Bundesstraße 6n

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Bundesstraße 6n in Deutschland
Bundesstraße 6n
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Bremen-Huckelriede
(53° 3′ N, 8° 49′ O53.0482058.819225)
Straßenende: Bremen-Arsten
(53° 1′ N, 8° 52′ O53.0218838.866088)
Gesamtlänge: 5 km

Bundesland:

Bremen

Bundesstraße 6n ist die Bezeichnung für eine Bundesstraße in Bremen und war die Bezeichnung für eine Bundesstraße in Sachsen-Anhalt.

Bremen[Bearbeiten]

Bundesstraße 6n ist die Bezeichnung für eine Neubaustraße der Bundesstraße 6 in Bremen, die als Autobahnzubringer Bremen-Arsten (zur A 1) dient, während der ursprüngliche Verlauf der B 6 von Bremen aus über die Anschlussstelle (A 1) Brinkum/Bremen (also weiter südwestlich) führte. Neubaupläne, die B 6n weiter östlich von Weyhe-Sudweyhe, Syke-Barrien und Syke entlang als Umgehungsstrecke zu bauen, wurden bisher immer wieder verworfen.

Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Neubaustraße der B 6 (früher B 6n) an der Ausfahrt Abbenrode.

Bundesstraße 6n war die Bezeichnung für mehrere neu gebaute Abschnitte der Bundesstraße 6 sowie der Bundesstraße 185. Sie war ursprünglich als Bundesautobahn 36 geplant und ist inzwischen von der Bundesautobahn 395 am Kreuz Vienenburg bis zur Bundesautobahn 14 durchgängig vierspurig befahrbar. Die zeitweise als Bundesstraße 6n bezeichnete Strecke führt als vierstreifig ausgebaute autobahnähnliche Straße von der A 395 bei Vienenburg über Wernigerode, Blankenburg, Quedlinburg, Aschersleben bis Bernburg (Saale). Das Autobahnkreuz zur A 14 wurde am 19. Dezember 2011 für den Verkehr freigegeben. Die Neubaustrecke ist bis Aschersleben-West als B 6 und von Aschersleben-West bis zur A 14 als B 185 ausgeschildert. Die bisherigen Abschnitte der B 6 wurden herabgestuft. Zwischen dem Dreieck Vienenburg und dem Bad Harzburger Dreieck wurde die A 395 zur B 6 herabgestuft.

Ab der A 14 wird der Straßenquerschnitt auf 21 m fortgeführt, allerdings ohne Standstreifen. Ab der sogenannten Nordspange bei Bernburg wird die Straße nach Osten hin dreispurig mit abwechselnder Überholspur ausgeführt, da hier nur noch bis zu 15.000 Fahrzeuge anstelle von 36.000 Fahrzeugen täglich im vorhergehenden Abschnitt erwartet werden. Zugleich wird dieser Abschnitt nicht mehr kreuzungsfrei gebaut.[1]

Insgesamt sind 111 Brückenbauwerke, 21 Anschlussstellen sowie drei P-WC-Anlagen vorgesehen.[2] Tank- und Rastanlagen gehören nicht zur Planung, jedoch wurde solch eine Anlage seit November 2011 unmittelbar an der Abfahrt Quedlinburg-Zentrum gebaut, und 2012 eröffnet.

Für die Verlängerung des B 6n-Projekts (als B 185) von der A 14 über Köthen bis zur A 9 wird die Europäische Union 85 Millionen der geplanten 131 Millionen Euro Baukosten beitragen.[3] Bei Thurland (etwa 5 Kilometer südlich der Anschlussstelle Dessau-Süd) ist eine Anbindung an die A 9 als Kreuz Wolfen vorgesehen. Für diese Verlängerung besteht seit 17. Dezember 2012 Baurecht, die Kosten für dieses 15 Kilometer lange Teilstück werden mit voraussichtlich 36 Millionen Euro angegeben.[4]

Für eine Weiterführung in Richtung Sachsen bzw. Brandenburg existieren Vorüberlegungen: Mit Stand 2010 sollte die Trasse bis Bad Düben (Sachsen) geführt werden.[1] Alternativ wird überlegt, statt einer Führung über Bad Düben in Richtung Torgau die Trasse über Gräfenhainichen in Richtung Lutherstadt Wittenberg zu verlängern, um u. a. die Dübener Heide nicht zu durchschneiden.[5]

Aktueller Ausbaustand[Bearbeiten]

Der Neubau der Bundesstraße 6 ist zwischen dem Dreieck Vienenburg und der Kreuzung Bernburg-Altenburger Chaussee fertiggestellt. Der Abschnitt zwischen Vienenburg und Aschersleben-West ist als B 6, der Abschnitt zwischen Aschersleben-West und der A 14 als B 185 beschildert.

Die B 6-Bauabschnitte 1 bis 14.2.1 sind bereits fertiggestellt und unter Verkehr, die Bauabschnitte 14.2.2 bis 16 sind in der Bauausführung.

Bauabschnitte[6][7][8]
Nummer Strecke Länge Baubeginn Verkehrsfreigabe Aktuelle Beschilderung
01 A 395 – Landesgrenze Niedersachsen/Sachsen-Anhalt 02,7 km  Apr. 2000   2001 Bundesstraße 6
02 Landesgrenze Niedersachsen/Sachsen-Anhalt – AS Stapelburg 06,2 km  Okt. 1997  Okt. 2001
03 AS Stapelburg – östlich AS Wernigerode Nord 08,1 km  Okt. 1997  Juli 2000
04 östlich AS Wernigerode-Nord – K 1346 bei Benzingerode 07,5 km  Apr. 2000  Juli 2002
05 K 1346 bei Benzingerode – AS Heimburg 05,0 km  Sep. 2002 16. Dez. 2003
06 AS Heimburg – östlich AS Blankenburg-Nord 02,9 km  Sep. 2002  Dez. 2004
07 östlich AS Blankenburg-Nord – östlich AS Blankenburg-Ost (Ortsumgehung Blankenburg) 05,6 km  Juni 2004 30. Sep. 2005
08.1 östlich AS Blankenburg-Ost – AS Quedlinburg-Zentrum 09,0 km   2004 13. Sep. 2006
08.2 AS Quedlinburg-Zentrum – AS Quedlinburg-Ost 04,2 km 26. Sep. 2005 01. Dez. 2007
09.1 AS Quedlinburg-Ost – AS Hoym 10,3 km 01. Nov. 2006 06. Dez. 2007
09.2 AS Hoym – AS Aschersleben-West 04,3 km   2004 17. Mär. 2006
10 AS Aschersleben West – östlich AS Aschersleben-Nord 05,5 km  Sep. 2000 06. Dez. 2002 Bundesstraße 6 / Bundesstraße 185
11 östlich AS Aschersleben-Nord – Aschersleben-Ost 03,8 km  Mär. 2003 18. Dez. 2003
12 östlich AS Aschersleben-Ost – Ortsverbindungsstraße Strummendorf 01,7 km  Mär. 2004 17. Dez. 2004
13.1 Ortsverbindungsstraße Strummendorf – östlich AS Güsten 02,8 km   2005 02. Sep. 2008
13.2 östlich AS Güsten – AS Ilberstedt 05,7 km 30. Juni 2008 04. Dez. 2009
13.3 AS Ilberstedt – A 14 03,5 km  Apr. 2010 19. Dez. 2011
14 A 14 – östlich Bernburg 07,3 km   2010 2015 Bundesstraße 185
14.1 A 14 – L 50 (bei Bernburg)   2010 19. Dez. 2011
14.2.1 L 50 – L 65 19. Dez. 2011
14.2.2 L 65 – Saalevorflutbrücke 2015[8]
14.2.3 Saalevorflutbrücke – B 185   2010 2015[8]
15 B 185 östlich Bernburg – Kleinpaschleben 03,8 km  Juli 2010 22. Nov. 2011
16 Kleinpaschleben – B 183 (Köthen) 13,4 km  Mär. 2011  Dez. 2014[9]
17
(in Bauvorbereitung)
B 183 (bei Köthen) – Kreuz Wolfen (BAB 9) 15,3 km
18–20
(Vorüberlegung)
Kreuz Wolfen (BAB 9) – Bad Düben (B 183) km

Kursiv gesetzte Daten sind Planungen mit Stand Anfang 2004.

Regelquerschnitt 26, wie er auf der B6n im Bereich A395–A14 vorherrscht

Der Regelquerschnitt im 4-streifigen Abschnitt beträgt 26 m (RQ 26,00), das heißt es werden vier Fahrstreifen zu 3,50 m (zwei für jede Richtung) vorgehalten, dazu ein 3 m breiter Mittelstreifen. Der Standstreifen ist 2 m breit, das Bankett 2 m. Zwischen Stand- und Fahrstreifen sowie Überholfahr- und Mittelstreifen sind jeweils 0,50 m breite Markierungen eingeplant.[7] Dieser Querschnitt war aufgrund der RAS-Q zu Baubeginn als kleinstmöglicher Querschnitt einer Autobahn in Deutschland zugelassen, mit der Einführung der RAA im Jahr 2008 müssen Straßen jedoch den Regelquerschnitt 28 erfüllen, um als Autobahn ausgezeichnet werden zu können (der Unterschied liegt im jeweils 0,50 m breiteren Seitenstreifen sowie den um ein Drittel verbreiterten Mittelstreifen).

Sonstiges[Bearbeiten]

Seit dem 11. Juli 2007 bestand für alle 13 Abschnitte bis zur Bundesautobahn 14 Baurecht.[10]

Gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Bereich 13.3 (zwischen Ilberstedt und der A 14) wurde Klage beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Dieser Rechtsstreit endete am 5. November 2008 mit einem vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich einvernehmlich.[11]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Heiko Wigrim: Dreispurig ab der Nordspange. mz-web.de, 6. August 2010, abgerufen am 5. Mai 2011.
  2. Vorhabenbeschreibung B6n (Version vom 27. Januar 2008 im Internet Archive)
  3. EU billigt Verlängerung der Bundesstraße 6n nach Osten. In: MZ-Web.de. Mitteldeutsche Zeitung, 17. Mai 2012, abgerufen am 22. Mai 2012.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatPressesprecher des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt: Pressemitteilung 112/12: Verkehrsminister Webel: Weiteres Baurecht für „Nordharzautobahn“. 17. Dezember 2012, abgerufen am 19. Dezember 2012 (PDF; 368 kB).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatTrasse Richtung Wittenberg. Mitteldeutsche Zeitung, 3. Juli 2013, abgerufen am 14. Juli 2013.
  6. http://www.b6n-online.de/ div. Seiten, abgerufen am 16. August 2010
  7. a b Bauheft 2011: Pressemitteilung des BMVBS vom 11. März 2011 (Version vom 17. Oktober 2007 im Internet Archive) (PDF 6,2 MB)
  8. a b c Neubau der B6n – Aktueller Projektstand. In: www.bvsi.de - Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure e.V. 31. März 2011, archiviert vom Original am 20. Dezember 2011, abgerufen am 20. Dezember 2011.
  9. Köthen rückt der Welt ein Stück näher. Bauvorhaben B6n. In: Mitteilungsblatt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Landkreis Anhalt-Bitterfeld, 25. März 2011, abgerufen am 16. Juli 2011 (PDF; 2,4 MB).
  10. ddp Basisdienst: Baugenehmigung für neue Abschnitte der Bundesstraße 6n erteilt, 11. Juli 2007
  11. Bundesverwaltungsgericht: Pressemitteilung 76/2008: Weiterer Lärmschutz beim Bau der B 6n bei Güsten/Ilberstedt, 5. November 2008