Basketball in Spanien

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Basketball ist in Spanien ein beliebter Breiten- und Publikumssport. Der Basketballverband Federación Española de Baloncesto (FEB) wurde am 31. Juli 1923 gegründet und trat 1934 der Fédération Internationale de Basketball (FIBA) bei. Seit 1933 wird eine Meisterschaft ausgespielt, vorerst als Copa de España im Pokalmodus und seit der Saison 1957 im Ligamodus als Liga Española de Baloncesto (heute Liga ACB). Mit 4.053 registrierten Vereinen und 407.728 lizenzierten Spielern (Stand 2012)[1], ist Basketball in Spanien der zweitbeliebteste Mannschaftssport nach Fußball.

Basketballteam Estudiantes

Nationale Basketballwettbewerbe[Bearbeiten]

Männer[Bearbeiten]

Liga ACB[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liga ACB
Logo der Liga ACB
Vereine der Liga ACB in der Saison 2013/14

Die spanische Basketballliga wurde erstmals 1957 als Liga Española de Baloncesto ausgespielt und stand unter Schirmherrschaft des spanischen Verbandes Federación Española de Baloncesto (FEB). Sie löste damals die im Pokalmodus ausgetragene Copa de España als höchsten spanischen Bewerb für Klubmannschaften ab. Der dominierende Verein war in frühen Jahren Real Madrid, das zwischen 1957 und 1977 lediglich zwei Saisons nicht als Meister beendete, nämlich 1958/59, als der FC Barcelona des Titel gewann, und 1966/67 durch den Sieg Joventut de Badalonas. Im Jahr 1982 wurde ein separater Ligaverband mit dem Namen Asociación de Clubs de Baloncesto (ACB) gegründet, der seit der Saison 1983/84 für die Organisation und Vermarktung der ersten Liga verantwortlich ist und weitestgehend autonom vom spanischen Dachverband agiert. Die höchste Spielklasse trägt seither den Namen Liga ACB. Die zunehmende Professionalisierung führte auch zum Aufstieg zahlreicher Basketballklubs, die bis dahin zumeist im Schatten der beiden größten Sportvereine des Landes, Real Madrid und dem FC Barcelona, standen. Zwar halten die beiden Klubs immer noch 45 der insgesamt 53 Meistertitel (Stand 2009), doch auch reine Basketballvereine wie Joventut de Badalona, Estudiantes, Saski Baskonia (besser bekannt als TAU Vitoria), Unicaja Málaga oder Valencia Basket Club (besser bekannt als Pamesa Valencia) begannen seither um nationale und internationale Trophäen zu konkurrieren.

Bis zur Gründung der Liga ACB in der Saison 1983/84 wurde der Titel in einem Rundenturnier mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Für einen Sieg gab es zwei Punkte, für das damals noch vorgesehene Unentschieden einen Punkt. Die Liga-ACB hingegen besteht aus einem Grunddurchgang, in dem die derzeit 18 teilnehmenden Mannschaften ebenfalls ein Rundenturnier mit Hin- und Rückspiel austragen, Unentschieden gibt es nicht mehr, gezählt werden die gewonnenen Spiele, wobei bei Gleichstand das direkte Duell vor dem Korbverhältnis entscheidet. Im Anschluss an den Grunddurchgang ermitteln die acht bestplatzierten Mannschaften in einem Play-off den spanischen Meister. Die beiden Letztplatzierten steigen in die LEB Oro, der zweiten Spielklasse, ab. Rekordsieger der spanischen Liga ist in Spanien derzeit Real Madrid mit 30 Titeln.

Copa del Rey[Bearbeiten]

Hauptartikel: Copa del Rey de Baloncesto

Die Copa del Rey ist gegenwärtig der spanische Pokalbewerb. Er wurde 1933 als Copa de España erstmals ausgespielt und war bis 1957 die einzige gesamtspanische Meisterschaft. Aktuell wird er als Final Eight-Play-off ausgespielt, wobei sich die besten sieben Teams zur Halbzeit der Liga sowie die Heimmannschaft des Austragungsortes für dieses Turnier qualifizieren, dass in Folge in drei Tagen an einem fixen Ort ausgespielt wird. Rekordsieger ist derzeit Real Madrid mit 24 Titeln.

Superpokal[Bearbeiten]

Die Supercopa de España de Baloncesto ist ein Bewerb der erstmals zwischen 1984 und 1987 zwischen dem Meister und dem Pokalsieger ausgetragen wurde. Erst im Jahr 2004 wurde der Bewerb erneut ins Leben gerufen, wird jedoch seither vor Beginn der Liga ausgetragen und im Normalfall qualifizieren sich der spanische Meister, der Pokalsieger, die beste Mannschaft bei internationalen Turnieren sowie die Heimmannschaft des Austragungsortes für das Turnier, das im Final Four-Play-off-Modus ausgetragen wird. Sollte ein Team mehrere Qualifikationskriterien erfüllen, so rückt die nächstbeste Mannschaft der Meisterschaft nach. Rekordsieger ist derzeit der FC Barcelona mit fünf Titeln.

Frauen[Bearbeiten]

Liga Femenina de Baloncesto[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liga Femenina de Baloncesto

Die Liga Femenina de Baloncesto ist der höchste Klubbewerb für Frauen in Spanien. Er wird seit 1964 ausgetragen und besteht in der Gegenwart aus 14 Mannschaften. Die besten Acht des Grunddurchganges bestreiten ein Play-off um den Titel, die letzten Zwei steigen in die Liga Femenina de Baloncesto 2 ab. Derzeitiger Rekordmeister ist Ros Casares Valencia mit zwölf Titeln.

Copa de la Reina[Bearbeiten]

Die Copa de la Reina de Baloncesto ist der Pokalwettbewerb für Frauen. Der erste Bewerb fand zwar schon 1943 statt, doch wird er erst seit 1978 ununterbrochen ausgetragen. Aktuell wird der Pokal, ähnlich wie bei den Männern, als Final Eight-Play-off ausgespielt, wobei sich die besten sieben Teams zur Halbzeit der Liga sowie die Heimmannschaft des Austragungsortes für dieses Turnier qualifizieren, das in Folge in drei Tagen an einem fixen Ort ausgespielt wird. Rekordsieger ist Ros Casares Valencia mit zehn Titeln.

Superpokal[Bearbeiten]

Die Supercopa Femenina de Baloncesto wird seit der Saison 2002/03 im Anschluss an die Meisterschaft zwischen dem Meister und dem Pokalsieger ausgetragen. Holt eine Mannschaft das Double, so nimmt der Pokalfinalist am Supercup teil. Derzeitiger Rekordsieger ist Ros Casares Valencia mit sechs Titeln.

Erfolge bei internationalen Basketballwettbewerben[Bearbeiten]

Nationalmannschaft der Herren[Bearbeiten]

Der erste offizielle Auftritt der spanischen Nationalmannschaft fand bei der Basketball-Europameisterschaft 1935 in Genf statt. Die Spanier eroberten die Silbermedaille. Seither entwickelte sich die Auswahl der Herren zu einer festen Größe bei internationalen Turnieren. Sowohl bei Olympischen Spielen, als auch bei Welt- und Europameisterschaften im Senioren- und Juniorenbereich, haben die Iberer Erfolge vorzuweisen.

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Nachdem man bei den Olympischen Spielen 1980 erst im abschließenden Spiel um Platz drei an der Basketballnationalmannschaft der UdSSR scheiterte und somit knapp eine Medaille verpasste, so gelang vier Jahre später in Los Angeles der Finaleinzug, nachdem man im Halbfinale das favorisierte Jugoslawien, mit Stars wie Dražen Petrović oder Dražen Dalipagić in ihren Reihen, mit 74:61 besiegt hatte. Dort traf man auf das damals als nahezu unschlagbar geltende Team der USA, mit Spielern wie Patrick Ewing, Michael Jordan, Chris Mullin, Alvin Robertson oder Sam Perkins. Die Gastgeber gewannen das Finale mit 96:65, jedoch konnte die Silbermedaille der Spanier eine Basketballeuphorie im Land entfachen. Die bekanntesten Spieler der damaligen Mannschaft waren Fernando Martín, Juan Antonio San Epifanio „Epi“, Juan Antonio Corbalán und Fernando Romay.

Auf eine weitere Medaille mussten die Spanier 24 Jahre warten. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking erreichte man nach Siegen gegen Kroatien und Litauen im Viertel- und Halbfinale, erneut das Endspiel gegen die USA. Das Team der Amerikaner war gespickt mit NBA-Stars wie Kobe Bryant, LeBron James, Carmelo Anthony, Dwyane Wade, Dwight Howard oder Jason Kidd, dennoch begegneten die Spanier ihnen in einem hochklassigen Finale auf Augenhöhe und verloren schließlich mit 107:118. Herausragende Spieler der spanischen Mannschaft bei diesen Olympischen Spielen waren Pau Gasol, José Calderón, Rudy Fernández, Ricky Rubio und Juan Carlos Navarro.

Medaillen bei Olympischen Spielen
Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
Herren 1984
2008
2012
3

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltmeistermannschaft 2006.

Bei Basketball Weltmeisterschaften führte die spanische Nationalmannschaft lange ein Schattendasein. Der erste Achtungserfolg gelang 1974, als man das Turnier auf dem fünften Platz beenden konnte. Das Ergebnis konnte acht Jahre später, bei der WM in Kolumbien, noch verbessert werden, die Spanier erreichten das Spiel um Platz drei, das jedoch mit 117:119 knapp gegen die Mannschaft aus Jugoslawien verloren wurde. In der Folge war die spanische Nationalmannschaft stets bei Endrunden vertreten und erreichte drei weitere fünfte Plätze (1986, 1998, 2002).

Der bislang größte Erfolg des spanischen Basketballs auf Nationalmannschaftsebene gelang schließlich bei der WM 2006 in Japan. Nach Siegen gegen Serbien und Montenegro, Litauen und Argentinien im Achtel-, Viertel- und Halbfinale, traf man im Endspiel auf Griechenland, das zuvor die USA ausgeschaltet hatte. Im Finale bezwangen die Spanier, insbesondere mit einer sehr starken Defensivleistung, ihre Gegner mit 70:47 und gewannen so erstmals den Weltmeistertitel. Zum besten Spieler des Turniers wurde Pau Gasol gewählt obwohl er aufgrund einer Verletzung nicht am Finalspiel teilnehmen konnte, Jorge Garbajosa war zudem Teil des All-Tournament-Teams.

Kader der Weltmeisterschaft 2006

Spanien – Basketball-Weltmeisterschaft 2006

4 P. Gasol | 5 Fernández | 6 Cabezas | 7 Navarro | 8 Calderón | 9 Reyes | 10 Jiménez | 11 S. Rodríguez | 12 B. Rodríguez | 13 M. Gasol | 14 Mumbrú | 15 Garbajosa | Trainer Hernández

Medaillen bei Weltmeisterschaften
Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
Herren 2006 1
U 19 (Herren) 1999 1995 2
Gesamt 2 0 1 3
Medaillen beim Albert-Schweitzer-Turnier
Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
U 18 (Herren) 1998
2012
1977
1979
1987
1994
2002
1975
2004
9
Gesamt 2 5 2 9

Europameisterschaften[Bearbeiten]

Spanien nahm 1935 in Genf an der ersten Basketball Europameisterschaften teil. Nach Siegen gegen Belgien und die Tschechoslowakei erreichte das Team das Finale, wo man Lettland mit 18:24 unterlag. Auf dieses Erfolgserlebnis folgte eine lange Durststrecke, das durch den Bürgerkrieg (1936-1939) geschwächte Land konnte sich für neun Europameisterschaftsendrunden in Folge nicht qualifizieren, erst 1959 war man wieder dabei und erreichte schlussendlich den 15. Rang. Seither hat sich Spanien jedoch stets qualifiziert und stieg zu einer festen Größe im kontinentalen Bewerb auf. 1963 wurde Spaniens damaliger Star Emiliano Rodríguez zum besten Spieler des Turniers gewählt und 1973 folgte die nächste Medaille, erneut Silber. Vier weitere Male verlor man erst im Endspiel (1983, 1999, 2003, 2007), besonders groß war die Enttäuschung im Jahr 2007, Spanien ging, als regierender Weltmeister und Gastgeber, als Favorit ins Turnier, erreichte das Finale, verlor dort aber gegen die von Andrei Kirilenko angeführten Russen mit 69:70. Spaniens Pau Gasol vergab dabei Sekunden vor Schluss einen Wurf, der andernfalls den Sieg bedeutet hätte.

Der Bann konnte zwei Jahre später bei der Europameisterschaft 2009 in Polen gebrochen werden. Durch Siege gegen Frankreich und Griechenland, erreichten die Iberer das Finale, wo die junge Mannschaft Serbiens mit 85:63 bezwungen wurde. Pau Gasol wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt, Rudy Fernández war Teil des All-Tournament-Teams.

Kader der Europameisterschaft 2009

Spanien – Basketball-Europameisterschaft 2009

4 P. Gasol | 5 Fernández | 6 Rubio | 7 Navarro | 8 Claver | 9 Reyes | 10 Cabezas | 11 López | 12 Llull | 13 M. Gasol | 14 Mumbrú | 15 Garbajosa | Trainer Scariolo

Bei der Europameisterschaft 2011 in Litauen gelang den Spaniern die erfolgreiche Titelverteidigung. Nach Siegen gegen Slowenien sowie Überraschungsteam Mazedonien im Viertel- und Halbfinale, traf man im Endspiel auf das Team aus Frankreich, rund um Tony Parker und Nicolas Batum. Die Spanier setzten sich mit 98:85 durch und holten somit den zweiten EM-Titel in Folge. Juan Carlos Navarro wurde als MVP des Turniers ausgezeichnet und Pau Gasol ins All-Tournament-Team gewählt.

Kader der Europameisterschaft 2011

Spanien – Basketball-Europameisterschaft 2011

4 P. Gasol | 5 Fernández | 6 Rubio | 7 Navarro | 8 Calderón | 9 Reyes | 10 Claver | 11 San Emeterio | 12 Llull | 13 M. Gasol | 14 Ibaka | 15 Sada | Trainer Scariolo

Medaillen bei Europameisterschaften
Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
Herren 2009
2011
1935
1973
1983
1999
2003
2007
1991
2001
2013
11
U 20 (Herren) 2011 1996
2002
2007
2014
1994
2000
2008
2009
2010
2012
2013
12
U 18 (Herren) 1998
2004
2011
1974
1978
1976
1990
1994
2006
2013
10
U 16 (Herren) 2006
2009
2013
1973
1983
1985
1993
1995
2007
1979
1991
2001
2005
2011
14
Gesamt 9 18 20 47

Nationalmannschaft der Frauen[Bearbeiten]

Im Vergleich zu den Herren, können die Damen vor allem auf Erfolge beim kontinentalen Bewerb zurückblicken. Bei Olympischen Spielen war man bislang drei Mal vertreten, das beste Resultat war hierbei der fünfte Platz 1992 und 2008. Bei Weltmeisterschaften war man fünf Mal in der Endrunde, wobei man seit 1994 ununterbrochen qualifiziert war. Das beste Resultat war der Gewinn der Silbermedaille 2014.

Noch erfolgreicher lief es für Spaniens Damen bei Basketball-Europameisterschaften. Bei bislang 15 Endrundenteilnahmen konnte 1993 der erste große Erfolg gefeiert werden. Im italienischen Perugia gewannen die Spanierinnen das Finale gegen Frankreich mit 63:53 und holten damit die Goldmedaille. Bei der EM 2013 setzten sich die Spanierinnen erneut im Finale gegen die Heimmannschaft Frankreich mit 70:69 durch. Des Weiteren konnten vier Bronze- und eine Silbermedaille erobert werden.

Medaillen bei Weltmeisterschaften
Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
Damen 2014 2010 2
U 19 (Damen) 2009
2011
2
U 17 (Damen) 2012
2014
2
Gesamt 0 5 1 6
Medaillen bei Europameisterschaften
Mannschaft Gold Silber Bronze Gesamt
Damen 1993
2013
2007 2001
2003
2005
2009
7
U 20 (Damen) 2007
2011
2012
2013
2009
2010
2014
7
U 18 (Damen) 1998
2006
2009
2013
1990
1994
2004
2005
2007
2010
2011
2014
12
U 16 (Damen) 1999
2004
2005
2006
2008
2009
2011
2012
2013
1993
2007
2014 12
Gesamt 19 12 7 38

Erfolge bei Vereinsbewerben[Bearbeiten]

Herren[Bearbeiten]

Real Madrid gegen Maccabi Tel Aviv. Euroleague 2008/09.

Beim 1958 erstmals ausgetragenen Europapokal der Landesmeister, dem bis 2001 höchsten europäischen Bewerb für Vereinsmannschaften, war es das spanische Team Real Madrid, das 1964 die Dominanz der Mannschaften aus der Sowjetunion brechen konnte und als erster Klub aus Westeuropa den Titel holte. Die von Pedro Ferrándiz trainierte Mannschaft rund um Stars wie Emiliano Rodríguez, Clifford Luyk oder Wayne Brabender gewann bis 1974 insgesamt fünf Titel. Nach einem Generationswechsel unter Trainer Lolo Sainz, folgten zwei weitere Siege in den Jahren 1978 und 1980. Tragende Spieler der damaligen Mannschaft waren unter anderem Juan Antonio Corbalán, Walter Szczerbiak, Fernando Romay, Iturriaga oder Rafael Rullán. Auch weitere spanische Mannschaften begannen in der Folge auf europäischer Bühne auf sich aufmerksam zu machen. Joventut de Badalona errang 1994 den Titel im Landesmeisterbewerb, der FC Barcelona erreichte fünf Mal das Finale. Obwohl die spanische Liga bis heute als eine der stärksten Europas gilt, nahmen die Erfolge auf höchster Ebene seit der Gründung der ULEB Euroleague ab. Zwar konnte der FC Barcelona 2002/03 und 2009/10 den Titel feiern, und TAU Vitoria zwei Finalspiele erreichen (2000/01, 2004/05), doch zumeist stand man im Schatten von Panathinaikos, ZSKA Moskau und Maccabi Tel Aviv, die zusammen sieben Mal das Turnier gewinnen konnten.

Titelgewinne spanischer Klubs:

Klub UEL EPL EPP EC KC IC FEC Gesamt
Real Madrid 0 8 4 1 1 4 0 18
FC Barcelona 2 0 2 0 2 1 0 7
Joventut de Badalona 0 1 0 1 2 0 1 5
Valencia Basket Club 0 0 0 3 0 0 0 3
Saski Baskonia 0 0 1 0 0 0 0 1
CB Málaga 0 0 0 0 1 0 0 1
CB Girona 0 0 0 0 0 0 1 1
Gesamt 2 9 7 5 6 5 2 36

Legende:

UEL: ULEB Euroleague
EPL: Europapokal der Landesmeister
EPP: Europapokal der Pokalsieger
EC: ULEB Eurocup und ULEB Cup
KC: Korac Cup
IC: Intercontinental Cup
FEC: FIBA EuroChallenge und FIBA EuroCup

Frauen[Bearbeiten]

Im höchsten europäischen Klubbewerb für Frauen, der Euroleague Women, konnte Dorna-Godella Valencia zwei Mal den Titel feiern, der Nachfolgeverein Ros Casares Valencia gewann ein weiteres Turnier, in vier Fällen stand der Klub zudem im Finale (1994, 1995, 2007 und 2010). Einen Titel in der Euroleague hält zudem Perfumerías Avenida Salamanca (2011), das darüber hinaus 2009 das Endspiel erreichte. Ebenfalls im Finale scheiterten Pool Getafe 1998 und Rivas Ecópolis in einem rein spanischen Endspiel 2012.

Titelgewinne spanischer Klubs:

Großereignisse in Spanien[Bearbeiten]

Litauen gegen Italien in der Telefónica Arena Madrid bei der Europameisterschaft 2007.

Aufgrund des großen Zuschauerinteresses, bewirbt sich Spanien regelmäßig für die Ausrichtung internationaler Basketballturniere und Finals. Folgende Großereignisse fanden, oder finden in naher Zukunft, auf spanischem Boden statt:

  • Herrenwettbewerbe
    • Olympische Spiele: 1992
    • Weltmeisterschaften: 1986, 2014
    • Europameisterschaften: 1973, 1997, 2007
    • Europapokal der Landesmeister: 1967, 1969, 1990, 1995, 1998
    • ULEB Euroleague: 2003, 2008, 2011
    • Europapokal der Pokalsieger: 1977, 1983, 1996, 1999
    • Eurocup: 2010
    • EuroChallenge: 2007
  • Frauenwettbewerbe
    • Olympische Spiele: 1992
    • Europameisterschaften: 1987
    • Euroleague Women: 1977, 1979, 1991, 1993, 2009, 2010
    • Ronchetti Cup: 1986

Akteure[Bearbeiten]

Bedeutende spanische Spieler[Bearbeiten]

Juan Antonio Corbalán
José Calderón
Pau Gasol
  • Herren (aktive Zeit)
    • Emiliano Rodríguez (1956–1973): Zwölffacher spanischer Meister und neunfacher Pokalsieger. Vier Europapokale der Landesmeister, MVP der Finalspiele 1963 und 1964. MVP der Basketball EM 1963 und 1969. Mitglied der FIBA Hall of Fame.
    • Clifford Luyk (1958–1978): Vierzehnfacher spanischer Meister und zehnfacher Pokalsieger. Sechs Europapokale der Landesmeister, MVP der Finalspiele 1965.
    • Wayne Brabender (1965–1985): Dreizehnfacher spanischer Meister und siebenfacher Pokalsieger. Vier Europapokale der Landesmeister. MVP der Basketball EM 1973.
    • Juan Antonio Corbalán (1971–1991): Zwölffacher spanischer Meister und siebenfacher Pokalsieger. Drei Europapokale der Landesmeister. MVP der Basketball EM 1983.
    • Fernando Romay (1976–1993): Achtfacher spanischer Meister und fünffacher Pokalsieger. Zwei Europapokale der Landesmeister. Führt mit 677 Blocks die ewige Bestenliste der spanischen Liga an.
    • Fernando Martín (1979–1989): Erster von der NBA gedrafteter Spanier (1985), erster Spanier und einer der ersten Europäer in der NBA (1986/87, Portland Trail Blazers). Vierfacher spanischer Meister und zweifacher Pokalsieger. Mitglied der FIBA Hall of Fame.
    • Juan Antonio San Epifanio „Epi“ (1979–1994): Siebenfacher spanischer Meister und zehnfacher Pokalsieger. Führt mit 3.358 Punkten und 239 Spielen die jeweiligen ewigen Bestenlisten der spanischen Nationalmannschaft an.
    • Ferran Martínez (1985–2002): Siebenfacher spanischer Meister und zweifacher Pokalsieger. Griechischer Meister (1998). Gewann alle internationalen Titel seiner Zeit (Europapokal der Landesmeister, Europapokal der Pokalsieger, Intercontinentalcup, Korac Cup). MVP des Finales um den Europapokal der Landesmeister 1994.
    • Alberto Herreros (1988–2005): Führt mit 9.757 Punkten und 1.233 verwandelten Drei-Punkte-Würfen die jeweiligen ewigen Bestenlisten der spanischen Liga an. Top-Scorer der Weltmeisterschaft 1998 (161 Punkte) und der Europameisterschaft 1999 (173 Punkte).
    • Juan Carlos Navarro (Seit 1997): Weltmeister 2006 und Europameister 2009. Fünffacher spanischer Meister, dreifacher Pokalsieger. Ein Titel in der ULEB Euroleague (2002/03). MVP der ULEB Euroleague in der Saison 2008/09.
    • José Calderón (Seit 1998): Weltmeister 2006. Hält mit einer Freiwurfquote von 98,1 % (151 von 154, 2008/09) den All-Time-NBA-Rekord. Höchste Rate an Assists pro Ballverlust der NBA in der Saison 2007/08.
    • Pau Gasol (Seit 1999): Weltmeister und MVP des Turniers 2006, Europameister und MVP de Turniers 2009. NBA Rookie of the Year 2001/02, NBA-All-Star 2006, 2009 und 2010, erster spanischer NBA-Champion (2008/09, LA Lakers). FIBA Europe Player of the Year 2008 und 2009.
    • Rudy Fernández (Seit 2002): Weltmeister 2006 und Europameister 2009. FIBA Europe Young Player of the Year 2006. Euroleague Rising Star Trophy 2006/07. Hält mit 159 verwandelten Drei-Punkte-Treffern (NBA Saison 2008/09) den All-Time-Rookie-Rekord. Erster Europäer beim NBA Slam Dunk Contest (2009).
    • Ricky Rubio (Seit 2005): Europameister 2009. FIBA Europe Young Player of the Year 2007, 2008 und 2009. Jüngster Debütant in der Geschichte der spanischen Liga (14 Jahre, 11 Monate und 24 Tage).
  • Damen (aktive Zeit)
    • Amaya Valdemoro (Seit 1992): Als erste Spanierin von einem WNBA-Team gedraftet und debütiert (1998). Drei Mal WNBA-Champion mit den Houston Comets (1998, 1999, 2000). Sechsfache spanische Meisterin, sechsfache Pokalsiegerin. Euroleague Women Titel (1993). Russische Meisterin und Pokalsiegerin (2006). MVP der Europameisterschaft 2007. Rekordspielerin und Korbjägerin der spanischen Nationalmannschaft.
    • Elisa Aguilar (Seit 1994): Rookie of the Year der Atlantic 10 Conference (2000). Spielte die Saison 2002 bei den Utah Starzz. Vierfache spanische Meisterin und fünffache Pokalsiegerin.

Bedeutende spanische Trainer[Bearbeiten]

Antonio Díaz-Miguel
  • Lolo Sainz (1969–2001): Zwei Siege im Europapokal der Landesmeister. Zehn spanische Meisterschaften und vier Pokalsiege. Silbermedaille bei der Europameisterschaft 1999 mit der spanischen Nationalmannschaft.
  • Aíto García Reneses (Seit 1969): Neun spanische Meisterschaften und fünf Pokalsiege. Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2008 mit der spanischen Nationalmannschaft.

Mitglieder der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame[Bearbeiten]

Die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame ist die bekannteste Ruhmeshalle des Basketballs. In ihr werden außergewöhnliche Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Förderer des Sports aufgenommen.

Mitglieder der FIBA Hall of Fame[Bearbeiten]

Die FIBA Hall of Fame ist die Ruhmeshalle der Fédération Internationale de Basketball. In sie werden seit 2007 die herausragendsten Basketballspieler, Trainer, Schiedsrichter und Förderer aufgenommen, wobei in erster Linie die Leistung bei FIBA-Turnieren gewertet wird.

Spanische Spieler in der NBA[Bearbeiten]

Der erste Spanier, und zugleich einer der ersten Europäer, der den Sprung in die NBA schaffte, war Fernando Martín. Er bestritt die Saison 1986/87 bei den Portland Trail Blazers, wo er jedoch, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Verletzungen, nur auf 25 Einsätze kam. Der erste Iberer, der sich dauerhaft durchsetzen konnte, war Pau Gasol, der seit 2001 in der höchsten nordamerikanischen Profiliga aktiv ist. Ebenfalls zwei oder mehr Saisons bestritten bislang Raül López, José Calderón, Jorge Garbajosa, Sergio Rodríguez Gómez, Marc Gasol, Rudy Fernández, Serge Ibaka und Ricky Rubio. In der Gegenwart (Stand: 2012/13) stehen insgesamt sechs Spanier im Kader eines NBA-Teams.

Name Verein Zeitraum
Fernando Martín Portland Trail Blazers 1986–1987
Pau Gasol Memphis Grizzlies
Los Angeles Lakers
Chicago Bulls
2001–2008
2008–2014
2014–
Raül López Utah Jazz 2002–2005
José Calderón Toronto Raptors
Detroit Pistons
Dallas Mavericks
New York Knicks
2005–2013
2013
2013–2014
2014–
Jorge Garbajosa Toronto Raptors 2006–2008
Sergio Rodríguez Portland Trail Blazers
Sacramento Kings
New York Knicks
2006–2009
2009–2010
2010
Juan Carlos Navarro Memphis Grizzlies 2007–2008
Rudy Fernández Portland Trail Blazers
Denver Nuggets
2008–2011
2011–2012
Marc Gasol Memphis Grizzlies 2008–
Serge Ibaka1 Oklahoma City Thunder 2009–
Ricky Rubio Minnesota Timberwolves 2011–
Víctor Claver Portland Trail Blazers 2012–
Nikola Mirotić Chicago Bulls 2014–

NBA Drafts[Bearbeiten]

Bisher wurden 17 spanische Spieler von einem NBA-Team gedraftet. Der Erste war Fernando Martín, der 1985 an der 38. Stelle von den New Jersey Nets ausgewählt wurde. Der Spieler mit dem niedrigsten Pick ist derzeit Pau Gasol, dessen Rechte sich die Atlanta Hawks im Jahr 2001 an der dritten Stelle sicherten.

Name Pick Verein Jahr
Fernando Martín 38 New Jersey Nets 1985
José Antonio Montero 113 Atlanta Hawks 1987
Roberto Dueñas 58 Chicago Bulls 1997
Pau Gasol 3 Atlanta Hawks 2001
Raül López 24 Utah Jazz 2001
Juan Carlos Navarro 39 Washington Wizards 2002
Albert Miralles 39 Toronto Raptors 2004
Fran Vázquez 11 Orlando Magic 2005
Sergio Rodríguez 27 Phoenix Suns 2006
Rudy Fernández 24 Phoenix Suns 2007
Marc Gasol 48 Los Angeles Lakers 2007
Serge Ibaka1 24 Portland Trail Blazers 2008
Ricky Rubio 5 Minnesota Timberwolves 2009
Víctor Claver 22 Portland Trail Blazers 2009
Sergio Llull 34 Denver Nuggets 2009
Nikola Mirotić 23 Houston Rockets 2011
Álex Abrines 32 Oklahoma City Thunder 2013
1 Ibaka ist gebürtiger Kongolese, erhielt jedoch im Jahre 2011 die spanische Staatsbürgerschaft

Spanische Spielerinnen in der WNBA[Bearbeiten]

Die ersten Spanierinnen, die in der WNBA debütierten, waren Amaya Valdemoro (Houston Comets) und Elisabeth Cebrián (New York Liberty). Bisher haben elf Spielerinnen den Sprung in die höchste nordamerikanische Profiliga geschafft, dauerhaft etablieren konnten sich jedoch nur Valdemoro, die vier Saisons bestritt und drei WNBA-Titel mit den Houston Comets erobern konnte sowie Sancho Lyttle, die seit 2005 in der höchsten nordamerikanischen Profiliga aktiv ist.

Name Verein Zeitraum
Amaya Valdemoro Houston Comets 1998–2001
Elisabeth Cebrián New York Liberty 1998
Marina Ferragut New York Liberty 2000
Begoña Garcia Detroit Shock 2002
Elisa Aguilar Utah Starzz 2002
Isabel Sánchez Detroit Shock 2004
Sancho Lyttle2 Houston Comets
Atlanta Dream
2005–2008
2009–
Núria Martínez Minnesota Lynx 2005
2010
Marta Fernández Los Angeles Sparks 2007
2009
Anna Montañana Minnesota Lynx 2009
Anna Cruz New York Liberty 2014–

WNBA Drafts[Bearbeiten]

Bisher wurden fünf Spanierinnen von einem WNBA-Team gedraftet. Die erste Spielerin war Amaya Valdemoro, die beim WNBA Draft 1998 an der 30. Stelle von den Houston Comets ausgewählt wurde. Den bislang niedrigsten Pick erreichte Sancho Lyttle, die 2005 an der fünften Stelle von den Comets ausgewählt wurde.

Name Pick Verein Jahr
Amaya Valdemoro 30 Houston Comets 1998
Núria Martínez 36 Sacramento Monarchs 2004
Sancho Lyttle2 5 Houston Comets 2005
Alba Torrens 36 Connecticut Sun 2009
Astou Ndour 16 San Antonio Silver Stars 2014
2 Lyttle ist gebürtige Vincenterin, erhielt jedoch im Jahre 2010 die spanische Staatsbürgerschaft

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Licencias y clubes federados en 2012. In: Spanisches Staatssekretariat für Sport. Abgerufen am 20. Dezember 2013 (PDF; 1677 kB, spanisch).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]