Sponholz

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Sponholz (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sponholz
Sponholz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sponholz hervorgehoben
Koordinaten: 53° 33′ N, 13° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Neverin
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 26,96 km2
Einwohner: 724 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17039
Vorwahlen: 0395, 039606
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 140
Adresse der Amtsverwaltung: Neubrandenburger Str. 48
17235 Neverin
Webpräsenz: amtneverin.de
Bürgermeister: Ralph-Günter Schult
Lage der Gemeinde Sponholz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Brandenburg Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim Beggerow Borrentin Hohenbollentin Hohenmocker Kentzlin Kletzin Lindenberg (Vorpommern) Meesiger Nossendorf Sarow Schönfeld (bei Demmin) Siedenbrünzow Sommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Utzedel Verchen Warrenzin Datzetal Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Galenbeck Genzkow Basedow (Mecklenburg) Basedow (Mecklenburg) Duckow Faulenrost Gielow Kummerow (am See) Malchin Neukalen Alt Schwerin Fünfseen Göhren-Lebbin Malchow (Mecklenburg) Nossentiner Hütte Penkow Silz (Mecklenburg) Walow Zislow Mirow Priepert Peenehagen Wesenberg (Mecklenburg) Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte) Blankensee (Mecklenburg) Blumenholz Carpin Godendorf Grünow (Mecklenburg) Hohenzieritz Klein Vielen Kratzeburg Möllenbeck (bei Neustrelitz) Schloen-Dratow Schloen-Dratow Userin Wokuhl-Dabelow Beseritz Blankenhof Brunn (Mecklenburg) Neddemin Neuenkirchen (bei Neubrandenburg) Neverin Sponholz Staven Trollenhagen Woggersin Wulkenzin Zirzow Ankershagen Kuckssee Penzlin Möllenhagen Altenhof (Mecklenburg) Bollewick Buchholz (bei Röbel) Bütow Fincken Gotthun Grabow-Below Groß Kelle Kieve Lärz Leizen Ludorf Massow Melz Priborn Rechlin Röbel/Müritz Schwarz (Mecklenburg) Sietow Stuer Vipperow Wredenhagen Zepkow Grabowhöfe Groß Plasten Hohen Wangelin Jabel Kargow Klink Klocksin Moltzow Moltzow Torgelow am See Varchentin Vollrathsruhe Burg Stargard Burg Stargard Cölpin Groß Nemerow Holldorf Lindetal Pragsdorf Bredenfelde Briggow Grammentin Gülzow (bei Stavenhagen) Ivenack Jürgenstorf Kittendorf Knorrendorf Mölln (Mecklenburg) Ritzerow Rosenow Stavenhagen Zettemin Altenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Altentreptow Bartow (Vorpommern) Breesen Breest Burow Gnevkow Golchen Grapzow Grischow Groß Teetzleben Gültz Kriesow Pripsleben Röckwitz Siedenbollentin Tützpatz Werder (bei Altentreptow) Wildberg (Vorpommern) Wolde Groß Miltzow Kublank Neetzka Petersdorf (bei Woldegk) Schönbeck Schönhausen (Mecklenburg) Voigtsdorf Voigtsdorf Woldegk Dargun Demmin Feldberger Seenlandschaft Neubrandenburg Neustrelitz Waren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Sponholz ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Neverin mit Sitz in der gleichnamigen Gemeinde verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Sponholz liegt knapp zehn Kilometer östlich von Neubrandenburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind Rühlow, Sponholz und Warlin. Des Weiteren liegen die Ansiedlungen Andreashof, Ausbau, Bahnhof Sponholz, Sponholzer Mühle und Volkmannshof im Gemeindegebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sponholz wurde erstmals 1496 urkundlich erwähnt. Der Ort und die Kirche wurden im Dreißigjährigen Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen. Um 1795 war Sponholz kurzzeitig Sitz eines Herzoglichen Domänenamtes in Mecklenburg-Strelitz, das im Zuge einer Verwaltungsreform in den ersten Regierungsjahren von Herzog Karl II. aufgelöst wurde. Gutsbesitzer waren unter anderem die Familien Oertzen (ab 1701) und von Altrock. Das Herrenhaus stammt von 1745. 1790 tauschte Herzog Adolf Friedrich IV. die Domäne Staven gegen das Gut Sponholz ein und nutzte es als Sommersitz. Das unvollendet Gutshaus war nach 1945 Flüchtlingsunterkunft und danach Gemeindebüro und Jugendclub.
Seit dem Jahr 1867 hat Sponholz einen Eisenbahnanschluss.

Warlin wurde 1731 durch Ankauf des Herzogtums eine Domäne, die nach 1945 aufgesiedelt wurde. Das Gutshaus der Pächter stammt von um 1880.

Fusion: Am 13. Juni 2004 fand die Fusion der Gemeinden Sponholz und Warlin (mit Ortsteil Rühlow) statt.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen und Dienstsiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Sponholz führt ein Wappen und ein Dienstsiegel. Der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern erteilte der damaligen Gemeinde Sponholz am 19. April 1996 die Erlaubnis, das nachstehend beschriebene und unter der Nr. 99 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registrierte Wappen zu führen. Am 13. Juni 2004 wurden Sponholz und Warlin zu einer neuen Gemeinde zusammengeschlossen, die beschloss, den Namen und das Wappen der bisherigen Gemeinde Sponholz weiterzuführen. Die Erlaubnis dazu erteilte der Innenminister am 31. März 2010 und das Gemeindewappen wurde mit der Nr. 332 in die Wappenrolle des Landes neu eingetragen. Innenminister Lorenz Caffier überreichte der Gemeinde das Wappen in einer öffentlichen Feier am 19. April 2010.

Wappenbeschreibung
„In Rot eine schräglinks gestellte goldene Krone, durchsteckt von einem silbernen Schrägbalken mit zwei abgespreizten, an den Enden eingerollten Spänen, von denen der obere nach links und der untere nach rechts gerichtet ist.“[3]

Das Wappen wurde von dem Dürener Heraldiker und Genealogen Lothar Müller-Westphal gestaltet.

Dienstsiegel

Das Dienstsiegel der Gemeinde zeigt das Gemeindewappen und die Umschrift „GEMEINDE SPONHOLZ • LANDKREIS MECKLENBURGISCHE SEENPLATTE“.[3] Vor der Annahme und Genehmigung des eigenen Gemeindewappens führte die Gemeinde als Dienstsiegel das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteiles Mecklenburg, einem hersehenden Stierkopf mit abgerissenem Halsfell und Krone und der Umschrift „GEMEINDE SPONHOLZ • LANDKREIS MECKLENBURG-STRELITZ“.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sanierungsbedürftiges, zweigeschossiges Herrenhaus Sponholz von 1745 nach Plänen von Baumeister Julius Löwe mit dreigeschossigem Mittelrisalit.[5][6]
  • Gutshaus Warlin, ein eingeschossiger Klinkerbau mit Krüppelwalm von um 1880.[7]
  • Fachwerkkirche Sponholz
  • Feldsteinkirche Warlin
  • Feldsteinkirche Rühlow mit Backstein-Turmaufsatz
  • Wassermühle in Sponholz

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Sponholz

Am Zusammentreffen der Bundesstraßen 104 und 197 gelegen, ist Sponholz verkehrstechnisch sehr gut angebunden. Die Bahnstrecke Neubrandenburg–Pasewalk führt ebenfalls durch den Ort. Die Gemeinde ist auch über die Bundesautobahn 20 über die rund sechs Kilometer entfernte Anschlussstelle Neubrandenburg-Ost zu erreichen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Literatur über Sponholz in der Landesbibliographie MV
  • Das Land Stargard. In: Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Freistaates Mecklenburg-Strelitz. Im Auftrage des Ministeriums (Abteilung für Unterricht und Kunst). I. Band, III. Abteilung: Die Amtsgerichtsbezirke Friedland (2. Hälfte), Stargard und Neubrandenburg – bearbeitet von Georg Krüger, Oberkirchenrat zu Neustrelitz. Kommissionsverlag der Brünslowschen Verlagsbuchhandlung (E. Brückner), Neubrandenburg 1929, Amtsgerichtsbezirk Stargard – Sponholz, S. 285 ff. (online [abgerufen am 5. Juli 2017]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sponholz – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeindegebietsänderungen 2004 (PDF; 62 kB) – Statistisches Landesamt MV
  3. a b § 1 der Hauptsatzung der Gemeinde Sponholz nach der 2. Satzung zur Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde Sponholz vom 23. November 2011 (PDF, 62 kB). Die Satzung trat rückwirkend zum 1. November 2011 in Kraft.
  4. § 1 der Hauptsatzung der Gemeinde Sponholz vom 17. Februar 2009 (PDF, 175 kB)
  5. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3), Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, Band 2, S. 857–868.
  6. Eintrag zu Gutshaus Sponholz in der privaten Datenbank „Alle Burgen“, abgerufen am 27. April 2017.
  7. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3), Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, Band 2, S. 957–964.