Isländische Männer-Handballnationalmannschaft

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Die isländische Männer-Handballnationalmannschaft bei der Handball-Europameisterschaft 2010 in Österreich

Die isländische Männer-Handballnationalmannschaft vertritt Island bei internationalen Turnieren im Männerhandball.

Handball ist neben Fußball die populärste Sportart auf Island.[1] Seit den 1980er Jahren gehört die Männer-Nationalmannschaft zu den besten Handballnationen.

Zum ersten Mal erreichte Island das Halbfinale einer internationalen Meisterschaft beim olympischen Turnier 1992. Dort unterlag man dem Vereinten Team der Länder der ehemaligen Sowjetunion mit 20:22. Das Spiel um die Bronzemedaille wurde gegen Frankreich mit 20:24 verloren.

Bei den Olympischen Spielen in Peking errang Island mit dem Einzug in das Finale nach einem 36:30 gegen Spanien am 22. August 2008 den größten Erfolg in der Sportgeschichte des Landes. Im Endspiel am 24. August unterlag die Mannschaft Frankreich 23:28.[2][3] Wenige Minuten nach dem Schlusspfiff verkündete der isländische Präsident einen Feiertag, sodass alle Isländer arbeitsfrei bekamen. Bei der folgenden Qualifikation zur Handball-Weltmeisterschaft 2009 scheiterte Island überraschend an Mazedonien.

Eine weitere Halbfinalteilnahme gelang bei der Europameisterschaft 2010. Dort verlor das Team erneut gegen Frankreich, holte aber anschließend mit einem 29:26-Sieg über Polen die Bronzemedaille.

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London erreichte Island als Gruppenerster ohne Verlustpunkt die Finalrunde, verlor jedoch das Viertelfinale gegen Ungarn knapp mit 33:34. Im Anschluss an das Turnier beendete Guðmundur Guðmundsson seine Tätigkeit als Nationaltrainer. Sein Nachfolger wurde Aron Kristjánsson, der nach dem Vorrundenaus der isländischen Mannschaft bei der Europameisterschaft 2016 zurücktrat.[4] Im März 2016 übernahm Geir Sveinsson das Traineramt.[5]

Teilnahme an Meisterschaften (Halle)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handball-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handball-Europameisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Name Geburtsdatum Verein Position Größe
Torhüter
12 Aron Rafn Eðvarðsson 01.09.1989 SG BBM Bietigheim TW 2,04
1 Björgvin Páll Gústavsson 24.05.1985 Bergischer HC TW 1,93
Außen
9 Guðjón Valur Sigurðsson 08.08.1979 FC Barcelona LA 1,87
23 Arnór Þór Gunnarsson 23.10.1987 Bergischer HC RA 1,80
22 Stefán Rafn Sigurmannsson 19.05.1990 Rhein-Neckar Löwen LA 1,95
Kreisläufer
26 Bjarki Már Gunnarsson 10.08.1988 EHV Aue KM 1,97
3 Kári Kristján Kristjánsson 28.10.1984 ÍBV KM 1,98
18 Róbert Gunnarsson 22.05.1980 Paris Saint-Germain HB KM 1,90
2 Vignir Svavarsson 20.06.1980 HC Midtjylland KM 1,94
Rückraum
15 Alexander Petersson 02.07.1980 Rhein-Neckar Löwen RR 1,86
7 Arnór Atlason 23.07.1984 Saint-Raphaël Var Handball RM 1,92
4 Aron Pálmarsson 19.07.1990 MKB Veszprém RM 1,93
6 Ásgeir Örn Hallgrímsson 17.02.1984 USAM Nîmes RR 1,91
Guðmundur Hólmar Helgason 05.08.1992 Valur Reykjavík RL
Ólafur Guðmundsson 13.05.1990 IFK Kristianstad RL 1,94
Rúnar Kárason 24.05.1988 TSV Hannover-Burgdorf RR 1,93
10 Snorri Guðjónsson 17.10.1981 USAM Nîmes RM 1,87

Stand: 14. Januar 2016

Bekannte ehemalige Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein kleines Land mit einer großen Liebe derStandard.at, 7. August 2012, abgerufen am 9. Dezember 2012
  2. Frankreich holt erstes Handball-Gold Focus online, 24. August 2008, abgerufen am 9. Dezember 2012
  3. Ganz Island fiebert im Handball-Finale mit Focus online, 23. August 2008, abgerufen am 9. Dezember 2012
  4. hsi.is: Aron Kristjánsson lætur af störfum, abgerufen am 22. Januar 2016
  5. handball-world.com: Island hat einen neuen Nationaltrainer: Früherer Bundesliga-Coach übernimmt Verantwortung, abgerufen am 31. März 2016