Klausen (Südtirol)

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Klausen
(ital.: Chiusa)
Wappen von Klausen
Klausen (Südtirol)
Klausen
Klausen
Lage von Klausen in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Eisacktal
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2011)
5.148/5.143
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
91,30 % deutsch
7,88 % italienisch
0,81 % ladinisch
Koordinaten 46° 38′ N, 11° 34′ O46.63333333333311.566666666667523Koordinaten: 46° 38′ N, 11° 34′ O
Meereshöhe: 512–2581 m s.l.m. (Zentrum: 523 m s.l.m.)
Fläche: 51,4 km²
Dauersiedlungsraum: 8,9 km²
Fraktionen: Gufidaun, Klausen, Latzfons, Verdings
Nachbargemeinden: Feldthurns, Lajen, Sarntal, Vahrn, Villanders, Villnöss
Postleitzahl: 39043
Vorwahl: 0472
ISTAT-Nummer: 021022
Steuernummer: 80006630216
Politik
Bürgermeister (2010): Maria-Anna Gasser Fink (SVP)

Klausen (italienisch: Chiusa) ist eine Stadt und Gemeinde mit 5143 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011) im mittleren Eisacktal in Südtirol (Italien).

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Klausen liegt etwa zehn Kilometer südlich von Brixen. Das Gemeindegebiet umfasst neben der Stadt selbst den westlichen Talhang mit den Dörfern Verdings und Latzfons, sowie auf der östlichen Seite im vorderen Teil des Villnösstales die Ortschaft Gufidaun.

Geschichte [Bearbeiten]

Der Klausen überragende Säbener Felsen war schon in vorchristlicher Zeit ein bedeutender Siedlungsplatz. Hier finden sich Gräber sowohl aus rätischer, als auch germanischer Zeit. Zwischen 800 und etwa 1000 war Säben ein bedeutender Bischofssitz, bevor dieser nach Brixen verlegt wird. Zahlreiche archäologische Funde auf Kloster Säben bestätigen das.

Urkundlich wird Klausen erstmals 1027 erwähnt als "chiusa sub Sabione sita". Bei der Urkunde handelt es sich um die Schenkung des Inntals und des Eisacktals durch Konrad II. an den Brixner Bischof Hartwig. Im 13. Jahrhundert erhielt Klausen das Marktrecht und 1308 wurde der Markt zur Stadt erhoben.

Bis 1960 war Klausen Ausgangspunkt für die Grödnerbahn. Am heutigen Bahnhofsgelände ist das aufgelassene Kehrviadukt noch zu sehen. Klausen gilt als „Törggelehauptstadt“.

Ab dem 15. Jahrhundert war Klausen Sitz eines Berggerichtes, nachdem bei Villanders Erz abgebaut wurde.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Personen mit Beziehung zur Stadt:

  • Albrecht Dürer (1471–1528) weilte bei seiner Italienreise 1494 in Klausen und skizzierte den Ort. Diese Skizze verarbeitete er später in seinem Kupferstich „Nemesis“. Nach neueren Forschungen reiste Dürer erst um 1496 nach Italien (Dürer-Forschungen im Germanischen Nationalmuseum).
  • Jörg Blaurock (1492–1529), führende Persönlichkeit des frühen Täufertums, am 6. September 1529 wegen seiner Überzeugungen bei lebendigem Leib als Ketzer in Klausen verbrannt
  • Josef Sullmann (1922–2012), Arzt und Wohltäter, von 1965 bis 1992 Gemeindearzt von Klausen

Söhne und Töchter der Stadt

Galerie [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Klausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien