COVID-19-Pandemie in der Vatikanstadt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel beschreibt eine laufende Pandemie. Die Informationen können sich deshalb rasch ändern.

Die COVID-19-Pandemie tritt in der Vatikanstadt seit März 2020 als Teil der weltweiten COVID-19-Pandemie auf, die im Dezember 2019 in Wuhan, Provinz Hubei, Volksrepublik China ihren Ausgang nahm. Die Erkrankung wird durch das Virus SARS-CoV-2 aus der Gruppe der Coronaviridae verursacht. Die Krankheit gehört in die Gruppe der Atemwegserkrankungen.[1] Ab dem 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ausbruchsgeschehen des neuartigen Coronavirus als weltweite Pandemie ein.[2] Die Vatikanstadt zählt etwa 450 Einwohner.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Fall trat am 5. März 2020 auf.[3] Der Erkrankte hatte Ende Februar eine Konferenz über Künstliche Intelligenz in der Vatikanstadt besucht; die anderen Teilnehmer wurden verständigt.[4] Am 24. März 2020 wurde gemeldet, dass zwei Angestellte der Vatikanischen Museen und ein Mitarbeiter der vatikanischen Zollstelle positiv auf das Virus getestet worden seien.[5] Am 28. März 2020 meldete der Vatikan zwei weitere Fälle.[6]

Bis Mitte Mai stieg die Gesamtzahl der Infizierten auf 12 Personen.

Maßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Maßnahmen werden in Übereinstimmung mit den in der Italienischen Republik geltenden Maßnahmen ergriffen. Der in der Vatikanstadt gelegene Petersplatz und der Petersdom sind nicht zugänglich. Papstaudienzen finden nur als Livestream statt. Die Vatikanischen Museen und Archive sind geschlossen, der Publikumsverkehr der Kurienbehörden ist eingestellt, und die Mitarbeiter der vatikanischen Einrichtungen arbeiten in Schichten oder im Home-Office. Die Osterriten im und am Petersdom fanden ohne die Anwesenheit von Gottesdienstbesuchern statt, wurden jedoch weltweit medial übertragen.[7][8]

Nach Beratungen eines Krisenstabs unter Leitung von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin wurden die Schutzmaßnahmen in der Vatikanstadt am 4. Mai vorsichtig gelockert, so kehrte ein Großteil der Bediensteten der Kurie in die Büros zurück. Ein Schichtdienst ermöglicht dabei, dass so wenige Personen wie möglich gleichzeitig arbeiten und dadurch Kontakt zueinander haben.[9]

Am 23. Mai wurde bekannt, dass die Vatikanischen Museen ab dem 1. Juni unter diversen Vorsichtsmaßnahmen wie der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und der Temperaturmessung bei den Besuchern wieder geöffnet werden.[10]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bestätigte Infektionen (kumuliert) in der Vatikanstadt

Neue Infektionsfälle (täglich) in der Vatikanstadt

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: COVID-19-Pandemie in der Vatikanstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lungenärzte im Netz: Covid-19: Ursachen. lungenaerzte-im-netz.de. Abgerufen am 14. April 2020.
  2. "Tief besorgt". WHO spricht von Corona-Pandemie. tagesschau.de. 11. März 2020, abgerufen am 14. April 2020.
  3. Erster Fall von Coronavirus auf dem Gelände des Vatikan. katholisch.de, 6. März 2020, abgerufen am 26. März 2020.
  4. Corona-Fall im Vatikan betrifft Teilnehmer der KI-Konferenz. katholisch.de, 7. März 2020, abgerufen am 26. März 2020.
  5. Corona: Vier Infektionen im Vatikan. Vatican News, 24. März 2020, abgerufen am 26. März 2020.
  6. Covid-19: 2 new cases in the Vatican, another 170 people tested. Vatican News. 28. März 2020, abgerufen am 29. April 2020 (englisch).
  7. Vatikan: Osterriten wegen Corona ohne Gläubige. katholisch.de, 25. März 2020, abgerufen am 26. März 2020.
  8. Vatikan: Weitere Vorkehrungen gegen Corona bis Anfang Mai. Verlängerungen der Maßnahmen. domradio.de, 14. April 2020, abgerufen am 14. April 2020.
  9. Wie die Corona-Krise den Vatikan ausbremst. katholisch.de, 3. Mai 2020, abgerufen am 15. Mai 2020.
  10. https://www.kathpress.at/goto/meldung/1893549/vatikanische-museen-oeffnen-erstmals-wieder-am-1.-juni