Werder (bei Altentreptow)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Werder führt kein Wappen
Werder (bei Altentreptow)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Werder hervorgehoben
Koordinaten: 53° 43′ N, 13° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Treptower Tollensewinkel
Höhe: 22 m ü. NHN
Fläche: 30 km2
Einwohner: 561 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17089
Vorwahl: 03969
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 158
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Rathausstraße 1
17087 Altentreptow
Bürgermeister: Michael Frese
Lage der Gemeinde Werder im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
BrandenburgLandkreis RostockLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Ludwigslust-ParchimBeggerowBorrentinHohenbollentinHohenmockerKentzlinKletzinLindenberg (Vorpommern)MeesigerNossendorfSarowSchönfeld (bei Demmin)SiedenbrünzowSommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)UtzedelVerchenWarrenzinDatzetalFriedland (Mecklenburg)Friedland (Mecklenburg)Friedland (Mecklenburg)GalenbeckGenzkowBasedow (Mecklenburg)Basedow (Mecklenburg)DuckowFaulenrostGielowKummerow (am See)MalchinNeukalenAlt SchwerinFünfseenGöhren-LebbinMalchow (Mecklenburg)Nossentiner HüttePenkowSilz (Mecklenburg)WalowZislowMirowPriepertPeenehagenWesenberg (Mecklenburg)Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte)Blankensee (Mecklenburg)BlumenholzCarpinGodendorfGrünow (Mecklenburg)HohenzieritzKlein VielenKratzeburgMöllenbeck (bei Neustrelitz)Schloen-DratowSchloen-DratowUserinWokuhl-DabelowBeseritzBlankenhofBrunn (Mecklenburg)NeddeminNeuenkirchen (bei Neubrandenburg)NeverinSponholzStavenTrollenhagenWoggersinWulkenzinZirzowAnkershagenKucksseePenzlinMöllenhagenAltenhof (Mecklenburg)BollewickBuchholz (bei Röbel)BütowFinckenGotthunGrabow-BelowGroß KelleKieveLärzLeizenLudorfMassowMelzPribornRechlinRöbel/MüritzSchwarz (Mecklenburg)SietowStuerVipperowWredenhagenZepkowGrabowhöfeGroß PlastenHohen WangelinJabelKargowKlinkKlocksinMoltzowMoltzowTorgelow am SeeVarchentinVollrathsruheBurg StargardBurg StargardCölpinGroß NemerowHolldorfLindetalPragsdorfBredenfeldeBriggowGrammentinGülzow (bei Stavenhagen)IvenackJürgenstorfKittendorfKnorrendorfMölln (Mecklenburg)RitzerowRosenowStavenhagenZetteminAltenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)AltentreptowBartow (Vorpommern)BreesenBreestBurowGnevkowGolchenGrapzowGrischowGroß TeetzlebenGültzKriesowPripslebenRöckwitzSiedenbollentinTützpatzWerder (bei Altentreptow)Wildberg (Vorpommern)WoldeGroß MiltzowKublankNeetzkaPetersdorf (bei Woldegk)SchönbeckSchönhausen (Mecklenburg)VoigtsdorfVoigtsdorfWoldegkDargunDemminFeldberger SeenlandschaftNeubrandenburgNeustrelitzWaren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Werder ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Sie liegt nördlich von Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Bis zum 1. Januar 2004 war die Gemeinde Teil des Amtes Tollensetal und ist seitdem Teil des Amtes Treptower Tollensewinkel mit Sitz in Altentreptow.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werder liegt ca. sechs Kilometer nordöstlich von Altentreptow. Die B 96 verläuft westlich der Gemeinde. Durch die Gemeinde führt die A 20. Sie ist über den Anschluss Altentreptow zu erreichen. Die Gemeinde liegt auf dem Treptower Werder einer Niederung zwischen Tollense, Großen Landgraben und Kleinen Landgraben.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werder
  • Kölln
  • Wodarg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wodarg

Das ritterschaftliche Gut Wodarg war alter Besitz der Familie von Walsleben, dann der von Preen und schließlich gelangte es an die weit verbreiteten von Maltzahn. Letztere besaßen das 900 ha große Gut bis 1945. 1733 wurde das Gutshaus erbaut, 1919 erhielt es nach Plänen des Architekten Wilhelm Freiherr von Tettau einen seitlichen Anbau[2]. Das Gutshaus ist ein eingeschossiger Putzbau von 7 Achsen, drei weitere entfallen auf den Anbau und den zurückgesetzten Verbindungstrakt. Die Gutsanlage mit drei wuchtigen Stallscheunen ist noch erhalten. Ein englischer Landschaftspark vervollständigt das Anwesen.

Der letzte Besitzer Gerhard von Maltzahn wurde 1945 von der Sowjetarmee abgeholt und galt als verschollen. Nach 1989 konnte aufgeklärt werden, dass er in einer Sandgrube bei Kölln von sowjetischen Truppen erschossen wurde.[3] Die Familie wurde vertrieben und das Gut in der Bodenreform aufgesiedelt. Im Gutshaus waren nach der Phase als Wohnhaus für Flüchtlinge, verschiedene Nutzungen, wie Gaststätte, Verwaltung, Konsum usw. zugeführt.[4]

Am 1. Juli 1950 wurde Wodarg eingegliedert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gutshaus Wodarg

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Werder (bei Altentreptow)

  • Barocke Feldsteinkirche von Werder von 1751 mit Taufstein aus dem 13. Jahrhundert,
  • Burgruine Conerow; 2,5 km westlich des Ortsteils Wodarg
  • Kirche Kölln, Feldsteinkirche aus dem 15./16. Jahrhundert mit hohen, hölzernen Westturm.
  • Neuromanischen Kirche in Wodarg; Backsteinbau mit einzelnen Feldsteinen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
  • Gutsanlage und Gutshaus Wodarg von 1733 mit Mittelrisalit, zweiachsigem Seitenrisalit und Mansarddach.
  • Gutshaus Werder

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Werder (bei Altentreptow) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2017 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ulrich Maximilian Schumann: Wilhelm Freiherr von Tettau. 1872–1929. Architektur in der Krise des Liberalismus, gta Verlag, Zürich 2002, ISBN 3-85676-101-2, S. 130/131.
  3. Lage des Kriegsgrabes: http://www.openstreetmap.org/node/2601529169#map=19/53.77783/13.33342
  4. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 212, ISBN 3-88042-636-8