Nossentiner Hütte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Nossentiner Hütte führt kein Wappen
Nossentiner Hütte
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nossentiner Hütte hervorgehoben
Koordinaten: 53° 32′ N, 12° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Malchow
Höhe: 69 m ü. NHN
Fläche: 40,11 km2
Einwohner: 672 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17214
Vorwahl: 039927
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 113
Adresse der Amtsverwaltung: Alter Markt 1
17213 Malchow
Webpräsenz: www.amt-malchow.de
Bürgermeisterin: Birgit Kurth
Lage der Gemeinde Nossentiner Hütte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
BrandenburgLandkreis RostockLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Ludwigslust-ParchimBeggerowBorrentinHohenbollentinHohenmockerKentzlinKletzinLindenberg (Vorpommern)MeesigerNossendorfSarowSchönfeld (bei Demmin)SiedenbrünzowSommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)UtzedelVerchenWarrenzinDatzetalFriedland (Mecklenburg)Friedland (Mecklenburg)Friedland (Mecklenburg)GalenbeckGenzkowBasedow (Mecklenburg)Basedow (Mecklenburg)DuckowFaulenrostGielowKummerow (am See)MalchinNeukalenAlt SchwerinFünfseenGöhren-LebbinMalchow (Mecklenburg)Nossentiner HüttePenkowSilz (Mecklenburg)WalowZislowMirowPriepertPeenehagenWesenberg (Mecklenburg)Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte)Blankensee (Mecklenburg)BlumenholzCarpinGodendorfGrünow (Mecklenburg)HohenzieritzKlein VielenKratzeburgMöllenbeck (bei Neustrelitz)Schloen-DratowSchloen-DratowUserinWokuhl-DabelowBeseritzBlankenhofBrunn (Mecklenburg)NeddeminNeuenkirchen (bei Neubrandenburg)NeverinSponholzStavenTrollenhagenWoggersinWulkenzinZirzowAnkershagenKucksseePenzlinMöllenhagenAltenhof (Mecklenburg)BollewickBuchholz (bei Röbel)BütowFinckenGotthunGrabow-BelowGroß KelleKieveLärzLeizenLudorfMassowMelzPribornRechlinRöbel/MüritzSchwarz (Mecklenburg)SietowStuerVipperowWredenhagenZepkowGrabowhöfeGroß PlastenHohen WangelinJabelKargowKlinkKlocksinMoltzowMoltzowTorgelow am SeeVarchentinVollrathsruheBurg StargardBurg StargardCölpinGroß NemerowHolldorfLindetalPragsdorfBredenfeldeBriggowGrammentinGülzow (bei Stavenhagen)IvenackJürgenstorfKittendorfKnorrendorfMölln (Mecklenburg)RitzerowRosenowStavenhagenZetteminAltenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)AltentreptowBartow (Vorpommern)BreesenBreestBurowGnevkowGolchenGrapzowGrischowGroß TeetzlebenGültzKriesowPripslebenRöckwitzSiedenbollentinTützpatzWerder (bei Altentreptow)Wildberg (Vorpommern)WoldeGroß MiltzowKublankNeetzkaPetersdorf (bei Woldegk)SchönbeckSchönhausen (Mecklenburg)VoigtsdorfVoigtsdorfWoldegkDargunDemminFeldberger SeenlandschaftNeubrandenburgNeustrelitzWaren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Nossentiner Hütte ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Malchow mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Nossentiner Hütte liegt in der Mecklenburgischen Seenplatte etwa sechs Kilometer nördlich der Stadt Malchow und 17 Kilometer westlich von Waren (Müritz) am Ost- und Nordufer des Drewitzer Sees. Der größte Teil des Gemeindegebietes liegt im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide und ist bewaldet, lediglich der südliche Zipfel ist durch Ackerflächen geprägt. Im Süden liegt mit dem 96,8 m ü. NHN hohen Pickberg die größte Erhebung. Zu den Ufern des Drewitzer Sees fällt das Gelände auf 62,4 Meter ab. Innerhalb der Gemeindegrenzen befinden sich nur wenige und kleine stehende Gewässer.

Zur Gemeinde Nossentiner Hütte gehören die Ortsteile Drewitz, Nossentiner Hütte und Sparow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nossentiner Hütte wurde 1751 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name rührt von der Existenz von Glashütten und Teeröfen zu dieser Zeit. Nach 1990 nahm die touristische Bedeutung der Region stark zu. Ein württembergischer Unternehmer erneuerte und erweiterte den ehemaligen Gutshof in Sparow. Die Rekonstruktion des verfallenen Gutshauses und die Errichtung von Unterkünften mit entsprechender Infrastruktur machten ihn zu einer Urlaubs- und Ferienanlage.

Sparow wurde 1500 urkundlich erstmals erwähnt. Gutsbesitzer waren u. a. die Familien Diederich und Jasper von Flotow (bis 1500), Hinrich Berends, von Wangelin (ab 1624), von Knut und von Pitzbuer (ab 1692), von Holle (ab 1725), von Raven (ab 1747), Herzog Friedrich Franz I. (ab 1789), Graf von Blücher (ab 1812) und Neckel (1850–1945). Das im Kern barocke Gutshaus wurde oft umgebaut, zuletzt 1998 zum Hotel. Der Ort wurde am 1. Juli 1950 eingemeindet.

In Drewitz hatte Erich Mielke 1982 für Erich Honecker eine Jagdresidenz mit einem strohgedeckten Bootshaus am Drewitzer See gebaut. 1998 wurde dieses Anwesen privatisiert und zu einer Feriensiedlung umgestaltet.[2] Heute wird diese Anlage als Naturresort Drewitz durch die niederländische Hotelkette Van der Valk betrieben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kapelle St. Hubertus in Sparow, 1999 errichtet
  • Gutshaus Sparow, seit 1998 Hotel
  • Teerofen in Sparow
  • Van der Valk Naturresort Drewitz
  • Großsteingrab am Drewitzer See

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kommunistische Politikerin Marie Henning (1895–1948) wurde in Nossentiner Hütte geboren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nossentiner Hütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Axel Wermelskirchen: Holländer machen Jagd auf Honeckers Jagdsitz. In: FAZ. 21. November 2011, abgerufen am 14. Oktober 2016.