Lana

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lana (Begriffsklärung) aufgeführt.
Lana an der Etsch
(ital.: Lana)
Wappen von Lana an der Etsch
Lana an der Etsch (Südtirol)
Lana an der Etsch
Lana an der Etsch
Lage von Lana an der Etsch in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Burggrafenamt
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2012)
11.255/11.337
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
91,84 % deutsch
7,90 % italienisch
0,26 % ladinisch
Koordinaten 46° 37′ N, 11° 9′ O46.61666666666711.15310Koordinaten: 46° 37′ N, 11° 9′ O
Meereshöhe: 254–1913 m s.l.m. (Zentrum: 310 m s.l.m.)
Fläche: 36,1 km²
Dauersiedlungsraum: 18,3 km²
Fraktionen: Lana, Pawigl, Völlan, Ackpfeif
Nachbargemeinden: Burgstall, Gargazon, Meran, St. Pankraz, Tisens, Tscherms
Partnerschaft mit: Telfs (A), Idstein (D), Feuchtwangen (D)
Postleitzahl: 39011
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021041
Steuernummer: 82007030214
Politik
Bürgermeister (2010): Harald Stauder (SVP)
Lana, gesehen vom Brandiswaalweg

Lana ist eine Marktgemeinde mit 11.337 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in Südtirol (Italien) südlich von Meran.

Lana (italienisch ebenfalls Lana) ist die siebtgrößte Gemeinde Südtirols. Im südlichen Winkel des Meraner Talkessels gelegen, begleitet die langgestreckte Ortschaft Lana (300 m s.l.m.) den Rand der Etschtalebene. Im Mittelgebirge liegt die Fraktion Völlan (700 m s.l.m.), am Südhang des Vigiljoches die Bergfraktion Pawigl (1200 m s.l.m.). Das Dorf selbst wird in Ober-, Mitter- und Niederlana unterteilt. Lana ist Ausgangsort der Passstraße SS238 über dem Gampenpass.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste urgeschichtliche Siedlungen finden sich auf den Hügelkuppen Kobaltbühel, Silackerbühel, Burghügel Braunsberg, Brandis und Leonburg. Im 9. Jahrhundert werden die beiden Kirchen St. Georg und St. Margarethen errichtet. Die erste urkundliche Erwähnung von Lana (Lenon) erfolgt im Jahr 990. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts werden die Burgen Brandis, Lanaburg (Leonburg), Braunsberg, Mayenburg und Werrenberg errichtet. Ab 1396 wird die Pfarre Lana vom Deutschen Orden betreut, dessen Wappen noch heute im Gemeindewappen von Lana enthalten ist. Im Jahr 1850 werden die bisher selbständigen Orte Vill, Oberlana und Niederlana zur Großgemeinde Lana zusammengeschlossen.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: Auf dem Wappen befindet sich das Wahrzeichen des Deutschen Ordens, ein schwarzes Kreuz und aufliegend das Wahrzeichen der Grafen von Brandis, der rote Löwe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt u. a. die Pfarrkirche zu Mariä Himmelfahrt in Niederlana. Besonderes Prunkstück dieser spätgotischen Kirche ist der zweiteilige Flügelaltar von dem wahrscheinlich aus Füssen stammenden Maler und Bildhauer Hans Schnatterpeck. Der Altar, 1503 von den Meraner Kirchenpröpsten in Auftrag gegeben, ist mit einer Höhe von 14,5 m der größte Tirols und einer der größten ganz Europas. Anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Hans-Schnatterpeck-Altar (1508-2008) wurden zwei Sonderbriefmarken von diesem gotischen Altar herausgegeben.

Bauwerke

  • Burgen und Schlösser: Brandis, Leonburg, Braunsberg, Mayenburg
  • Kirchen und Kapellen: St. Margarethen - mit Fresken aus dem 13. Jh., Pfarrkirche Maria Himmelfahrt 1492 mit gotischem Flügelaltar (1503), Pfarrkirche Hl. Kreuz mit der zweitgrößten Glocke Südtirols (6248 kg)
  • Südtiroler Obstbaumuseum, Bauernmuseum Völlan
  • Skulpturenwanderweg längs der Gaulpromenade

Kulturelle Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Kulturtage Lana
  • Blütenfesttage
  • Jährliche Kunstausstellungen im Ansitz Rosengarten
  • Kastanientage »Köschtnriggl«
  • LanaLive
  • Passionsspiele
  • Konzerte der Musikkapellen
  • Kindersommer Juli und August
  • Südtiroler Gartenlust
  • Lange Donnerstage Juli und August
  • Kürbistage
  • Lana Advent
  • Wandercamp
  • Radcamp
  • Lanaphil im April und Oktober
  • Open Air Gaul

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wirtschaftlich sehr wichtig ist neben Handwerk, Industrie und Handel vor allem der Apfelobstbau (10 % der Südtiroler Gesamternte und 1 % der Gesamternte von Europa (Bioapfel)). Der Transport der exportierten Äpfel erfolgte bis 1974 über die Lokalbahn Lana-Meran, welche den Ort an das europäische Schienennetz anschloss. Dieselbe Bahn führte zudem bis 1950 Personentransporte nach Meran durch. Eine Lokomotive des Apfelzuges ist am Tribusplatz zu besichtigen, mit einer kurzen geschichtlichen Abhandlung über die Bahn.

Für die Wirtschaft ist auch die Industriezone in Lana von Bedeutung. Die Zone befindet sich in der Nähe der Falschauermündung in die Etsch und ist verkehrstechnisch durch die Schnellstraße MeBo gut erschlossen. Zahlreiche internationale Betriebe haben eine Niederlassung in dieser Industriezone, darunter sind Doppelmayr, Develey, Iprona und die Firma SCA besser bekannt als Biopack. In den letzten Jahren verändert sich das Bild der Zone und es siedeln sich immer mehr lokale Betriebe dort an.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Panorama[Bearbeiten]

180° Panorama vom Brandiswaalweg, Höhe Platteda

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien