Mühlwald

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Mühlwald
(ital.: Selva dei Molini)
Wappen von Mühlwald
Mühlwald (Südtirol)
Mühlwald
Mühlwald
Lage von Mühlwald in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Pustertal
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2012)
1.473/1.462
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
98,90 % deutsch
0,90 % italienisch
0,21 % ladinisch
Koordinaten 46° 53′ N, 11° 52′ O46.88333333333311.8666666666671229Koordinaten: 46° 53′ N, 11° 52′ O
Meereshöhe: 982–3479 m s.l.m. (Zentrum: 1229 m s.l.m.)
Fläche: 104,52 km²
Dauersiedlungsraum: 6,6 km²
Fraktionen: Außermühlwald, Lappach
Nachbargemeinden: Ahrntal, Finkenberg (Nordtirol, A), Gais, Kiens, Pfalzen, Pfitsch, Sand in Taufers, Terenten, Vintl
Postleitzahl: 39030
Vorwahl: 0474
ISTAT-Nummer: 021088
Steuernummer: 81007580210
Politik
Bürgermeister (2010): Paul Niederbrunner (SVP)

Mühlwald (italienisch Selva dei Molini) ist eine Gemeinde mit 1462 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in Südtirol (Italien).

Geographie[Bearbeiten]

Der Hauptort Mühlwald vor dem Mühlwaldsee

Die Gemeinde Mühlwald nimmt mit Ausnahme des Mündungsbereichs das gesamte vom Mühlwalder Bach entwässerte Mühlwalder Tal in den Zillertaler Alpen ein. Dieses zweigt bei Mühlen in Taufers (Gemeinde Sand in Taufers) vom Tauferer Ahrntal ab, verläuft zunächst in westliche Richtung und biegt schließlich nordwärts zum Zillertaler Hauptkamm hin ab. Die beiden größeren dörflichen Siedlungen im Tal, sowie die zahlreichen Einzelhöfe und kleinen Weiler befinden sich fast ausnahmslos auf der orographisch linken, sonnenexponierten Talseite. Das Gemeindegebiet ist 104,52 km² groß.

Am Taleingang befindet sich die Streusiedlung und Gemeinde-Fraktion Außermühlwald. Etwa in der Talmitte folgt – nahe dem Mühlwaldsee – der Hauptort Mühlwald auf 1150–1250 m s.l.m.. Am oberen Talende – bereits nach der Talbiegung gegen Norden – liegt die Fraktion Lappach mit seinem 1410–1450 m hoch gelegenen Ortskern.

Über dem Talschluss mit dem Neves-Stausee (1860 m) erheben sich ausgeprägte und vergletscherte Hochgipfel des Zillertaler Hauptkamms, der die Staatsgrenze zu Österreich bildet, darunter der Hohe Weißzint (3371 m), der Große Möseler (3480 m) und der Turnerkamp (3418 m). Vom Hohen Weißzint streicht ein langer Nebenkamm gegen Süden und später nach Osten, der das Mühlwalder Tal zum Pfitscher Tal, Pfunderer Tal und zuletzt zum Pustertal hin abgrenzt. Am Turnerkamp hingegen nimmt jener Kamm seinen Anfang, der die Gemeinde im Norden und Nordosten vom Weißenbachtal trennt, und zuletzt mit dem Speikboden-Massiv den Talausgang beherrscht.

Ganzjährig erreichbar ist Mühlwald über die Talstraße, die bei Mühlen in Taufers in die Ahrntaler Straße einmündet, die wiederum nach Süden ins Pustertal im Raum Bruneck führt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der „sprechende“ Ortsname von Mühlwald („[Wasser-]Mühlen in einem waldreichen Gebiet“) ist als Mullenwalt, Mulenwalt und Mülbalt seit ca. 1160 bezeugt.[1]

Wichtigster Grundherr in Mittelalter und Früher Neuzeit war das Kloster Sonnenburg.

Mühlwald und Lappach gehörten bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Gerichtsbezirk Taufers und waren Teil des Bezirks Bruneck.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Dienstleistungssektor inklusive Tourismus und das produzierende Gewerbe waren bisher im Gegensatz zu den anderen Gemeinden des Tauferer Ahrntals nur von relativ geringer Bedeutung. Aus diesem Grund arbeitet ein Großteil der Erwerbstätigen außerhalb der Gemeinde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mit dem Projekt „Kraft des Wassers“ wurden Themenwege erschlossen, auf denen regelmäßig geführte Wanderungen angeboten werden. Beginnend beim Wasserkraftwerk Mühlwald am Mühlwalder See führt der Themenweg vorbei an alten Mühlen, an einem Moor mit Quellgebiet und in weiterer Folge durch eine Klamm mit einem Wasserfall, um dann am Neves-Stausee in Lappach zu enden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Egon Kühebacher: Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte, Bd. 1, Bozen: Athesia, 1995, S. 262. ISBN 88-7014-634-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mühlwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien