Bundesstraße 243

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-B

Bundesstraße 243 in Deutschland
Bundesstraße 243
Karte
Verlauf der B 243
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 113 km
  davon in Bau: 11,8 km
  davon in Planung: ca.15 km

Bundesland:

Ausbauzustand: 1/1 bzw. 2/2

Die Bundesstraße 243, kurz B 243 führt von Hildesheim über Seesen nach Nordhausen.

Verlauf[Bearbeiten]

Gebietskörperschaften[Bearbeiten]

Gemeinsame Streckenführung[Bearbeiten]

  • Von Seesen bis zur AS Ildehausen bzw. AS Kirchberg gemeinsam mit der B 248
  • Zwischen den AS Münchehof und Bad Grund gemeinsam mit der B 242
  • In Osterode zwischen Osterode Mitte und Osterode Süd gemeinsam mit der B 241
  • Zwischen Herzberg und AS Zoll (Barbis) gemeinsamer Verlauf mit der B 27 (bald bis AS Bad Lauterberg West)

Überquerte Gewässer[Bearbeiten]

Die B243n überquert den Röstegraben

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprung[Bearbeiten]

Die befestigte Kunststraße (Chaussee) zwischen Seesen und Osterode wurde 1785 bis 1795 als Verlängerung der Frankfurter Straße erbaut und als Thüringer Straße bezeichnet.

Die Reichsstraße 243 zwischen Hildesheim und Nordhausen wurde um 1937 eingerichtet.

Diese Bundesstraße wurde durch die deutsche Teilung unterbrochen und ist erst seit dem 18. November 1989 wieder durchgehend befahrbar, als ein Grenzübergang zwischen Nüxei und Mackenrode eingerichtet wurde.

Ausbauplanungen[Bearbeiten]

Die B 243 soll zwischen den Knotenpunkt mit der B 27 und der AS Großwechsungen (A 38) verlegt bzw. vierspurig ausgebaut werden. Dies geschieht, damit die Orte von den Ortsdurchfahrten entlastet werden.

Verkehrseinheit II (Ortsumgehung Barbis und Osterhagen)[Bearbeiten]

Die VKE II ist eine 8,6 km lange Ortsumgehung. Sie beginnt am Knotenpunkt mit der B 27 in Barbis (AS Bad Lauterberg West) und endet an der AS Bad Sachsa West. Wichtige Teile dieses Abschnittes sind unter anderem die Winkeltalbrücke (650 m) sowie die Odertalbrücke (528 m). Neben den oben genannten Talbrücken entstehen noch sechs Unterführungen sowie eine Überführung und eine Geh- und Radwegbrücke. Zu den oben genannten Maßnahmen werden noch insgesamt 2,2 km lange Anschlüsse gebaut. Der Planfeststellungsbeschluss ist am 30. Dezember 2005 ergangen. Am 30. Oktober 2008 war der Baubeginn. Die Fertigstellung war zunächst für Herbst 2012 geplant. Der Bau dieser Verkehrseinheit kostet 60,2 Millionen Euro.[1] Im Sommer 2013 wurde jedoch bekannt, dass die Bauarbeiten an dieser Verkehrseinheit wohl erst August 2014 beendet sein werden.[2]

Verkehrseinheit III (niedersächsischer Teil der Ortsumgehung Mackenrode)[Bearbeiten]

Die VKE III beginnt am Baukilometer 19,350 (Ende VKE II) und endet südlich von Tettenborn an der Grenze zwischen Niedersachsen und Thüringen (Baukilometer 22,985). Sie hat eine Länge von 3,655 km. Die Einleitung des Planfeststellungsverfahren war am 12. September 2008. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 20. November 2009. Man rechnet damit, dass der Bau nach der Fertigung der VKE II startet. Sie wird außer in einem FFH-Gebiet (hier RQ 10,5) in dem RQ 15,5 (2-1 System) gebaut. Im Zuge dieser Verkehrseinheit müssen außerdem 1,239 km Anschlüsse, 5 Unterführungen (Gesamtlänge: 40,5 m), eine Überführung (Länge: 20,5 m) und eine PWC-Anlage erbaut werden. Ebenfalls muss die L 604 auf einem kurzen Abschnitt verlegt werden, hier wird eine Grünbrücke errichtet werden.[3][4]

Verkehrseinheit IV (thüringischer Teil der Ortsumgehung Mackenrode)[Bearbeiten]

Die VKE IV beginnt an der Grenze von Niedersachsen und Thüringen und endet an der AS Mackenrode. Dieser kurze Abschnitt bildet zusammen mit der VKE III die Ortsumgehung Mackenrode. Die Einleitung des Planfeststellungsverfahren war am selben Tag wie bei VKE III (12. September 2008)

Verkehrseinheit V (Anschluss an die A 38)[Bearbeiten]

Die VKE V beginnt an der alten K 4, jetzt B 243 nördlich von Großwechsungen. In dieser Verkehrseinheit liegen fünf Brücken (Gesamtlänge: 109,76 m) Sie läuft östlich von Großwechsungen in Richtung A 38. Dort trifft sie in einem Dreieck (linksliegende Trompete) auf die A 38. Sie wird vierspurig (Straßenquerschnitt RQ20) ausgeführt. Diese 3,5 km lange Verkehrseinheit kostete 19 Mio Euro.

Der Planfeststellungsbeschluss war am 18. Oktober 2005. Baubeginn war am 21. August 2009.[5] Die Eröffnung dieses Teilstückes fand am 5. Dezember 2012 statt.[6]

Ortsumgehung Herzberg[Bearbeiten]

Nach der Fertigstellung sämtlicher Bauabschnitte wird einzig die Stadt Herzberg weiterhin durch eine Ortsdurchfahrt der dann zwischen A 7 und A 38 kreuzungsfrei ausgebauten B 243 belastet sein. Für diese noch zu realisierende Ortsumgehung wurde noch keine Entscheidung über den Trassenverlauf getroffen.[7] Diese Planungsverzögerung ist nicht zuletzt auf Widerstände aus Herzberg selbst zurückzuführen.[8] Die Stadt Herzberg hat im Zuge der Vorbereitung des nächsten Bundesverkehrswegeplanes um die Einstufung der Ortsumgehung als Vordringlichen Bedarf gebeten. Dies wird vom Landkreis Osterrode unterstützt. Geplant ist ein 4-streifiger Verlauf ohne Standstreifen.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meldung auf der Seite des Landes Niedersachsen, abgerufen am 11. September 2009
  2. B 243 soll im August 2014 fertiggestellt sein, abgerufen am 14. Januar 2014
  3. Meldung auf der Seite des Landes Niedersachsen, abgerufen am 30. August 2009
  4. Meldung des Planfeststellungsbeschluss auf der Seite des Landes Niedersachsen, abgerufen am 20. November 2009
  5. Spatenstich B 243n von der AS Großwechsungen – K4. Abgerufen am 30. August 2009.
  6. Pressemeldung der NNZ-online, abgerufen am 5. Dezember 2012
  7. [1]
  8. [2]
  9. Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans – Teil Straße; Ergebnisniederschrift über die Regionalkonferenz für Kommunen und Kammern in Braunschweig am 11.10.2012