Rosenow

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rosenow (Begriffsklärung) aufgeführt.


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rosenow
Rosenow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rosenow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 38′ N, 13° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Stavenhagen
Höhe: 69 m ü. NHN
Fläche: 31,13 km²
Einwohner: 932 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17091
Vorwahl: 039602
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 127
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Schloss 1
17153 Stavenhagen
Bürgermeister: Norbert Stettin
Lage der Gemeinde Rosenow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Brandenburg Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim Beggerow Borrentin Hohenbollentin Hohenmocker Kentzlin Kletzin Lindenberg (Vorpommern) Meesiger Nossendorf Sarow Schönfeld (bei Demmin) Siedenbrünzow Sommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Utzedel Verchen Warrenzin Datzetal Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Galenbeck Genzkow Basedow (Mecklenburg) Basedow (Mecklenburg) Duckow Faulenrost Gielow Kummerow (am See) Malchin Neukalen Alt Schwerin Fünfseen Göhren-Lebbin Malchow (Mecklenburg) Nossentiner Hütte Penkow Silz (Mecklenburg) Walow Zislow Mirow Priepert Peenehagen Wesenberg (Mecklenburg) Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte) Blankensee (Mecklenburg) Blumenholz Carpin Godendorf Grünow (Mecklenburg) Hohenzieritz Klein Vielen Kratzeburg Möllenbeck (bei Neustrelitz) Schloen-Dratow Schloen-Dratow Userin Wokuhl-Dabelow Beseritz Blankenhof Brunn (Mecklenburg) Neddemin Neuenkirchen (bei Neubrandenburg) Neverin Sponholz Staven Trollenhagen Woggersin Wulkenzin Zirzow Ankershagen Kuckssee Penzlin Möllenhagen Altenhof (Mecklenburg) Bollewick Buchholz (bei Röbel) Bütow Fincken Gotthun Grabow-Below Groß Kelle Kieve Lärz Leizen Ludorf Massow Melz Priborn Rechlin Röbel/Müritz Schwarz (Mecklenburg) Sietow Stuer Vipperow Wredenhagen Zepkow Grabowhöfe Groß Plasten Hohen Wangelin Jabel Kargow Klink Klocksin Moltzow Moltzow Torgelow am See Varchentin Vollrathsruhe Burg Stargard Burg Stargard Cölpin Groß Nemerow Holldorf Lindetal Pragsdorf Bredenfelde Briggow Grammentin Gülzow (bei Stavenhagen) Ivenack Jürgenstorf Kittendorf Knorrendorf Mölln (Mecklenburg) Ritzerow Rosenow Stavenhagen Zettemin Altenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Altentreptow Bartow (Vorpommern) Breesen Breest Burow Gnevkow Golchen Grapzow Grischow Groß Teetzleben Gültz Kriesow Pripsleben Röckwitz Siedenbollentin Tützpatz Werder (bei Altentreptow) Wildberg (Vorpommern) Wolde Groß Miltzow Kublank Neetzka Petersdorf (bei Woldegk) Schönbeck Schönhausen (Mecklenburg) Voigtsdorf Voigtsdorf Woldegk Dargun Demmin Feldberger Seenlandschaft Neubrandenburg Neustrelitz Waren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Rosenow ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Sie liegt nordwestlich von Neubrandenburg und gehört dem Amt Stavenhagen an, das seinen Verwaltungssitz in der Reuterstadt Stavenhagen hat.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosenow liegt etwa zwölf Kilometer südöstlich von Stavenhagen und zirka 20 Kilometer nordwestlich von Neubrandenburg. Die Bundesstraße 104 und die Bahnlinie Neubrandenburg-Rostock führen durch die Gemeinde.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karlshof
  • Luplow
  • Rosenow
  • Schwandt
  • Tarnow
  • Voßfeld

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosenow: Der Ort wurde 1283 erstmals urkundlich erwähnt. Die Endung -ow deutet auf eine frühere slawische Besiedlung hin und könnte vom altslawischen ruža, Rosenort oder Ort des Rozêna abgeleitet sein.[2] 1292 belehnte Fürst Nikolaus von Werle den Ritter Heinrich Voss für geleistete Dienste mit dem Dorf Rosenow zu dauernden Besitz. Die Kirche stammt von 1753 mit Resten aus dem 13. Jahrhundert.

Der Ort wurde durch umfangreiche Neubauten in den 1930er Jahren und 1960er Jahren gänzlich verändert. Ältere Gebäude des ehemaligen Gutsdorfes sind die von 1849 bis 1851 gebaute Kirche und einige ältere Katen und Bauernhöfe. Friedrich Wilhelm Martin Wüstney war von 1877 bis 1889 Gutspächter und danach bis 1899 Gutsverwalter.

Luplow wurde 1283 erstmals urkundlich erwähnt. 1292 belehnte Fürst Nikolaus von Werle den Ritter Heinrich Voss für geleistete Dienste mit dem Dorf Luplow zu dauernden Besitz. Das Gut in Luplow blieb ununterbrochen bis zur Enteignung 1945 im Besitz der Familie von Voß.[3] Luplow besitzt einen aus dem Mittelalter stammenden Turmhügel.

Schwandt wurde 1273 erstmals urkundlich erwähnt und im Dreißigjährigen Krieg verwüstet. Es war lange unbewohnt. Später entwickelte es sich zu einem Gutsdorf in der Nähe des Schwandter Sees. Gutsbesitzer waren u.a. die Familien von Voß (bis 1752) und Otto Graf von Schlieffen (um 1887/97 †). Die Dorfkirche stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Tarnow wurde 1273 durch seine erste Kirche erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf zerstört und war eine Wüstung. 1703 wurden 34 Beichtkinder gezählt. Gutsbesitzer waren u.a. die Familien Dargatz (13. Jh.), von Maltzan (14.-17. Jh.), von Barner (ab 1672); danach häufiger Besitzerwechsel sowie Familie von Wendenburg (ab 1896). Das Gutshaus steht nicht mehr. Die Fachwerkkirche stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Voßfeld und Karlshof waren ursprünglich Vorwerke des benachbarten Gutes Luplow. Der Ortsname Voßfeld leitet sich von den damaligen Besitzern, der Familie Voß, ab.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das von Thorsten Schulz entworfene Wappen wurde am 5. Februar 2013 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 344 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: Unter blauem Schildhaupt, darin ein schreitender silberner Fuchs, in Gold ein hersehender goldgekrönter schwarzer Stierkopf mit geschlossenem Maul, ausgeschlagener roter Zunge und silbernen Hörnern, darunter sechs sich berührende goldbesamte rote Rosen mit grünen Kelchblättern halbkreisförmig.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gotische Kirche Rosenow von 1753 mit Resten aus dem 13. Jahrhundert.
  • Kirche Luplow
  • Gutshof Luplow und Katenzeile an der Dorfstraße
  • Dorfkirche Schwandt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
  • Katenzeile in Schwandt
  • Fachwerkkirche Tarnow aus dem 18. Jahrhundert mit Glockenstuhl
  • Stallgebäude in Tarnow an der Dorfstraße

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosenow wurde im April 2015 für seine innovative Bioenergie-Konzepte als „Energie-Kommune“ ausgezeichnet.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Otto Graf von Schlieffen (* 1860 in Voßfeld; † 1946 in Kloster Malchow), mecklenburg-schwerinscher Kammerherr und Fideikommissbesitzer auf Schwandt und Voßfeld

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rosenow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 122, (Digitalisat).
  3. Peter Heinke, Jürgen Luttmann: Die Wappen in den Kirchen und Herrenhäusern Kittendorf, Luplow, Schwandt und Bredenfelde. 2008, S. 34–39.
  4. Rosenow – Kommunal Erneuerbar