Garbiñe Muguruza

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Garbiñe Muguruza Tennisspieler
Garbiñe Muguruza
Garbiñe Muguruza 2017 in Wimbledon
Nation: SpanienSpanien Spanien
Geburtstag: 8. Oktober 1993
Größe: 182 cm
Gewicht: 73 kg
1. Profisaison: 2011
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Sam Sumyk
Preisgeld: 14.730.972 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 312:152
Karrieretitel: 5 WTA, 7 ITF
Höchste Platzierung: 1 (11. September 2017)
Aktuelle Platzierung: 1
Wochen als Nr. 1: 1
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 76:46
Karrieretitel: 5 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 10 (23. Februar 2015)
Aktuelle Platzierung: 465
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
11. September 2017
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Garbiñe Muguruza Blanco (* 8. Oktober 1993 in Caracas, Venezuela) ist eine spanische Tennisspielerin. Ihre bislang größten Erfolge erzielte sie mit den beiden Grand-Slam-Titeln 2016 bei den French Open und 2017 in Wimbledon. Sie übernahm als 24. Spielerin im September 2017 die Führung der Tennisweltrangliste.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garbiñe Muguruza wurde in Venezuela geboren, von dort stammt ihre Mutter Scarlet Blanco. Sie besitzt damit auch die venezolanische Staatsbürgerschaft. Ihr Vater Jose Antonio stammt aus Eibar im Baskenland. Sie begann 1998 im Alter von fünf Jahren – anderen Angaben zufolge mit drei Jahren[1] – mit dem Tennissport. 1999 übersiedelte ihre Familie nach Spanien, wo sie bessere Bedingungen für die sportliche Entwicklung der Tochter sah. Muguruza fand Aufnahme in der Tennis-Akademie des früheren Weltklassespielers Sergi Bruguera in Barcelona, wo sie die folgenden Jahre ausgebildet wurde. Sie zählte die Schweizerin Martina Hingis und nach deren Rücktritt die US-Amerikanerin Serena Williams zu ihren Vorbildern.[1]

Die Rechtshänderin Muguruza, die Sandplätze bevorzugt, spielt eine beidhändige Rückhand. Ihre Stärken sind gewaltige Grundschläge und ein variantenreiches Spiel.[1]

2011–2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Aufmerksamkeit sorgte Muguruza 2012 mit ihrem Einzug in die dritte Runde der Sony Ericsson Open, als sie die ehemalige Weltranglistenzweite und zweimalige Halbfinalistin des Turniers, Wera Swonarjowa, mit 6:4, 6:3 besiegte. In Miami unterlag sie im April 2012 im Achtelfinale der späteren Siegerin Agnieszka Radwańska. Mit dem Einzug ins Viertelfinale von Fès, das sie gegen die spätere Turniersiegerin Kiki Bertens aus den Niederlanden verlor, verbesserte sie sich auf Platz 118 der Weltrangliste.

Im Januar 2013 gelang ihr dann der erste Titelgewinn auf der WTA Tour. Im Endspiel von Hobart besiegte sie an der Seite ihrer Landsfrau María Teresa Torró Flor die Paarung Tímea Babos/Mandy Minella. Im Jahr darauf gewann sie bei ebendiesem Turnier als Qualifikantin ihren ersten WTA-Einzeltitel mit einem Endspielsieg über Klára Zakopalová.

Seit 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Australian Open zog Muguruza mit einem Sieg über die frühere Weltranglistenerste Caroline Wozniacki erstmals ins Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Im März stand sie im Finale des WTA-Turniers von Florianopolis, in dem sie Zakopalová (die inzwischen wieder Koukalová heißt) diesmal in drei Sätzen unterlag. Im April gewann sie in Marrakesch an der Seite von Romina Oprandi ihren zweiten WTA-Titel im Doppel. Im Einzelfinale hatte sie dort gegen María Teresa Torró Flor in zwei glatten Sätzen das Nachsehen.

In der zweiten Runde der French Open warf sie Ende Mai die Weltranglistenerste Serena Williams mit einem glatten 6:2, 6:2-Sieg aus dem Turnier. Mit einem weiteren Zweisatzsieg über Pauline Parmentier zog sie dann erstmals ins Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Dort unterlag sie der früheren French-Open-Siegerin Marija Scharapowa nach dem Gewinn des ersten Satzes noch mit 6:1, 5:7 und 1:6. Zusammen mit Carla Suárez Navarro erreichte sie in Roland Garros das Halbfinale im Doppel. Beim Hartplatzturnier in Stanford konnte sie mit derselben Partnerin ihren dritten WTA-Titel feiern, mit dem sie im Ranking auf Position 25 kletterte. In der Weltrangliste verbesserte sie sich in der zweiten Jahreshälfte 2014 auf neue persönliche Bestmarken (Einzel: Rang 20; Doppel: Rang 15).

2015 gab sie ihr Debüt für die spanische Fed-Cup-Mannschaft. Im Juli erreichte sie in Wimbledon ihr erstes Grand-Slam-Finale, das sie mit 4:6, 4:6 gegen Serena Williams verlor. Infolgedessen stand sie am 13. Juli 2015 mit Platz 9 auch im Einzel erstmals in den Top Ten der Weltrangliste. Im Oktober folgte in Peking ihr zweiter WTA-Einzeltitel durch einen Endspielsieg über Timea Bacsinszky.

Garbiñe Muguruza 2016 bei der Siegerehrung der French Open

Bei den Australian Open unterlag Muguruza 2016 in der dritten Runde Barbora Strýcová in zwei Sätzen. Bei den French Open gelang ihr dagegen erneut der Einzug in ein Grand-Slam-Finale; diesmal konnte sie Serena Williams in zwei Sätzen (7:5, 6:4) besiegen. Mit ihrem ersten Grand-Slam-Titel verbesserte sie sich auf Platz 2 der Weltrangliste. In New York musste sie dagegen bereits in Runde zwei die Segel streichen; sie unterlag der Lettin Anastasija Sevastova in zwei Sätzen.

Ihren zweiten Grand-Slam-Titel gewann Muguruza im Juli 2017 in Wimbledon mit einem Finalsieg über Venus Williams (7:5, 6:0). Sie ist damit nach Conchita Martínez die zweite spanische Tennisspielerin, die das traditionsreiche Rasenturnier im Einzel gewinnen konnte.[2]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 11. Januar 2014 AustralienAustralien Hobart WTA International Hartplatz TschechienTschechien Klára Zakopalová 6:4, 6:0
2. 11. Oktober 2015 China VolksrepublikVolksrepublik China Peking WTA Premier Mandatory Hartplatz SchweizSchweiz Timea Bacsinszky 7:5, 6:4
3. 4. Juni 2016 FrankreichFrankreich French Open Grand Slam Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Serena Williams 7:5, 6:4
4. 15. Juli 2017 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Grand Slam Rasen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Venus Williams 7:5, 6:0
5. 20. August 2017 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cincinnati WTA Premier 5 Hartplatz RumänienRumänien Simona Halep 6:1, 6:0

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 12. Januar 2013 AustralienAustralien Hobart WTA International Hartplatz SpanienSpanien María Teresa Torró Flor UngarnUngarn Tímea Babos
LuxemburgLuxemburg Mandy Minella
6:3, 7:65
2. 27. April 2014 MarokkoMarokko Marrakesch WTA International Sand SchweizSchweiz Romina Oprandi PolenPolen Katarzyna Piter
UkraineUkraine Maryna Sanewska
4:6, 6:2, [11:9]
3. 3. August 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stanford WTA Premier Hartplatz SpanienSpanien Carla Suárez Navarro PolenPolen Paula Kania
TschechienTschechien Kateřina Siniaková
6:2, 4:6, [10:5]
4. 21. Juni 2015 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA Premier Rasen SpanienSpanien Carla Suárez Navarro TschechienTschechien Andrea Hlaváčková
TschechienTschechien Lucie Hradecká
6:4, 6:4
5. 27. September 2015 JapanJapan Tokio WTA Premier Hartplatz SpanienSpanien Carla Suárez Navarro Chinese TaipeiChinese Taipei Chan Hao-ching
Chinese TaipeiChinese Taipei Chan Yung-jan
7:5, 6:1

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier

2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017

Gesamt
Australian Open

2R AF AF 3R VF

0
French Open

2R VF VF S AF

1
Wimbledon

2R 1R F 2R S

1
US Open

1R 1R 2R 2R AF

0
WTA Tour Championships

HF RR *

0
Doha

a. K. a. K. VF a. K.

0
Dubai

n. a. bzw. a. K. HF a. K. 2R

0
Indian Wells

AF 2R 3R 2R VF

0
Miami

AF AF 2R 3R 2R AF

0
Rom

2R 2R - HF HF

0
Madrid

1R 2R 2R 1R 1R

0
Cincinnati

1R 1R HF S

1
Montreal/Toronto

2R 2R - VF

0
Tokio

andere Kategorie 0
Wuhan nicht ausgetragen 3R F 2R *

0
Peking

1R S 3R *

1
Olympische Spiele

n. a.

nicht ausgetragen AF n. a.

0
Fed Cup

1R

0
Turnierteilnahmen

0 7 12 23 20 20 22

98
Erreichte Finals

0 0 0 2 3 1 2

8
Gewonnene Einzel-Titel

0 0 0 1 1 1 2

5
Hartplatz-Siege/-Niederlagen

0:0 3:4 8:6 27:15 25:12 18:15 20:7

101:59
Sand-Siege/-Niederlagen

0:0 3:3 2:4 9:4 7:4 12:3 6:4

39:22
Rasen-Siege/-Niederlagen

0:0 0:1 4:2 2:2 7:3 1:2 10:2

24:12
Teppich-Siege/-Niederlagen

0:0 0:0 0:0 0:0 0:0 0:0 0:0

0:0
Gesamt-Siege/-Niederlagen

0:0 6:8 14:12 38:21 41:19 35:20 39:15

164:93
Weltranglistenpunkte

219 618 933 2043 5200 4236 5077

N/A
Jahresendposition

274 110 63 20 3 7 (3)

N/A

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; RR = Round Robin (Gruppenphase); n. a. = nicht ausgetragen; a. K. = andere Kategorie; PO (Playoff) = Auf- und Abstiegsrunde im Fed Cup; K1, K2, K3 = Teilnahme in der Kontinentalgruppe I, II, III im Fed Cup.

Berücksichtigt wurden die Turniere der Kategorie Tier I (bis 2008) bzw. die Turniere der Kategorien Premier Mandatory und Premier 5 (seit 2009).

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2011 2012 2013 2014 2015 Karriere
Australian Open 2 2 2
French Open 1 HF 1 HF
Wimbledon 1 AF 2 AF
US Open AF 2 AF
WTA Championships VF F F

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Garbiñe Muguruza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Garbiñe Muguruza. In: Internationales Sportarchiv 06/2016 vom 9. Februar 2016 (abgerufen via Munzinger Online).
  2. „Wimbledon: Muguruza zu stark für Williams | NZZ“. Zugriff am 16. Juli 2017. https://www.nzz.ch/sport/wimbledon-muguruza-zu-stark-fuer-williams-ld.1306213.
  3. Wimbledon champion and former WTA World No.1 Garbiñe Muguruza has been named 2017 Singles Player of the Year. In: wtatennis.com. 20. Oktober 2017; abgerufen am 22. Oktober 2017 (englisch).
  4. Nadal and Muguruza named 2017 ITF World Champions. In: itftennis.com. 9. Dezember 2017; abgerufen am 9. Dezember 2017 (englisch).