Klink

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Klink
Klink
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Klink hervorgehoben
Koordinaten: 53° 29′ N, 12° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Seenlandschaft Waren
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 25,42 km2
Einwohner: 1109 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17192
Vorwahl: 03991
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 077
Adresse der Amtsverwaltung: Friedensstraße 11
17192 Waren (Müritz)
Webpräsenz: www.gemeinde-klink.info
Bürgermeister: Eckhard Knust (CDU)
Lage der Gemeinde Klink im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
BrandenburgLandkreis RostockLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Ludwigslust-ParchimBeggerowBorrentinHohenbollentinHohenmockerKentzlinKletzinLindenberg (Vorpommern)MeesigerNossendorfSarowSchönfeld (bei Demmin)SiedenbrünzowSommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)UtzedelVerchenWarrenzinDatzetalFriedland (Mecklenburg)Friedland (Mecklenburg)Friedland (Mecklenburg)GalenbeckGenzkowBasedow (Mecklenburg)Basedow (Mecklenburg)DuckowFaulenrostGielowKummerow (am See)MalchinNeukalenAlt SchwerinFünfseenGöhren-LebbinMalchow (Mecklenburg)Nossentiner HüttePenkowSilz (Mecklenburg)WalowZislowMirowPriepertPeenehagenWesenberg (Mecklenburg)Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte)Blankensee (Mecklenburg)BlumenholzCarpinGodendorfGrünow (Mecklenburg)HohenzieritzKlein VielenKratzeburgMöllenbeck (bei Neustrelitz)Schloen-DratowSchloen-DratowUserinWokuhl-DabelowBeseritzBlankenhofBrunn (Mecklenburg)NeddeminNeuenkirchen (bei Neubrandenburg)NeverinSponholzStavenTrollenhagenWoggersinWulkenzinZirzowAnkershagenKucksseePenzlinMöllenhagenAltenhof (Mecklenburg)BollewickBuchholz (bei Röbel)BütowFinckenGotthunGrabow-BelowGroß KelleKieveLärzLeizenLudorfMassowMelzPribornRechlinRöbel/MüritzSchwarz (Mecklenburg)SietowStuerVipperowWredenhagenZepkowGrabowhöfeGroß PlastenHohen WangelinJabelKargowKlinkKlocksinMoltzowMoltzowTorgelow am SeeVarchentinVollrathsruheBurg StargardBurg StargardCölpinGroß NemerowHolldorfLindetalPragsdorfBredenfeldeBriggowGrammentinGülzow (bei Stavenhagen)IvenackJürgenstorfKittendorfKnorrendorfMölln (Mecklenburg)RitzerowRosenowStavenhagenZetteminAltenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)AltentreptowBartow (Vorpommern)BreesenBreestBurowGnevkowGolchenGrapzowGrischowGroß TeetzlebenGültzKriesowPripslebenRöckwitzSiedenbollentinTützpatzWerder (bei Altentreptow)Wildberg (Vorpommern)WoldeGroß MiltzowKublankNeetzkaPetersdorf (bei Woldegk)SchönbeckSchönhausen (Mecklenburg)VoigtsdorfVoigtsdorfWoldegkDargunDemminFeldberger SeenlandschaftNeubrandenburgNeustrelitzWaren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Klink ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Seenlandschaft Waren mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Waren (Müritz) verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Klink ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Sie befindet sich auf einer Landenge zwischen Müritz und Kölpinsee. Der Ort hat circa 1000 Einwohner, die in den Ortsteilen Klink, Sembzin, Grabenitz und Eldenburg Süd leben.

Hotel Schloss Klink - Seeseite

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gutsbesitzer waren unter anderem die Familien von Gamm (ab 1375), später von Below, von Holstein (ab 1650), Kähler, von Hahn und Hermann. Das 646 Hektar große Rittergut erwarb 1897 Arthur von Schnitzler, er erweiterte das Gut auf 1150 Hektar. Nach dem Abriss des alten Gutshauses baute er bis 1898 Schloss Klink. Es wurde 1913 erweitert. Das Gut wurde nach 1945 aufgesiedelt. Das Schloss war ab 1945 Kommandantur der Roten Armee und von 1946 bis 1968 Flüchtlingsunterkunft. Nach einem Umbau von 1971 war es Schulungszentrum für das Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft. Nach Leerstand ab um 1991 und Umbau wird es seit 1997/98 als Schlosshotel genutzt. Das Verwalterhaus von 1898 wurde 1997 nach Umbau zum Hotel Altes Gutshaus.

Die Dorfkirche Klink stammt von 1736.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Sembzin eingegliedert.

1997 wurde die Müritz Klinik als Rehabilitationsklinik eröffnet. Die FDGB-Urlaubersiedlung von 1962 bis 1990 wurde zum Müritz-Hotel erweitert. Das 1974 eröffnete Hotel schloss Anfang 2015 und wurde am 28. September 2017 gesprengt, es soll durch einen Neubau ersetzt werden.[2][3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Wellenförmig gespalten; vorn in Blau ein nach links schreitender goldener Fischreiher; hinten in Gold ein schwebender, spitzbedachter roter Turm mit vier Fenstern übereinander.“

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde Klink ist gleichmäßig und quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Gold (Gelb) und Blau gestreift. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils ein Drittel der Länge der beiden Querstreifen übergreifend, das Wappen der Gemeinde. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hotel Schloss Klink (rechts die Steinmole)
  • Schloss Klink entstand im Neorenaissance-Stil 1898 nach Plänen von Hans Grisebach (Berlin) für den Kölner Auftraggeber Arthur Schnitzler (1857–1917, geadelt 1914).[4] Die runden Ecktürme und Erkerausbauten erinnern zum Beispiel an die Loireschlösser der französischen Renaissance. Das Gebäude gehörte bis 1945 der Familie von Schnitzler. Nach dem Krieg befanden sich darin die Gemeindeverwaltung und Wohnungen. Das Schloss ist in den 1970er Jahren baulich umfangreich erneuert worden und wurde vom FDGB-Feriendienst als Erholungsheim Schloß Klink genutzt. Jetzt befindet sich darin ein Hotel.
  • Urlauber-Siedlung Völkerfreundschaft des FDGBs.
  • Dorfkirche Klink: Den Backsteinbau an der Straße zum Schloss ließen Jacob Ernst von Holstein und Elisabeth Sophia von Bülow 1736 errichten. Daneben befindet sich die später angebaute Familiengruft.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befinden sich zahlreiche Hotels und Ferienwohnungen, darunter das Hotel Schloss Klink und das Gutshaus Klink. Das Müritz-Hotel wurde nach zwei Jahren Leerstand im September 2017 gesprengt.[5][6]

Der Ort verfügt über ein vielfältiges Freizeitangebot, zum Beispiel eine Bowlinganlage beim Schlosshotel, Tennishalle, Fußballplatz, Tennisplatz und Yachthafen. Seit 2000 gibt es im Ortsteil Sembzin einen Reisemobil- und Wohnwagenstellplatz.

1997 wurde eine der größten Rehabilitationskliniken Mecklenburg-Vorpommerns eröffnet. Die Müritz Klinik, eine Einrichtung der FOCUS Medical Klinikgesellschaft mbH, betreut Patienten in den Fachbereichen Orthopädie, Kardiologie, Urologie, Rheumatologie und – als Besonderheit – Transplantationsvor- und nachsorge. Die Klinik entstand auf dem Gelände der 1962–1990 bestehenden FDGB-Urlaubersiedlung Klink, die mit zahlreichen Bungalows bebaut war. In den 1970er Jahren wurde das Objekt um das Müritz-Hotel erweitert. In dieser Zeit betrieb der FDGB-Feriendienst auch das Schloß Klink als Ferienobjekt.

Großen Anteil am Gemeindeleben machen die Aktivitäten des MSV Beinhart Klink aus, in dem die Bewohner in den Sportarten Gymnastik, Fußball, Volleyball, Eishockey und Tennis aktiv sind.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klink – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. www.spiegel.de
  3. Spektakuläre Sprengung: Müritz-Hotel Klink mit Luftaufnahmen in 4K, Video veröffentlicht am 28. September 2017 (YouTube, Nutzer inselvideo)
  4. http://www.gemeinde-klink.info/schlossklink/178-schlossgeschichte-in-jahren
  5. Vorzeigebau aus DDR-Zeiten Müritz-Hotel wird gesprengt.
  6. Müritz-Hotel geht in die Luft. In: Spiegel Online. 28. September 2017.