Vahrn

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Vahrn
(ital.: Varna)
Wappen von Vahrn
Vahrn (Südtirol)
Vahrn
Vahrn
Lage von Vahrn in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Eisacktal
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2012)
4.256/4.342
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
87,80 % deutsch
11,18 % italienisch
1,02 % ladinisch
Koordinaten 46° 45′ N, 11° 38′ O46.74166666666711.633333333333671Koordinaten: 46° 45′ N, 11° 38′ O
Meereshöhe: 570–2742 m s.l.m. (Zentrum: 671 m s.l.m.)
Fläche: 70,1 km²
Dauersiedlungsraum: 7,0 km²
Fraktionen: Neustift, Schalders, Spiluck, Vahrn
Nachbargemeinden: Brixen, Feldthurns, Franzensfeste, Klausen, Natz-Schabs, Sarntal
Postleitzahl: 39040
Vorwahl: 0472
ISTAT-Nummer: 021111
Steuernummer: 81000030213
Politik
Bürgermeister (2010): Andreas Schatzer (SVP)

Vahrn (italienisch Varna) ist eine Gemeinde mit 4342 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in Südtirol nördlich von Brixen (Italien). Der Name des Ortes und auch das Gemeindewappen wurden von der im 13. Jahrhundert zerstörten Burg Voitsberg oberhalb Vahrn übernommen.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Vahrn liegt nordwestlich von Brixen auf einem Schuttkegel am Ausgang des Schalderertales. Die Berge im Hintergrund schützen das Gebiet vor den kalten Nordwinden, was unter anderem dem Weinbau um Neustift zugutekommt. Vahrn ist eine Gemeinde zwischen Tallage (650 m) und Hochgebirge (2.500 m); an der Schwelle zwischen Nord und Süd – früher von Reiseschriftstellern oft das „Tor zum Süden“ genannt – zwischen der schluchtartigen Enge des Wipptales und der Talweitung von Brixen, zwischen der Plage des europäischen Transits (Autobahn) und einsamen Bergpfaden, zwischen wärmeliebender Vegetation (Rebe und Edelkastanie) und kargen Hochgebirgspflanzen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den im Brixner Talbecken gelegenen Ortschaften Vahrn und Neustift (siehe auch Kloster Neustift) sowie den zwei Bergsiedlungen Spiluck und Schalders. Aufgrund großer Bautätigkeit ist das Dorf Vahrn heute praktisch ein Vorort von Brixen.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon vor tausend Jahren in einer Urkunde erwähnt, liegt der Ort an der alten Brennerstraße. Seit dem Mittelalter lebten Gastwirte und Handwerker vom regen Fuhrwerksverkehr auf dieser wichtigen Nord-Südverbindung. Mehrere Edelsitze, erbaut von Adeligen und hohen Beamten des Brixner Fürstbischofs, verschönern heute noch das Dorfbild.

Mit der Eröffnung der Brennerbahn im Jahr 1867 erhielt der Ort eine Haltestelle und bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges kamen von Mai bis Oktober vornehme Gäste aus Wien, München und anderen Städten, um sich im Schatten der Kastanienbäume zu erholen. Um das Jahr 1910 ließ ein Wiener Bankier das Hotel Salern errichten.

Jüngere Entwicklung[Bearbeiten]

Der Vahrner See

Die Verbauung seit den siebziger Jahren hat das Dorfbild verändert. Neue Handwerker- und Gewerbezonen oberhalb von Brixen und auch in der Nähe der Autobahnausfahrt haben zum wirtschaftlichen Aufschwung des Dorfes beigetragen. Die Haltestelle der Bahn wurde inzwischen aufgelassen.

Der Schaldererbach und der Vahrner See wurden als Erholungszonen unter Naturschutz gestellt. Die Mehrzahl der Bauern hat sich auf den intensiven Obst- und Weinbau spezialisiert.

Der Lärm und die Abgase der Auto- und Eisenbahn belasten die Dorfbewohner, auch warten die Benützer der Staatsstraße in Richtung Brixen mit wachsender Ungeduld auf großzügige Baumaßnahmen, welche die untragbare Verkehrssituation entflechten: An einer Umfahrung wird gerade gebaut, eine Bus-Vorzugsspur und verschiedene Kreisverkehre wurden bereits fertiggestellt.

Der lang gezogenen Ortschaft von der Pustertaler Kreuzung bis zum Eingang des Schalderertales fehlte ein Dorfzentrum. Diese Funktion erfüllt in etwa das in den 1980er Jahren erbaute Haus Voitsberg als Sitz der Gemeindeverwaltung und der im Jahre 2007 errichtete Dorfplatz. Der architektonisch gelungene große Saal ist mit zahlreichen Veranstaltungen gut ausgelastet.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Kloster Neustift

Überragt wird die Ortschaft von der Ruine Salern, dem Rest einer im 13. Jahrhundert von Bischof Bruno erbauten Burg. Die sehenswerte Pfarrkirche mit dem spitzen gotischen Turm wird nachts von Scheinwerfern angestrahlt. In Neustift befindet sich das berühmte Kloster der Kongregation der österreichischen Augustiner-Chorherren mit angeschlossenem Internat.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Besonders in der Fraktion Neustift wird Weinbau betrieben, Leitrebe ist die Silvanerrebe.

Das Gewerbegebiet liegt im Süden der Gemeinde, an der Staatsstraße, vor der Brixner Gemeindegrenze. Größter Betrieb ist der Milchhof Brixen (Brimi).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vahrn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien