Bats (Landes)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bats
Bats (Frankreich)
Bats
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Landes
Arrondissement Mont-de-Marsan
Kanton Chalosse Tursan
Gemeindeverband Chalosse Tursan
Koordinaten 43° 40′ N, 0° 27′ WKoordinaten: 43° 40′ N, 0° 27′ W
Höhe 69–148 m
Fläche 7,35 km2
Einwohner 298 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 41 Einw./km2
Postleitzahl 40320
INSEE-Code

Bats ist eine französische Gemeinde mit 298 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Landes in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Mont-de-Marsan und zum Kanton Chalosse Tursan (bis 2015: Kanton Geaune).

Der Name in der gascognischen Sprache lautet Vaths.[1] Er leitet sich vom lateinischen Wort vallis (deutsch Tal) ab.[2]

Die Einwohner werden Batsois und Batsoises genannt.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bats liegt ca. 30 km südlich von Mont-de-Marsan im Landstrich des Tursan in der historischen Provinz Gascogne.

Umgeben wird Bats von den Nachbargemeinden:

Vielle-Tursan Saint-Loubouer
Aubagnan Nachbargemeinden Urgons
Samadet

Bats liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour.

Der Gabas, einer seiner Nebenflüsse, markiert die Grenze zur Nachbargemeinde Samadet, der Bas, ein Nebenfluss des Gabas, die Grenze zur Nachbargemeinde Vielle-Tursan.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1342 wurde Bats zum Baronat der Grundherrschaft von Castelnau-Tursan erhoben. Ramond-Bertrand de Castelnau, Grundherr von Doazit, kaufte Bats im Jahre 1354. Im Rahmen der Hugenottenkriege wurde die Kirche durch protestantische Truppen im Jahre 1569 geplündert. 1620 wurde Bats der Markgrafschaft von Geaune angegliedert. Antoine de Poyanne verkauft Bats für 53.000 Livre an Louis de Barry, Generalleutnant in Saint-Sever im Jahre 1674. Im Laufe seiner Vergangenheit war Bats der Sitz der Komturei von Saint-Antoine-de-Galonie, die die Täler beschützte. Diese unterstand der Komturei von Saint Antoine l’Abbaye, ab 1572 dem Erzpriestertum von Arue.[2][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von rund 420 Einwohnern. In der Folge sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1940er Jahren auf rund 230 Einwohner, stieg für eine kurze Zeit an und stagnierte um die Jahrtausendwende erneut auf rund 230 Einwohner, bevor eine starke bis moderate Wachstumsphase einsetzte, die heute noch andauert.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2010 2016
Einwohner 252 239 244 232 238 230 263 291 298
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[6] INSEE ab 2010[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Sainte-Catherine. Sie ist um 1900 errichtet worden und zeigt zahlreiche Spitzbögen in ihrer Architektur und als Ornamente. Das Eingangsportal am Fuß des Glockenturms macht hier keine Ausnahme. Die einliegende Holztür passt sich der Spitzbogenform an. Lateinische Kreuze sind auf seinen beiden Flügel eingraviert, bei denen die Äste sich nach außen schrittweise ausweiten. Der massive viereckige Glockenturm ist zweigeschossig. Zwischen dem Eingangsportal und seiner Klangarkade ist eine Fensterrose ohne Glas in den Stein gearbeitet.[8][9][10]
  • Arena. Wie viele Dörfer in den Landes so besitzt auch Bats eine Arena, um eine Course Landaise, ein traditionelles, unblutiges Spiel mit wilden Stieren, oder andere öffentliche Veranstaltungen auszutragen. Die in den 1970er Jahren erbaute Arena ist mit zwei gegenüberliegenden Tribünen ausgestattet. Eine umlaufende Mauer begrenzt die Spielfläche. Die Sitzkapazität kann relativ flexibel ausgelegt werden, denn die permanenten Bauelemente sind von kleiner Größe und mobile Sitzreihen können je nach Besucherandrang hinzugefügt werden.[11]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AOC Tursan rosé

Die Wirtschaft ist auch verbunden mit der Landwirtschaft mit den Schwerpunkten des Anbaus von Getreide und Mais und der Geflügelzucht und dem Weinbau.[2]

Bats liegt in der Zone AOC des Weinbaugebiets Tursan.[12]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[13]
Gesamt = 35

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vorschule mit 18 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2017/2018.[14]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bats wird durchquert von den Routes départementales 2, 40 und 446.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jean-Marc Carité, ist Journalist, Autor mehrerer Bücher über biologischem Wein und Gründer der Zeitschrift Utovie, die Themen über ökologische, soziale, politische und litterarische Altarnativen behandelt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bats (Landes) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bats (fr) Gasconha.com. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  2. a b c Bats (fr) Conseil régional d’Aquitaine. Archiviert vom Original am 24. Januar 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 24. Januar 2018.
  3. Landes (fr) habitants.fr. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  4. Ma commune : Bats (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  5. Bats (fr) Communauté de communes Chalosse Tursan. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  6. Notice Communale Bats (fr) EHESS. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  7. Populations légales 2015 Commune de Bats (40029) (fr) INSEE. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  8. Église de Bats (fr) Conseil régional d’Aquitaine. Archiviert vom Original am 24. Januar 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 24. Januar 2018.
  9. Porte de l’église de Bats (fr) Conseil régional d’Aquitaine. Archiviert vom Original am 24. Januar 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 24. Januar 2018.
  10. Détail de la façade de l’église de Bats (fr) Conseil régional d’Aquitaine. Archiviert vom Original am 25. Januar 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 24. Januar 2018.
  11. Arènes de Bats (fr) Conseil régional d’Aquitaine. Archiviert vom Original am 24. Januar 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 24. Januar 2018.
  12. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  13. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Bats (40029) (fr) INSEE. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  14. École maternelle (fr) Nationales Bildungsministerium. Abgerufen am 24. Januar 2018.