Blankenhof

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Blankenhof führt kein Wappen
Blankenhof
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Blankenhof hervorgehoben
Koordinaten: 53° 35′ N, 13° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Neverin
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 18,22 km2
Einwohner: 725 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17039
Vorwahlen: 0395, 03962
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 010
Adresse der Amtsverwaltung: Neubrandenburger Str. 48
17235 Neverin
Webpräsenz: www.amtneverin.de
Bürgermeister: Klaus Hinz
Lage der Gemeinde Blankenhof im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Blankenhof ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Neverin mit Sitz in gleichnamiger Gemeinde verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleiner See bei Blankenhof

Die Gemeinde Blankenhof ist der westliche Nachbarort der Kreisstadt Neubrandenburg. Das Gemeindegebiet reicht von der Niederung des Aalbaches bis auf die höhergelegene Grundmoräne, die sich westlich des Tollensetales hinzieht, dabei erreicht der Blocksberg 85 Meter über NN.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Blankenhof gehören die Ortsteile Chemnitz und Gevezin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blankenhof ist eine Aufsiedlung von 1805.

Chemnitz tauchte erstmals 1305 in Urkunden auf.
Der Name Chemnitz leitet sich von kamjeń für Stein ab, was sich vermutlich von der an Steinen (Findlinge) reichen Umgebung herleitet.[2]
Die Gotische Feldsteinkirche wurde 1305 gebaut; der hölzerner Turmaufsatz stammt vom 18. Jh. Das Gutshaus aus der Mitte des 19. Jh. besaß bis 1945 die Familie von Klinggräff.

Gevezin wurde erstmals 1311 genannt. Die Feldsteinkirche stammt aus der späten Gotik. Das Gutshaus wurde 1912 gebaut.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gotische Feldsteinkirche in Chemnitz geweiht im Jahre 1305 von Bischoff Heinrich von Kammin; westl. hölzerner Turmaufsatz vom 18. Jh. mit 6-eckigem Spitzhelm mit kleiner Kirchglocke von früher 3; Innen: Blattornament bemalte Flachdecke. Die Kirche besitzt eine Orgel von Carl Noebe[3] aus dem Jahr 1845.
  • Das Gutshaus Chemnitz mit Park war bis 1945 der Familie von Klinggräff; 2/3-geschossiger Putzbau im Kern vom Anfang des 18. Jahrhunderts; Gartensaal aus der Mitte des 19. Jh.; drei Ecktürme mit geschwungenen Hauben von um 1900; aktuell: Leerstand.
  • Grooter Stein, ein etwa 42 Kubikmeter großer und 70 Tonnen schwerer Findling.
  • Spätgotische Feldsteinkirche Gevezin auf älteren Resten; Westturm mit stattlichem Fachwerk-Dachreiter von 1786; flache, bemalte Balkendecke, Kanzelaltar vom 18. Jh.
  • Gutshaus Gevezin mit Park als eingeschossiger Putzbau von 1912 im Jugendstil mit Mittelrisalit, Sockelgeschoss und Mansarddach nach Plänen von Giesecke. Das Anwesen wurde vom Sammler und Autoren Karl-Heinrich Gehricke erworben und diente bis 2012 als Indianermuseum.[4]
  • Linde in Blankenhof

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chemnitz liegt an der B 104. Sie führt – wie auch die Bahnlinie, an der der Bahnhof Blankenhof liegt – von Neubrandenburg nach Güstrow. Eine Verbindungsstraße führt in die nahe Kleinstadt Penzlin.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Blankenhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde. Jahrbücher für Geschichte. Band 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 33 (Digitalisat in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern [abgerufen am 30. Juli 2015]).
  3. Doreen Gliemann (V. i. S. d. P.), Amt für Öffentlichkeitsdienst (AfÖ), Hamburg: Chemnitz - nordkirche.de. Abgerufen am 2. Juni 2017.
  4. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. Band 1. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3). Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, S. 286–290.