Graun im Vinschgau

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Graun im Vinschgau
(ital.: Curon Venosta)
Wappen von Graun im Vinschgau
Graun im Vinschgau (Südtirol)
Graun im Vinschgau
Graun im Vinschgau
Lage von Graun im Vinschgau in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Vinschgau
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2013)
2.423/2.426
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
97,34 % deutsch
2,66 % italienisch
0,00 % ladinisch
Koordinaten 46° 48′ N, 10° 33′ O46.80717777777810.5422555555561520Koordinaten: 46° 48′ N, 10° 33′ O
Meereshöhe: 1.449–3738 m s.l.m. (Zentrum: 1520 m s.l.m.)
Fläche: 210,4 km²
Dauersiedlungsraum: 11,2 km²
Fraktionen: Graun, Langtaufers, Reschen, St. Valentin auf der Haide
Nachbargemeinden: Kaunertal (A), Mals (I), Nauders (A), Pfunds (A), Sent (CH), Sölden (A), Valsot (CH)
Postleitzahl: 39027
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021027
Steuernummer: 00380670216
Politik
Bürgermeister (2010): Heinrich Noggler (SVP)

Graun im Vinschgau (italienisch Curon Venosta) ist eine Gemeinde mit 2426 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in Südtirol (Italien) im Länderdreieck Italien – Österreich – Schweiz.

Die Gemeinde ist die flächenmäßig drittgrößte Südtirols, der Ort selbst ist mit 28 km² Fläche und rund 370 Einwohnern eines der kleineren Dörfer. Auf Grauner Gemeindegebiet befinden sich die Orte Graun, Reschen und St. Valentin auf der Haide, der Reschenpass sowie die Seitentäler Rojen und Langtaufers.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Reste von Alt-Graun befinden sich heute auf dem Grund des Reschensees, eines Stausees, der 1950 für die Stromgewinnung entstand. Bis auf den denkmalgeschützten Kirchturm wurden alle Gebäude geschleift, das Dorf wurde am östlichen Talrand neu erbaut und die Bevölkerung umgesiedelt. Der Kirchturm von St. Katharina, der heute aus dem See ragt, ist das einzige, was von Alt-Graun noch erhalten geblieben ist (Standort: 46.81070710.536607).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Neben dem aus dem See ragenden romanischen Kirchturm der ehemaligen Pfarrkirche St. Katharina ist die auf einem kleinen Hügel unweit des neuen Ortszentrums stehende 1521 eingeweihte spätgotische Kapelle zur Heiligen Anna sehenswert. Sie enthält neben einem um 1600 entstandenen Außenwandfresko mit Darstellung des altkirchlichen Märtyrers Georg einen Renaissanceformen aufweisenden 1596 gestifteten Altar mit Darstellungen der heiligen Sippe, Mariä Verkündigung und der des Jesus-Bruders Jakobus, Johannes des Täufers und der als Heiligen verehrten Agnes. An der Predella findet sich eine Darstellung des Stifters H.J. Khuen von Belasi nebst Ehefrau.

Sport[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet befinden sich drei Skigebiete: Schöneben, Haideralm und Maseben. Die Gebiete Schöneben und Haideralm kooperieren mit dem Skigebiet Nauders auf österreichischer Seite im Skiverbund Skiparadies Reschenpass.

Persönlichkeiten aus Graun[Bearbeiten]

Fotogalerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Graun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien