Borrentin

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Borrentin führt kein Wappen
Borrentin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Borrentin hervorgehoben
Koordinaten: 53° 49′ N, 12° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Demmin-Land
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 48,12 km2
Einwohner: 833 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17111
Vorwahl: 039994
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 014
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Goethestraße 43
17109 Demmin
Webpräsenz: www.amt-demmin-land.de
Bürgermeister: Thomas Hannemann
Lage der Gemeinde Borrentin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Borrentin ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Sie liegt südlich von Demmin. Sie gehört dem Amt Demmin-Land an, das seinen Verwaltungssitz in der Demmin hat. Bis zum 1. Juli 2004 war Borrentin Amtssitz des Amtes Borrentin.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Borrentin liegt etwa zwölf Kilometer südlich von Demmin und zwölf Kilometer nördlich von Stavenhagen. Die Bundesstraße 194 führt durch die Gemeinde. Westlich der Gemeinde befindet sich der Kummerower See. Bis in die 1950er Jahre besaß der Ortsteil Metschow einen Kleinbahnanschluss.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Borrentin
  • Gnevezow
  • Lindenhof
  • Metschow
  • Moltzahn
  • Pentz
  • Schwichtenberg
  • Wolkwitz
Eingemeindungen

Gnevezow und Metschow wurden am 1. Januar 2003 nach Borrentin eingemeindet.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Borrentin wurde 1270 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war derzeit in Besitz von Kloster Verchen. Nach der Säkularisation wurde das Gut Domäne. 1816 wurde die Domäne an Oberamtmann Seemann verkauft und 1818 gelangte es an Lukas Axel van Hooven, dessen Familie bis 1945 im Besitz des Gutes blieb. Das Gut mit 550 ha wurde in der Bodenreform aufgesiedelt, das Herrenhaus diente als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien.[3]

Gnevezow: In den 1960er Jahren erlangte der Ortsteil Gnevezow eine gewisse Zentralfunktion, da dort die landwirtschaftlichen Betriebe zusammengelegt und Neubauten errichtet wurden, woraufhin es in umliegenden Orten zu starken Abwanderungen kam.

Metschow wurde 1255 erstmals urkundlich erwähnt.

Wolkwitz wurde bereits im 13. Jahrhundert besiedelt.

Pentz wurde erstmals 1243 urkundlich erwähnt. Es war ritterschaftlicher Besitz der Familie von Pentz. 1311 wurde das Gut Besitztum des Klosters Verchen. Nach der Säkularisation wurde Pentz Staatsdomäne. Nach dem Verkauf von 1818 wechselten die Besitzer häufig. Das neobarocke Gutshaus stammt vom 18. Jahrhundert mit Umbau im 19. Jh.[4]

Schwichtenberg: Das Gutshaus stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche Gnevezow ist eine rechteckige Feldsteinkirche aus dem 16. Jahrhundert unter Verwendung von Backsteinen mit Ausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
  • Die Dorfkirche Moltzahn ist ein Feldsteinbau aus dem 17. Jahrhundert. Die Kirche ist teilweise aus älterem Baumaterial errichtet. Die historische Ausstattung der im Inneren sehr schlichten Kirche wurde bei einer Renovierung in den 1960er Jahren entfernt. Der bedeutendste Kunstschatz der Kirche ist ein spätmittelalterliches Holzkruzifix am Altar.
  • Die gotische Dorfkirche Wolkwitz ist ein schlichter Backstein- und Feldsteinbau auf Feldsteinsockel, die ältesten Teile der Kirche stammen wohl aus dem 13. Jahrhundert. Der bedeutendste Kunstschatz ist die Wolkwitzer Madonna, eine Madonnenschnitzerei um 1250. Zur weiteren Ausstattung zählen ein spätgotischer Schnitzaltar sowie Kanzel, Patronatsloge und fünf Grabplatten um 1600.
  • Das Gutshaus in Borrentin war der ehemalige Amtssitz und ist jetzt im Privatbesitz.
  • 13-achsiges Gutshaus in Schwichtenberg mit Mittelrisalit und Krüppelwalmdach sowie Wirtschaftsgebäude aus Rot- und Feldstein.
  • Klassizistisches, zweigeschossiges, nicht saniertes Gutshaus in Wolkwitz.
  • Die spätgotische Dorfkirche in Schwichtenberg ist ein rechteckiger Feldstein- und Ziegelbau aus dem frühen 16. Jahrhundert mit polygonalem Ostschluss. Später wurde nach Westen ein Turm mit Fachwerkunterbau und verbrettertem Aufbau ergänzt. Die Kirche besitzt eine Grüneberg-Orgel von 1863.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gebietsänderungen in Mecklenburg-Vorpommern 2003. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, 12. Januar 2005, S. 3, abgerufen am 13. August 2015 (PDF; 27 kB).
  3. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 42, ISBN 3-88042-636-8
  4. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 146, ISBN 3-88042-636-8