Verschwörungstheorien zum 11. September 2001

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Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 (auch: 9/11-Verschwörungstheorien, englisch: 9/11 conspiracy theories) führen die Terroranschläge jenes Tages auf verdeckte, andere als die ermittelten Ursachen und Täter zurück.

Die meisten Vertreter solcher Theorien beschuldigen die Regierung und Geheimdienste der USA, die Anschläge wissentlich zugelassen oder selbst geplant und ausgeführt zu haben (inside job). Manche behaupten, dahinter stecke ein angebliches „Weltjudentum“, der Mossad, die Freimaurer oder andere. Sie bezeichnen die amtlichen Untersuchungsergebnisse, wonach die Anschläge von der al-Qaida geplant und verübt wurden, ihrerseits als unbewiesene und unglaubwürdige Verschwörungstheorie. Das Aufdecken der „wahren“ Täter werde durch Zensur oder Selbstzensur der westlichen Massenmedien verhindert.

Demonstration von Anhängern der 9/11-Truth-Bewegung in Los Angeles

Entwicklung[Bearbeiten]

Vereinigte Staaten[Bearbeiten]

In den USA verlangten seit 2002 mehrere Bürgerinitiativen eine unabhängige Untersuchung und Erforschung der Anschlagsursachen und -folgen. Die Gruppe 9/11 Citizens Watch erreichte mit dem Family Steering Comitee der Opferangehörigen, dass der US-Kongress und der US-Senat eine Untersuchungskommission einrichteten. Deren im Juni 2004 veröffentlichten 9/11 Commission Report haben sie mit einem Omission Report („Auslassungsbericht“) kritisiert und repräsentative Umfragen in Auftrag gegeben, die hohe Zustimmungsraten für eine neue Untersuchung unter stärkerer Bürgerbeteiligung ergaben.

Seitdem erhielten die Anhänger „alternativer Erklärungen“, die eine Regierungsbeteiligung an den Anschlägen nahelegen, Zulauf und vernetzten sich landesweit. Ihre Wortführer oder Hauptvertreter sind einige Akademiker, darunter Kevin Barrett, Michel Chossudovsky, Alexander K. Dewdney, Richard Gage, David Ray Griffin, Kyle Hence, Jim Hoffman, Steven Jones, Michael C. Ruppert, Webster Tarpley und andere.[1] Diese verbreiten ihre Thesen hauptsächlich über Webseiten, Radiosendungen wie der von Alex Jones und Videos wie Loose Change, die als investigative Dokumentationen dargestellt werden. Das so entstandene 9/11 Truth Movement fordert mit regionalen und nationalen Konferenzen und Demonstrationen eine neue Ermittlung zu den Ereignissen.[2] Es fand eine Reihe prominenter Unterstützer, darunter auch manche Überlebende und Angehörige von Anschlagsopfern.[3]

Die angebotenen Erklärungen sind vielfältig, teils widersprüchlich und inkonsistent. Demgemäß bekämpfen sich einige Teilgruppen der 9/11-Truth-Bewegung. Nachdem der Philosoph James H. Fetzer, Gründer der Gruppe Scholars for 9/11-Truth, Energiewaffenbeschuss durch „Killersatelliten“ aus dem All oder Mininukes als Ursachen der WTC-Einstürze nicht ausschloss,[4] trennte sich der emeritierte Physiker Steven Jones von Fetzers Gruppe und gründete Scholars for 9/11-Truth and Justice. Seine Gruppe favorisiert ebenso wie Architects and Engineers for 9/11 Truth von Richard Gage die These einer „kontrollierten Sprengung“ der WTC-Gebäude durch Explosivstoffe und behauptet, diese sei durch bestimmte metallhaltige Verbindungen im Gebäudeschutt beweisbar.[5]

Die mit der Materie befassten Institutionen, Fachexperten, Ingenieure und Konstrukteure in den USA weisen solche Thesen als haltlos zurück.[6] Einige haben dazu Bücher, Artikel und Fachaufsätze veröffentlicht: so etwa Popular Mechanics.[7] Spezielle Webseiten zur Widerlegung der Verschwörungsthesen (Debunking) wurden gegründet.[8]

Die Begründungen der US-Regierung zum Irakkrieg verloren zunehmend an Glaubwürdigkeit. Laut einer Studie des Center for Public Integrity von 2007/2008 veröffentlichte die Bush-Regierung vor dem Irakkrieg 935 bewusste Falschaussagen dazu.[9] Je mehr US-Bürger diesen Begründungen misstrauten, desto mehr stimmten 9/11-Verschwörungsthesen zu. Glaubte anfangs die Bevölkerungsmehrheit an die von der US-Regierung unter George W. Bush und Dick Cheney behauptete Zusammenarbeit zwischen al-Qaida und Saddam Hussein, so glaubten laut einer Umfrage der New York Times im Oktober 2006 nur noch 16 % der Befragten, die Bush-Regierung habe fehlende Vorkenntnis von den Anschlägen gehabt und darüber die Wahrheit gesagt. 53 % glaubten, sie verberge dazu etwas, 28 %, sie lüge.[10] Nach einer Umfrage der Scripps Howard/Ohio University vom 2. August 2006 glaubten 36 % der 1.010 befragten US-Bürger, die US-Behörden hätten die Anschläge unterstützt oder absichtlich nichts getan, um sie aufzuhalten, um sich so einen Kriegsgrund in der Ölregion des Mittleren Ostens zu verschaffen. 16 % glaubten, dass heimlich angebrachte Sprengladungen der wahre Grund für den Einsturz der WTC-Türme gewesen seien. 12 % argwöhnten, das Pentagon sei von einem Marschflugkörper getroffen worden. Die meisten US-Bürger glaubten 2006, der Auslandsgeheimdienst CIA habe von der Anschlagsplanung vorher gewusst. Die wachsende Zustimmung zu 9/11-Verschwörungsthesen wird mit gestiegenem Misstrauen gegen die Bush-Regierung erklärt, nachdem im Irak keine Massenvernichtungsmittel gefunden worden waren.[11]

Andere Staaten[Bearbeiten]

In Frankreich behauptete Thierry Meyssan 2002 in seinem Fotobildband Le Pentagate, es sei kein Flugzeug in das Pentagon geflogen.[12] Bei der von Thierry Meyssans Voltaire-Netzwerk ausgerichteten Konferenz Axis for Peace am 17. und 18. November 2005 in Brüssel trafen sich etwa 150 Anhänger und Vertreter von Verschwörungsthesen aus 37 Ländern.

In Deutschland veröffentlichten Mathias Bröckers, Gerhard Wisnewski, Andreas von Bülow und andere zuerst Artikelserien, seit 2003 auch Bücher zum Thema. Mit zwei Tagungen am 30. Juni und 7. September 2003 in Berlin versuchten sie weitgehend erfolglos, öffentliche Debatten über ihre Thesen zu erzeugen. Manche Autoren der deutschen Friedensbewegung griffen einige dieser Thesen auf.[13] Auch manche Rechtsextremisten vertreten Verschwörungsthesen zum 11. September.[14]

Nach einer Umfrage der Zeit im Juli 2003 hielten es 31 % der unter 30-jährigen befragten Deutschen für möglich, dass die US-Regierung die Anschläge selbst in Auftrag gegeben habe.[15] Fast 90 % von 1005 im Dezember 2010 befragten Deutschen glaubten, die US-Regierung verschweige die „ganze Wahrheit“ über die Anschläge.[16] Bei einer Umfrage von World Public Opinion vom 15. Juli bis 31. August 2008 unter 16.063 Personen aus 17 Staaten hielt in neun Ländern eine absolute Mehrheit der Befragten al-Qaida für die Betreiber der Anschläge (Kenia, Nigeria, Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Russland, Italien, Taiwan, Südkorea), und in weiteren vier Ländern war eine relative Mehrheit dieser Ansicht (Ukraine, Palästinensische Autonomiegebiete, Türkei, Mexiko). Eine relative Mehrheit der Ägypter (43 %) und der Jordanier (31 %) hielt Israel für den Urheber, ebenso 19 % der Palästinenser. In China und Indonesien erklärte eine absolute Mehrheit der Befragten, sie hätte keine Ahnung. 36 % der befragten Türken, 30 % der Mexikaner, 27 % der Palästinenser und 23 % der Deutschen meinten, die US-Regierung stecke hinter den Anschlägen.[17][18]

Der frühere iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad hielt die Anschläge nach iranischen Berichten für eine „große Lüge“ und „komplexe Aktion der Geheimdienste“, die den USA als Vorwand für Invasionen im Antiterrorkrieg diene.[19] Vor der UNO behauptete er am 23. September 2010, die meisten US-Bürger, viele Staaten und Politiker glaubten die Theorie, dass „einige Elemente in der US-Regierung den Angriff orchestriert haben, um die schrumpfende amerikanische Wirtschaft und ihren Griff auf den Nahen Osten ebenso zu retten wie das zionistische Regime“. Dies solle international untersucht werden. Damit sorgte er für den Auszug von 33 Staatsvertretern und scharfe Proteste.[20] Auch die Staatsoberhäupter Hugo Chávez,[21] Fidel Castro[22] und Mahathir Mohamad[23] haben öffentlich 9/11-Verschwörungsthesen vertreten.

Thesen zu den ermittelten Tätern[Bearbeiten]

Noch lebende Flugzeugentführer[Bearbeiten]

Am 14. September 2001 erschien die erste Täterliste des FBI mit den Namen von 19 beteiligten Flugzeugentführern aus den Passagierlisten.[24] Die BBC berichtete am 23. September 2001, dass einige lebende Personen dieselben Namen trügen wie die vom FBI als Flugzeugentführer Genannten.[25] Viele Webseiten behaupteten daraufhin, das FBI habe die arabischen Namen erfunden, um von den wahren Tätern abzulenken.[26]

Das FBI gab am 27. September eine Liste mit Täterfotos heraus, um Verwechslungen auszuschließen. Die BBC korrigierte ihren Erstbericht am 5. Oktober 2001[27] und grenzte sich 2006 von darauf bezogenen Verschwörungsthesen ab.[28] Die Identität von 12 der 19 Täter wurde durch DNS-Spuren von den Tatorten, ihre Zusammenarbeit mit al-Qaida durch Kontenbewegungen und von al-Qaida selbst veröffentlichte Videobänder mit ihren „Testamenten“ bewiesen.[29]

Fehlende Beweise für die Planer[Bearbeiten]

Oft wird behauptet: Weil das FBI die Anschläge vom 11. September 2001 auf dem Steckbrief Osama bin Ladens nicht erwähnte,[30] habe die US-Regierung fehlende Beweise für seine Urheberschaft eingeräumt. In der Hintergrundinformation zum Steckbrief führte das FBI die 9/11-Anschläge jedoch mit auf.[31] FBI-Vertreter verwiesen dazu auf die Rechtslage: Da die USA Bin Laden als Kriegsgegner behandelten, Anklagen vor US-Gerichten erst bei vorgelegtem Beweismaterial rechtsgültig erhoben werden können und wegen des 11. September keine Anklage gegen ihn erhoben wurde, habe der für das Inland bestimmte Steckbrief als rechtlich ausreichender, vorläufiger Haftbefehl gedient. Bin Ladens Inhaftierung wären zweifellos Anklagen auch wegen der Anschläge des 11. September gefolgt.[32] Großbritanniens Regierung erklärte dazu 2003, Bin Ladens Strafverfolgung sei vorerst nicht beabsichtigt, um die geheimdienstliche Bekämpfung seiner Organisation nicht durch vorzeitiges Aufdecken von Beweismaterial zu gefährden.[33]

Im April 2002 erklärte FBI-Direktor Robert Mueller, man habe bisher weder in den USA noch in Afghanistan irgendwelche belastenden Papiere und Computeraufzeichnungen gefunden. Die Terroristen hätten alles getan, ihre Anschlagspläne zu verdecken.[34] Doch im März 2002 – ein halbes Jahr vor ihrer Festnahme – schilderten die beiden Hauptplaner Ramzi bin asch-Schaiba und Khalid Scheich Mohammed dem Londoner Redakteur des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera Yosri Fouda in Karatschi detailliert die etwa zehnjährige Vorbereitung der Anschläge.[35] Auch der als 20. Pilot angeklagte Zacarias Moussaoui gestand am 26. März 2006 in einem regulären Strafprozess überraschend die Anschlagspläne im Auftrag Bin Ladens,[36] zog dieses Geständnis aber am 8. Mai 2006 wieder zurück.[37] Bin Laden selbst versuchte ihn am 23. Mai mit der öffentlichen Aussage zu entlasten, er selbst habe die 19 Attentäter für die Anschläge ausgewählt und beauftragt; Moussaoui habe nicht zu ihnen gehört.[38]

Bin Laden als Werkzeug der CIA[Bearbeiten]

Viele westliche Buchautoren und Journalisten verbreiteten nach dem 11. September 2001 die Annahme, Bin Laden sei in den 1980er Jahren von der CIA für den damaligen Guerillakrieg der afghanischen Mudschahidin gegen die Sowjetunion ausgebildet und finanziert worden.[39] Michel Chossudovsky zufolge soll die CIA Bin Laden seit etwa 1980 bis 2001 ohne dessen Wissen für verdeckte terroristische Operationen im US-Interesse benutzt und dazu mit speziellen Kriegstechniken bekannt gemacht haben.[40]

Vertreter von Verschwörungsthesen deuten diese unbewiesenen Annahmen als Beweis, dass die US-Regierung die Anschläge zugelassen, finanziert und herbeigeführt habe. Thierry Meyssan etwa hält Bin Laden für einen ausgebildeten und aktiven CIA-Agenten. Die CIA habe ihn dann für die Medien zum Haupttäter stilisiert.[41] Wie Meyssan behauptete auch Andreas von Bülow direkte Kontakte Bin Ladens mit CIA-Agenten vor dem 11. September 2001 und unterstellte damit eine gemeinsame Anschlagsplanung.[42] Mathias Bröckers behauptete, die USA und die Saudis hätten al-Qaida mit insgesamt sechs Milliarden Dollar unterstützt.[43]

Bin Laden und sein Stellvertreter Aiman az-Zawahiri dagegen hatten stets bestritten, je Hilfe der USA erhalten und angenommen zu haben.[44] Auch die CIA-Vertreter Milt Bearden und Bill Peikney, die die US-Hilfen für den afghanischen Widerstand gegen die Sowjetunion damals koordinierten und überwachten, bestritten jede US-Hilfe für Bin Laden.[45] Der Islamexperte Peter Bergen, der Bin Laden als einziger US-Bürger 1997 besucht und interviewt hat, betonte: Die CIA habe keine Islamisten aus arabischen Ländern trainiert und finanziert, da diese eigene Geldgeber aus Saudi-Arabien und andere religiös-ideologische Ziele gehabt hätten.[46] Jason Burke, Fachbuchautor zu al-Qaida, betonte, direkte US-Hilfe für Bin Laden sei gar nicht möglich gewesen, da der pakistanische Geheimdienst Inter-Services Intelligence (ISI) alle US-Hilfen für die afghanischen Mudschahidin vertraglich kontrolliert habe. Die arabischen Freiwilligen, darunter al-Qaida, seien von staatlichen und privaten Geldgebern aus Saudi-Arabien finanziert worden.[47] Auch Steve Coll, Sachbuchautor und früherer Chefredakteur der Washington Post, bestritt Kontakte zu und Hilfen der CIA für Bin Laden.[48]

Gefälschtes Geständnis[Bearbeiten]

Am 13. Dezember 2001 zeigte die US-Regierung ein nach ihren Angaben in Dschalalabad entdecktes, offenbar mit einer Webkamera gedrehtes Video in schlechter Bild- und Tonqualität im Fernsehen. Darauf erklärt der Redner einigen Gästen mit Bezug auf das WTC, er habe wegen seiner Erfahrungen im Bauwesen fest damit gerechnet, „dass der durch das Flugbenzin ausgelöste Brand das Stahlskelett des Bauwerks zum Schmelzen und den Bereich des Einschlags mit den darüber liegenden Stockwerken zum Einsturz bringen würde. Mehr hatten wir nicht erhofft.” Er erwähnt Mohammed Atta als Anführer einer Gruppe, der während seiner Pilotenausbildung in den USA weder von anderen Gruppen noch vom Ziel seines Auftrags gewusst habe: „Wir offenbarten ihnen die Operation nicht, bis sie da waren und kurz bevor sie die Flugzeugplätze buchten.“[49]

Einige Medien zweifelten die Echtheit und Aussagekraft des Videos, die Identität der gezeigten Person mit Bin Laden und die Übersetzung an.[50] Die US-Regierung hatte die Aussagen von mehreren Übersetzern prüfen lassen und hielt Bin Ladens Urheberschaft damit für erwiesen.[51] Weitere, regierungsunabhängige Übersetzer überprüften den Wortlaut im Auftrag von US-Nachrichtensendern und fanden, dass Bin Laden neun Namen von Attentätern des 11. September nannte und seine Zuhörer an seinen Gebetsaufruf kurz vor den Anschlägen erinnerte.[52]

Am 10. September 2002 sendete Al Jazeera ein Video, das einige der beteiligten Terrorpiloten mit Landkarten der USA in afghanischen Ausbildungslagern von al-Qaida zeigte. Bin Ladens Stimme nannte sie namentlich und lobte sie als die Männer, die „die Vorhaben ausführten“ und damit „den Kurs der Geschichte änderten“.[53]

Am 31. Oktober 2004, drei Tage vor Bushs Wiederwahl zum US-Präsidenten, erklärte Bin Laden in einem weiteren Video, dass sein Entschluss für die Anschläge auf den Libanonkrieg 1982 zurückgehe:

„Und als ich die zerstörten Türme im Libanon sah, kam es mir in den Sinn, dass wir den Unterdrücker genauso bestrafen sollten und Türme in Amerika zerstören sollten, um sie das schmecken zu lassen, was wir geschmeckt haben, damit sie davon abgeschreckt würden, unsere Frauen und Kinder zu töten.“[54]

Solange Amerika seine Weltherrschaftspläne nicht aufgebe und sich aus dem Mittleren Osten zurückziehe, werde er diese Politik bis zum Bankrott der Supermacht fortsetzen.

Nach weiteren eindeutigen Aussagen Bin Ladens auf Al Jazeera zugespielten Bild- und Tonaufnahmen zweifeln westliche Medien nicht mehr am „Geständnisvideo“ von 2001.

Der Islamistikprofessor Bruce Lawrence bezweifelte die Echtheit des Videos 2006 erneut und hielt Tonbänder mit Bin Ladens Stimme für ebenfalls gefälscht oder für Hinweise darauf, dass er bereits tot sei. Er bestritt aber nicht Bin Ladens Täterschaft, die er seit Oktober 2004 für erwiesen hält.[55]

Thesen zu anderen Tätern und Auftraggebern[Bearbeiten]

Vertreter von Verschwörungsthesen zum 11. September 2001 begründen diese stets mit dem Cui-Bono-Argument: Wem die Anschläge nützten, der müsse auch hinter ihnen stecken.[56] Als „wahre“ Täter nennen sie in der Regel zwei Gruppen: die Neokonservativen und die Juden bzw. (jüdische) Israelis oder „Zionisten“. Oft werden beide Gruppen als eng verbunden und kooperierend beschrieben.[57]

Diejenigen, die die Anschläge als „inside job“ (von innen geplante und/oder durchgeführte Tat) bezeichnen, machen damit Angehörige der damaligen US-Regierung mindestens mitverantwortlich. Der Nutzen sei die folgende Zustimmung der US-Bürger für die längst geplanten Kriege im Mittleren Osten sowie für die Einschränkung von Bürgerrechten im Namen der Terrorbekämpfung im Inland gewesen.[58] Diejenigen, die die Anschläge als „outside job“ (von außen geplante und gelenkte Tat) bezeichnen, nennen in der Regel Vertreter des Staates Israel und bestimmte, angeblich mit ihm kooperierende jüdische US-Bürger als heimliche Drahtzieher, Hintermänner und Auftraggeber, die vom Antiterrorkrieg der USA profitiert hätten. Ihnen wird ein Hegemoniestreben, ökonomische und mediale Übermacht und Kontrolle der US-Regierung und ihrer Geheimdienste unterstellt. Auf Neokonservative bezogene Thesen sind außerhalb der USA oft mit Antiamerikanismus, auf Israelis und Juden hindeutende Thesen mit Antisemitismus verbunden.[59]

Vorkenntnis als Regierungsbeteiligung[Bearbeiten]

Die US-Regierung war im Vorfeld öfter vor Anschlägen der al-Qaida in den USA gewarnt worden. Das FBI hatte die Einreise einiger verdächtiger Islamisten 2000 registriert und Zacarias Moussaoui am 16. August 2001 festgenommen. Vorschläge eines FBI-Beamten, arabische Flugschüler zu überwachen, wurden jedoch nicht weitergeleitet. Ausländische Geheimdienste und US-Terrorexperten warnten seit März 2001 mehrfach vor möglichen Flugzeugentführungen und Anschlägen der al-Qaida auf zentrale Regierungsgebäude:[60] darunter Richard Clarke, zuletzt in einer Aktennotiz für George W. Bush vom 6. August 2001, und der beim Einsturz eines WTC-Gebäudes umgekommene FBI-Experte John P. O’Neill.[61] Sibel Edmonds, die am 20. September 2001 als Übersetzerin vom FBI angestellt, aber 2002 entlassen wurde und dagegen klagte, behauptet seit 2005: Ein anderer FBI-Übersetzer habe im April 2001 eine konkrete Warnung über in einigen Monaten bevorstehende Anschläge Bin Ladens mit Flugzeugen in mehreren US-Großstädten an den FBI-Chef weitergeleitet, die dieser missachtet habe. Ihre Aussage dazu habe die 9/11-Untersuchungskommission weggelassen.[62]

Wegen solcher unbeachteter Warnungen unterstellen Verschwörungsanhänger der US-Regierung ein absichtliches Zulassen (englisch: “Let it happen on purpose”, abgekürzt LIHOP) oder das getarnte Planen und Durchführen (“Made it happen on purpose”: MIHOP) der Anschläge unter „falscher Flagge“.[63] Sie halten ein solches Regierungsverbrechen am eigenen Volk für wahrscheinlicher als ein Versagen der zuständigen Sicherheitsbehörden und lehnen den Verweis auf deren mangelnde und falsche Vorbereitung auf die Anschläge als „Inkompetenz-” oder „Überraschungstheorie” ab. So fragte Mathias Bröckers am 13. September 2001:

„Wie kann […] drei Monate nach der aus Ägypten kommenden Warnung vor einem Großanschlag die logistische Meisterleistung gelingen, vier Flugzeuge gleichzeitig zu entführen und unentdeckt zu den Anschlagszielen zu fliegen? Passagiere konnten aus den entführten Maschinen mit ihren Angehörigen telefonieren – aber Flugsicherung und Militär, deren weltweiten Schnüffelsystemen kein Furz eines indischen Reisbauers entgeht, haben nichts mitbekommen? Und das über ihrer eigenen Zentrale im Pentagon? – Dieser Skandal wird merkwürdigerweise mit keiner Silbe thematisiert […] Ob es tatsächlich ein Motiv für das Unvorstellbare, eine inszenierte Katastrophe wie in Pearl Harbor gibt, werden die nächsten Aktionen der Weltordnungsmacht bald zeigen.“[64]

Diese Zentralsteuerungshypothese enthielt bereits alle Motive, die in der Folgezeit verbreitet und untermauert wurden. Ungereimtheiten, Zufälle, Pannen, Eindrücke von Augenzeugen, fehlende, mangelnde, widersprüchliche oder so empfundene Erklärungen der US-Behörden wurden als Indizien oder Beweise dafür gedeutet, dass die Regierung irgendetwas verheimliche, die Aufklärung der „wahren“ Täter verhindere, Beweise dafür vernichte oder manipuliere.

Schaffen eines Kriegs- und Eroberungsgrundes[Bearbeiten]

Kritiker der US-Außenpolitik, die keine 9/11-Verschwörungsthesen vertreten, haben geostrategische Interessen der USA im Persischen Golf und in Mittelasien als mögliche Hintergründe des Antiterrorkrieges benannt. Die USA hätten schon in den 1990er Jahren eine Seidenstraßenstrategie entworfen, um nach dem Ende des Ostblocks die zentralasiatischen und iranisch-irakischen Erdölvorkommen sowie die Zugangswege dazu unter Kontrolle zu bringen.[65] Sie hätten den afghanischen Dschihadisten im Frühjahr 2001 die jahrzehntelange finanzielle und militärische Hilfe entzogen, weil die Taliban den sicheren Bau einer seit 1998 anvisierten Pipeline für kaspisches Erdöl durch Afghanistan gefährdet, immer höhere Jahresmieten dafür gefordert und sich immer mehr gegen die USA gestellt hätten. Die Anschläge seien für die Bush-Regierung der willkommene Anlass gewesen, diese Interessen militärisch durchzusetzen.[66]

Für Vertreter von Verschwörungsthesen hat die US-Regierung die Anschläge nicht nur für ihre Interessen ausgenutzt, sondern absichtlich zugelassen oder sogar selbst durchgeführt, um so längst bestehende Aufrüstungs-, Kriegs- und Eroberungspläne nach innen und außen durchzusetzen. So beschuldigten die Teilnehmer der Axis-for-Peace-Konferenz 2005 die USA und ihre Verbündeten, sie würden für ihre völkerrechtswidrige „Gier nach Eroberung“ „terroristische Gruppen formen, um diese zu manipulieren, Vorwände für Militäraktionen zu schaffen, Theorien einer internationalen Verschwörung von Muslimen zu schaffen und Konflikte zwischen Zivilisationen anzuheizen.“[67]

Als Beweis oder Indiz für eine Falsche-Flagge-Aktion der US-Regierung am 11. September 2001 betrachten 9/11-Verschwörungstheoretiker den geheimen Pentagonplan Operation Northwoods von 1962. Damals schlugen US-Militärs vor, mit vorgetäuschten Terrorangriffen einen Vorwand zur Invasion Kubas zu schaffen. Nach Freigabe durch die US-Regierung wurde das Dokument erstmals 1998 und erneut im April 2001 im Internet veröffentlicht.[68] Der Autor James Bamford machte es im Juli 2001 in einem Buch bekannt.[69] Kritiker weisen darauf hin, dass der damalige US-Präsident John F. Kennedy den Plan ablehnte und die US-Regierung ihn vor den Anschlägen selbst veröffentlichte.[70]

Neokonservative Planer[Bearbeiten]

Die neokonservative Denkfabrik PNAC hatte schon 1998 zu einer Militärintervention der USA im Irak geraten und riet 2000 dazu, die Überlegenheit der USA nach dem Kollaps des Ostblocks für deren weltweite Hegemonie zu nutzen und ihr Militärbudget etwa für neue Raketenabwehrsysteme deutlich aufzustocken. Die dazu nötige langwierige innenpolitische wie außenpolitische Umwälzung sei nur „im Fall eines katastrophalen und beschleunigenden Ereignisses – wie etwa eines neuen Pearl Harbor” – zu verkürzen.[71]

Diese Randbemerkung deuten Verschwörungstheoretiker als Beweis einer direkten Anschlagsplanung durch neokonservative Regierungsmitglieder.[72] Damit vertreten sie auch eine der Verschwörungstheorien zum Angriff auf Pearl Harbor von 1941, wonach die damalige US-Regierung diesen selbst eingefädelt habe, um die US-Bevölkerung für den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg zu gewinnen.

Vertreter der Gruppe Scholars for 9/11 Truth wie Kevin Barrett verdächtigen Politiker, die sie den Neokonservativen zurechnen, als Drahtzieher der Anschläge. Namentlich genannt werden Henry Kissinger, Zbigniew Brzezinski, Dick Cheney, Paul Wolfowitz und Philip Zelikow, der Vizedirektor der 9/11-Kommission.[73]

Kritiker weisen darauf hin, dass Neokonservative schon seit 1992 planten, Saddam Hussein zu stürzen und das US-Militär weiter aufzurüsten. Sie veröffentlichten diese Pläne selbst lange vor den Anschlägen. Das PNAC bezog sich mit seiner Bemerkung von 1998 gerade nicht auf eine Militärintervention mit Bodentruppen, die die US-Regierung nach den Anschlägen beschloss.[74]

Jüdische Drahtzieher[Bearbeiten]

Die syrische Staatszeitung Al Thawra behauptete am 15. September 2001, 4.000 Juden seien am 11. September nicht zur Arbeit im WTC erschienen. Damit war das hartnäckige Gerücht geboren, Juden hätten vorher von den Anschlägen gewusst, seien also darin irgendwie verwickelt. Die Zahl stammte aus einem Artikel der Jerusalem Post vom 12. September mit dem Titel: Hunderte Israelis bei den Anschlägen vermisst. Im Text war von 4.000 Israelis die Rede, die das israelische Außenministerium als um das WTC und Pentagon herum lebende Personen nannte, mit deren Verlust Angehörige in Israel rechnen mussten.[75]

Eine andere These spricht von „fünf tanzenden Israelis“, die aus Freude über die angeblich von ihnen erwarteten Anschläge öffentlich getanzt hätten und später als Spione enttarnt worden seien. Nach Medienberichten waren sie wegen verdächtigen Verhaltens festgenommen und vom FBI verhört, aber keines Verbrechens angeklagt, sondern nach 71 Tagen ergebnislos entlassen worden.[76]

Einer anderen These zufolge riet Israels Inlandsgeheimdienst Shabak dem damaligen Ministerpräsidenten Ariel Scharon, einen angeblich für den 11. September 2001 geplanten Flug nach New York Stunden vor den Anschlägen abzusagen. Jedoch war Scharons New-York-Besuch für den 23. September 2001 geplant und wurde wegen der Anschläge abgesagt.[77]

Auch Andreas von Bülow verdächtigte neben der CIA Israels Regierung, von den Anschlagsplänen gewusst und nur ihre Bürger gewarnt zu haben: Die israelische Schifffahrtslinie „Zim“ habe einige Wochen zuvor und Monate vor dem Auslaufen ihres Mietvertrages ihre Büros im WTC geräumt. Daher sei nach anfangs überhöhten Angaben nur ein Israeli unter den Opfern der Anschläge gewesen. Er zitierte zudem eine Meldung der Washington Post vom 27. September 2001, wonach die israelische Firma Odigo angeblich zwei Stunden vor den Anschlägen ihre Mitarbeiter zum Verlassen ihrer nahe dem WTC gelegenen Arbeitsstelle aufgefordert habe.[78] Die National-Zeitung griff diese Thesen auf.[79] Nach dem ursprünglichen Medienbericht wurden zwei Mitarbeiter einer israelischen Zweigstelle dieser Firma anonym gewarnt; die Firma habe das FBI darüber informiert, das dem Fall nachgehe.[80]

Nach gültigen Opferlisten von 2002 wurden bis zu 400 Juden (etwa 15 Prozent aller Opfer) bei den Anschlägen getötet, darunter ein Israeli. Die Religionszugehörigkeit konnte bei vielen Opfern nicht ermittelt werden. Unabhängige Recherchen widerlegen das behauptete jüdische Vorwissen.[81]

In den USA verbinden vor allem Eric Hufschmid, Christopher Bollyn und die von dem Holocaustleugner Willis Carto gegründete Webseite American Free Press die gängigen Verschwörungsthesen mit Hinweisen auf Israelis, Juden und nichtjüdische „Zionisten“ als angebliche Nutznießer und heimliche Auftraggeber der Anschläge.

Hufschmid entwarf auf einer Verschwörungskonferenz 2006 in Italien ein gegen jede Widerlegung immunisiertes Szenario: Da der israelische Geheimdienst Mossad die USA Monate vorher vor den Anschlägen gewarnt habe, müsse Israel davon gewusst haben. Es sei nicht plausibel, dass die US-Regierung ein so riesiges Verbrechen am eigenen Volk zugelassen und Amerikaner gewonnen hätte, es auszuführen. Daher müsse jemand mit handfesten Eigeninteressen dahinter stecken. Dafür komme Larry Silverstein in Frage, der das WTC im Juni 2001 erworben habe, um die Versicherungssumme von 3,2 Milliarden Dollar für seine Zerstörung zu kassieren. Sein Freund Benjamin Netanjahu könne ihn über die bevorstehenden Anschläge informiert haben, die er zu seinem Vorteil genutzt habe. Silverstein habe die Israelis mit der Sprengung beauftragt. Darauf ließen Presseberichte schließen, wonach über 200 Israelis ohne gültige Visa nach dem 11. September ausgewiesen worden seien. Dass niemand ihn zur Rechenschaft ziehe, liege an seinen Beziehungen zu Presse- und Bankmagnaten wie Rupert Murdoch, den Rothschilds u. a., die jede Aufklärung durch Desinformation verhinderten. Sie kontrollierten auch die 9/11-Wahrheitsbewegung und führten die meisten ihrer Anhänger mit falschen Spuren in die Irre, um von den wahren Tätern abzulenken. Um all dies zu durchschauen, müsse man seine, Hufschmids, Internetseiten lesen. Die Evidenz für einen Sprengungsauftrag Silversteins und eine Beteiligung zionistischer Weltorganisationen, die ein Interesse an Kriegen gegen Araber und Muslime hätten, sei „überwältigend“.[82]

Auch für Christopher Bollyn ist der Antiterrorkrieg eine Erfindung des Mossad zur Beherrschung der USA und der Welt.[83] Dieser Rechtsextremist fügt wie Hufschmid offene Lücken in den angebotenen Verschwörungstheorien zum 11. September zu scheinplausiblen „Lösungen“ zusammen, die der antisemitischen These von der „zionistisch beherrschten Regierung“ folgen. Bollyn fragt zum Beispiel: Wie kam israelische Software auf die kritischen Computer der Flugaufsicht? Er unterstellt damit eine jüdische Schuld an den Angriffen. Den Aufsatz der Popular Mechanics mit physikalischen Fakten zu den wichtigsten Verschwörungsthesen vom März 2005 denunzierte Bollyn als Gefälligkeitsarbeit für die Regierung, indem er auf die Verwandtschaft eines beteiligten Autoren (Benjamin Chertoff) mit dem Minister für Innere Sicherheit (Michael Chertoff) hinwies und jede inhaltliche Auseinandersetzung vermied.[84]

Dass Neokonservative in den USA sich positiv auf den jüdischstämmigen Philosophen Leo Strauss beziehen und einige Juden wie Paul Wolfowitz und Richard Perle zu ihnen gehören, sehen antisemitische Verschwörungstheoretiker als Indiz für israelische Interessen oder ein „Weltjudentum“, das hinter den Anschlägen ebenso wie hinter anderen kriegsauslösenden Ereignissen stecke.[85]

Auch Mathias Bröckers legt eine Beteiligung von führenden Vertretern Israels nahe. Er verglich Ariel Scharon mit Adolf Hitler und griff ein von einem Sender der Hamas erfundenes Zitat auf, wonach Scharon gesagt habe: „Wir, die jüdischen Leute, kontrollieren die USA.“[86] Dies brachte er in Zusammenhang mit Festnahmen einiger Israelis in den USA, die als Angestellte einer Telefongesellschaft für den Mossad spioniert haben sollen. Israelische Besitzer dieser Gesellschaft ließen ihn spekulieren, Israel habe sämtliche Gespräche in den USA, auch im Weißen Haus, abhören können. Dass Behörden keine Information darüber herausgeben, nannte er eine Vertuschung, die den Verdacht einer „Kosher Conspiracy“ nähre.[87]

Dagegen wies Ayman al-Zawahiri 2008 in einem der regelmäßig veröffentlichten Al-Qaida-Tonbänder die Theorie als „Lüge“ zurück, Israel habe die Anschläge in Auftrag gegeben. Er bestand darauf, Al-Qaida habe diese selbst ausgeführt, und beschuldigte die vom Iran gedeckte schiitische Hisbollah, die Israeltheorie erfunden zu haben. Sie versuchten damit, Bin Ladens Gruppe und die Sunniten zu diskreditieren, deren Heldentat Amerika wie nie zuvor verletzt habe.[88]

Eingeweihte Aktionäre[Bearbeiten]

Anfang September 2001 wurden einige Male relativ große Mengen von Aktien der Fluggesellschaften American Airlines und United Airlines als Verkaufsoptionen gehandelt. Daraufhin überprüften die US-Ermittler Finanztransaktionen bei Firmen, deren Aktien nach den Anschlägen stark an Wert verloren hatten, als mögliche Spur zu al-Qaida-Mitgliedern.[89]

An Berichte darüber anknüpfend, behaupteten Verschwörungstheoretiker schon früh, diese Aktienverkäufe seien nur durch ein Vorherwissen von den Anschlägen erklärbar, über das neben US-Investoren auch hohe CIA-Regierungsbeamte verfügt hätten.[90]

Nach Angaben der 9/11-Kommission, des FBI und der US-Börsenaufsicht von 2004 ergab eine jahrelange, von zahlreichen Staaten unterstützte Überprüfung von Aktienmärkten und Börsen keine verdächtigen Transaktionen im Aktienhandel betroffener Firmen. Die hohen Aktienverkäufe bei American Airlines wurden auf einen Empfehlungsbrief von Analysten vom 9. September 2001 zurückgeführt, die den Negativtrend des Aktienwerts über Monate beobachtet hatten. Die United-Airlines-Aktien hatte zu 95 % ein einziger Investor verkauft, der mit dem Erlös American-Airlines-Aktien aufkaufte und keine Verbindung zu Regierungen oder al-Qaida hatte.[91]

Einzelthesen[Bearbeiten]

Als Anhaltspunkt für ein angebliches Komplott der Regierung deutete Mathias Bröckers Bushs siebenminütiges Verweilen in einer Schulstunde in Sarasota (Florida), nachdem er von den Anschlägen erfahren hatte:

„Vielleicht, weil die ‚Schurken‘ den verabredeten Zeitpunkt eingehalten hatten: vor 9 Uhr sind im WTC keine wichtigen Banker und keine Besuchermassen, sondern nur das ‚Fußvolk‘ anwesend.“[92]

Bush sagte am 4. Dezember 2001 und 5. Januar 2002, er habe den Einschlag des ersten Flugzeugs in das WTC am 11. September 2001 im Fernsehen gesehen und an den Unfall eines Piloten geglaubt, bevor er kurz darauf vom zweiten Einschlag erfuhr.[93] Er kann jedoch nur das Ergebnis des ersten Einschlags, nicht diesen selbst gesehen haben, da dieser im Fernsehen nicht gezeigt wurde. Da er während des zweiten Einschlags Schulkindern vorlas, kann er diesen auch nicht mit dem ersten verwechselt haben. Das wurde als Verschwörungsindiz gedeutet: Bush habe besondere, nichtöffentliche Bildinformationen über die Anschläge erhalten, müsse also vorher davon gewusst haben.[94] Dass Bush sich nur ungenau ausgedrückt haben kann, blieb unberücksichtigt.

Als Tarnoperation für Flugzeugentführungen am 11. September 2001 wurden damals laufende oder geplante Militärmanöver gedeutet.[95] NORAD-Mitarbeiter glaubten nach der ersten Flugzeugentführung an einen versehentlichen Frühstart ihres Manövers, das die Luftabwehr eines feindlichen Luftangriffs testen sollte.[96] Ein geplantes Manöver im Pentagon zu einem simulierten Flugzeugabsturz auf das Gebäude wurde nach dem Anschlag abgesagt.[97]

Als Ablenkung von einer Regierungsbeteiligung und Drohmittel wurden etwa die Anthrax-Anschläge 2001 gedeutet: Die Bushregierung habe arabische Täter dafür zu finden verlangt. Die Anthrax-Mordanschläge hätten Gegnern des Patriot Act gegolten.[98]

Thesen zu den Ereignissen in New York City[Bearbeiten]

Kontrollierte Sprengung der WTC-Gebäude[Bearbeiten]

Als „kontrollierte Sprengung“ (controlled demolition) bezeichnen ihre Vertreter die These, heimlich vorher in den Gebäuden platzierte und gezündete Explosivstoffe hätten WTC 1, 2 und 7 zum Einsturz gebracht, nicht die Einschlagsschäden und Innenbrände. Diese These gewann „herausragende Bedeutung“, um andere Täter als die Flugzeugentführer und ein Regierungsverbrechen nahezulegen.[99] David Rostcheck, Mitarbeiter einer bestehenden Verschwörungswebseite, führte den gleichmäßigen, scheinbar implosionsartigen Einsturz der WTC-Türme schon am 11. September 2001 auf eine vorbereitete Sprengung zurück.[100] Seine These wurde rasch verbreitet und seit 2002 von den meisten Hauptvertretern des 9/11-Truth-Movements übernommen. Sie versuchten, sie mit physikalischen Argumenten zu stützen:

  • Der schwarze Rauch deute auf sauerstoffarme Kerosinbrände, die die horizontalen Stahlträger nicht hätten schmelzen können.
  • Die Brände hätten die Trägerverbindungen zu den zentralen Kernsäulen in allen Stockwerken gleichmäßig aufheizen müssen, um den symmetrischen Kollaps zu verursachen.
  • Die in sich intakten oberen Gebäudeteile hätten seitlich wegkippen, der zentrale Gebäudekern hätte stehenbleiben müssen.[101]
  • Die Flugzeugtanks seien kaum halb voll gewesen. Das meiste Kerosin sei beim Einschlag und den ersten zehn Minuten verbrannt. Da sich Personen an der Einschlagstelle des Nordturms aufhalten konnten,[102] könne die Brandtemperatur dort nicht hoch gewesen sein.
  • Die ummantelten und hitzebeständigen Stahlträger weiter unten hätten die schnell abklingende Hitze oben absorbiert.
  • Ein Großteil der von NIST untersuchten Stahlreste sei nach dem Kollaps von Hitze kaum versehrt gewesen. Keine der Proben sei bei Tests der Mikrostruktur offenbar der kritischen Grenze von 600 Grad Celsius ausgesetzt gewesen.[103]

Griffin führte 2004 als Hinweise auf eine Sprengung auf:

  • Nie zuvor sei ein Stahlrahmengebäude durch Feuer eingestürzt.
  • Einige seien trotz ausgedehnterer, heißerer und längerer Brände als im WTC stehengeblieben.
  • Das Feuer habe sich beim WTC kaum über die Einschlagszone hinaus ausgebreitet und sei bald abgeklungen.
  • Der Südturm hätte wegen kürzerer und kleinerer Brände nicht zuerst einstürzen dürfen.
  • Der Kollaps sei fast im „freien Fall“ erfolgt (eine 2002 von Gerard Holmgren aufgebrachte These).
  • Beide Türme seien senkrecht in ihren eigenen Umriss gestürzt.
  • Fast aller Beton sei dabei zu feinem Staub zerrieben worden.
  • Dieser sei über 200 Fuß (ca. 67 m) seitlich aus dem Gebäude geblasen worden.
  • Es seien keine Stahlsäulen dabei stehengeblieben, obwohl dies bei der Konstruktion des Kerns als hohler Stahlschaft zu erwarten gewesen wäre.
  • Den kollabierenden Stockwerken seien seitlich austretende Staub- und Gaswellen vorausgelaufen.
  • Kein übriggebliebener Stahlträger sei länger als elf Meter gewesen.
  • Viele Zeugen hätten Explosionsgeräusche im WTC gehört.
  • Die Einstürze hätten für Untergrundexplosionen typische seismische Vibrationsspuren erzeugt.
  • Sie hätten geschmolzenen Stahl und monatelang heiße Stellen erzeugt.[104]

Der Debunker Andrew Burfield stellte Fakten zusammen, um Griffins Einwände zu widerlegen:

  • Attentate mit einer betankten, schnell fliegenden Boeing 767 auf ein derart konstruiertes Hochhaus waren bisher einmalig. Dennoch stürzten auch andere Stahlrahmengebäude nach ausgedehnten Innenbränden ein.
  • Wo Hochhäuser längere und ausgedehntere Brände überstanden, war ihre Tragestruktur unbeschädigt geblieben oder sie hatten keine Stahlrahmen.
  • Das meiste Kerosin der Flugzeuge verpuffte nicht schon beim Aufprall, sondern wirkte als Anzünder. Videos und Zeugenaussagen belegen die Ausbreitung der Feuer auf tiefere Stockwerke.
  • Nicht brandisolierter, Hitze ausgesetzter Stahl verliert bei 650 Grad Celsius 50, bei 1000 Grad 90 % seiner Tragkraft.
  • Das WTC 2 kollabierte eher als WTC 1, weil das Flugzeug mit höherem Tempo, somit 42 % mehr kinetischer Energie, tiefer und schräger einschlug, so dass es mehr Tragesäulen zerstörte. Diese waren nur mit halb so dickem Brandschutzmaterial ummantelt. Die Masse über dem Einschlag war viel größer.
  • Die Einstürze dauerten laut Burfield auf Videos nahezu doppelt so lange (ca. 17-18 sec.) wie der freie Fall (9,2 sec).
  • Beim Einsturz dehnten sich die Trümmer fontänenartig aus, beschädigten und zerstörten zahlreiche umgebende Gebäude, selbst in entfernteren Straßenzügen.
  • Eine Sprengung pulverisiert Beton nicht. Weniger als 30 % des WTC-Materials bestand aus Beton; dieser blieb fast vollständig als Trümmerbrocken erhalten.
  • Seitlich austretende Staubwolken sind Merkmal der meisten Gebäudeeinstürze unabhängig von ihren Ursachen.
  • Bei beiden WTC-Türmen blieben hohe Stahlsäulenreste stehen.
  • Dem Einsturz vorauslaufende Staub- und Gaswellen sind kein Merkmal einer Sprengung. Bei Implosionen bleibt die Fassade oft bis zum Bodenaufprall intakt, da tragende Elemente am Fuß des Gebäudes gesprengt werden.
  • Die Stahlträger waren aus zehn bis elf Meter langen Teilstücken zusammengesetzt.
  • Zeugen haben Verpuffungs-, Berst- und Aufschlaggeräusche im WTC als Explosionen gedeutet bzw. als Analogie dazu beschrieben. Die sehr lauten, für Sprengungen typischen Knallgeräusche unmittelbar vor dem Kollaps sind nirgends aufgezeichnet und bezeugt worden.
  • Sprengsätze im Untergrund können keinen Kollaps von oben her verursachen. Kein Seismograf zeigt die für Explosionen zu erwartenden Spitzenausschläge vor dem Kollaps der WTC-Gebäude: Seismologen schließen deren Sprengung daher aus.
  • Geschmolzener Stahl ist kein Ergebnis einer Sprengung. Explosivstoffe können Stahl nicht schmelzen, da sie nur kurzzeitig und punktuell extreme Hitze erzeugen. Langanhaltende, unterirdische Schwelbrände nach heißen Bränden sind nicht ungewöhnlich.[105]

Konstrukteure des WTC und nicht von Regierungsbehörden abhängige Naturwissenschaftler erklärten die Einstürze seit dem 11. September 2001 damit, dass durch anhaltende Bürobrände aufgeweichte Stahlträger einen Dominoeffekt beim Sturz der oberen Gebäudeteile auf die unteren einleiteten.[106] Zwei Naturwissenschaftler der Northwestern University errechneten erstmals am 13. September 2001, wie die Flugzeugeinschläge die Einstürze verursachten.[107] Diese und andere Fachwissenschaftler veröffentlichten ihre Berechnungen 2002 erneut: Danach waren die Einstürze nach allen verfügbaren Gebäude- und Flugzeugdaten physikalisch zwangsläufig und erfolgten exakt zu den Zeitpunkten, mit der Dauer und dem Verlauf, die zu erwarten waren.[108]

Das National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (NIST) führte in sechs vorläufigen Berichten seit 2002 und dem Abschlussbericht für WTC 1 und 2 von 2005 aus: Die Einschläge beschädigten mindestens 12 von 47 Kernsäulen der WTC-Türme schwer und zerstörten deren Brandschutzhülle. Trotz ungewisser Tankfüllung (15.000-40.000 Liter) je Flugzeug konnte schon die Hälfte des Kerosins großflächige Brände auslösen. Diese verteilten sich über zerstörte Fahrstuhlschächte auf viele Stockwerke, wurden von brennbarem Innenmaterial gefüttert, hielten daher bis zum Kollaps an und wurden bis zu 1000 Grad Celsius heiß. Sie ließen genügend Stahlträger einsacken, bis die damit verbundenen Außensäulen nach innen knickten und den Kollaps auslösten, der dann unaufhaltsam alle Gebäudeteile nach unten riss. Um die kaum erhitzten unteren Stahlsäulen zu überlasten, genügten einige versagende Außensäulen in einem einzigen Stockwerk. Das Gewicht der von oben eingedrückten und fallenden Stockwerke nahm dann nach unten immer mehr zu.[109] 2007 möglich gewordene komplexe Computersimulationen haben diesen Verlauf bestätigt und nahegelegt, dass beim Einschlag noch mehr Tragesäulen beschädigt wurden als NIST angab.[110]

Auch Experten wie Brent Blanchard, Direktor der Firma Protec Document Services, die die Aufräumarbeiten am Ground Zero beaufsichtigte, sowie der Chemiker Frank Greening und der Physiker Ryan Mackey haben die Sprengungsthese in unabhängigen Studien widerlegt.[111]

WTC 7[Bearbeiten]

Vertreter der Sprengungsthese berufen sich besonders auf den Einsturz von WTC 7 um 17:20 Uhr am 11. September 2001. Als Indizien dafür nennen sie:

  • WTC 7 wurde von keinem Flugzeug getroffen und kollabierte erst viel später.
  • Es sei nur geringfügig beschädigt worden und habe nur kleinere Innenbrände gehabt.
  • Genug Wasser zur Brandbekämpfung sei vorhanden gewesen.
  • Der Einsturz sei plötzlich, symmetrisch und fast im Tempo des freien Falls erfolgt.
  • Bilder davon zeigten kurz vorher Blitze hinter Fenstern und Rauchausstöße (squibs).
  • Dass eine BBC-Reporterin den Einsturz schon um 17:00 Uhr vor Ort meldete, belege ein Vorherwissen der Behörden, das den Medien hier versehentlich verfrüht zugespielt worden sei.
  • Larry Silverstein, damaliger Eigentümer, habe die Sprengung zugegeben und diese angeordnet: …maybe the smartest thing to do is pull it. Der Ausdruck „pull it“ bedeute bei Gebäudeabrissfirmen den Befehl zur Auslösung einer vorbereiteten Sprengung.[112]

Die beteiligten Behörden- und Firmenvertreter haben diese Thesen zurückgewiesen. Die BBC erklärte den Irrtum ihrer Sprecherin mit dem Durcheinander jenes Tages, als der Einsturz des WTC7 schon seit Stunden erwartet worden war. Man habe die Originalbänder der Berichterstattung nicht aufbewahrt.[113] Silverstein hatte um etwa 14:30 Uhr telefonisch mit dem Feuerwehrchef beraten, was angesichts nicht einzudämmender Innenbrände und hoher Verluste an Menschenleben beim Einsturz von WTC 1 und 2 zu tun sei: „I remember getting a call from the, er, fire department commander, telling me that they were not sure they were gonna be able to contain the fire, and I said, 'We’ve had such terrible loss of life, maybe the smartest thing to do is pull it.' And they made that decision to pull and we watched the building collapse.“[114] „Pull (it)“ bezog sich also auf den endgültigen Abzug der Feuerwehr aus dem instabilen Gebäude, den diese selbst („they“) beschloss. Feuerwehrchef Daniel Nigro bezeugte seinen Befehl dazu 2007 schriftlich.[115] Beteiligte Feuerwehrleute bezeugten, sie seien abgezogen („pulled“) worden. In der Abrissindustrie bezieht sich „pull“ auf das Befestigen von Stahlseilen an tragenden Gebäudeteilen, um diese hydraulisch umzukippen: Diese Methode erfolgte bei WTC 6.[116]

Eine wissenschaftliche Studie errechnete 2007, dass schon der Kollaps einer einzigen Säule den Einsturz des WTC 7 bewirkt hätte.[117] Der Abschlussbericht des NIST zu WTC 7 vom November 2008 bestätigte diese Annahme. Danach verursachten Trümmer vom WTC 1 erhebliche strukturelle Gebäudeschäden, vor allem auf der Südostseite, und Feuer. Diese brannten wegen einer ausgefallenen Sprinkleranlage auf viele Stockwerke verteilt sieben Stunden lang ungehindert und wurden bis zu 400 Grad Celsius heiß. Sie verursachten die Ausdehnung waagrechter Stahlträger, bis diese von den Trägersäulen absprangen. Daraufhin stürzten einige Stockwerke ein, so dass die zentrale senkrechte Säule 79 frei zu stehen kam und überlastet wurde. Mit ihrem Einknicken stürzte zuerst das östliche Penthouse auf dem Dach ein: Damit begann der Kollaps aller inneren Säulen von Ost nach West, bis zuletzt die äußeren Strukturen als ein Bauelement vertikal fielen. Der Fall der Nordfassade dauerte mindestens 40 % länger als der freie Fall, der gesamte Kollaps dauerte über 16 Sekunden.[118] Das NIST schloss eine absichtliche Sprengung als Einsturzursache aus, weil es keine Zeugnisse für laute Explosionsgeräusche, keine proportional passenden Fensterschäden im Bereich der Tragesäulen und keine Sprengstoffrückstände fand.

Debunker erklären die vermeintlichen Blitze und Rauch als berstende Fenster und Bauelemente, die unmittelbar nach Kollapsbeginn, nicht vorher, weiter unten nach außen gedrückt wurden, wie Videos mit besserer Auflösung und aus anderen Blickwinkeln zeigten.[119]

Als Motive für die angebliche Sprengung wurden etwa behauptet: Das WTC 7 sei kurz vor dem 11. September gegen Terroranschläge versichert worden. Es habe große Asbest-Probleme gehabt, die einen Abriss erfordert hätten, so dass es nicht mehr profitabel gewesen sei. Silverstein habe erhebliche Profite aus dem Kollaps gezogen.[120] Medienberichte und Jahresberichte der Port Authority von 2001 entkräften diese Behauptungen: Das Gebäude war nicht verlustreich und sein Kollaps nicht profitabel für die Eigentümer.[121]

Thermit[Bearbeiten]

Steven Jones behauptete 2005 in einem Aufsatz, er habe in Schuttproben und auf Stahlresten vom WTC experimentell schwefelhaltiges Thermat nachgewiesen, das auf eine kontrollierte Sprengung der Gebäude mit Thermit hindeute.[122] Thermit ist kein Explosivstoff, braucht große Mengen Energie, um zu brennen, und wird üblicherweise zum Schweißen oder Durchbrennen von Stahl oder als Anzünder für Explosivstoffe verwendet.

Frank Greening wies darauf hin:

  • Schwefel war im Baumaterial des WTC, Kerosin und anderen brennbaren Stoffen massenhaft vorhanden und konnte sich in Gasform leicht mit eisenhaltigem Stahl zu Schwefeldioxid verbinden. Dazu reichte die Hitze in den Trümmern völlig aus.[123]

Mark Roberts kritisierte:

  • Jones habe seine Funde nicht mit der chemischen Signatur von tatsächlich verbrauchtem Thermit verglichen.
  • Er habe die Kontamination seiner Proben durch andere Quellen nicht ausgeschlossen.
  • Thermat (verbranntes Thermit) hätte nur durch proportional größere Mengen von Eisenoxid, Aluminium und Bariumnitrat in den WTC-Proben nachgewiesen werden können. Die Analysen der FEMA von schwefelhaltigem Stahl im Bauschutt der WTC-Gebäude hätten keine solchen Spuren ergeben.
  • Gefundene Pigmente wie Zink und Blei entsprächen dem Bindemittel von Rostschutzfarbe auf den Stahlträgern des WTC.
  • Im exakten 45-Grad-Winkel abgeschnittene Stahlträger des WTC, deren Fotografien Jones als Indiz für Thermit angeführt hatte, seien Ergebnis der Aufräumarbeiten mit Schneidbrennern. Die Schnittstellen sähen ganz anders aus als mit Thermit geschnittener Stahl.
  • Thermit schneide senkrecht nach unten mit Hilfe der Schwerkraft. Um senkrechte massive Stahlsäulen damit zu zertrennen, hätte man riesige Mengen davon lange genug und stabil an vielen Säulen der Einschlagzone anbringen müssen, um einen vorzeitigen Kollaps von unbeschädigten Stockwerken aus zu vermeiden.
  • Die Haltevorrichtungen hätten bis zu 4000 Grad Celsius aushalten müssen. Die Arbeiter hätten die Anwendung nicht unentdeckt vorbereiten, im Bereich der Einschläge nicht sicher durchführen und das Gebäude nicht rechtzeitig vor dem Einsturz verlassen können.
  • Kein Ermittler habe Spuren von Schneidevorrichtungen für Thermit im Bauschutt des WTC gefunden.[124]

In Reaktion auf diese und andere Kritiken veröffentlichte Jones 2009 mit dem dänischen Chemiker Niels Harrit und sieben weiteren Autoren des 9/11-Truth-Movements einen Aufsatz in einem umstrittenen Open-Access-Journal.[125] Sie behaupten, sie hätten in vier Staubproben, die angeblich aus dem WTC-Schutt stammen, Substanzen gefunden, deren Zusammensetzung auf aktives, hochenergetisches und explosives Nanothermit verweise.[126] Harrit und Teile des 9/11-Truth-Movements verbreiten dies als Beweis einer kontrollierten Sprengung.[127]

Der Aufsatz wird wissenschaftlich nicht rezipiert; das britische Institut für Nanotechnologie distanzierte sich von Herausgeber und Autoren.[128] Fachexperten verweisen auf schwere methodische Mängel und halten die gefundenen Substanzen für Farbpartikel, möglicherweise von Rostschutzmitteln.[129][130] Vertreter anderer Verschwörungsthesen verweisen darauf, dass die Sprengkraft von Nanothermit (höchstens 895 Metern pro Sekunde) bei weitem nicht zum Sprengen von Beton und Stahl (mindestens 3200 und 6100 m/s) ausreicht. Nanothermit könne daher nicht als hochexplosiv gelten und das Erscheinungsbild der Kollapse nicht erklären. Es sei allenfalls als schneller Anzünder für andere Explosivstoffe verwendbar, könne also die Sprengungsthese nicht beweisen.[131]

Das NIST ging 2009 unter anderem auf die Thermit-Behauptung ein und erklärte dazu: Dieser Stoff könne nicht unbemerkt in den erforderlichen großen Mengen an Tragesäulen angebracht worden sein, daher sei seine Verwendung „unwahrscheinlich“.[132]

Thesen zu den Flugzeugen[Bearbeiten]

Manche Vertreter von Verschwörungsthesen spekulieren, die US-Regierung habe die Anschläge vorgetäuscht, indem sie eine in den 1970er Jahren entwickelte Kontrolle des Autopiloten im Cockpit entführter Flugzeuge angewandt habe.[133] Andere behaupten, die Passagiermaschinen hätten Bomben oder absichtlich vergrößerte Treibstofftanks unter den Tragflächen getragen oder seien zu Flugzeugattrappen umgebaute Raketen mit Tragflächen gewesen.[134]

Seit etwa 2006 bestreiten James Fetzer, Morgan Reynolds, Gerard Holmgren, Veronica Chapman und andere, dass Passagierflugzeuge in die WTC-Türme einschlugen. Flugkörper aus Aluminium hätten eine massive Stahl- und Betonkonstruktion nicht so glatt durchschlagen können. Die Macher der Videoserie September Clues behaupten, eine zentrale Stelle habe die Fernsehbilder und Privatvideos von den Einschlägen manipuliert und Flugzeugeinschläge mit Computer Generated Imagery vorgetäuscht (TV-Fakery, Video-Trickery).[135] Folglich lehnen sie andere Verschwörungsthesen ab, die reale Flugzeugeinschläge voraussetzen.

Die Vertreter jener Thesen, die die Flugzeugeinschläge als Tarnung folgender Sprengungen betrachten, kritisieren die No Planers als mythengläubige, sektenartige Spalter, die dem Anspruch der 9/11-Truth-Bewegung auf kritische Rationalität schaden.[136]

Thesen zum Pentagon[Bearbeiten]

Fehlendes Flugzeug[Bearbeiten]

Einschlagskrater im Pentagon
Der angeblich zu kleine Einschlagskrater im Pentagon

Thierry Meyssan brachte Anfang 2002 die These auf, beim Angriff auf das Pentagon habe es überhaupt kein Flugzeug gegeben. Fotos vom Tatort sollten zeigen, dass die Schäden an der Gebäudefront zu schmal für die Spannweite einer Boeing 757 seien. Flugzeugtrümmer auf dem Rasen oder im Gebäude seien nicht zu entdecken. Der Schaden könne auch von einem mit Sprengstoff beladenen Lkw, den das Pentagon angeblich anfangs selbst vermutet habe, oder einem Marschflugkörper stammen. Zahlreiche Webseiten wie „Hunt the Boeing“ sowie die Filme „911 in Plane Site“ und „Aktenzeichen 9/11 ungelöst“ von Gerhard Wisnewski griffen diese „No-Jetliner“-These auf. Als Indizien für einen Raketeneinschlag wurden etwa heil gebliebene Fensterscheiben im Erdgeschoss und ein rundes, etwa 3,5 Meter großes Loch in der Wand genannt.

Die Notfallübungen Pentagon MASCAL im Oktober 2000 und März 2001 für einen Flugzeugabsturz im Pentagon gingen davon aus, dass sich massive Flugzeugtrümmer im Innenhof verteilen würden, da nicht mit einem Aufprall auf die massiv verstärkte Seitenfront gerechnet wurde. FBI-Beamte hatten die Trümmerteile wie bei Verbrechen üblich als Beweismaterial eingesammelt, untersucht und die Flugdatenschreiber der US-Verkehrsbehörde NTSB zur Prüfung übergeben,[137] diese Behörde aber nicht zum Zusammenbau der Trümmerteile beauftragt, weil das FBI bei Verbrechen primär zuständig ist.[138] All dies nährte Spekulationen, dass der tatsächliche Hergang unbewiesen sei und verdeckt werde.

Dabei wird ignoriert, dass das Flugzeug unmittelbar vor seinem Einschlag Schäden an diversen Gegenständen wie Straßenlampen und abgestelltem Baumaterial verursachte und eine Parkplatz-Überwachungskamera den Einschlag aufzeichnete.[139] Deren Aufnahmen wurden erst im Mai 2006 nach dem Prozess gegen Moussaoui freigegeben. Die wenigen Standbilder lassen das herannahende Flugzeug nur erahnen, zeigen aber einen das Gebäude weit überragenden Explosionsfeuerball mit dem für Kerosinbrände typischen dicken schwarzen Rauch.[140]

Wrackteil beim Pentagon, 11. September 2001

Die 9/11-Kommission stellte 2004 fest, dass die Boeing 757 beim Einschlag durch die massiven Wände und verstärkten Säulen des Gebäudes weitgehend zerfetzt wurde. Einer der Flügel riss schon vor dem Aufprall ab. Der direkt getroffene Gebäudeteil stürzte nach 20 Minuten ein. Explosionssichere Fenster waren wenige Monate zuvor eigens für solche Außenangriffe eingebaut worden. Einige Tatortfotos zeigen Teile einer Boeing 757.[141] Das runde Loch stammte vom Einschlag eines Fahrgestellrades. Dieses, der Flugschreiber und weitere Flugzeugteile wurden geborgen. Hunderte Augenzeugen hatten Anflug und Aufprall gesehen, einige auch das Symbol der Fluggesellschaft auf dem Flugzeug und Passagiere in den Fenstern.[142] Renee May und Barbara Olson hatten aus dem Flugzeug mit ihren Angehörigen telefoniert. 184 der 189 Todesopfer beim Pentagon wurden anhand von DNS-Spuren identifiziert; die fünf nicht identifizierten DNA-Reste werden den Entführern zugeordnet.[143]

Vertreter von „No-Jetliner“-Thesen konnten den Verbleib des Flugzeugs und seiner Passagiere nicht erklären. Ihnen wurde die selektive Auswahl und bewusste Fehldeutung von Fotos und Zeugenaussagen oft nachgewiesen. Andere Verschwörungsanhänger lehnen ihre These als Ablenkung und von Geheimdiensten erzeugte Desinformation ab.[144]

Zurückgehaltene Luftabwehr[Bearbeiten]

Verschwörungstheoretiker schließen aus, dass der Staat mit dem weltweit größten Militärhaushalt das am besten geschützte Gebäude der USA nicht gegen einen solchen Angriff verteidigt hätte. Die Nationale Luftabwehr (NORAD) habe das dritte entführte Flugzeug spätestens seit 9:03 Uhr, als das zweite Flugzeug ins WTC gerast war, als Gefahr für die Hauptstadt erkennen und zum Landen zwingen können. Die nächste Basis für Militärjets war nur fünf Minuten entfernt. Da der Pilot von Flug 77 das Gebäude beim ersten Anflug verfehlt hatte, flog er nochmals eine 330-Grad-Kurve über Washington: Dies hätte Zeit genug gelassen, die Maschine zum Landen zu zwingen oder abzuschießen.

Mark R. Elsis, Autor der Webseite StandDown.net, gibt an, sich detailliert mit Zeit- und Ereignisabläufen befasst zu haben. Fristen und Kenntnisse der Luftabwehr hätten es den einzigen beiden in Otis, Massachusetts aufgestiegenen Abfangjägern ermöglicht, die Hauptstadt mindestens 20 Minuten eher als Flug 77 zu erreichen. Aus verzögerten Anordnungen, viel zu langsamem Flugtempo, falschem Kurs der Abfangjäger und ausgebliebenen Maßnahmen bei der nächstgelegenen Staffel schloss er: „Es gibt nur eine Erklärung dafür: Unserer Luftwaffe wurde befohlen, am Boden zu bleiben.“[145]

Erst der Bericht der 9/11-Kommission von 2004 machte das Ausmaß der Verwirrung in den verantwortlichen Flugleitstellen deutlich. Die Handbücher waren nicht auf Luftangriffe aus dem Inland ausgerichtet; noch nie war man mit vier parallel entführten und als Waffen benutzten Flugzeugen konfrontiert. Die Befehlswege dauerten viel zu lange. Die erste Nachricht einer Flugzeugentführung erreichte die Luftabwehr um 8:37 Uhr ohne Angabe eines möglichen Ziels. Die zweite Entführung wurde um 9:03 Uhr übermittelt, in derselben Minute, als Flug 175 bereits im WTC 2 einschlug. Um 9:21 Uhr gab die New Yorker Flugaufsicht falsche Angaben an die Luftabwehr weiter, mit der Folge, dass der Kurs von Flug 77 unbemerkt blieb. Dessen Radarsignal wurde acht Minuten lang nicht empfangen; in dieser Zeit änderte Flug 77 seinen Kurs und flog Richtung Washington. Erst um 9:36 Uhr, weniger als zwei Minuten vor dem Einschlag ins Pentagon, erhielt ein Pilot Befehl, dieses Flugzeug zu verfolgen.[146]

Dass die Luftabwehr die Radarsignale der entführten Maschinen mit abgeschalteten Transpondern nicht rechtzeitig orten konnte, erklärt das Magazin Popular Mechanics damit, dass sie nicht auf Inlandbeobachtung eingestellt gewesen sei und die Signale unter ca. 4.500 in der Luft befindlichen Flugzeugen nicht auffinden konnte.[147] Verschwörungsanhänger bestreiten diese überprüfbaren Fakten.[148]

Thesen zu Shanksville[Bearbeiten]

Nach den Aufzeichnungen des Voicerecorders hatten die Entführer Flug UA 93 bei einem Handgemenge mit Passagieren im Cockpit steil zu Boden gelenkt. Augenzeugen zufolge wurde das Flugzeug beim Aufprall bei Shanksville in Pennsylvania nahezu vollständig zerstört. Verschwörungsthesen dagegen behaupten entweder die bloße Simulation eines Absturzes oder einen Abschuss der Maschine.

Fehlendes Flugzeug[Bearbeiten]

Vertreter dieser These zeigen Fotos vom Einschlagskrater, die keine Flugzeugteile erkennen lassen. Gerhard Wisnewski versuchte sie mit einzelnen Zeugenaussagen zu erhärten. So habe Ernie Stull, der Bürgermeister von Shanksville, beim Anblick der Absturzstelle gesagt: Man sieht ein großes Loch, sonst nichts.[149] Auf Nachfrage anderer Journalisten erklärte Stull jedoch, er habe damit nur sein Erstaunen über das Zerplatzen der Maschine ausgedrückt, aber natürlich deren Trümmerteile selbst gesehen.

Auch andere Zeugenaussagen riss Wisnewski aus ihrem Kontext: Der Chefredakteur einer Pittsburgher Zeitung, Dennis Roddy, habe keine Flugzeugtrümmer erkennen können. Doch Roddy war gar nicht vor Ort, sondern hatte ein Journalistenteam zur Absturzstelle gesandt. Dessen Bericht zitierte zahlreiche Augenzeugen, die das rotierend abstürzende Flugzeug sahen und die Aufschlagsexplosion hörten.[150] Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel wies Wisnewski die Fehldeutung der Zitate nach.[151] Die Überreste der 44 Leichen wurden so weit wie möglich geborgen, identifiziert und den Opferfamilien übergeben.[152]

Flugzeugabschuss[Bearbeiten]

Augenzeugen hätten einen Militärjet in der Absturzgegend beobachtet. Der pensionierte Armeeoberst Donn de Grand-Pre behauptete im Februar 2004 in einer Radiosendung, er kenne die Einheit und deren Piloten, der den Abschussbefehl erhalten und mit zwei Bordraketen ausgeführt habe. Tatsächlich war der benannte Pilot 1.100 Meilen weiter nördlich stationiert und startete um 10:45 Uhr unbewaffnet für einen Transportflug von North Dakota nach Montana und weiter nach Albany (New York), wie ein Sprecher seiner Einheit und sein Passagier bestätigten. NORAD gab den Abschussbefehl für Flug 93 erst nach dessen Absturz an Piloten weiter. Diese wären auch bei frühzeitigem Empfang des Befehls zu weit entfernt gewesen.[153]

Ein kleiner weißer Businessjet, der kurz nach dem Absturz über dessen Stelle flog, wurde ebenfalls als verdächtiger Hinweis auf einen Abschuss gedeutet. Die Flugaufsicht des Flughafens von Johnstown, 20 Meilen nördlich von Shanksville, hatte den Absturz bereits bemerkt und den Jetpiloten zu einem Erkundungsflug gebeten. Er flog zweimal direkt über den Krater, um dessen genaue Position zu registrieren und weiterzugeben.[154]

Andere behaupteten, man habe Leichenteile, Kleider, Bücher und Schrott sechs Meilen nördlich vom Krater in einem See gefunden. Diese könnten unmöglich dorthin geweht worden sein, da der Wind in die entgegengesetzte Richtung geblasen habe.[155] Tatsächlich wurden ein Triebwerksteil etwa 250 m in Luftlinie, Papier und Stofffetzen in etwa anderthalb Meilen Entfernung in Windrichtung südlich – nicht nördlich und ohne Schrott- und Leichenteile – vom Krater entfernt gefunden. Dies führen Fachleute auf den steilen, aber nicht senkrechten Winkel und das Tempo des Einschlags zurück, bei dem schwere Teile (so wie Landerad und Flugschreiber bei Flug 77) abreißen und herausgeschleudert, leichte Teile aufgewirbelt und verweht werden konnten.[156]

Häufig wurde behauptet, Handytelefonate aus einem Flugzeug über 8.000 Fuß Flughöhe seien damals technisch unmöglich und aus tieferer Höhe sehr unwahrscheinlich gewesen. Die Anrufe, deren Inhalte der Kommissionsbericht 2004 abdruckte, seien erfunden oder fingiert worden.[157] Tatsächlich waren Handyanrufe damals schon bis zu 35.000 Fuß Flughöhe sehr wohl möglich, wenn auch unsicher wegen der Fluggeschwindigkeit. Doch Flug 93 flog relativ niedrig und in einer ausreichend mit Empfangsstationen ausgerüsteten Gegend. Die meisten Anrufer benutzten die in ihre Sitze eingebauten Bordtelefone. Viele Anrufe dauerten weniger als eine Minute und wurden oft unterbrochen. Da von vier Entführern nur einer die im hinteren Bereich zusammengedrängten Passagiere bewachte, wie einige Anrufer berichteten, kamen relativ viele Anrufe unbehelligt durch.[158]

Abschussbefehl[Bearbeiten]

Bush hatte Vizepräsident Dick Cheney am 11. September 2001 telefonisch die Erlaubnis zu einem Abschussbefehl für weitere entführte Flugzeuge im Anflug auf Washington gegeben und sagte in einem Interview 2002 dazu:[159] „Ich zögerte nicht […] Ich wusste, was getan werden musste.“ Condoleezza Rice bestätigte diesen Befehl und ergänzte: „Es gab diese schreckliche Phase, als wir uns fragten, ob Flug 93 wirklich von einem amerikanischen Piloten abgeschossen wurde.“

Der Untersuchungsbericht vom Juni 2004 deckte minutiös auf, dass Flug 93 schon um 10:02 Uhr abgestürzt war, Cheneys Abschussbefehl frühestens um 10:10 Uhr erteilt und der Flugaufsichtzentrale erst um 10:31 Uhr weitergegeben wurde. Der Befehl erreichte die Piloten nicht: Diesen hatten die zuständigen Offiziere befohlen, Passagiermaschinen auf keinen Fall abzuschießen. Cheney erfuhr lange nicht, ob sein Befehl ausgeführt worden war oder nicht. Nur die Passagiere selbst hätten die Hauptstadt vor einem weiteren verheerenden Angriff bewahrt.[160][161]

Michael Chossudovsky deutete diese und andere Aussagen verschiedener Politiker dennoch als Beweise für einen tatsächlich erfolgten Abschuss. Er zitierte einen Redeausschnitt Donald Rumsfelds aus einer Nachrichtensendung:

„Ich denke, wir alle können uns vorstellen, welche Welt auf uns zukäme, wenn die Leute, die […] die USA in New York angegriffen, ein Flugzeug über Pennsylvania abgeschossen und das Pentagon angegriffen haben, siegen würden.“

„Abgeschossen“ (shot down) deutete er als „freudschen Versprecher“, der Rumsfelds Kenntnis vom tatsächlichen Abschuss offenbart habe.[162] Das Zitat fehlt allerdings auf dem Transcript des Ministeriums vom selben Tag.[163] Einem Pentagonsprecher zufolge handelte es sich um einen bloßen Versprecher. Rumsfeld halte einen Kampf zwischen Passagieren und Entführern für die Absturzursache.[164]

Kritik[Bearbeiten]

Kritik an 9/11-Verschwörungstheorien erfolgte parallel zu ihrer Verbreitung auf mehreren Ebenen:

  • durch Prüfen und Widerlegen der darin enthaltenen Tatsachenbehauptungen (sogenanntes Debunking),
  • durch eine Analyse der Methoden und Ziele ihrer Vertreter,
  • durch eine historische, soziale und gesamtpolitische Einordnung.[165]

Deutsche Medien wie die taz,[166] der Spiegel[151] und die ARD-Sendung Panorama[167] setzten sich 2003 erstmals mit Verschwörungsthesen besonders deutscher Autoren auseinander und stellten deren Haltlosigkeit heraus. Die taz kritisierte zudem die Teilnahme Horst Mahlers an einer der von Mathias Bröckers einberufenen Konferenzen als Schulterschluss von Verschwörungsanhängern mit Rechtsextremisten, die auf ganz andere Absichten als Aufklärung schließen lasse.[168] Sandra Maischberger griff Andreas von Bülow am 9. September 2003 dafür scharf an, dass er seine These von noch lebenden Attentätern ungeprüft aus dem Internet übernommen hatte.

2006 gab der Spiegel ein ganzes Heft zum 11. September 2001 heraus, das die Verschwörungsthesen im Detail mit Fakten konfrontierte.[169] Henryk M. Broder beschrieb Bülows neues Buch 2006 als unglaubwürdigen „Versuch, Bin Laden freizusprechen“, während Millionen arabisch-islamischer Jugendlicher dessen Tat bewunderten und nachahmen wollten.[170] Für die Zeit bedienten die Thesen von Bröckers, Bülow und Wisnewski 2006 eine damalige antiamerikanische Grundstimmung der meisten Deutschen.[171] Der Historiker Wolfgang Wippermann und der Kommunikationswissenschaftler Tobias Jaecker stellten in heutigen Verschwörungsthesen antisemitische Stereotypen fest, die den Protokollen der Weisen von Zion auffällig ähnelten:

„Der israelische Geheimdienst Mossad übernimmt dabei die Rolle der in den ‚Protokollen‘ fantasievoll beschriebenen jüdischen Geheimorganisation, Israel selbst verkörpert das ‚internationale Judentum‘, und der Eigner des World Trade Center Larry Silverstein gilt als Repräsentant der ‚jüdischen Wucherer‘.“[172][173]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Verschwörungstheorien

  • Paul Schreyer: Inside 9/11. Neue Fakten und Hintergründe zehn Jahre danach. Kai Homilius Verlag, 2011, ISBN 978-3-89706-399-0.
  • Lars Schall: Mordanschlag 9/11. Eine kriminalistische Recherche zu Finanzen, Öl und Drogen. Schild Verlag, 2011, ISBN 978-3-86994-013-7.
  • Marcus B. Klöckner: 9/11 – Der Kampf um die Wahrheit (TELEPOLIS). Heise, 2011, ISBN 978-3-936931-71-6.
  • James H. Fetzer (Hrsg.): The 9/11 Conspiracy. The Scamming of America. Transition Vendor, 2007, ISBN 978-0-8126-9612-7.
  • Eric Laurent: 9/11/01. Die Wahrheit. Piper, München 2005, ISBN 3-492-04788-2.
  • Andreas von Bülow: Die CIA und der 11. September. 4. Auflage. Piper, München 2004, ISBN 3-492-24242-1.
  • Nafeez Mossadeq Ahmed: Geheimsache 09/11. Hintergründe über den 11. September und die Logik amerikanischer Machtpolitik. Goldmann, München 2004, ISBN 3-442-15288-7.
  • Thierry Meyssan: Pentagate – Angriff auf das Pentagon. editio de facto, Kassel 2003, ISBN 3-9808561-1-9.
  • Gerhard Wisnewski: Mythos 9/11. Der Wahrheit auf der Spur. Knaur, München 2004, ISBN 3-426-77783-5.
  • Mathias Bröckers, Andreas Hauß: Fakten, Fälschungen und die unterdrückten Beweise des 11. September. Verlag Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-86150-604-1.
  • Mathias Bröckers: Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11. September. Verlag Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-86150-456-1.
  • Eric Hufschmid: Painful Questions: An Analysis Of The Sept. 11th Attack. Ink & Scribe, 2002, ISBN 1-931947-05-8.

Kritik und Widerlegung

Filme[Bearbeiten]

Verschwörungsthesen

Kritik und Widerlegung

Weblinks[Bearbeiten]

Ereignisverlauf

Wissenschaftliche Studien zu den WTC-Einstürzen

Verschwörungsthesen

Websites

Aufsätze

Kritik und Widerlegung

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Florian Rötzer: Die Diskussion über die Verschwörungstheorien zum 11. 9. erreicht die akademische Welt. In: Telepolis. 10. September 2006.
  2. 9/11 Truth Org.: 911 Truth Statement Demanding Deeper Investigation into the Events of 9/11 (26. Oktober 2004)
  3. Jarrett Murphy: The Seekers. The birth and life of the '9-11 Truth movement’ (The Village Voice, 21. Februar 2006)
  4. James H. Fetzer: An Open Letter about Steven Jones, „Scholars for 9/11-Truth“ (19. November 2006)
  5. Scholars for 9/11 Truth & Justice
  6. Matthew Rothschild (The Progressive, 12. September 2006): Enough of the 9/11 Conspiracies, Already
  7. Debunking the 9/11 Myths: Special Report
  8. Beispiele unter Weblinks#Kritik und Widerlegung
  9. Charles Lewis and Mark Reading-Smith (Center for Public Integrity, 23. Januar 2008): False Pretenses
  10. Angus Reid Global Monitor: Polls & Research. Americans Question Bush on 9/11 Intelligence
  11. Scripps Howard News Service, 2. August 2006: Anti-government anger spurs 9/11 conspiracy belief
  12. Thierry Meyssans Bildkommentare auf deutsch übersetzt
  13. Ernst Woit: Terror und Krieg nach dem 11. September; Cornelia Beyer: 911 truth movement – eine Bewegung um eine Verschwörungstheorie; Karl-Heinz Peil: Der 11. September und die Friedensbewegung. Über Kriegslügen, Verschwörungstheorien und historische Parallelen
  14. Beispiele: David Duke: How Israeli Terrorism and American Treason Caused the September 11 Attacks; Mark Anderson (American Free Press): Experts further debunk 9-11 fairy tale; Der Spiegel, 28. Februar 2003: NPD-Anwalt vor Gericht: Die obskure 9/11-Theorie des Horst Mahler
  15. Jochen Bitter: Blackbox Weißes Haus. In: Die Zeit vom 23. Juli 2003.
  16. ddp/Welt der Wunder, 23. Dezember 2010: Medien: Exklusiv-Umfrage des Wissensmagazins Welt der Wunder: Wem glauben die Deutschen noch?
  17. World Public Opinion: International Poll: No Consensus On Who Was Behind 9/11. In: Reuters. 10. September 2008
  18. No consensus on who was behind Sept 11 – global poll. In: Reuters. 10. September 2008
  19. Ahmadinedschad hält 9/11 für „große Lüge“. In: Die Welt, 6. März 2010.
  20. New York Times, 23. September 2010: U.S. Walks Out as Iran Leader Speaks; Verschwörungstheorien zu 9/11: Ahmadinedschad sorgt im Uno-Plenum für Eklat. In: Der Spiegel, 24. September 2010.
  21. Chavez says U.S. may have orchestrated 9/11. AP, 12. September 2006.
  22. Fidel Castro’s 9/11 conspiracy theory. In: AFP/Daily Telegraph, 12. September 2007.
  23. Ex-Malaysian premier still says 9/11 inside job. In: Press TV, 23. Januar 2010.
  24. FBI Press Response September 14, 2001 (Version vom 14. September 2001 im Internet Archive)
  25. BBC-News (23. September 2001): Hijack 'suspects’ alive and well
  26. Tracking the 19 Hijackers. What are they up to now? At least 9 of them survived 9/11
  27. BBC-News (5. Oktober 2001): The investigation and the evidence
  28. Steve Herrmann, BBC-Redakteur (27. Oktober 2006): 9/11 conspiracy theory
  29. Arab News, 10. September 2002: Bin Laden finally claims 9/11 attacks: Al-Jazeera; Yosri Fouda (The Sunday Times, 1. Oktober 2006): The laughing 9/11 bombers. Exclusive film of suicide pilots at Bin Laden’s HQ
  30. FBI: Steckbrief zu Usama Bin Laden
  31. Langversion des FBI-Steckbriefs
  32. Dan Eggen (Washington Post, 28. August 2006): Bin Laden, Most Wanted For Embassy Bombings?
  33. Downing Street 10: Responsibility for the terrorist atrocities in the United States, 11 September 2001 – an updated account
  34. Eric Lichtblau, Josh Meyer (Los Angeles Times, 22. April 2002 – Nachdruck in Detroit News Online): FBI fails to uncover key clues into 9-11
  35. Nick Fielding, Yosri Fouda: Masterminds of Terror. Die Drahtzieher des 11. September berichten. 3. Auflage. Hamburg 2003, ISBN 3-203-77200-0.
  36. Spiegel (27. März 2006): Terrorprozess: Qaida-Mann wollte Jet ins Weiße Haus steuern
  37. Süddeutsche Zeitung vom 9. Mai 2006: Moussaoui zieht Geständnis zurück
  38. ABC-News, 23. Mai 2006: Transcript of the Alleged Bin Laden Tape
  39. Beispiele: BBC, 18. September 2001, Who is Osama Bin Laden?; BBC, 20. Juli 2004: Al-Qaeda’s origins and links; CBC News Online, 19. Januar 2006: Who is Osama bin Laden?; Siegesmund von Ilsemann (Der Spiegel, 8. Juni 2007): Arming the Middle East: The Checkered History of American Weapons Deals; Norm Dixon (Green Left, 19. September 2001): How the CIA created Osama bin Laden; Al Vetner: America’s Nemesis. Usama bin Laden. In: Jane’s Intelligence Review vom 1. Oktober 1998; Richard Labévière, Dollars for Terror: The United States and Islam, Algora Publishing 2000.
  40. Michel Chossudovsky: 'Who is Osama bin Laden? In: Roger Burbach, Ben Clarke: September 11 and the U.S. War: Beyond the Curtain of Smoke. City Lights, 2002, ISBN 0-87286-404-9, S. 18–23.
  41. Thierry Meyssan: 9/11: the big lie. Carnot Publishings, 2002, ISBN 1-59209-026-5, S. 106 f.
  42. Andreas von Bülow: Die CIA und der 11. September: internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste. Piper, München 2003, ISBN 3-492-04545-6, S. 255.
  43. Mathias Bröckers: Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9. Zweitausendeins, 2002, ISBN 3-86150-456-1, S. 86; zuvor Mathias Bröckers: Die netten Hurensöhne der USA: Hitler – Saddam – Bin Laden, Telepolis, 17. September 2001.
  44. Beispiele: Usama bin Ladin: Account of an interview he gave to the Independent Newspaper’s Robert Fisk – 6th December, 1996 (Version vom 31. Juli 2002 im Internet Archive); Peter Bergen: Holy War, The Free Press, New York 2001, S. 64 ff.
  45. Richard Miniter (Fox News, 24. September 2003): Dispelling the CIA-Bin Laden Myth
  46. Peter Bergen: Holy War. The Free Press, New York 2001, S. 64 ff.
  47. Jason Burke: Al Qaeda: The true story of radical Islam. 2. revidierte Auflage. Penguin, 2007, ISBN 978-0-14-103136-1, S. 59.
  48. Steve Coll: Ghost Wars: The Secret History of the CIA, Afghanistan, and bin Laden, from the Soviet Invasion to September 10, 2001. Neuauflage. Penguin, London 2005, ISBN 0-14-303466-9, S. 86 f.
  49. Offizielle Übersetzung des Osama-Bin-Laden-Videobands vom 13. Dezember 2001 (PDF; 88 kB)
  50. The Guardian: US urged to detail origin of tape, 15. Dezember 2001; Georg Restle, Ekkehard Sieker (Monitor Nr. 485, 20. Dezember 2001): Bin-Laden-Video: Falschübersetzung als Beweismittel? (Version vom 8. Februar 2002 im Internet Archive)
  51. Defense.gov, 13. Dezember 2011: Transcript of Usama bin Laden Video Tape (PDF; 88 kB); Bin-Laden-Video: Die Verhöhnung der Opfer. In: Der Spiegel. 13. Dezember 2001.
  52. Netzeitung.de, 21. Dezember 2001: Neue Zitate aus Bin-Laden-Video entschlüsselt (Version vom 22. November 2011 im Internet Archive)
  53. Bin Laden finally claims 9/11 attacks. In: Arab News vom 10. September 2002.
  54. Offizielle Transkription des Bin-Laden Videos (englisch). Washington Post, 1. November 2004.
  55. Duke Professor Skeptical of bin Laden Tape. In: Amber Rupinta (ABClocal, 19. Januar 2006); 911myths.com: Confession video.
  56. Monika Schwarz-Friesel, Evyatar Friesel, Jehuda Reinharz: Aktueller Antisemitismus – ein Phänomen der Mitte. Walther de Gruyter, Berlin 2010, ISBN 3-11-023010-0, S. 196.; Carl Miller, Matthew Moran (The Guardian, 31. Mai 2011): Conspiracy theorists, stop asking ’who benefits’
  57. Richard Landes, Steven T. Katz (Hrsg.): The Paranoid Apocalypse: A Hundred-Year Retrospective on the Protocols of the Elders of Zion. New York University Press, 2012, ISBN 0-8147-4892-9, S. 206.; Beispiele: Kevin Barrett: Truth Jihad: My Epic Struggle Against the 9/11 Big Lie, Progressive Press, 2007, S. 84.; Sander Hicks: Slingshot to the Juggernaut: Total Resistance to the Death Machine Means Complete Love of the Truth, Soft Skull Press, 2012, S. 163.
  58. Wolfgang Wippermann: Agenten des Bösen. Verschwörungstheorien von Luther bis heute, be.bra. Verlag berlin 2007, S. 136 f.
  59. Emerson Vermaat (Pipeline News.org): 9/11 Conspiracy Theories, Anti-Semitism and Anti-Americanism
  60. Details: The 9/11 Commission Report, 8.2: The Summer of Threat, S. 254–265. (PDF; 7,6 MB)
  61. ZDF/Arte, 2. Mai 2011: Amerikas Alptraum
  62. Sibel Edmonds (justacitizen.com, 20. Juni 2005): FBI & 9/11
  63. Christopher Hodapp, Alice von Kannon: Conspiracy Theories and Secret Societies For Dummies. 2011, S. 137
  64. Mathias Bröckers: Verschwörungstheoretische Anmerkungen zu einem Terroranschlag. auf: heise.de, 13. September 2001.
  65. Bulent Aras, Michael P. Croissont: Oil and Geopolitics in the Caspian Sea Region. Greenwood Press, 2000, Englisch, ISBN 0-275-96395-0, S. 11–16.
  66. Hans von Sponeck, Andreas Zumach: Irak – Chronik eines gewollten Krieges. Wie die Weltöffentlichkeit manipuliert und das Völkerrecht gebrochen wird. Kiepenheuer & Witsch, 2003, ISBN 3-462-03255-0, S. 19 f.
  67. Axis for peace, 18. November 2005: Final declaration
  68. Originaldokument vom 13. März 1962 (PDF; 796 kB); National Archives, 30. April 2001: Pentagon proposed Pretexts for Cuba Invasion in 1962
  69. James Bamford: Body of Secrets: anatomy of the ultra-secret National Security Agency. Anchor Books, 2002, ISBN 0-385-49908-6, S. 85 ff.; Textauszug online
  70. Kathryn Olmsted: Real Enemies: Conspiracy Theories and American Democracy, World War I to 9/11. Oxford University Press, 2009, S. 227.; Rudolf Stöber (Die Welt, 1. September 2003): Was ist Wahrheit?
  71. Project for the New American Century: Rebuilding America’s Defenses (September 2000), (PDF; S. 51)
  72. David Ray Griffin: The new Pearl Harbor: disturbing questions about the Bush administration and 9/11. Olive Branch Press, 2004, ISBN 1-56656-552-9, S. 92 ff.
  73. Matthew Chayes (New York Sun, 8. September 2006): Scholars Say Neocons May Have Planned 9/11
  74. Matthew Sparke: In the Space of Theory: Postfoundational Geographies of the Nation-State (Borderlines). University of Minnesota Press, 2005, ISBN 0-8166-3190-5, S. 259 f.; William W. Keller, Gordon R. Mitchell (Hrsg.): Hitting First: Preventive Force in U.S. Security Strategy (Security Continuum). University of Pittsburgh, 2006, ISBN 0-8229-5936-4, S. 15.
  75. Jerusalem Post, 15. September 2001
  76. ABC News: Were Israelis Detained on Sept. 11 Spies?
  77. 9/11 myths: Ariel Sharon; Anti Defamation League: Unraveling Anti-Semitic 9/11 Conspiracy Theories (PDF; 1,2 MB)
  78. Andreas von Bülow: Die CIA und der 11. September. Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste, München 2003, S. 216ff; zitiert nach Steinberg-Recherche
  79. Nationalzeitung (12. September 2003): 11. September: Alles erlogen?
  80. Washington Post (28. September 2001): Instant messages to Israel warned of WTC attack
  81. Snopes.com (Urban legends): Absent without leave
  82. Transcript of Hufschmid’s speech in Italy (17. September 2006)
  83. Christopher Bollyn (10. April 2007): The „War of Terror“ – a Zionist deception to control America
  84. Christopher Bollyn: 9/11 and Chertoff: Cousin wrote propaganda for PM
  85. Anonymus: Stranger than Fiction
  86. Camera (June 20, 2002): False Zionist quote: Sharon quote is fabricated
  87. Mathias Bröckers: Die Kosher Conspiracy (2. März 2002)
  88. BBC, 22. April 2008: Al-Qaeda accuses Iran of 9/11 lie
  89. Dave Carpenter (Associated Press, 18. September 2001): Exchange examines odd jump.
  90. Beispiele: Michael Ruppert (FTW, 9. Oktober 2001): Suppressed Details of Criminal Insider Trading Lead Directly into the CIA’s Highest Ranks.
  91. The 9/11 Comission Report (Kapitel 5, Fußnote 130) (PDF; 7,6 MB); Appendix A: The Financing of the 9/11 Plot (PDF; 99 kB)
  92. Mathias Bröckers (Heise, 18. Februar 2002): Propagandamythen aus dem Führerbunker
  93. CNN Live Event/Special (4. Dezember 2001): President Bush Holds Town Hall Meeting (Transkript)
  94. Russ Kick: Abuse your illusions: the disinformation guide to media mirages and establishment lies. The Disinformation Company, 2003, ISBN 0-9713942-4-5, S. 205 f.
  95. Beispiel: World Trade News: NORAD conducting Vigilant Guardian participants thought terrorist hijackings were part of exercise
  96. James Bamford (New York Times, 25. Juli 2004): A Pretext for War
  97. John J. Lumpkin (AP, 11. September 2002): Agency planned exercise on Sept. 11 built around a plane crashing into a building
  98. Mathias Bröckers, Christian C. Walther (Heise, 24. Juli 2011): Das Anthrax kam vom Militär
  99. René König: Eine Bewegung für die Wahrheit? Gesellschaftliche Wirklichkeitskonstruktion in Wikipedia am Beispiel alternativer Deutungen des 11. September 2001. Bielefeld 2009, S. 53 (online) (abgerufen am 11. März 2011)
  100. David Rostcheck, 11. September 2001, 15:12 Uhr Ortszeit: Message Concerning Collapse of the World Trade Center Towers.
  101. J. McMichael (25. November 2001): Muslims Suspend Laws of Physics! Part I
  102. Fotografie einer Person im Einschlagsbereich von WTC I
  103. Jim Hoffmann: Rezension zu Kevin Ryan
  104. David Ray Griffin: The 9/11 Commission Report: A 571-Page Lie. (Zusammenfassung von The 9/11 Commission Report: Omissions and Distortions, 2004)
  105. Andrew Burfield: Distortion of Fact (Claims 5-10)
  106. Tim Wilkinson (Sydney Herald, 11. September 2001): Why Did It Collapse?
  107. Zdeněk P. Bažant, Yong Zhou Why Did the World Trade Center Collapse? — Simple Analysis (PDF; 150 kB)
  108. Zdeněk P. Bažant, Jia-Liang Le, Frank R. Greening, David B. Benson: What Did and Did not Cause Collapse of WTC Twin Towers in New York (März 2008) (PDF; 746 kB)
  109. NIST: Factsheet 8, 2006
  110. Purdue University, 12. Juni 2007: Purdue creates scientifically based animation of 9/11 attack; A. Irfanoglu, C. M. Hoffmann: An Engineering Perspective of the Collapse of WTC-1. In: Journal of Performance of Constructed Facilities 22, 1 (2008), S. 62–67. Siehe auch Purdue University: WTC I Engineering Perspective (pdf; 853 kB).
  111. Brent Blanchard: A Critical Analysis of the Collapse of WTC Towers 1, 2 and 7 from an Explosives and Conventional Demolition Industry viewpoint (8. August 2006; PDF; 58 kB); Frank Greening: Energy Transfer in the WTC Collapse (PDF; 228 kB); Ryan Mackey: On Debunking 9/11 Debunking. Examining Dr. David Ray Griffin’s Latest Criticism of the NIST World Trade Center Investigation (2007)
  112. David Ray Griffin: The Mysterious Collapse of World Trade Center 7: Why the Official Final Report about 9/11 Is Unscientific and False. Interlink Publishing Group, 2009, ISBN 1-56656-786-6 (kaum Innenbrände: S. 117; genug Wasser: S. 171; freier Fall: S. 232 ff.; Blitze und Rauch: S. 280; BBC-Ansage: S. 115; Silverstein: S. 119)
  113. Richard Porter (BBC, 27. Februar 2007): Part of the conspiracy?
  114. Gespräch von Larry Silverstein mit Daniel DeNigro (NYPD), 11. September 2001 (MP3; 464 kB); vollständige Sendung: America Rebuilds, PBS Home Video, ISBN 0-7806-4006-3.
  115. 9/11 guide: Chief of Department FDNY (ret.) Daniel Nigro Addresses Conspiracy Theories (23. September 2007)
  116. 911myths: WTC7 pulled
  117. Ramon Gilsanz, Willa Ng: How the Loss or One Column May Have Led to thhe Collapse of WTC 7 (PDF; 959 kB)
  118. NIST: Final Report on the Collapse of World Trade Center Building 7 (2008, PDF, besonders ab Abschnitt 2.4, S. 21 ff., bis Abschnitt 3.6, S. 43 – Tabelle – bis 45)
  119. Debunking 911: Squibs; 911myths: Squibs
  120. 911myths.com: WTC 7 and Silverstein
  121. 911myths: Losing money at the WTC?
  122. Steven E. Jones: Why Indeed Did the WTC Buildings Completely Collapse? (PDF, September 2006; 5,0 MB)
  123. Frank Greening: Sulfur and the World Trade Center Disaster (PDF; 217 kB)
  124. Mark Roberts: Steven E. Jones’ Thermite / Thermate claims.
  125. Bentham Open Journals veröffentlichen Artikel für eine Autorengebühr ohne strengen Peer Review: The Charleston Advisor (15. Juli 2009): Advisor reviews – Standard review – Bentham Open, S. 30: Critical Evaluation (PDF; 412 kB); Marie-Paule Pileni, Expertin für Nanomaterial und Chefredakteurin des Bentham Chemistry Physical Journal, kündigte wegen des ohne ihr Wissen veröffentlichten Aufsatzes: Thomas Hoffmann (Videnskab.dk, 28. April 2009): Chefredaktør skrider efter kontroversiel artikel om 9/11
  126. Niels H Harrit: Active Thermitic Material Discovered in Dust from the 9/11 World Trade Center Catastrophe. Abgerufen am 11. Oktober 2010.
  127. David Ray Griffin: The Mysterious Collapse of World Trade Center 7: Why the Official Final Report about 9/11 Is Unscientific and False. Interlink Publication Group Incorporated, ISBN 1-56656-786-6, S. 62–66; Interviewbeispiel: Vimeo TV, 2. März 2011: Face to Face with Dr. Niels Harrit
  128. The Institute of Nanotechnology, 15. Juni 2009: Benthem Open.org: News Item Removed: Why?
  129. Denis G. Rancourt:Peer review of Harrit u. a. on 911 – Can’t see any nanothermite? Climate Guy, 9. November 2010.
  130. Gunnar Ries: Befand sich Nanothermit zwischen den Trümmern des World Trade Centers? www.wissenslogs.de, 29. Januar 2010.
  131. Mark Hightower (Wordpress.com, 8. September 2011): Engineer’s Nano-Thermite Challenge. (Version vom 31. Juli 2012 im Webarchiv Archive.today)
  132. NIST Factsheet, 21. April 2009 (updated 17. September 2010): Questions and Answers about the NIST WTC 7 Investigation
  133. M. P. Lelong: 9/11 Deceptions. Xlibris Corporation, 2011, S. 59 ff.; Stephan Lebert, Norbert Thomma: Interview des TAGESSPIEGEL vom 13. Januar 2002 mit Andreas von Bülow (PDF; 35 kB)
  134. Brian Taylor: Anti-Social Engineering the Hyper-Manipulated Self. 2010, ISBN 978-0-557-99909-5, S. 241 ff.
  135. Beispiel: Edward Hendrie: 9/11-Enemies Foreign and Domestic. Great Mountain Publishing, 2011, ISBN 978-0-9832627-3-2, S. 90.; referiert in: Brian Taylor: Anti-Social Engineering the Hyper-Manipulated Self. 2010, S. 245.
  136. Beispiel: Kevin Barrett: Truth Jihad: My Epic Struggle Against the 9/11 Big Lie. Progressive Press, 2007, ISBN 978-0-930852-99-3, S. 64.
  137. Alfred Goldberg, Sarandis Papadopoulos, Diane Putney: Pentagon 9/11. Bernan Press, 2007, ISBN 0-16-078328-3, S. 190.
  138. 49 USC § 1131 – General authority, a/2/B
  139. Integrated Consultants, Inc.: 911 Case Study: Pentagon Flight 77 (Video)
  140. Beispiel für eine Kerosinexplosion; Judicial Watch: September 11 video 2 of 2; Der Spiegel, 9. September 2006: Was ist auf den Pentagon-Videos zu sehen?
  141. Foto von Mark Faram, 11. September 2001, ca. 9:50 Uhr; abgedruckt in Popular Mechanics: Debunking 9/11 Myths, New York 2006, Abbildung 22 (zwischen S. 42 und 43)
  142. Beispiel: Terry Morin: Eyewitness Account of Pentagon Attack
  143. Popular Mechanics: Debunking 9/11 Myths. New York 2006, S. 63 ff.
  144. Disclaimer: 9-11 Research Does Not Endorse No-Jetliner Theories; Oil Empire: A short history of „No Planes“ hoaxes
  145. Mark Elsis: 911 Timeline; referiert bei Popular Mechanics: Debunking 9/11 Myths, New York 2006, S. 14.
  146. 9/11 Commission Report, Kapitel We have some planes …, S. 17 ff. (PDF; 7,6 MB)
  147. Popular mechanics: No stand-down order
  148. Jim Hoffman: Popular Mechanics’ Assault on 9/11 Truth (15. Juni 2005)
  149. Sendemanuskript Aktenzeichen 9.11. ungelöst – Lügen und Wahrheiten zum 11. September 2001 von Willy Brunner und Gerhard Wisnewski
  150. Post-Gazette (12. September 2001): Day of Terror: Outside tiny Shanksville, a fourth deadly stroke
  151. a b  Dominik Cziesche, Jürgen Dahlkamp, Ulrich Fichtner, Ulrich Jaeger, Gunther Latsch, Gisela Leske, Max F. Ruppert: Panoptikum des Absurden. In: Der Spiegel. Nr. 37, 2003, S. 58-76 (online).
  152. CBS News (20. Mai 2002): Flight 93: The Final Search
  153. David Dunbar, Brad Reagan: Debunking 9/11 Myths. Hearst, 2006, S. 77–81.
  154. David Dunbar, Brad Reagan: Debunking 9/11 Myths. Hearst, 2006, S. 81–83.
  155. Think and ask: Columbia Debris Overshadows Secrets of United Airlines Flight 93
  156. David Dunbar, Brad Reagan: Debunking 9/11 Myths. Hearst, 2006, S. 86–90.
  157. A.K. Dewdney: The Cellphone and Airfone Calls from Flight UA93
  158. David Dunbar, Brad Reagan: Debunking 9/11 Myths. Hearst, 2006, S. 83–86.
  159. Scott Pelley, CBS: The president’s story; behind the scenes with President Bush and his staff on 9/11. (11. September 2002, 8:00 pm)
  160. 9/11 Commission Report, S. 35–45. (PDF; 7,6 MB)
  161. Spiegel online (17. Juni 2004): 9/11-KOMMISSIONSBERICHT: Luftabwehr verpasste Chance zum Abschuss eines Terrorjets
  162. Michel Chossudovsky: Slip of the tongue? Rumsfeld admits that „Flight 93“ was shot down. (12. Mai 2007).
  163. News Transcript, 24. Dezember 2004: Secretary Rumsfeld Greets Troops in Mosul with Brig Gen. Ham
  164. CNN (27. Dezember 2004): Pentagon: Rumsfeld misspoke on Flight 93 crash
  165. Beispiel:Alexander Cockburn (Le monde diplomatique, 15. Dezember 2006): Hinter wem sie wirklich her sind. Verschwörungstheorien und der Zustand der Linken in den USA
  166. Stefan Schaaf: Der große Mumpitz (taz, 11. September 2003)
  167. Panorama, 21. August 2003: Juden, BKA und CIA – Absurde Verschwörungstheorien zum 11. September
  168. Bernd Pickert (taz vom 2. Juli 2003): Verschwörungsprofis unter sich
  169. Spiegel-Dossier (7. September 2006): Fakten zum 11. September
  170. Henryk M. Broder (7. Juni 2006): Ein deutscher Versuch, Bin Laden freizusprechen!
  171. Adrian Pohr: USA: Unbeliebtes Amerika (18. September 2006)
  172. Wolfgang Wippermann: Agenten des Bösen. Verschwörungstheorien von Luther bis heute. bebra Verlag, Berlin 2007, S. 139
  173. Tobias Jaecker: Antisemitische Verschwörungstheorien nach dem 11. September. Neue Varianten eines alten Deutungsmusters. LIT-Verlag, Münster 2004, S. 155ff u.ö.