Miramont-Sensacq

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Miramont-Sensacq
Miramont-Sensacq (Frankreich)
Miramont-Sensacq
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Landes
Arrondissement Mont-de-Marsan
Kanton Chalosse Tursan
Gemeindeverband Chalosse Tursan
Koordinaten 43° 36′ N, 0° 20′ WKoordinaten: 43° 36′ N, 0° 20′ W
Höhe 111–221 m
Fläche 25,32 km2
Einwohner 356 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 14 Einw./km2
Postleitzahl 40320
INSEE-Code

Kirche

Die Gemeinde Miramont-Sensacq befindet sich in der französischen Region Nouvelle-Aquitaine im Département Landes. Durch den 356 Einwohner (Stand 1. Januar 2016) zählenden Ort führt der Fernwanderweg GR 65, welcher weitgehend dem historischen Verlauf des französischen Jakobsweges Via Podiensis folgt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miramont-Sensacq liegt im Südwesten Frankreichs im Pyrenäen-Vorland im historischen Gebiet Tursan. Heute ist das Tursan noch als Weinanbaugebiet von Bedeutung. Die nächste Stadt ist Pau, welche man in südlicher Richtung über die D11 und die N134 nach 38 Straßenkilometern erreicht. Die nächsten französischen Großstädte sind Toulouse (142 km) im Osten und Bordeaux (140 km) im Norden.[1]

Das Gemeindegebiet wird von den Flüssen Bahus und Grand Bas nach Norden entwässert. Der Bahus bildet hier den Stausee Retenue de Miramont.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miramont wurde 1276 als Bastide durch den König Edward I. von England gegründet. Am 25. Februar 1845 wurde Miramont-Sensacq auf Befehl des französischen Königs Louis-Philippe I. aus den beiden Orten Sensacq und Miramont zu einer Gemeinde zusammengefasst. Die Einwohnerzahl war stark rückläufig. Während es 1881 nach 841 Einwohner waren, sind es heute weniger als 400.

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [2])
1793180618361886190119361962198219901999
1.038832902877731570511395380366
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Jakobsweg (Via Podiensis)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort bietet neben zwei Pilgerherbergen (französisch: Gîte d'étape) nur spärliche Übernachtungsmöglichkeiten. Der weitere Weg führt über die Hügelketten des Pyrenäen-Vorlandes. Wiesen, kleine Wälder und die alten Dörfer auf den Hügeln bestimmen das Bild. Der nächste größere Ort ist Pimbo, bevor es nach Arzacq-Arraziguet geht. Die Straßenverbindung nach Pimbo führt über die D440.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Saint-Jacques de Sensacq: Das romanische Gebäude stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Über dem Eingang befindet sich der Glockenturm, der in seinen zwei Bögen jeweils eine Glocke trägt. Im Inneren befindet sich ein karolingisches Taufbecken.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bettina Forst: Französischer Jakobsweg. Von Le Puy-en-Velay nach Roncesvalles. Alle Etappen – mit Varianten und Höhenprofilen (= Rother Wanderführer). Bergverlag Rother, München (recte: Ottobrunn) 2007, ISBN 978-3-7633-4350-8.
  • Bert Teklenborg: Radwandern entlang des Jakobswegs. Vom Rhein an das westliche Ende Europas. (Radwanderreiseführer, Routenplaner). 3., überarbeitete Auflage. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7022-2626-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Miramont-Sensacq – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeinformation auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 21. Januar 2010
  2. Miramont-Sensacq auf Cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 4. Februar 2010
Muszla Jakuba.svg
Jakobsweg „Via Podiensis

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