Montan

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Montan (Begriffsklärung) aufgeführt.
Montan
(ital.: Montagna)
Wappen von Montan
Montan (Südtirol)
Montan
Montan
Lage von Montan in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Überetsch-Unterland
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2011)
1.627/1.648
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
92,54 % deutsch
6,94 % italienisch
0,52 % ladinisch
Koordinaten 46° 20′ N, 11° 18′ O46.33083333333311.301388888889497Koordinaten: 46° 20′ N, 11° 18′ O
Meereshöhe: 212–1856 m s.l.m. (Zentrum: 497 m s.l.m.)
Fläche: 18,9 km²
Dauersiedlungsraum: 4,0 km²
Fraktionen: Glen, Gschnon, Kaltenbrunn, Montan, Pinzon
Nachbargemeinden: Aldein, Auer, Capriana, Neumarkt, Salurn, Tramin, Truden
Partnerschaft mit: Kontakte mit der Stadt Nürnberg
Postleitzahl: 39040
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021053
Steuernummer: 00127760213
Politik
Bürgermeister (2010): Monika Delvai Hilber (SVP)

Montan (italienisch Montagna) ist eine Gemeinde mit 1648 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011) im Südtiroler Unterland in Italien, etwa 15 km südlich von Bozen. Sie besteht aus den Ortschaften Glen, Gschnon, Kaltenbrunn, Kalditsch, dem Hauptort Montan und Pinzon.

Der Hauptort liegt steil über dem Markt Auer an der östlichen Talschulter auf einer dem Cislon vorgelagerten Terrasse. Der Name Montan kommt vom lat. mons (Berg). Die reizvolle Steillage und Umgebung - Blick über das Unterland, auf den Kalterer See und den gegenüber liegenden Mendelkamm - brachte dem Ort, der einige uralte Bürgerhäuser aufweist, zuletzt ein gut verkraftbares Ausmaß an Fremdenverkehr.

Inhaltsverzeichnis

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

  • Castelfeder ist eine prähistorische und römische Siedlung auf einem strategisch wichtigem Porphyrhügel bei Montan (Südtirol) oberhalb von Auer und stellt eine mehrfach gegliederte geräumige Kuppe dar. Die „Oberburg“ erhebt sich rund 190 m über der Talsohle und liegt auf 405 Meter Seehöhe.
  • Schloss Enn
  • Hans-Klocker-Altar, Flügelaltar des Meisters Hans Klocker aus Brixen in der Kirche von Pinzon
  • Auf dem Friedhof befindet sich die Grabstätte des in Südtirol als „Totengräber Südtirols“ bezeichneten italienischen Nationalisten Ettore Tolomei (1865-1952). Tolomei hatte 1905 den Thalerhof in Glen (Ortsteil von Montan) erworben und 1906 bezogen. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 verließ Tolomei Montan und ließ sich in Rom nieder, um dort für die Annexion Welschtirols und Südtirols bis zur Brennergrenze an Italien zu werben und zu planen. Immer wieder sorgen am Grabmal Tolomeis Kranzniederlegungen und Kundgebungen von italienischen neofaschistischen Politikern und Organisationen für Aufsehen. Heute wird das Grabmal regelmäßig von den Carabinieri geschützt, nachdem es immer wieder von Südtirolaktivisten beschädigt worden war. Anfang der 1960er-Jahre wurde auch ein Bombenanschlag auf den Thalerhof verübt.
Richtfunkanlage der RAI in Montan
  • In Montan befindet sich eine Richtfunk-Anlage der RAI. Es handelt sich dabei um vier große Richtfunk-Antennen, die auf einer Stahlgitter-Konstruktion montiert sind. An dieser Konstruktion befinden sich zudem Mobilfunk-Antennen des italienischen Mobilfunk-Netzbetreibers TIM. Die Richtfunk-Anlage ist auch außerhalb von Montan noch von weitem sichtbar.

Wanderungen [Bearbeiten]

Montan ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Die meisten Wege sind gut markiert, doch sollte für steilere Wege eine Wanderkarte nicht fehlen. Oberhalb des Ortes gibt es einen stillgelegten, begehbaren Eisenbahntunnel der Fleimstalbahn, und jenseits der Bergkette liegt das Naturschutzgebiet Trudner Horn.

Politik [Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Montan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien