ist Knotenpunkt regionaler Bahnlinien in Ostthüringen. Er besitzt eine imposante Glasüberdachung aus dem Jahre 1911. Gera wurde unter anderem dafür bekannt, die erste deutsche Großstadt ohne Anschluss an den Fernverkehr zu sein. Regionale Bahnlinien führen von hier nach Jena, Leipzig, Altenburg, Plauen, Hof und Saalfeld.

Wichtigster Bahnknoten Nordthüringens ist der Bahnhof Nordhausen, wo sich die Halle-Kasseler Eisenbahn, die Südharzstrecke und die Bahnstrecke Erfurt–Nordhausen treffen. Wenig entfernt am Bahnhof Nordhausen-Nord beginnt die Harzquerbahn-Schmalspurstrecke. Ebenfalls sehr bedeutend im Raum Nordthüringen ist der Bahnhof Leinefelde. Hier treffen die Bahnstrecke Gotha-Leinefelde und die Halle-Kasseler Eisenbahn aufeinander. Freitags und Sonntags ist der Bahnhof ebenfalls Fernverkehrshalt. Im Süden des Freistaates bildet der Bahnhof Meiningen, einst Start- und Zielpunkt zahlreicher Fernzüge der Deutschen Reichsbahn, den bedeutendsten Bahnknoten. Bahnlinien führen von hier aus nach Erfurt, Eisenach, Schweinfurt, Bad Kissingen und Sonneberg.

Während der Zeit der deutschen Teilung besaßen die Bahnhöfe von Probstzella an der Frankenwaldbahn und Gerstungen an der Thüringer Bahn Bedeutung als Grenzbahnhöfe im Interzonenverkehr. Hier wurden Passkontrollen, Lokwechsel, Gepäckkontrollen und Ähnliches durchgeführt. In Ellrich (Südharzstrecke) wurden nur Güterzüge kontrolliert. Der höchstgelegene Bahnhof Thüringens ist der Bahnhof Neuhaus am Rennweg mit 830 m ü. NN. Der tiefstgelegene Bahnhof im Land befindet sich in Großheringen (Saaletal) in 123 m Höhe.

Insgesamt gibt es in Thüringen sechs Fernbahnhöfe: Eisenach, Gotha, Erfurt Hbf, Weimar an der Thüringer Bahn sowie Jena Paradies und Saalfeld an der Saalbahn.

Den Zusatz „Hauptbahnhof“ tragen nur vier Bahnhöfe in Thüringen: Erfurt Hauptbahnhof, Gera Hauptbahnhof, Arnstadt Hauptbahnhof und Sonneberg Hauptbahnhof. Eine Kuriosität ist hierbei der Bahnhof Eisenach, der aber die große Anschrift „Hauptbahnhof“ trägt. Auch der Bahnhof Gotha wird im Linienverkehr der TWSB als Hauptbahnhof bezeichnet. Erwähnenswert ist auch, dass der Sonneberger Hauptbahnhof (seit 1999 Umweltbahnhof) nach Streckensperrungen in den Jahren zwischen 1997 und 2002 nur von einer einzigen Linie – als einziger Bahnhof Sonnebergs überhaupt – aus Richtung Coburg im bayerischen Oberfranken angefahren wurde.

Nach der Bahnhofskategorisierung der Deutschen Bahn wurden in Thüringen 2012 ausgewiesen[1]

Weitere 29 Bahnhöfe werden in dieser Statistik nicht geführt, weil sie einen anderen Eigentümer haben. Die meisten hiervon liegen an der Harzquerbahn.

Triebfahrzeuge[Bearbeiten]

Baureihe 642

Heute werden in Thüringen nur wenige verschiedene Triebfahrzeuge eingesetzt. Die Deutsche Bahn setzt auf ihren Nebenstrecken meist die Dieseltriebwagen der Baureihen 641 („Walfisch“) und 642 (Siemens Desiro) ein. Letzterer kommt auch als Regionalexpress zum Einsatz. Die RE-Linien Erfurt–Würzburg und Chemnitz–Erfurt–Göttingen werden von der Baureihe 612, dem „Regio-Swinger“, bedient, da diese Strecken für Neigetechnik ausgebaut sind. Lokbespannte Regionalzüge der DB bedienen die Regionalbahnen Halle–Eisenach, Nordhausen–Heiligenstadt, Nordhausen–Halle („Kupfer-Express“), Naumburg–Saalfeld, Saalfeld–Lichtenfels und den Regionalexpress Halle–Nordhausen–Kassel. Sie bestehen aus einem Gespann der Baureihe 143 und modernisierten Doppelstockwagen oder „langen Halberstädter“ Wagen.

Die privaten Bahnen setzen in Thüringen ausschließlich Triebwagen ein. Am weitesten verbreitet sind hierunter die Stadler Regio-Shuttles der Erfurter Bahn bzw. Südthüringenbahn. Bei der Erfurter Bahn kommt auch der Bombardier ITINO zum Einsatz. Die Vogtlandbahn setzt auf der Elstertalbahn Fahrzeuge vom Typ Siemens Desiro Classic ein. Seit dem 10. Dezember 2006 setzt die Cantus Verkehrsgesellschaft Elektrotriebwagen vom Typ Stadler FLIRT auf der Strecke Eisenach–Bebra ein.

Im Werk Erfurt der DB Regio AG, Verkehrsbetrieb Thüringen werden (fast) alle Fahrzeuge für Thüringen verwaltet. Dies sind 22 Exemplare der Baureihe 143, 26 Exemplare der Baureihe 612, 20 Exemplare der Baureihe 641, 85 Exemplare der Baureihe 642 sowie alle thüringischen Nahverkehrswagen.

In Erfurt-Ost sind die 23 Exemplare des Stadler Regio-Shuttles sowie der Itino-Prototyp im Betriebshof der Erfurter Bahn stationiert. Weitere 32 Exemplare dieser Baureihe sind in Meiningen im dortigen Bahnbetriebswerk, heute Betriebshof der Süd-Thüringen-Bahn, beheimatet. Sie werden von EB und STB eingesetzt. In Meiningen existiert noch das Dampflokwerk der DB, welches sich auf Neubau, Reparatur und Wartung von Traditionsbahnen und Museumsdampfloks in Deutschland spezialisiert hat. Hier kann man bei den jährlich stattfindenden Meininger Dampfloktagen zahlreiche Dampflokomotiven aus dem mitteleuropäischen Raum besichtigen. Im Bahnbetriebswerk Arnstadt sind die Museumsloks des Thüringer Raumes beheimatet. Ebenso kann man in Eisenach und in Weimar Museumslokomotiven besichtigen, welche dort beheimatet sind. DB Schenker Rail betreibt in Saalfeld einen Betriebshof. In der Vergangenheit gab es in Thüringen noch weitere Bahnbetriebswerke.

Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Fromm: Thüringer Eisenbahnstreckenlexikon. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 1996, ISBN 3-929000-33-4.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. (PDF)

Weblinks[Bearbeiten]