COVID-19-Pandemie in Afrika

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Verbreitungskarte COVID-19 in Afrika, Staaten mit Todesfällen schwarz (unvollständig)

Die COVID-19-Pandemie tritt in Afrika als Teil der weltweiten COVID-19-Pandemie auf und beruht auf Infektionen mit dem Ende 2019 neu aufgetretenen Virus SARS-CoV-2. Die COVID-19-Pandemie breitet sich seit Dezember 2019 von China ausgehend weltweit aus. Bis zum 25. März 2020 wurden in Afrika 1716 Infektionsfälle in 38 Ländern und 66 Verdachtsfälle in 15 Ländern bestätigt. Bis zum 25. März 2020 wurden 2412 Fälle in 43 afrikanischen Staaten untersucht.[1]

Ausbruch nach Ländern und erste Maßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ägypten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Februar 2020 wurde der erste Fall auf dem afrikanischen Kontinent in Ägypten bestätigt. Offizielle der WHO gemeldete Zahlen zu infizierten Personen entsprechen nach Ansicht kanadischer Wissenschaftler nicht den tatsächlichen Werten. Während am 21. März erst 210 Corona-Infektionen offiziell gemeldet waren, sprachen die kanadischen Forscher schon eine Woche vorher von mindestens 6.000 Infektionen.[2][3]

Algerien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Februar 2020 meldet Algerien den ersten Fall einer COVID-19-Infektion. Es war ein Mann aus Italien. 34 Kontaktpersonen wurden unter Quarantäne gestellt. Bis zum 3. März wurden insgesamt elf Fälle diagnostiziert. Am 25. März waren 264 Infizierte bekannt; 17 Menschen waren bis dahin an der Krankheit gestorben.

Angola[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. März 2020 setzte Angola an allen seinen 32 Eingangsstellen ins Staatsgebiet ein Einreiseverbot für Reisende aus China, Südkorea, Iran und Italien in Kraft und schrieb für Einreisende aus Portugal, Frankreich und Spanien eine Zwangsquarantäne von mindestens 14 Tagen vor, dazu kamen allgemeine Aus- und Einreisebeschränkungen für angolanische Staatsbürger. Bis zum 20. März 2020 befand sich das Land in einer Phase der Erwartung möglicher Fälle von COVID-19-Infektionen. So erklärte der Leiter des Unternehmens Civep Contravem Angola, man verzeichne für die hier hergestellten Schutzmasken und -Kleidung noch keine erhöhte Nachfrage, verfüge aber über genügend Lagerbestände an Rohmaterial, um im Bedarfsfall die Produktion zu erhöhen und die Nachfrage zu decken.[4]

Am 21. März bestätigte die angolanische Gesundheitsministerin Sílvia Lutucuta die zwei ersten Infektionsfälle in Angola, zwei am 17. und 18. März aus Portugal eingereiste Angolaner. Die Ministerin erklärte als Sofortmaßnahmen zusätzliche Flüge zwischen Angola und Lissabon und Porto, um angolanische Staatsbürger zurückzuholen, parallel werden umgehend Quarantäneeinrichtungen zu dem Zweck geschaffen.[5]

Seit dem 27. März gilt das Verbot, sich auf der Straße aufzuhalten, ausgenommen sind notwendige Wege zum Einkaufen und zur Arbeit in bestimmten, gesellschaftsrelevanten Berufen. Ein Verstoß kann mit der sofortigen Festnahme geahndet werden. Diese Anordnung gilt jedoch nicht für Angehörige des Diplomatischen Corps und der im Land akkreditierten internationalen Organisationen. Außerdem gilt ein interprovinzielles Reiseverbot sowie ein Ein- und Ausreiseverbot für Personen von und nach Angola, ausgenommen sind Patienten, welche die Landesgrenzen zur medizinischen Behandlung passieren müssen.[6]

Äthiopien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. März verkündete der Generalstaatsanwalt, dass über 4000 Häftlinge, die kürzere Haftstrafen verbüßten, wegen einer möglichen Ansteckung in der Haftanstalt entlassen würden. Gleichzeitig wurde angemerkt, dass sich viele Äthiopier bisher nicht an den Appell des Ministerpräsidenten Abiy Ahmed zur räumlichen Distanzierung gehalten haben.[7]

Botswana[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer Verfügung im Amtsblatt der Regierung wurde der internationale Reiseverkehr von und nach Botswana zeitweilig eingeschränkt. Zudem empfahl die botswanische Regierung ihren Bürgern, Händeschütteln und Umarmungen zu vermeiden. Alle nicht zwingend erforderlichen Auslandsreisen sollen vorerst unterbleiben. In Botswana wurden öffentliche Versammlungen mit mehr als 10 Personen untersagt.[8]

Nach der Rückkehr des Präsidenten Mokgweetsi Masisi vom Treffen einiger Staatschefs benachbarter Länder in Windhoek (Namibia) mit Beratungen über Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus, begab sich dieser auf eigenen Entschluss in eine 14-tägige Quarantänesituation. Er geht seinen Amtsgeschäften weiter nach, hält jedoch zu seiner Familie vorübergehend räumliche Distanz.[9]

Am 30. März 2020 meldete Botswana die ersten drei Fälle.[10] Einen Tag später wurde der Ausnahmezustand erklärt.[11]

Burkina Faso[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. Februar 2020 wurde der erste COVID-19-Verdachtsfall in Burkina Faso gemeldet und am 9. März bestätigt. Es war ein heimkehrender Tourist aus der Volksrepublik China mit Grippesymptomen.[12]

Elfenbeinküste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. März 2020 wurde der erste COVID-19-Fall in der Elfenbeinküste bestätigt.

Gabun[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. März 2020 meldete Gabun den ersten Fall.

Kamerun[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. März 2020 wurde der erste Fall in Kamerun gemeldet.[13] Am 24. März starb erstmals ein Infizierter in Kamerun.[14]

Kenia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste COVID-19-Fall wurde am 13. März registriert. In der Folge verkündete Präsident Uhuru Kenyatta zahlreiche Einschränkungen. So wurde der internationale Luftverkehr für Passagiere eingestellt. Eine nächtliche Ausgangssperre wurde angeordnet. Arbeitgeber wurden gebeten, Angestellte möglichst von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Im Gegenzug wurden die Mehrwertsteuer (Sales Tax) und die Lohnsteuer gesenkt. Ein Hilfspaket von über einer Milliarde US-Dollar wurde beim Internationalen Währungsfonds und der Weltbank beantragt, um die Folgen der Krise zu mindern. Trotzdem wurden viele Angestellte ohne Lohnfortzahlung beurlaubt; Gelegenheitsarbeiter und Straßenhändler verloren ihre Einnahmen.[15]

Demokratische Republik Kongo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. März berichtete das Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo vom ersten COVID-19-Fall im Land.[16] Am 27. März verkündete Präsident Félix Tshisekedi nach einem Anstieg der Infiziertenzahlen und vier Todesopfern den Notstand; die Grenzen wurden geschlossen, die Hauptstadt Kinshasa vom Umland isoliert.[17] Der Zugangssperre zur Hauptstadt wurde aber nur wenige Stunden aufgehoben, da es zu „unnötigen“ Preissteigerungen gekommen sei.[18]

Republik Kongo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. März 2020 verkündete Präsident Denis Sassou-Nguesso nach dem Anstieg der Infiziertenzahl auf 19 eine ab dem 31. März geltende 30-tägige Ausgangssperre.[19]

Lesotho[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl bis zum 24. März noch kein Fall von COVID-19 bekannt war, erklärte Premierminister Thomas Thabane den Notstand. Die Schulen bleiben bis mindestens zum 17. April geschlossen. Einreisende werden an der Grenze auf Fieber getestet und müssen eine 14-tägige Quarantäne in einem der neueingerichteten Zentren absolvieren, wenn sie aus von COVID-19 betroffenen Ländern kommen. Bereits am 23. März hatte Südafrika sieben der 13 Grenzübergänge geschlossen.[20] Gefängnisbesuche werden eingeschränkt, neue Gefangene ebenfalls getestet. Thabane appellierte an die Bevölkerung, große Menschenansammlungen, etwa bei Beerdigungen, zu vermeiden. Arbeitgeber forderte er auf, Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die Tourismusindustrie berichtete von einer großen Zahl von Stornierungen.[21]

Malawi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der malawische Präsident Peter Mutharika hat am 20. März 2020 vorsorglich den nationalen Katastrophenfall ausgerufen und nach WHO-Empfehlungen erste Schutzmaßnahmen vor dem Coronavirus angeordnet. Für einen Krisenplan sind 15 Milliarden Malawi-Kwacha (entspricht 20 Millionen USD) vorgesehen, es wurden adhoc 2,5 Milliarden Kwacha bereitgestellt.[22]

An den internationalen Grenzübergängen Malawis wurde medizinisches Personal eingesetzt, dass die Einreisenden auf gesundheitliche Auffälligkeiten hin beobachtet. Alle Bildungseinrichtungen des Landes wurden mit Wirkung des 23. März 2020 geschlossen. Menschenversammlungen mit mehr als 100 Personen sind nun untersagt, u. a. auch Hochzeiten, Begräbnisse, kirchliche Veranstaltungen, Demonstrationen sowie Arbeitstreffen des Regierungsapparates. Die Einreise für ausländische Personen aus stark vom Corona-Virus betroffenen Staaten ist vorübergehend ausgesetzt worden, ausgenommen sind dabei Reisende aus den SADC-Staaten.[22]

Mosambik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mosambik gibt es nach Information des Gesundheitsministers Armindo Tiago mit Stand vom 22. März 2020 einen bestätigten Fall der Coronavirus-Infektion. Dieser betrifft eine 75 Jahre ältere Person, die Mitte März aus Großbritannien zurückkehrte.[23][24]

Der mosambikanische Präsident Filipe Nyusi hat mit Wirkung vom 23. März 2020 landesweite Schutzmaßnahmen gegen die Virusausbreitung erlassen. Diese Anordnungen gelten zunächst für 30 Tage. Es wurden alle öffentlichen und privaten Schulen geschlossen und Versammlungen mit mehr als 50 Personen sind nun untersagt. Alle nach Mosambik einreisenden Personen müssen sich einer 14-tägigen Quarantäne unterziehen.[25]

Namibia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. März wurden die ersten beiden COVID-19-Fälle in Namibia bestätigt.[26] Hierbei handelt es sich um ein Paar aus Rumänien.[27] Am 17. März 2020 hat Namibia den nationalen Notstand ausgerufen.[28] In den kommenden 30 Tagen bleiben Schulen und Universitäten geschlossen, Ansammlungen von mehr als 50 Personen sind untersagt, sodass z. B. Sportveranstaltungen verschoben werden müssen. Internationale Flüge sind nur noch über Hosea Kutako International Airport und Walvis Bay International Airport erlaubt, alle Flüge aus Regionen mit bestätigten COVID-19-Fällen sind für 30 Tage untersagt. Einzige Ausnahme bildet Südafrika, einzig und allein um noch im Land verbliebenen Nicht-Namibianern die Ausreise und auswärtigen Namibianern die Einreise zu ermöglichen. Am 19. März 2020 wurde der WHO der dritte COVID-19-Fall eines Ausländers bestätigt.[29]

Es folgten bis zum 28. März 2020 acht weitere Fälle, die alle reisebedingt waren und nicht auf lokale Übertragungen zurückzuführen waren.[30] Die Fälle 1 und 2, das Paar aus Rumänien, war bis dahin wieder gesund. Am gleichen Tag traten sehr strenge Ausgangsbeschränkungen ein, die sich vor allem zunächst auf die Regionen Erongo und Khomas sowie die Ortschaften Okahandja und Rehoboth beschränken. So ist das Verlassen der eigenen vier Wände nur für Lebensmitteleinkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche sowie im Rahmen der Arbeit essentieller Dienstleistungen erlaubt. Alle Grenzübergänge, außer für den Handel, wurden geschlossen.[31]

Niger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. März 2020 wurde in Niger der erste Fall einer COVID-19-Infektion offiziell festgestellt.[32]

Nigeria[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. Februar wurde in Nigeria der erste aus Italien eingeschleppte COVID-19-Fall in Ewekoro im Bundesstaat Ogun aufgrund eines positiven Testergebnisses am Lagos University Teaching Hospital in Lagos bestätigt. Es konnten 58 Kontaktpersonen ausfindig gemacht werden, die in Quarantäne geschickt wurden.

Bis zum 29. März gab es im Land 111 bestätigte COVID-19-Fälle und einen COVID-19-Todesfall.[33]

Sambia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Sambia sind bis zum 22. März 2020 drei Fälle mit COVID-19-Infektion bekannt geworden. Ein Patient kam aus Pakistan zurück und hält sich in Lusaka auf. Alle drei infizierten Personen sind nach Mitteilung des sambischen Gesundheitsministers Chitalu Chilufya in einem stabilen gesundheitlichen Zustand.[34] Am 23. März verkündete die Regierung einen Notfallplan zur Eindämmung der Pandemie.[14]

Senegal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. März 2020 wurden zwei aus Frankreich eingeschleppte COVID-19-Infektionen vom Institut Pasteur Dakar bestätigt. 15 Kontaktpersonen kamen in häusliche Quarantäne.[35] Traditionelle Heiler wurden in der Erkennung und vorbeugende Maßnahmen gegen COVID-19 geschult.[36]

Simbabwe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. März war die erste Infektion mit dem Coronavirus in Simbabwe bekanntgegeben worden, am 23. März waren bereits drei Fälle bekannt, wobei erst 16 Tests durchgeführt worden waren.[37] Am 23. März verzeichnete Simbabwe das erste Opfer der Pandemie, den Moderator und Journalisten Zororo Makamba. Er war am 21. März 2020 als zweite Person in dem Land positiv auf COVID-19 getestet worden.[38]

Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa erklärte eine nationale Notlage, verbot Personenansammlungen mit mehr als 100 Personen für 60 Tage und ließ Schulen schließen.[37] Am 27. März wurde eine dreiwöchige Ausgangssperre verkündet, die am 30. März beginnen soll.[39]

Somalia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Somalia sind bis zum 27. März 2020 drei Fälle einer Coronavirusinfektion bekannt geworden. Zwei davon sind Bürger des Landes und der dritte Fall betrifft eine ausländische Person, die über den Aden Adde International Airport in Mogadischu einreiste.[40][41]

Im März wurden alle internationale und inländische Flüge des Landes abgesetzt. Zur Unterstützung der Situation in Europa sandte Somalia 20 freiwillige Ärzte nach Italien, um an der Eingrenzung der Virusausbreitung mitzuwirken.[42]

Südafrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. März 2020 wurde der erste COVID-19-Fall in Südafrika erkannt. Am 15. März rief Staatspräsident Cyril Ramaphosa den Katastrophenzustand aus. Am 23. März wurden die Bergwerke vorübergehend stillgelegt.[14] Am selben Tag löste Südafrika laut offizieller Statistik Ägypten als Land mit den meisten Infizierten Afrikas ab und es wurde eine dreiwöchige nationale Ausgangssperre ab dem 26. März verhängt.[43][44][45]

Swasiland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. März 2020 waren drei Infizierte bekannt, die sich zuvor in Südafrika aufgehalten hatten. Das Gesundheitsministerium empfahl die Einhaltung von Hygieneregeln und riet den Infizierten vom Besuch von Veranstaltungen und öffentlichen Räumen ab.[46]

Tansania[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach unterschiedlichen Angaben gab es am 15. oder 16. März 2020 den ersten bestätigten COVID-19-Fall in Tansania, ein aus Belgien eingereister Mann. Während Premierminister Kassim Majaliwa den Flugverkehr mit dem Ausland untersagte und ein 30-tägiges Verbot öffentlicher Versammlungen erließ, rief Präsident John Magufuli dazu auf, sakrale Stätten weiterhin zu besuchen, um Heilung zu erreichen. Auch der öffentliche Nahverkehr ist von den Einschränkungen nicht betroffen.[47]

Togo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. März 2020 bestätigte des Gesundheitsministerium den ersten COVID-19-Fall in seinem Land, der aus der Türkei eingeschleppt wurde.[48]

Tschad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. März 2020 wurde im Tschad der erste Fall einer COVID-19-Infektion offiziell festgestellt.[32]

Tunesien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tunesien verhängte nach mehreren Fällen von Infektionen eine Ausgangssperre zwischen 18 und 6 Uhr. Aufenthalte außer Haus sind nur zum Erwerb von Lebensmitteln und für Arztbesuche erlaubt. Bei Polizeikontrollen wurden bereits über zehntausend Führerscheine eingezogen.

Bereits vor der Coronakrise drohte Tunesien die Zahlungsunfähigkeit. Der Internationale Währungsfonds unterstützt das Land mit einer Nothilfe von 450 Millionen US-Dollar, die EU gibt 310 Millionen Euro dazu.[49]

Uganda[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesundheitsminister Joyce Moriku Kaducu gab bekannt, dass am 25. März 2020 in Uganda 14 Personen mit dem Coronavirus nach offizieller Kenntnis infiziert sind. Zwei davon sind chinesische Bürger, die anderen seien Ugander. Die ersten neun gemeldeten Fälle waren ugandische Staatsbürger, die aus Dubai (VAE) in ihr Land zurückgekehrten. Der Chef des staatlichen Gesundheitswesens Henry Mwebesa teilte am selben Tag mit, dass bisher etwa 1400 Personen die obligatorische Quarantäne durchlaufen haben, 764 befinden sich deswegen in einer Gesundheitseinrichtung und 466 in privaten Räumen. Stationäre Behandlungen erfolgen im Krankenhaus von Entebbe.[50]

Afrikaweite Maßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den 2. Februar und dem 19. März 2020 wurden in 45 Staaten Labore zur Diagnostizierung von COVID-19-Infektionen und in Betrieb genommen[51] Schutzausrüstungen sind in die am schlimmsten betroffenen Staaten, mit mehr als 100 Fällen versendet worden. COVID-Schnelltestkits sind in 24 Staaten versendet wurden. Isolierstationen für Infizierte sind im Betrieb bzw. im Aufbau. Die Afrikaabteilung der WHO schickte 63 Experten zur Unterstützung in 18 betroffenen Staaten. In Infokampagnen wird die Bevölkerung großflächig über die Infektion in allen Staaten Afrikas informiert.[52][53]

Zwei Stiftungen des chinesischen Mäzens Jack Ma stellten im März 2020 der Afrikanischen Union (AU) umfangreiche medizinische Hilfsmittel zur Bekämpfung der Krankheit zur Verfügung. Darunter befanden sich 1,5 Millionen diagnostische Testsätze für die Laboranwendung und über 100 Tonnen Material für den Infektionsschutz und die Kontrollmaßnahmen. Diese Hilfsgüter wurden auf Initiative des äthiopischen Premierministers Abiy Ahmed durch die Jack-Ma-Stiftung und die Alibaba-Stiftung im Rahmen der gemeinsamen kontinentalen AU-Afrika-Strategie zur Bekämpfung der Virusausbreitung bereitgestellt und von deren Gesundheitsagentur Africa CDC übernommen. Durch die Ethiopian Airlines ist vorgesehen, die Hilfsgüter an die Mitgliederstaaten zu verteilen. Jedes Land erhält demnach 20.000 Labordiagnoseeinheiten, 100.000 Schutzmasken sowie 1000 Schutzanzüge und Gesichtsschilde.[54][55]

Fallzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fallzahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur COVID-19-Pandemie in afrikanischen Ländern (Stand: 25. März 2020):[56][57]

Staat Fallzahlen Tote
SudafrikaSüdafrika Südafrika 709
AgyptenÄgypten Ägypten 456 21
AlgerienAlgerien Algerien 264 17
MarokkoMarokko Marokko 225 6
TunesienTunesien Tunesien 173 5
Burkina FasoBurkina Faso Burkina Faso 114 3
SenegalSenegal Senegal 86
KamerunKamerun Kamerun 72 1
ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste 72
GhanaGhana Ghana 53 2
Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo 45 1
MauritiusMauritius Mauritius 42 2
NigeriaNigeria Nigeria 42 1
RuandaRuanda Ruanda 40
KeniaKenia Kenia 25
TogoTogo Togo 23
MadagaskarMadagaskar Madagaskar 19
UgandaUganda Uganda 14
AthiopienÄthiopien Äthiopien 12
DschibutiDschibuti Dschibuti 12
TansaniaTansania Tansania 12
SeychellenSeychellen Seychellen 7
ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea 6
GabunGabun Gabun 6 1
BeninBenin Benin 5
Zentralafrikanische RepublikZentralafrikanische Republik Zentralafrikanische Republik 4
Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo 4
SwasilandSwasiland Swasiland 4
Guinea-aGuinea Guinea 4
NamibiaNamibia Namibia 4
Kap VerdeKap Verde Kap Verde 3
TschadTschad Tschad 3
ReunionRéunion Réunion 5
SudanSudan Sudan 3 1
LiberiaLiberia Liberia 3
SambiaSambia Sambia 3
MauretanienMauretanien Mauretanien 2
MaliMali Mali 2
NigerNiger Niger 2
GambiaGambia Gambia 2
SimbabweSimbabwe Simbabwe 2 1
SomaliaSomalia Somalia 2
LibyenLibyen Libyen 1
MayotteMayotte Mayotte 1

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jason Burke: Coronavirus cases in Africa pass 2,400 amid fears for health services. In: The Guardian. 25. März 2020, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 25. März 2020]).
  2. Isaac Bogoch: Egypt… Several questions about the burden of #COVID19 in Egypt as they have exported multiple cases over the past few weeks. In: Twitter. 15. März 2020, abgerufen am 21. März 2020 (englisch).
  3. Andrea Backhaus: Ägypten: Wie in einem Horrorfilm. In: Die Zeit. 21. März 2020, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 21. März 2020]).
  4. Produtora angolana de máscaras com matéria-prima suficiente para procura – „Angolanischer Hersteller von Schutzmasken hat genügend Rohmaterial für Nachfrage“, Artikel vom 20. März 2020 des portugiesischen Nachrichtenportals Notícias ao minuto, abgerufen am 21. März 2020 (portugiesisch)
  5. Covid-19: Angola anuncia primeiros dois casos positivos – „Covid-19: Angola meldet erste zwei positiv getestete Fälle“, Artikel vom 21. März 2020 des portugiesischen Nachrichtenportals Notícias ao minuto, abgerufen am 21. März 2020 (portugiesisch)
  6. COVID-19: Governo interdita permanência de pessoas na via pública governo.gov.ao, 27. März 2020, abgerufen am 29. März 2020 (portugiesisch)
  7. Coronavirus combar: Ethopia to free over 4000 prisoners. africanews.com vom 26. März 2020 (englisch), abgerufen am 26. März 2020
  8. Jerry Omondi: Botswana restricts travel from COVID-19 affected countries. Meldung von CGTN (Peking) vom 21. März 2020 auf www.africa.cgtn.com (englisch)
  9. Zebilon Maine: Botswana President in 14-days self-isolation after visiting Namibia. Meldung der SABC vom 23. März 2020 auf www.sabcnews.com (englisch)
  10. Botswana records first 3 cases of coronavirus - health minister. National Post, 30. März 2020.
  11. Press conference by President Masisi on Botswana's preparedness for COVID-19. Government of Botswana, 31. März 2020.
  12. Cas suspect d’infection par le nouveau coronavirus au Burkina Faso : les résultats d’investigation du laboratoire de l’institut Pasteur de Dakar négatifs Meldung des Pasteur Institutes Dakar(franz.)
  13. Webseite der WHO Region Africa(engl.)
  14. a b c Covid-19: un premier décès au Cameroun. lepoint.fr vom 24. März 2020 (französisch), abgerufen am 28. März 2020
  15. Pauline Mpungu: COVID-19: Kenyans brace for tough times as economic shock looms. aljazeera.com vom 29. März 2020 (englisch), abgerufen am 29. März 2020
  16. First case of COVID-19 confirmed in the Democratic Republic of the Congo (engl.)
  17. Malcolm Webb: DR Congo declares COVID-19 emergency after deaths., aljazeera.com vom 27. März 2020 (englisch), abgerufen am 28. März 2020
  18. Price hike forces DR Congo to suspend Kinshasa lockdown. africanews.com vom 28. März 2020 (englisch), abgerufen am 29. März 2020
  19. Congo republic heads into Corona virus lockdown. africanews.com vom 30. März 2020 (englisch), abgerufen am 30. März 2020
  20. Gerard Molupe: SA’s closure of borders: Lesotho businesses feel the pinch. city-press.news24.com vom 23. März 2020 (englisch), abgerufen am 27. März 2020
  21. Mapule Motsopa, Nkheli Liphoto: Thabane declares national emergency. thepost.co.ls vom 24. März 2020 (englisch), abgerufen am 26. März 2020
  22. a b Serah Makondetsa: Peter Mutharika declares Covid-19 national disaster. Meldung in The Times (Malawi) vom 21. März 2020 auf www.times.mw (englisch)
  23. National Post: Mozambique confirms first coronavirus case. Meldung der National Post (Toronto) vom 22. März 2020 auf www.nationalpost.com (englisch)
  24. José dos Remédios: Moçambique com um caso confirmado do COVID-19. Meldung der O País (Maputo) vom 22. März 2020 auf www.opais.sapo.mz (portugiesisch)
  25. David Ochieng Mbewa: Mozambique confirms first case of COVID-19. Meldung von CGTN (Peking) vom 22. März 2020 auf www.africa.cgtn.com (englisch)
  26. Erklärung des Präsidenten Hage Geingob vom 14. März (engl.)
  27. Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums von Namibia vom 18. März 2020, (engl.)
  28. Webseite des Gesundheitsministeriums von Namibia (engl.)
  29. [1] 60. Sitereport der WHO zu CoV vom 20. März 2020
  30. Eleven positive COVID-19 cases in Namibia. NBC Namibia, 28. März 2020.
  31. Nachrichten am Morgen. Hitradio Namibia, 30. März 2020
  32. a b Reuters: Africa coronavirus cases to rise as some undetected - Africa's CDC. Meldung in The East African vom 20. März 2020 auf www.theeastafrican.co.ke (englisch)
  33. Coronavirus - Nigeria: On the 29th of March 2020, Fourteen (14) new confirmed cases of COVID-19 recorded in Nigeria africanews.com, 29. März 2020, abgerufen am 30. März 2020 (englisch)
  34. APO: Zambia confirms 3rd COVID-19. Meldung von CNBC Africa vom 22. März 2020 auf www.cnbcafrica.com (englisch)
  35. Senegal reports first COVID-19 case (engl.)
  36. COVID-19 WHO African Region External Situation Report 4 S.6 (engl.)
  37. a b Chris Muronzi, ‘How will we survive?‘: Health woes deepen Zimbabwe COVID-19 fear, Al Jazeera vom 23. März 2020.
  38. Prominent 30-year-old Zimbabwe broadcaster dies of coronavirus, CNN vom 24. März 2020.
  39. Zimbabwe to impose 21-day natiunwide lockdown from Monday. reuters.com vom 27. März 2020 (englisch), abgerufen am 28. März 2020
  40. APO: Coronavirus – Somalia: Second case of Coronavirus (COVID-19) in Mogadishu. Meldung vom 26. März 2020 auf www.cnbcafrica.com (englisch)
  41. APO: Coronavirus – Somalia: Third case of Coronavirus disease confirmed in Somalia. Meldung vom 27. März 2020 auf www.cnbcafrica.com (englisch)
  42. Xinhua: Somalia sends 20 volunteer doctors to help Italy contain COVID-19. Meldung vom 29. März 2020 auf www.china.org.cn (englisch)
  43. Johns Hopkins Coronavirus Resource Center. Abgerufen am 24. März 2020 (englisch).
  44. CSSEGISandData/COVID-19. Abgerufen am 24. März 2020 (englisch).
  45. Jason Burke: Coronavirus cases in Africa pass 2,400 amid fears for health services. In: The Guardian. 25. März 2020, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 25. März 2020]).
  46. Coronavirus – Eswatini: COVID-19 Update. africanews.com vom 26. März 2020 (englisch), abgerufen am 29. März 2020
  47. Neil Edwards: Tanzania’s mild response to COVID-19 and its implications for the 2020 elections. atlanticcouncil.org vom 27. März 2020 (englisch), abgerufen am 29. März 2020
  48. Epidémie à Coronavirus, COVID-19, le Togo déclare un premier cas confirmé (franz.)
  49. Hans-Christian Rößler: Mit Polizeirobotern und Knoblauch. FAZ.net 30. März 2020
  50. Julius Barigaba: Uganda coronavirus cases rise to 14. Meldung in The East African vom 25. März 2020 auf www.theeastafrican.co.ke (englisch)
  51. More than 600 confirmed cases of COVID-19 in Africa WHO Africa (engl.)
  52. COVID 19 WHO AFRICAN REGION External Situation Report 2. (engl.)
  53. COVID 19 WHO AFRICAN REGION External Situation Report 3. (engl.)
  54. Dawit Endeshaw, Giulia Paravacini: Coronavirus supplies donated by Alibaba’s Ma arrive in Africa. reuters.com vom 22. März 2020 (englisch), abgerufen am 29. März 2020
  55. African Union, CDC: Jack Ma and Alibaba Foundations Donate COVID-19 Medical Equipment to African Union Member States. Meldung vom 22. März 2020 auf www.africacdc.org (englisch)
  56. @1@2Vorlage:Toter Link/app.powerbi.com(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Eastern Mediterranean Region Covid-19 affected countries (engl.))
  57. COVID-19 Situation update for WHO African Region 25 March 2020 External Situation Report 4 (engl.) abgerufen am 26. März 2020