Bundesstraße 158

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Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 158 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Wolfgangsee Straße.

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Bundesstraße 158 in Deutschland
Bundesstraße 158
Karte
Verlauf der B 158
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Berlin
(52° 31′ N, 13° 33′ O52.50979413.543778)
Straßenende: Angermünde
(53° 0′ N, 14° 0′ O53.00716414.000686)
Gesamtlänge: 79,1 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[1]
Bundesstraße 158 in Werftpfuhl
Bundesstraße 158 in Werftpfuhl

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Bundesstraße 158a in Deutschland
Bundesstraße 158
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Bad Freienwalde
(52° 50′ N, 14° 4′ O52.82613114.068147)
Straßenende: Bad Freienwalde
(52° 51′ N, 14° 7′ O52.84325314.122847)
Gesamtlänge: 4,3 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig
Bundesstraße 158a amGrenzübergang Hohenwutzen/Osinów Dolny
Bundesstraße 158a am
Grenzübergang Hohenwutzen/Osinów Dolny

Die Bundesstraße 158 (Abkürzung: B 158) ist eine Bundesstraße in Berlin und Brandenburg. Sie führt von der B 1/B 5 in Berlin-Biesdorf über Ahrensfelde, Werneuchen durch den Barnim über Bad Freienwalde nach Angermünde.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprung[Bearbeiten]

Die heutige Bundesstraße 158 wurde als eine der ersten Chausseen in der Provinz Brandenburg zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut. Die Kunststraße von Berlin nach Werneuchen wurde 1806 vollendet, deren Fortsetzung nach Bad Freienwalde wurde 1816 durch französische Kriegsgefangene fertiggestellt.

Im Jahre 1903 wurde die Saldernbrücke, die bei Hohenwutzen die Oder überquerte, erbaut. Sie ersetzte eine Kettenfähre und wurde zwischen 1930 und 1945 auch von der Kleinbahn Freienwalde–Zehden benutzt, bevor sie in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde.

Frühere Strecken und Bezeichnungen[Bearbeiten]

Bei der zweiten Nummerierung um 1937 wurden die Nummern 158 bis 165 für die Reichsstraßen in Hinterpommern vergeben. Die Reichsstraße 158 war eine der längsten Reichsstraßen im Nordosten Deutschlands und führte von Berlin-Weißensee bis nach Lauenburg in Hinterpommern. Der Straßenzustand zwischen Berlin und Bad Freienwalde wurde 1938 als gut bezeichnet, während die östlichen Straßenabschnitte als mittelmäßig klassifiziert wurden.

In der DDR endete die Fernverkehrsstraße 158 in Hohenwutzen und trug die Bezeichnung F 158. In den 1990er-Jahren wurde der Beginn der nunmehr Bundesstraße 158 genannten Verbindung von der Bundesstraße 2 in Berlin-Weißensee an die B 1/B 5 in Berlin-Marzahn verlegt, um die Verkehrsströme über die besser ausgebaute Märkische Allee zu führen.

Ersetzungen[Bearbeiten]

Die Oderbrücke bei Hohenwutzen wurde im April 1945 beim Rückzug der deutschen Wehrmacht gesprengt. In den Jahren 1952 bis 1957 wurde eine neue Oderbrücke gebaut, die erst 1993 für den deutsch-polnischen Grenzverkehr geöffnet wurde.

Verlauf[Bearbeiten]

Von Berlin kommend kreuzt die B 158 in Ahrensfelde den Berliner Ring (A 10, Anschlussstelle 2 Berlin-Hohenschönhausen). Hinter Ahrensfelde und Werneuchen als Gemeinden des engeren Verflechtungsraums wird die alte Freienwalder Chaussee zu einer der landschaftlich schönsten alten Chausseen Brandenburgs. Sie verläuft bis hinter Tiefensee parallel zur Wriezener Bahn. Dort erreicht sie den Forst Prötzel, eines der größten und abwechslungsreichsten geschlossenen Brandenburger Waldgebiete, ein Kernstück Oberbarnims. Rechts der Straße liegt der auch von Theodor Fontane beschriebene Gamengrund, eine markante eiszeitliche Rinne, die als Geotop das Plateau des Barnim in Nord-Süd-Richtung mit einer langen Kette schmaler Rinnenseen durchschneidet. Dazu gehören der Gamensee bei Tiefensee und nördlich davon der Mittelsee. Am Ende des Mittelsees quert die Straße bei Leuenberg den Gamengrund in Ost-West-Richtung und erreicht dann durch den Freienwalder Forst die Stadt Bad Freienwalde. Hier kreuzt sie die Bundesstraße 167. Von Bad Freienwalde aus führt die B 158 in nordöstlicher Richtung weiter in Richtung Hohenwutzen. Durch Aufstufung einer vorhandenen Landesstraße wurde der Verlauf der B 158 hier im Jahr 2005 verändert. Nach der Ortschaft Schiffmühle wendet sich die B 158 nach Norden, um über Oderberg und Parstein nach Angermünde zu führen. Hier endet sie an der Kreuzung mit der B 2 und der B 198. Das Stück bis zum Grenzübergang Hohenwutzen trägt seitdem die Bezeichnung B 158a.

Im nordöstlichen Teil überquert die Bundesstraße 158 die Alte Oder und die Oder.

Denkmalschutz[Bearbeiten]

Anlagen und Nebenanlagen der historischen Straße stehen teilweise unter Denkmalschutz, beispielsweise das Chausseehaus im Werneuchener Ortsteil Werftpfuhl als früherer Kontrollpunkt. Auch die alten Meilensteine an der B 158, als Rundsockelsteine etwa in Seefeld oder auch in Werneuchen (bei Kilometer 35,6), stehen unter Schutz. Gleiches gilt für alte Wegweisersteine, wie den bei Kilometer 29,5 in Tiefensee.

Tourismus[Bearbeiten]

Zwischen Bad Freienwalde und Angermünde ist die B 158 Teil der Märkischen Eiszeitstraße.

Landschaftlich reizvolle Strecken[Bearbeiten]

Nördlich von Werneuchen bis Bad Freienwalde durch die bewaldete, eiszeitlich geprägten Landschaft des Gamengrundes.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 158 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. in Berlin sechsstreifig ausgebaut
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing