Klausen (Südtirol)

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Klausen
(ital.: Chiusa)
Wappen von Klausen
Klausen (Südtirol)
Klausen
Klausen
Lage von Klausen in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Eisacktal
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2013)
5.148/5.179
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
91,30 % deutsch
7,88 % italienisch
0,81 % ladinisch
Koordinaten 46° 38′ N, 11° 34′ O46.63333333333311.566666666667523Koordinaten: 46° 38′ N, 11° 34′ O
Meereshöhe: 512–2581 m s.l.m. (Zentrum: 523 m s.l.m.)
Fläche: 51,4 km²
Dauersiedlungsraum: 8,9 km²
Fraktionen: Gufidaun, Klausen, Latzfons, Verdings
Nachbargemeinden: Feldthurns, Lajen, Sarntal, Vahrn, Villanders, Villnöss
Postleitzahl: 39043
Vorwahl: 0472
ISTAT-Nummer: 021022
Steuernummer: 80006630216
Politik
Bürgermeister (2010): Maria-Anna Gasser Fink (SVP)

Klausen (italienisch: Chiusa) ist eine Stadt und Gemeinde mit 5179 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) im mittleren Eisacktal in Südtirol (Italien).

Geografie[Bearbeiten]

Klausen liegt etwa zehn Kilometer südlich von Brixen. Das Gemeindegebiet umfasst neben der Stadt selbst den westlichen Talhang mit den Dörfern Verdings und Latzfons, sowie auf der östlichen Seite im vorderen Teil des Villnösstales die Ortschaft Gufidaun.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Klausen überragende Säbener Berg war schon in vorchristlicher Zeit ein bedeutender Siedlungsplatz. Hier finden sich Gräber sowohl aus rätischer, als auch germanischer Zeit. Zwischen 800 und etwa 1000 war Säben ein bedeutender Bischofssitz, bevor dieser nach Brixen verlegt wurde. Zahlreiche archäologische Funde bestätigen das.

Urkundlich wird Klausen erstmals 1027 erwähnt als "chiusa sub Sabione sita". Bei der Urkunde handelt es sich um die Schenkung des Inntals und des Eisacktals durch Konrad II. an den Brixner Bischof Hartwig.

Der Ort wurde durch Bischof Konrad von Rodank gefördert. Dieser ließ um 1205 oberhalb des Ortes, an der heutigen Kirche St. Sebastian, das Hospital anlegen und inkorporierte ihm die Pfarrei Klausen. Im 13. Jahrhundert erhielt Klausen das Marktrecht und 1308 wurde der Markt zur Stadt erhoben. Das Hospital wurde in den 1460er Jahren in die Stadt verlegt. Hierbei wurde die Apostelkirche als neue Hospitalkirche errichtet. Da die Hospitalkirche die Aufgaben der Pfarrkirche nicht mehr erfüllen konnte wurde vermutlich im Zuge der Verlegung des Hospitals auch die 1494 geweihte Andreaskirche errichtet.

Ab dem 15. Jahrhundert war Klausen Sitz eines Berggerichtes, da bei Villanders Erz abgebaut wurde. Im Jahr 1699 stiftete die spanische Königin Maria Anna in Klausen das Kapuzinerkloster. Maßgeblich für diesen Entschluss war ihr Beichtvater, der aus Klausen stammende Kapuzinerpater, Gabriel Pontifeser.

Bis 1960 war Klausen Ausgangspunkt für die Grödnerbahn. Am heutigen Bahnhofsgelände ist das aufgelassene Kehrviadukt noch zu sehen. Klausen gilt als „Törggelehauptstadt“.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen mit Beziehung zur Stadt[Bearbeiten]

  • Albrecht Dürer (1471–1528) weilte bei seiner Italienreise 1494 in Klausen und skizzierte den Ort. Diese Skizze verarbeitete er später in seinem Kupferstich „Nemesis“. Nach neueren Forschungen reiste Dürer erst um 1496 nach Italien (Dürer-Forschungen im Germanischen Nationalmuseum).
  • Jörg Blaurock (1492–1529), führende Persönlichkeit des frühen Täufertums, am 6. September 1529 wegen seiner Überzeugungen bei lebendigem Leib als Ketzer in Klausen verbrannt
  • Josef Sullmann (1922–2012), Arzt und Wohltäter, von 1965 bis 1992 Gemeindearzt von Klausen

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Klausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien