Möllenbeck (bei Neustrelitz)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Möllenbeck führt kein Wappen
Möllenbeck (bei Neustrelitz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Möllenbeck hervorgehoben
Koordinaten: 53° 23′ N, 13° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Neustrelitz-Land
Höhe: 93 m ü. NHN
Fläche: 36,21 km2
Einwohner: 703 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17237
Vorwahl: 039826
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 100
Adresse der Amtsverwaltung: Marienstraße 5
17235 Neustrelitz
Webpräsenz: www.amtneustrelitz-land.de
Bürgermeister: Reinhard Pahlke
Lage der Gemeinde Möllenbeck im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Möllenbeck ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Süden Mecklenburg-Vorpommerns. Sie wird vom Amt Neustrelitz-Land mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Neustrelitz verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Möllenbeck liegt in einem Grundmoränengebiet, das sich von Neustrelitz und Neubrandenburg ostwärts bis in die Uckermark hinzieht. In diese hügelige Gegend sind sehr viele Seen oder Seenketten eingestreut. So auch in Möllenbeck: hier reihen sich drei kleine Seen (ursprünglich fünf Seen) in Südwest-Nordostrichtung aneinander, die ein Graben miteinander verbindet. Südlich und östlich von Möllenbeck befindet sich der große Naturpark Feldberger Seenlandschaft. Möllenbeck liegt etwa 25 Kilometer von Neubrandenburg entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Möllenbeck gehören die Orte Flatow, Möllenbeck, Quadenschönfeld, Quadenschönfeld Bahnhof, Stolpe, Warbende und Warbende Ausbau.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teile des heutigen Gemeindegebietes waren im Mittelalter Besitz des Klosters Himmelpfort. Flatow und Warbende waren seit 1305 Teilbesitz des Klosters. 1438 wurde Flatow zum Vollbesitz, ebenfalls Warbende zu einem unbekannten Zeitpunkt. 1408 kam schließlich der Hof Meygreven in Klosterbesitz.

Quadenschönfeld: Das Herrenhaus wurde um 1800 im Auftrag von Friedrich von Warburg gebaut. Das Gut besaßen u. a. die Familien von Warburg bis (1774–1883) und von Bernstorff (1883–1945).

Stolpe wurde 1837 von Quadenschönfeld getrennt als es Hellmut Otto Friedrich von Warburg übernahm. Gutsbesitzer waren zudem kurz vor 1900 Großherzog Friedrich Wilhelm II. und ab 1920 Carl Michael zu Mecklenburg sowie ab um 1930 der Freistaat Mecklenburg-Strelitz. Unter dem NS-Reichsleiter Martin Bormann gehörte Stolpe zur Güterverwaltung Nord. 1945 wurde das Gutshaus von 1840 auf Befehl von Bormann durch ein SS-Kommando niedergebrannt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Möllenbeck, eine gotische Feldsteinkirche vom 14. Jahrhundert
  • Dorfkirche Quadenschönfeld, eine gotische Feldsteinkirche vom Anfang des 15. Jahrhunderts
  • Kirche Warbende, eine gotische Feldsteinkirchen vom frühen 14. Jahrhundert
  • Herrenhaus Quadenschönfeld, klassizistischer Bau von um 1800[3]
  • Empfangsgebäude des ehemaligen Bahnhaltepunktes Quadenschönfeld
  • Historische Diesellok
  • Burgwall Quadenschönfeld slawisches Bodendenkmal aus dem 8. bis 9. Jahrhundert.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 198 von Neustrelitz über Woldegk ins brandenburgische Prenzlau führt durch die Gemeinde Möllenbeck sowie den Ortsteil Stolpe. Von dieser Bundesstraße zweigen hier die wichtigen Verbindungsstraßen nach Neubrandenburg und in die Großgemeinde Feldberger Seenlandschaft ab. Der nächste Bahnhof befindet sich in der sieben Kilometer entfernten Nachbargemeinde Blankensee an der Bahnstrecke Neustrelitz–Stralsund. Bis 1945 gab es in den heutigen Ortsteilen Flatow und Quadenschönfeld ebenfalls Bahnhöfe, die an der zu Reparationszwecken abgebauten Bahnstrecke Neustrelitz–Strasburg lagen. Die Anbindung wird heute, unter der Woche, mit den Linienbussen der MVVG sichergestellt. In den Schulferien ist das Angebot teils auf einzelne Wochentage beschränkt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Möllenbeck (bei Neustrelitz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Geodatenviewer des Amtes für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen Mecklenburg-Vorpommern (Hinweise)
  3. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3), Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, Band 2, S. 730–736.