Sand in Taufers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sand in Taufers
(ital.: Campo Tures)
Wappen von Sand in Taufers
Sand in Taufers (Südtirol)
Sand in Taufers
Sand in Taufers
Lage von Sand in Taufers in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Pustertal
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2011)
5.272/5.293
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
97,34 % deutsch
2,30 % italienisch
0,36 % ladinisch
Koordinaten 46° 55′ N, 11° 57′ O46.91666666666711.95864Koordinaten: 46° 55′ N, 11° 57′ O
Meereshöhe: 838–3436 m s.l.m. (Zentrum: 864 m s.l.m.)
Fläche: 164,5 km²
Dauersiedlungsraum: 10,8 km²
Fraktionen: Ahornach, Kematen, Mühlen in Taufers, Rein in Taufers, Sand in Taufers
Nachbargemeinden: Ahrntal, Gais, Mühlwald, Percha, Prettau, Rasen-Antholz, Sankt Jakob in Defereggen (Osttirol, A)
Postleitzahl: 39032
Vorwahl: 0474
ISTAT-Nummer: 021017
Steuernummer: 81003390218
Politik
Bürgermeister (2010): Helmuth Innerbichler (SVP)

Sand in Taufers (italienisch: Campo Tures) ist eine Marktgemeinde mit 5293 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011) im Tauferer Ahrntal in Südtirol (Italien) in der Nähe von Bruneck. Hauptort der Gemeinde ist das Dorf Sand in Taufers (der Name Sand deutet auf wiederholte Überschwemmungen durch die Ahr hin). Das Gemeindegebiet befindet sich in der Weitung des Tauferer Bodens, in welche die Hochtäler Mühlwald und Rein münden.

Sand in Taufers ist eine Gemeinde des Naturparks Rieserferner-Ahrn.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Gesamtansicht von Sand in Taufers ohne die Fraktionen Mühlen, Kematen, Ahornach und Rein

Erste Erwähnungen von Taufers finden sich im Brixner Traditionsbuch von 1050 bis 1065, die Namen Sand Maurizien und Sant tauchen erst 1296 bzw. 1410 auf.

Die Gemeinde als solche wurde 1926 unter der offiziellen Bezeichnung „Campo Tures“ aus den acht Kleingemeinden Sand, Drittelsand, Ahornach, Rein, Kematen, Mühlen, Mühlwald und Lappach gebildet. Die beiden letztgenannten wurden aber schon bald abgetrennt und bilden seitdem die Gemeinde Mühlwald.

Im Zuge der Italianisierung durch die Faschisten wurden die Gemeinde und ihre Fraktionen umbenannt bzw. ins Italienische übersetzt. Diese Namen sind bis heute neben den ursprünglichen deutschen Namen offiziell gültig.

Der Ort war bis 1957 Endbahnhof für die Tauferer Bahn.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hinein hatte Sand in Taufers nur eine untergeordnete wirtschaftliche Bedeutung. Dies änderte sich mit dem Aufkommen des Fremdenverkehrs und Alpinismus. Insbesondere die Eröffnung des Skigebietes auf dem Speikboden im Jahre 1973 brachte einen großen Aufschwung. Heute zählt die Gemeinde über 180 Beherbungsbetriebe mit 3.500 Gästebetten und 390.000 Nächtigungen pro Jahr.

Im September 2011 eröffnete die Cascade ihre Pforten, eine Kombination aus Schwimmbad, Sauna und Wellnesslandschaft. Von dem Großprojekt erhofft sich die Gemeinde neue Impulse für den Tourismus.

Eine sehr wichtige Rolle spielen auch Gewerbe und Industrie, vor allem im Talboden, dagegen hat die Landwirtschaft heute eine eher untergeordnete Bedeutung.

Sport[Bearbeiten]

Die Gemeinde organisiert jährlich seit 30 Jahren ein zweitägiges internationales Handballturnier im Jugendbereich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sand in Taufers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien