Sucharit Bhakdi

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Sucharit Bhakdi (thailändisch สุจริต ภักดี [sut̚˨˩.t͡ɕa˨˩.rit̚˨˩ pʰak̚˦˥.diː˧]; * 1. November 1946 in Washington, D.C.) ist ein deutscher Mediziner. Bis zu seinem Ruhestand 2012 war er als Professor für Medizinische Mikrobiologie tätig, von 1982 bis 1990 an der Justus-Liebig-Universität Gießen, dann als Leiter des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Von 2016 bis Dezember 2020 beteiligte er sich als Gastwissenschaftler an Forschungsprojekten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Ab März 2020 äußerte sich Bhakdi in Videos, Interviews und zwei mit seiner Frau Karina Reiß verfassten Büchern ablehnend zu den Maßnahmen deutscher Behörden gegen die COVID-19-Pandemie und vertrat auch Falschinformationen dazu. Infektiologen, Epidemiologen und weitere Experten widerlegten die meisten seiner Thesen.

Berufliche Laufbahn

Bhakdis Eltern sind Thailänder. Sein Vater war Botschafter seines Landes in der Schweiz. Seine Mutter studierte Humanmedizin an der Johns Hopkins University in Baltimore und begeisterte ihn nach eigener Aussage für das Fach. Bhakdi studierte Humanmedizin in Thailand, Ägypten und Deutschland, zuerst an der Universität Bonn. Dort war er zeitweise Privatassistent bei dem Internisten Walter Siegenthaler.[1]

Bhakdi wird in manchen Medienberichten als Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie bezeichnet.[2] Im Februar 1971 wurde er zum Doktor der Medizin promoviert. Von 1972 bis 1976 studierte er als Stipendiat der Max-Planck-Gesellschaft, später der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg im Breisgau. Nach einem einjährigen Studium an der Universität Kopenhagen arbeitete er von 1977 bis 1990 am Institut für Medizinische Mikrobiologie Gießen. Im Juli 1979 habilitierte er sich. 1982 wurde er zum C2-Professor und 1987 zum C3-Professor für Medizinische Mikrobiologie ernannt und 1990 an die Universität Mainz berufen. Dort leitete er ab 1991 als C4-Professor das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene. Von 1999 bis 2003 gehörte er zum Senat der Universität Mainz. Seit Anfang 2000 war er Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Invasion und Persistenz bei Infektionen“ für die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Für diese war er von 1995 bis 2003 auch als Fachgutachter für medizinische Mikrobiologie und Immunologie tätig, ebenso für die National Science Foundation (NSF) der USA sowie die entsprechenden Gesellschaften in Kanada und Israel.[3] 1997 gründete er das Thai Network for Biomedical Research in Thailand.[4] Damals besaß er die thailändische Staatsbürgerschaft.[5]

Seit 1. April 2012 ist Bhakdi Professor im Ruhestand ohne Mitgliedschaftsrechte an der Universität und ihrer Medizinischen Fakultät.[6] Ab 2016 beteiligte er sich an Forschungsprojekten der Medizinischen Fakultät der Universität Kiel. Diese beendete zum 31. Dezember 2020 seinen Gestattungsvertrag.[7] Bhakdi ist mit der Kieler Biochemikerin Karina Reiß verheiratet und hat mit ihr einen gemeinsamen Sohn (* 2017).[8]

Forschung

Zum Immunsystem

Ab 1972 am Freiburger Max-Planck-Institut für Immunbiologie erforschte Bhakdi das Funktionieren der unspezifischen körpereigenen Abwehr. Er trug dazu bei, die Mechanismen besser zu verstehen, mit denen die großen Moleküle des Komplementsystems im Blut körperfremde Stoffe unschädlich machen.[9]

1978 entdeckte Bhakdi ein Protein, das Zellen durch Einsenkung in die Zellmembran mit daraus resultierender Bildung einer Pore angreift und schädigt (siehe Membranangriffskomplex).[10] Es handelte sich um das Vollstreckermolekül des Komplementsystems, das als Ergebnis einer Kettenreaktion des Immunsystems auf der Oberfläche von fremden Zellen gebildet wird. Daraufhin folgte die Entdeckung, dass Bakterien ihrerseits auch porenbildende Proteine produzieren können.[11] Heute ist bekannt, dass die große Mehrzahl von krank machenden Bakterien Porenbildner produzieren, die zur Schädigung von Wirtszellen führen. 1984 lud die Royal Society in London Bhakdi ein, ihr das Konzept der Membranschädigung von Zellen durch Porenbildner vorzustellen.[12] Fortan befasste sich Bhakdi schwerpunktmäßig mit der Forschung zu diesem Thema.[13]

Zur Atherosklerose

Die Untersuchungen des Komplementsystems führten Bhakdi auf das Gebiet der Atherosklerose. 1989 entdeckte er mit Tierversuchen, dass die Komplementkomponente C5 in Gefäßwänden dort aktiviert wird, wo sich das Low Density Lipoprotein (LDL) ablagert.[14] Gemäß der aktuellen Lehrmeinung („Oxidationshypothese“) ist Atherosklerose eine polygene Krankheit, die durch ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Umwelt- und genetischer Faktoren verursacht wird, besonders Cholesterin. Dieses wird via LDL im Blut transportiert und von den Zellen, die es benötigen, über zellständige Rezeptoren aufgenommen. Es kann sich aber beim Transport in den Blutgefäßwänden ansammeln und dort oder schon vorher oxidieren. Dadurch werden Monozyten angelockt, die das oxidierte LDL aufnehmen und sich in „Schaumzellen“ verwandeln. Diese stoßen dann chronische, gefäßwandschädigende Entzündungsreaktionen an. Bhakdi und seine Teamkollegen stellten dagegen 1998 die „Mainzer Hypothese“ auf, dass Atherosklerose nur monokausal durch den fehlenden Abtransport von LDL verursacht werde.[15]

Nach Bhakdis Hypothese wird LDL grundsätzlich nicht oxidiert, aber Cholesterin wird ebenfalls von Monozyten aufgenommen und es bilden sich Schaumzellen. Jedoch kann das High Density Lipoprotein (HDL) Cholesterin wieder abtransportieren. Falls sich aber ein gewisses Maß an LDL lokal an der Gefäßwand anhäuft und der Abtransport nicht hinterherkommt, werden über einen Teil des Immunsystems entzündliche Reaktionen verursacht, die zur Atherosklerose führen. Damit könnte bei einer Senkung des LDL-Blutspiegels (und Blutdrucks) und einer Erhöhung des HDL-Spiegels eine Atherosklerose im Frühstadium rückgängig gemacht werden.[16] Bhakdis Hypothese fand jedoch keinen Niederschlag in der gängigen Lehrmeinung.[15]

Auszeichnungen

Bhakdi erhielt für seine Forschungsarbeiten über die Wirkungsmechanismen bakterieller Toxine und von Complementfaktoren 1979 den Preis der Justus-Liebig-Universität Gießen, 1980 den Konstanzer Medizin-Preis, 1987 den Preis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie, 1988 den Dr.-Friedrich-Sasse-Preis, 1989 den Ludwig-Schunk-Preis für Medizin.[17]

1989 erhielt er den Robert-Koch-Förderpreis der Stadt Clausthal-Zellerfeld,[18] 1991 den deutsch-französischen Gay-Lussac-Humboldt-Preis.[19]

1999 zeichnete die Deutsche Gesellschaft für Angiologie die Dozentin Mariam Klouche als Vertreterin von Bhakdis Mainzer Forschungsgruppe Atherosklerose mit dem vom Unternehmen Schwarz Pharma gestifteten Angiologischen Preis aus. Anlass war ihr Fachaufsatz Enzymatically modified, nonoxidized LDL induces selective adhesion and transmigration of monocytes and T-lymphocytes through human endothelial cell monolayers.[20] 2001 erhielt Bhakdi den Aronson-Preis für „wegweisende Arbeiten auf dem Gebiet des Komplementsystems und bakterieller Toxine“.[4]

1999 verlieh die Deutsche Gesellschaft für Arterioskleroseforschung Bhakdi den Gotthard-Schettler-Preis, 2005 den W.H. Hauss-Preis,[21] 2009 die Rudolf-Schönheimer-Medaille für seine besonderen Verdienste in der Atheroskleroseforschung.[22] 2005 erhielt er den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz.[1]

Haltung zur COVID-19-Pandemie

Bhakdi hat als Mikrobiologe nicht zu Coronaviren und damit verbundenen epidemiologischen Themen geforscht und publiziert. Die wissenschaftliche Datenbank Medline enthielt 2019 und 2020 keinen einzigen Artikel von ihm.[23] Gleichwohl stellte er sich in der COVID-19-Pandemie in Deutschland als Experte dar und wurde von seinen Anhängern so gesehen. Ab 18. März 2020 (kurz nach Beginn des ersten „Lockdowns“) verbreitete er seine Ansichten über einen eigenen YouTube-Kanal und kritisierte die staatlichen Coronamaßnahmen als sinnlos und selbstzerstörerisch. Bis Ende März 2020 veröffentlichte er vier Videos und gab Ken Jebsen auf dessen YouTube-Kanal KenFM ein Interview dazu.[24]

Hauptthesen

In einem Video vom 29. März 2020 stellte Bhakdi fünf Fragen an Bundeskanzlerin Angela Merkel:[25]

  • Man müsse zwischen Infizierten und tatsächlich Erkrankten unterscheiden. Aus welcher Statistik werde die Belastung der Krankenhäuser hochgerechnet?
  • SARS-CoV-2 sei kaum gefährlicher als längst bekannte Coronaviren. Das an diese gewöhnte Immunsystem könne daher wohl auch das neue Virus abfangen. Wie viele Intensivfälle gingen auf neue, wie viele auf ältere Viren zurück?
  • Der rasche Anstieg der Fallzahlen zeige eine unbemerkte Virusverbreitung, die somit nicht mehr zu verhindern sei. Die „offizielle Todesrate“ sei zu hoch angesetzt. Seien stichprobenartige Tests geplant, um die Dunkelziffer der Infizierten in der Bevölkerung einzugrenzen?
  • Man dürfe nicht alle Toten, bei denen das Virus gefunden wurde, als Coronatote zählen. Die Statistik müsse zwischen „an“ oder „mit Covid-19 gestorben“ unterscheiden. Solle der unterschiedslose „Generalverdacht“ in Deutschland fortgesetzt werden?
  • Die hohe Luftverschmutzung in Norditalien habe dessen Bewohner viel anfälliger für schwere Krankheitsverläufe gemacht und dort hohe Todeszahlen bewirkt. Das deutsche Gesundheitswesen besitze viel mehr Intensivstationen und sei daher kaum vom Kollaps bedroht. Werde die Bundesregierung die Deutschen über diese Unterschiede aufklären?[26]

Bhakdi warf Merkel also indirekt vor, sie habe mit lückenhaften Daten überzogene Maßnahmen eingeführt und betreibe Panikmache. Das Video wurde in 14 Tagen rund 2,2 Millionen Mal aufgerufen und zehntausendfach in anderen sozialen Medien geteilt.[27]

Ab 23. März 2020 wiesen Faktenchecks von öffentlich-rechtlichen und bundesweiten Qualitätsmedien Bhakdis Hauptthesen zurück:

  • Das Virus sei durch höhere Ansteckungsraten, mehr schwere Krankheitsverläufe und fehlende Impfstoffe weit gefährlicher als die gewöhnliche Influenza.
  • Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) verliefen bis zu 20 % aller Fälle (nicht wie Bhadki behauptete weniger als ein %) schwer oder lebensbedrohlich. 51 bis 81 % zeigten deutliche Symptome.
  • Bhakdis Schätzung von höchstens einer Million Infizierten in Deutschland und 30 Toten täglich sei viel zu niedrig und durch täglich hunderte Tote in anderen Staaten schon überholt. Ohne Maßnahmen würden die Fallzahlen rasch stark ansteigen und das deutsche Gesundheitssystem bald überlasten.
  • Statistisch sterben jährlich weniger Italiener als Deutsche an Luftverschmutzung. Diese könne daher kein kausaler Auslöser der hohen Coronatodesraten in Italien, Spanien und Wuhan sein. Erste Studien dazu bewiesen aber eine Korrelation mit schweren Krankheitsverläufen.[28]
  • Die Hochrechnung von zu erwartenden Krankenzahlen aus registrierten Infektionen sei nur (zugegeben ungenauer) Startpunkt für genauere Zahlen und für rechtzeitige Gegenmaßnahmen notwendig gewesen.[29]
  • Bhakdis Fragen nach Todesraten, Dunkelziffer und Datenlücken seien legitim und würden auch von Forschern diskutiert. Doch für sie sei die lückenhafte Datenlage „kein Grund, Entwarnung zu geben“.[26] Bhakdi dagegen vermische „Fakten mit Spekulation und Desinformation.“[30]

In einem Interview mit Milena Preradovic am 25. April 2020 behauptete Bhakdi unter anderem:

  • Über 80-jährige Deutsche stürben wahrscheinlicher an Herzerkrankungen oder Krebs als an Corona. Dazu berief er sich auf eine Studie von John P. A. Ioannidis, die jedoch auf unzuverlässigen Antikörpertests beruhte und daher von vielen Experten kritisiert worden war.
  • In Italien seien nach offiziellen Angaben 88 % der registrierten Verstorbenen mit, nicht an dem Virus gestorben. Der Regierungsberater Walter Ricciardi hatte jedoch von 88 % vorerkrankten Coronatoten gesprochen und das Virus als ihre Todesursache nicht ausgeschlossen.
  • In Deutschland und Italien seien kaum Autopsien durchgeführt worden. In beiden Staaten lagen bis dahin jedoch keine Gesamtzahlen dazu vor. In Hamburg, wo alle mit COVID-19 Gestorbenen obduziert wurden, stellte man das Virus im Mai 2020 bei 205 von 228 Toten als Todesursache fest.
  • In Hamburg und Italien hätten alle im April 2020 mit COVID-19 Verstorbenen Vorerkrankungen gehabt. Doch laut dem RKI starben bis zum 17. Juni 2020 228 von 257 Hamburgern am, nicht nur mit dem Virus. In Italien hatten laut dem Istituto Superiore de Sanità 3,6 % der Coronatoten vom 23. April 2020 keine Vorerkrankungen.
  • Das Virus sei nicht gefährlicher als ein Grippevirus. Jedoch war diese Behauptung unbelegt: Bei Influenza lag die Letalität (Anteil der Toten an den Infizierten) im europäischen Jahresdurchschnitt bei 0,1 %; bei SARS-CoV-2 gab es dazu im Juni 2020 noch keine Erkenntnisse. Aussagen waren nur über den Fall-Verstorbenen-Anteil möglich, dieser lag laut RKI-Daten in Deutschland bei 4,7 %.
  • Weil der Erreger mutiere, sei eine Impfung sinnlos. Laut dem Paul-Ehrlich-Institut könnten jedoch nur mehrere akkumulierte Mutationen einer von Impfstoffen induzierten Immunität entkommen. Darum wurden Impfstoffe entwickelt, die auch gegen leicht veränderte Virusvarianten wirken; außerdem könne der Impfstoff wie bei der Grippeimpfung an Mutationen angepasst werden.

Der Faktencheckverein Correctiv bewertete diese Thesen daher als unbelegt bis falsch, die letzte als spekulativ. Das RKI bestätigte jedoch, dass es an und mit Corona Gestorbene als Coronatote registrierte, da die genaue Todesursache oft nicht feststellbar war.[31]

Bis Mai 2020 erwiesen sich Bhakdis Hauptthesen statistisch als falsch:

  • Das Virus tötete keineswegs nur im Verbund mit anderen Krankheiten. Nach damaligen Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren etwa 20 % der gemeldeten Coronatoten jünger als 60 Jahre und nicht vorerkrankt. Die über 60-Jährigen hatten meist chronische Vorerkrankungen, hätten aber nach zwei Studien durchschnittlich neun bis 13 Lebensjahre länger leben können. Nach Obduktionen in Berlin war das Virus auch bei vielen Älteren ausschlaggebende Todesursache.
  • Die Todeszahlen waren nicht überhöht: Das RKI vermutete bundesweit eher mehr als weniger Coronatote, weil seine Statistik nur auf das Coronavirus getestete Tote erfasste.
  • Das RKI registrierte 20 % schwere Fälle, davon 6 % mit lebensbedrohlichen Verläufen. Auch die 80 % der „mild bis moderat“ eingestuften Fälle waren keineswegs symptomfrei. Dies widerlegte Bhakdis unbelegte Behauptung, nur 0,5 % der in Deutschland Infizierten zeigten schwere Symptome.
  • Die Maßnahmen wirkten: Nach Modellrechnungen des Max-Planck-Instituts stoppte besonders die Kontaktsperre ab 22. März 2020 den exponentiellen Infektionsanstieg effektiv. Für die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina waren die Maßnahmen daher im Mai 2020 „dringend erforderlich“ und passten zur Bedrohungslage. Soforthilfen und umfangreiche Finanzpakete milderten die ökonomischen Pandemiefolgen. Eine fortlaufende Anpassung der Maßnahmen an die Entwicklung, nicht aber ihre völlige Aufhebung war daher weitgehend Konsens.
  • Die leichte Übersterblichkeit ab April 2020, nach dem Ende der jährlichen Grippewelle, legte einen Zusammenhang mit der Coronapandemie nahe. Dass sie in Deutschland im europäischen Vergleich gering ausfiel, konnte mit den frühen und relativ strengen deutschen Coronamaßnahmen zusammenhängen. Laut dem Statistischen Bundesamt war dies aber erst Ende 2020 genauer feststellbar.

Nur der Einfluss von Luftschadstoffen auf COVID-19-Krankheitsverläufe wurde durch einige Studien bis Mai 2020 wahrscheinlicher, so auch für betroffene Gebiete in Deutschland.[24]

Bis Juli 2020 wurden Bhakdis Thesen laut der Medical Tribune von einer „übergroßen Mehrheit der Experten“ als unwissenschaftlich eingestuft.[32]

Schon 2016 hatten Bhakdi und Reiß ihr gemeinsames Buch Schreckgespenst Infektionen – Mythen, Wahn und Wirklichkeit veröffentlicht.[33] Im Juni 2020 folgte ihr Buch Corona Fehlalarm?, das als „Sachbuch Taschenbuch“ rasch den ersten Rang der Spiegel-Bestsellerliste erreichte.[34] Im August 2020 gaben die Autoren den Kieler Nachrichten dazu ein ausführliches Interview.[35]

Die Medizinische Fakultät der Universität Kiel, das Exzellenz-Cluster Precision Medicine in Chronic Inflammation (PMI) und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) nahmen zum Buch und Interview mit einem Brief an die Landesregierung Stellung: Bhakdis und Reiß' Hauptthesen seien unbelegt, verharmlosend, gesundheitsgefährdend und stünden „im Gegensatz zu seriösen internationalen wissenschaftlichen Erkenntnissen“. Sie baten die zuständige Kultusministerin Karin Prien, die bewährten Schutzmaßnahmen fortzusetzen.[36] Präsidium und Senat der Universität, zwei Fachschaften und die Universitätsgesellschaft schlossen sich mit eigenen Stellungnahmen an.[37] Im Oktober 2020 distanzierten sich auch die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und deren Universitätsmedizin „an entscheidenden Stellen“ von Bhakdis Coronathesen: Sie seien „irreführend bis falsch“ und nicht mit der Universität abgestimmt. Er berufe sich dabei fälschlich auf einen Status als „Emeritus“, den er nicht besitze.[6]

Im November 2020 löschte Youtube Bhakdis Kanal wegen medizinischen Fehlinformationen über COVID-19.[38] Am 15. Dezember 2020 verlieh die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) Bhakdi den Negativpreis Goldenes Brett vorm Kopf „für den größten unwissenschaftlichen Unsinn des Jahres“ 2020. Die Jury gab Bhakdi gegenüber den Kandidaten Attila Hildmann und Michael Ballweg den Vorzug, weil er alle Preiskategorien perfekt erfüllte. Als langjähriger Mediziner, der „es eigentlich besser wissen müsste“, sei er immer wieder mit Falschaussagen aufgefallen: Es werde keine zweite Coronawelle geben, der Großteil der Bevölkerung sei längst immun, man solle die Masken abnehmen. Diese Falschaussagen habe er trotz der zweiten Pandemiewelle und heftiger wissenschaftlicher Kritik nicht zurückgenommen und so eine konkrete Gefahr erzeugt. Mit seinem Bestseller habe er davon profitiert, sei zum beliebten Interviewpartner und Talkshowgast geworden. Seine Anhänger nähmen ihn als Autorität wahr, obwohl seine Meinungen weit vom wissenschaftlichen Konsens entfernt seien. So erfülle er das Misstrauen der „Querdenker“ gegen die Wissenschaft und illustriere das Phänomen der “False Balance”, auch falschen und widerlegten Meinungen ähnliches Gewicht wie den wissenschaftlichen Fakten zu geben.[39]

Der Arzt Matthias Soyka forderte Bhakdi zum Jahresbeginn 2021 auf, seine Irrtümer zuzugeben. Die Realität von ~1000 täglichen Coronatoten am Jahresende 2020 und die bundesweite Übersterblichkeit trotz der Gegenmaßnahmen hätten seine Thesen widerlegt. Die Todesraten seien in manchen Staaten noch weit höher – „und zwar überall dort, wo die Regierungen so handelten, wie Bhakdi es empfahl.“ Sein Irrtum habe die Debatte über die Maßnahmen entgleiten lassen; seine Selbstkritik würde zur Versachlichung beitragen. Er würde damit wissenschaftliche und ärztliche Verantwortung übernehmen und verlorene Sympathien zurückgewinnen. Soyka schlug Bhakdi vor, seine Erkenntnisse einem Peer-Review-Verfahren in einer anerkannten Fachzeitschrift auszusetzen. Ärzte sollten wieder dort statt in Videos, Blogaufsätzen aus „obskuren Quellen“ und Websites von Verschwörungsideologen publizieren. So könnte Bhakdi das Verbreiten von Fake News erschweren und bei sorgfältiger ärztlicher Aufklärung von Patienten helfen.[23]

Ab Januar 2021 behauptete Bhakdi in seinen Videos, der Impfstoff Tozinameran von Biontech und Pfizer sei gefährlich:

  • Er löse „recht schwere“ Nebenwirkungen wie „Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen“ aus. Zwar bestätigten Studien solche Wirkungen, sie waren aber meist schwach bis mäßig und von kurzer Dauer. Laut dem Immunologen Christian Bogdan und dem Infektionsbiologen Stefan H. E. Kaufmann traten sie zwar häufiger als bei vielen etablierten Impfstoffen auf, waren aber unbedenklich. Dies prüfte das Paul-Ehrlich-Institut nach der Zulassung in der EU weiter.
  • Er sei an keinen Menschen aus Risikogruppen getestet worden. Dies war falsch: Der Impfstoff war nach Angaben der EMA an rund 45.000 Personen getestet worden, davon 18.000 über 65 Jahre alt und viele mit chronischen Lungen- und Herzerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und Allergien.
  • Die Impfung löse „ganz schlimme allergische Reaktionen“ aus. Das betraf bis dahin von 140.000 Briten nur zwei, die schon früher allergisch auf Impfungen reagiert hatten. Darauf nahmen die britischen Behörden solche Allergiker von der Covidimpfung aus. Der Infektiologe Leif Erik Sander sah kein allgemeines Impfrisiko für Allergiker.
  • Die Antikörperbildung könne spätere Infektionen mit anderen Viren verstärken und etwa bei Influenza zu einem „explosionsartigen Verlauf“ führen. Sie könne zudem eine gefährliche Autoimmunerkrankung auslösen. Laut dem Paul-Ehrlich-Institut sind diese Wirkungen zwar theoretisch möglich und werden erforscht, kamen aber praktisch bislang weder im Tierversuch noch bei geimpften Personen noch bei anderen mRNA-Impfstoffkandidaten vor.
  • Der mRNA-Impfstoff mache Frauen unfruchtbar und schädige Schwangere oder ihr Embryo. Auch dafür hatte das Paul-Ehrlich-Institut weder in präklinischen und klinischen Untersuchungen noch Tierversuchen Hinweise gefunden. Biontech kündigte für 2021 weitere Studien mit Schwangeren an.[40] Correctiv fand für die Unfruchtbarkeitsthese keinerlei Belege.[41]

Die Sozialpsychologin Pia Lamberty betonte, Bhakdi sei kein Verschwörungsideologe, mache sich aber mit dem KenFM-Interview mit ihnen gemein und gebe ihnen wissenschaftliche Legitimation.[42] Die Sachbuchautorin Ingrid Brodnig verwies im Januar 2021 darauf, dass Bhakdi seine Coronathesen nicht in wissenschaftlichen Fachzeitschriften mit Peer-Reviews publiziere, so dass sie keiner wissenschaftlichen Kontrolle standhalten müssten. Er sei schon „extrem oft“ mit Falschbehauptungen aufgeflogen.[43]

Bhakdis und Reiß’ Buch Corona Unmasked (Juni 2021) beschrieb Mund-Nasen-Schutz (Masken) und Impfungen als sinnlos und gesundheitsschädlich, verharmloste die Pandemie weiter und bezichtigte Fachwissenschaftler und Gesundheitsorganisationen des Lügens und Betrügens. Mit Paul Schreyer führte Bhakdi den Anstieg der Infizierten auf mehr Tests zurück und bestritt, dass Masken die Ausbreitung von COVID-19 verhindern. Dazu berief er sich auf den Kinderarzt Eugen Janzen, der an 20 ausgewählten Kindern „schwere, anhaltende und möglicherweise irreversible Schäden“ durch Masken festzustellen behauptete und die Maskenpflicht mit einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit verglich. Bhakdi kritisierte die schnellen Zulassungsverfahren für Coronaimpfstoffe und die Zahlenangaben des Paul-Ehrlich-Instituts für Coronatote, belegte aber deren angebliche Mängel nicht. Das Buch wurde als wissenschaftsfeindlich, Bhakdis Quellennutzung als Cherry Picking, seine Behauptung, er sei unpolitisch, als unglaubwürdig kritisiert.[44]

2021 verbreiteten Maßnahmengegner Gerüchte, wonach Geimpfte das Spikeprotein des Virus an Nichtgeimpfte weitergeben und bei den Empfängern schwere Krankheiten und Defekte auslösen könnten („Impfstoff-Shedding“). Im Juli 2021 widersprach Bhakdi: Er gehe nicht davon aus, dass die Spikeproteine von einem auf den anderen Menschen übergehen.[45]

Politische Aktivitäten

Im April/Mai 2020 war Bhakdi an der Erarbeitung eines Positionspapiers eines Mitarbeiters des Krisenmanagements der Abteilung KM4 (Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz – Schutz kritischer Infrastrukturen) des deutschen Bundesministeriums des Innern beratend beteiligt.[46] Der Oberregierungsrat Stephan Kohn hatte es auf amtlichem Briefpapier veröffentlicht. Das Bundesministerium distanzierte sich von seiner „Privatmeinung“ und suspendierte Kohn.[47]

Im Mai 2020 gründeten Bhakdi, Reiß, die Ärzte Wolfgang Wodarg und Bodo Schiffmann sowie der Finanzwissenschaftler Stefan Homburg den Verein Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V. (MWGFD). Bhakdi übernahm den Vorsitz. Die Mitglieder halten das Sars-CoV2-Virus für relativ ungefährlich und fordern, alle Schutzmaßnahmen dagegen zu beenden, obwohl wissenschaftliche Studien viele Thesen der Gründer bis dahin widerlegt hatten. Ende Juni 2020 gewährte das Finanzamt Passau dem Verein die Gemeinnützigkeit, entzog sie ihm im Oktober 2020 jedoch. Laut Bhakdi nannte es als Grund die Vereinsagenda, „die Politik und die politischen Entscheidungen zu untergraben, (…) und Leute aufzurufen, gegen bestehende Gesetze und Regeln zu verstoßen wie gegen die Maskenpflicht.“ Bis September 2020 stand eine Liste mit Ärzten zur „Unterstützung bei Maskenbefreiungsattesten“ auf der Vereinswebseite.[48]

Nach Recherchen von Correctiv beteiligte sich Bhakdis Verein an einer bundesweiten Desinformationskampagne, die Gruppen wie „Eltern stehen auf“, „Ärzte für Aufklärung“ und „Freiheitsboten“ ab September 2020 über den Messengerdienst Telegram organisierten. Sie ließen Flugblätter in Millionenauflage drucken und von zehntausenden Helfern bundesweit verteilen, um die staatlichen Coronamaßnahmen mit Falschangaben zu untergraben, etwa einer angeblichen Schädigung von Kindern durch Mundnasenschutz. Bhakdis Verein vermittelte Kontakte zu Ärzten und Heilpraktikern, die Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausstellten.[49] Bis Februar 2021 sammelte der Verein nach Eigenangaben mehr als 400.000 Euro Spenden. Davon finanzierte er die Flugblätter der „Freiheitsboten“ mit. Diese enthielten veraltete, irreführende, falsche und gefährliche Behauptungen über COVID-19, etwa über symptomlose Verläufe, Krankenhausschließungen und angebliche Krankheitsvorsorge. Bhakdi, Stefan Homburg und der Frauenarzt Ronald Weikl waren Unterzeichner des Flugblatts „Krankenhaussterben trotz Pandemie?“.[50]

Laut seiner Homepage beansprucht der Verein „Wissenschaftlichkeit und Evidenz“ für seine Positionen, ruft aber zugleich dazu auf, „emotional berührende reale Geschichten von eigenen leidvollen Erfahrungen“ mit Covidmaßnahmen einzusenden, um viele Menschen auch darüber „zum Umdenken zu bewegen“. Ferner ruft er alle Ärzte dazu auf, mit Attesten möglichst viele, auch nicht vorerkrankte und besonders junge Menschen von der „komplett unsinnigen Maskenpflicht“ zu befreien. Dies begründet er mit schon widerlegten und unbewiesenen Angaben. Der Medizinrechtler Jens Prütting kritisierte den Aufruf als irreführend und warnte ihn befolgende Ärzte vor rechtlichen Konsequenzen. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg betonte die ärztliche Sorgfaltspflicht. Im Juni 2021 forderte eine Vereinsanzeige Bundes- und Landesregierungen auf, „sämtliche noch bestehenden Grundrechtseinschränkungen sofort ersatzlos aufzugeben“, und zitierte das Widerstandsrecht nach Artikel 20, Absatz 4 GG. Medienanfragen, ob dies als Aufruf zum Widerstand zu verstehen sei, beantwortete der Verein nicht. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung lehnte den Abdruck der Anzeige ab. Die Welt veröffentlichte eine Version ohne das Zitat. Bis Mitte Juli 2021 behauptete der Verein 19.000 namentlich ungenannte Unterstützer. Dann erklärte er, er nehme nur 25 Unterstützer auf, darunter 20 bekannte Mitglieder. Einige davon boten unwissenschaftliche Therapien gegen COVID-19 und andere Coronaviren an, etwa die lebensgefährliche Einnahme oder Injektion von Chlordioxid. Auf Anfragen dazu erklärte der Verein dies zur Privatsache der Mitglieder.[51]

Im Herbst 2020 unterzeichnete Bhakdi als einer der Ersten den Appell für freie Debattenräume gegen die sogenannte Cancel Culture.[52]

Im Mai 2021 ließen sich Bhakdi und Karina Reiß in Nordrhein-Westfalen als Kandidaten zur Bundestagswahl 2021 für die im Juli 2020 gegründete Basisdemokratische Partei Deutschland aufstellen. Diese steht den „Querdenkern“ und der AfD nahe und stellte vor allem bekannte Gegner der Coronamaßnahmen als Kandidaten auf. Wegen ihrer Hauptforderung, die staatliche „Impfkampagne“ sofort zu beenden, gilt sie als „Anti-Impf-Partei“.[53]

Bhakdi forderte als Bundestagskandidat, man müsse „die Corona-Viren laufen lassen in der Bevölkerung“; so könnten die Menschen „eine Koexistenz mit diesen Viren aufbauen“.[54]

Antisemitische Aussagen

Im Februar 2021 warf Bhakdi Kultusministerin Karin Prien vor, mit ihrem Eintreten für das Maskentragen betreibe sie die „Vergiftung unserer Kinder durch CO2“. Laut dem Antisemitismusbeauftragten von Baden-Württemberg Michael Blume erhob Bhakdi diesen Vorwurf nur gegen die deutsch-jüdische Prien. Blume zählt Bhakdi zu den kommerziell erfolgreichen „Verschwörungsunternehmern“ der „Querdenker“-Szene. Er habe seinen Bestseller auch auf dem YouTube-Kanal „Kettner-Edelmetalle (Gold & Silber)“ beworben, dort vor drohenden Enteignungen gewarnt und so den Verkauf von Edelmetallen und Finanzprodukten gefördert.[55]

In einem Interview vom April 2021, das am 14. Juli 2021 bekannt wurde, äußerte sich Bhakdi antisemitisch: Die Juden hätten „das Böse“ aus NS-Deutschland gelernt und in Israel „noch schlimmer“ umgesetzt, so dass Israel jetzt „die lebende Hölle“ sei. Dies bezog sich im Kontext auf Israels Coronamaßnahmen. Damit reihte er sich in ähnliche antisemitische und den Nationalsozialismus relativierende Aussagen anderer „Querdenken“-Vertreter ein, jedoch ohne die bei ihnen übliche Kodierung. Michael Blume sah Bhakdis Aussagen als eventuell strafrechtlich relevante „verhetzende Beleidigung“. Bhakdis Partei Die Basis wies die Kritik als „absurde Unterstellung“ und „billiges Framing“ zurück.[56]

Der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde Berlin Sigmount Königsberg stellte Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen Bhakdi. Der österreichische Sender ServusTV, wo Bhakdi oft aufgetreten war, sagte weitere Auftritte mit ihm ab. Der Goldegg Verlag distanzierte sich von Bhakdis Aussagen und kündigte an, keine weiteren Werke von ihm mehr zu verlegen.[57] Die Publizistin Marina Weisband ordnete Bhakdi auf Twitter den „Hardcore-Antisemiten“ zu. Solche als Wissenschaftler irgendwohin einzuladen mache „das Leben in diesem Land aktiv gefährlicher“.[58] Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) kritisierte Bhakdis Aussagen als „Cocktail aus israelbezogenem Antisemitismus, Relativierung der Nazizeit und schlichtweg tendenziösen Falschaussagen“ und verwies auf eine weitere Strafanzeige der WerteInitiative. jüdisch-deutsche Positionen gegen ihn.[59]

Publikationen

Die medizinische Datenbank Pubmed listet mehr als 300 Publikationen, an denen Bhakdi als Hauptautor oder Mitautor zwischen 1969 und 2021 beteiligt war.[60] Laut der Scopus-Datenbank hatten 330 von oder mit Bhakdi verfasste Textdokumente 2021 einen h-Index von 69.[61]

Bhakdis jüngste Publikationen verfasste er mit Karina Reiß:

Weblinks

Artikel

Videos und Audios

Einzelnachweise

  1. a b Erik Ebneter: «Gefährliche Verführungen». Weltwoche.ch, 6. Mai 2020.
  2. Vgl. Was ist dran an den umstrittenen Thesen von Bhakdi? Coronavirus – Doc Esser klärt auf. WDR online, 2. September 2020 (Podcast); Daniel Hadler: Bhakdi-Abschied auf ServusTV: Trittbrettfahrer der Pandemie und ihre rote Linie. Kleinezeitung.at, 16. Juli 2021.
  3. Sucharit Bhakdi (Punyarataband). studylibde.com
  4. a b Petra Giegerich: Mainzer Universitätsprofessor Sucharit Bhakdi wird mit dem Aronson-Preis 2001 ausgezeichnet. Informationsdienst Wissenschaft, 29. November 2002.
  5. Mainzer Wissenschaftler präsentiert neue Hypothese zur Entstehung der Gefäßverkalkung. Aronson-Preisträger Sucharit Bhakdi bricht mit vorherrschender Lehrmeinung zur Entstehung der Atherosklerose, Pressemitteilung der Universität Mainz, 2. Dezember 2002, abgerufen am 31. Juli 2021.
  6. a b Unimedizin Mainz: Meldungsarchiv, 28. Oktober 2020.
  7. Stellungnahmen zur Publikation „Corona Fehlalarm?“ der Universität Kiel, 21. August 2020 / Update 2021 (31. Dezember).
  8. René Schlott: Pandemie-Skepsis – Corona, anders gesehen. Der Freitag, Ausgabe 32/2020.
  9. Gestern Stipendiatin – und heute? Sucharit Bhakdi – Leiter des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In: DAAD, März 2006 (Archiv)
  10. S. Bhakdi, J. Tranum-Jensen: Molecular nature of the complement lesion. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, Band 75, Nr. 11, November 1978, ISSN 0027-8424, S. 5655–5659, DOI 10.1073/pnas.75.11.5655, PMID 281714
  11. R. Füssle, S. Bhakdi, A. Sziegoleit, J. Tranum-Jensen, T. Kranz: On the mechanism of membrane damage by Staphylococcus aureus alpha-toxin. In: The Journal of Cell Biology, Band 91, Nr. 1, Oktober 1981, ISSN 0021-9525, S. 83–94, DOI 10.1083/jcb.91.1.83, PMC 2111936, PMID 6271794
  12. S. Bhakdi, J. Tranum-Jensen, C. A. Pasternak, K. J. Micklem, Rodney Robert Porter: Mechanism of complement cytolysis and the concept of channel-forming proteins. In: Philosophical Transactions of the Royal Society of London. B, Biological Sciences, Band 306, Nr. 1129, 6. September 1984, S. 311–324, DOI 10.1098/rstb.1984.0092
  13. S. Bhakdi, J. Tranum-Jensen: Damage to mammalian cells by proteins that form transmembrane pores. In: Reviews of Physiology, Biochemistry and Pharmacology, Band 107, 1987, ISSN 0303-4240, S. 147–223, DOI 10.1007/bfb0027646, PMID 3303271
  14. P. S. Seifert, F. Hugo, G. K. Hansson, S. Bhakdi: Perilesional complement activation in experimental atherosclerosis. Terminal C5b-9 complement deposition coincides with cholesterol accumulation in the aortic intima of hypercholesterolemic rabbits. In: Laboratory Investigation; a Journal of Technical Methods and Pathology, Band 60, Nr. 6, Juni 1989, ISSN 0023-6837, S. 747–754, PMID 2659887
  15. a b Atherosklerose: Verschiedene Hypothesen, ähnliche Empfehlungen. Pharmazeutische Zeitung, 16. Februar 2010.
  16. Doris Uhl: „Die Atherosklerose ist eine besiegte Krankheit!“, Deutsche Apothekerzeitung, 4. Februar 2010.
  17. Universitätsklinikum Gießen: Geschichte des Institutes für Medizinische Mikrobiologie in Gießen (bis zum Jahr 2000).
  18. Robert-Koch-Stiftung: Preisträger A–Z.
  19. Deutsche Gay-Lussac Humboldt-Preisträger. Education.gouv.fr (PDF, S. 3)
  20. VARIA: Preise. Deutsches Ärzteblatt 1999
  21. Universität Mainz: Sucharit Bhakdi, M.D. (Archivlink vom 4. März 2016)
  22. Mainzer Mediziner Bhakdi für Hypothese zur Entstehung von Atherosklerose ausgezeichnet. Unimedizin Mainz, 20. April 2009
  23. a b Matthias Soyka: Ärzte, die Verschwörungstheorien verbreiten, schaden den Patienten. Cicero, 4. Januar 2021.
  24. a b Kira Urschinger: Video im Faktencheck: Prof. Sucharit Bhakdi kritisiert Corona-Maßnahmen. SWR3, 22. Mai 2020.
  25. Miriam Stumpfe, Margarete Jall: Bhakdis Brief an die Kanzlerin – Was ist dran an seinen Fragen? BR, 3. April 2020 (Volltext und Faktencheck)
  26. a b Miriam Stumpfe, Margarete Jall: Bhakdis Brief an die Kanzlerin – Was ist dran an seinen Fragen? BR, 3. April 2020.
  27. Christian Basl, Svea Eckert, Peter Hornung: Die gefährliche Macht der Corona-Mythen. Tagesschau.de, 11. April 2020.
  28. Nils Metzger: Warum Sucharit Bhakdis Zahlen falsch sind. ZDF, 23. März / 14. April 2020; Tom Wannenmacher: Arzt verharmlost Coronavirus. Mimikama, 24. März 2020; dpa-Faktencheck: Mediziner Bhakdi unterschätzt Gefährlichkeit des Coronavirus. Deutsche Presse-Agentur / Presseportal.de, 24. März 2020.
  29. Kekulés Corona-Kompass: #15: Der statistische Geburtsfehler der Covid-19-Fallzahlen. MDR, 1. April 2020.
  30. Corona-Falschmeldungen erreichen ein Millionenpublikum. Süddeutsche Zeitung, 10. April 2020.
  31. Kathrin Wesolowski: Impfung gegen Covid-19 „sinnlos“? Sucharit Bhakdi stellt unbelegte Behauptungen auf. Correctiv, 19. Juni 2020.
  32. Wenn Ärzte von der Coronakrise als einer „kriminellen Inszenierung“ sprechen. Medical Tribune, 22. Juli 2020.
  33. Schreckgespenst Infektionen – Mythen, Wahn und Wirklichkeit. Goldegg Verlag
  34. Buchreport: SPIEGEL-Bestseller Taschenbuch Sachbücher: Corona Fehlalarm?
  35. Karen Schwenke: „Wir wollen zum Denken anregen“ – Zwei Kieler Forscher stellen sich gegen alle anerkannten Corona-Experten. Ihr Buch ist ein Bestseller. Kieler Nachrichten, 8./10. August 2020 (kostenpflichtig)
  36. Joachim Thiery, Stefan Schreiber, Jens Scholz: Stellungnahme zu Sars-CoV-2. Uni Kiel / Medizinische Fakultät, 18. August 2020 (PDF).
  37. Stellungnahmen zur Publikation „Corona Fehlalarm?“ Uni Kiel, 21. August 2020; Wolfgang J. Duschl: Stellungnahme zur Diskussion um die Maßnahmen zur Bekämpfung der Sars-CoV-2-Pandemie. Uni Kiel, September 2020.
  38. Kai Schmerer: COVID-19: Youtube sperrt zahlreiche Videos und Konten von Regierungskritikern. ZDnet.de, 28. November 2020.
  39. Unfug des Jahres: „Goldenes Brett vorm Kopf“ geht an „Fehlalarm“-Autor Sucharit Bhakdi. derStandard.at, 15. Dezember 2020.
  40. Tanja Praschak: Bhakdi im Faktencheck: Ist die Corona-Impfung von Biontech und Pfizer wirklich gefährlich? SWR3, 7. Januar 2021.
  41. Steffen Kutzner: Keine Belege für Unfruchtbarkeit durch Covid-19-Impfung. Correctiv, 14. Januar 2021.
  42. Corona-Videos auf YouTube: Hinter der Verschwörung. Spiegel Online, 21. Mai 2020.
  43. Ingrid Brodnig zu Verschwörungsgläubigen: „Wenn einem ein Mensch wichtig ist, sollte man ihm widersprechen“. Deutschlandfunk, 30. Januar 2021.
  44. Christian Kreil: „Corona Unmasked“: Bhakdis Demaskierung als „unpolitischer“ Querdenker. Standard.at, 8. Juni 2021.
  45. Jana Heigl: „Impfstoff-Shedding“: Die Angst vor dem Kontakt zu Geimpften. BR, 16. Juli 2021.
  46. Julia Sextl: Brisantes Corona-Papier: War das alles richtig so? Abendzeitung, 13. Mai 2020.
  47. Benjamin Reuter: Wie der angebliche Corona-Geheimreport im Innenministerium entstand. Der Tagesspiegel, 14. Mai 2020.
  48. Lars Wienand: Folgen für Spenden – Sucharit Bhakdi und Co.: Verein von Corona-Rebellen verliert die Gemeinnützigkeit. T-online, 22. Oktober 2020.
  49. Uschi Jonas, Matthias Bau, Sarah Thust:Die Flyer-Maschinerie der Corona-Gegner. Correctiv, 18. Dezember 2020.
  50. Wulf Rohwedder: Flugblatt zu Corona: Desinformation in Millionenauflage. Tagesschau.de, 10. Februar 2021.
  51. Wulf Rohwedder: Zweierlei Maß bei „Corona-Rebellen“. Tagesschau.de, 30. Juni / 10. August 2020.
  52. Erstunterzeichner. IDW-europe.org, abgerufen am 31. Juli 2021.
  53. Klaus Staeck: Die Anti-Impf-Partei. Frankfurter Rundschau, 7. Juli 2021; Daniel Laufer: „Die Basis“: Eine schrecklich nette Partei. Netzpolitik.org, 5. Juni 2021.
  54. Sebastian Leber: Partei für Energetiker, Aidsleugner und Holocaustverharmloser. Tagesspiegel, 6. Mai 2021.
  55. Michael Blume: Querdenken: Die libertäre Verschwörungsmythologie des Geldes. Die Zeit, 17. April 2021.
  56. Wulf Rohwedder: Antisemitische Aussagen: Bhakdi, die Juden und das „Erzböse“. Tagesschau.de, 14. Juli 2021.
  57. Antisemitismus: Servus TV plant keine neuen Auftritte von Corona-Verharmloser Bhakdi. Standard.at, 15. Juli 2021.
  58. Felix Graf: Kritiker der Corona-Maßnahmen Bhakdi schockiert mit antisemitischen Aussagen. Watson, 14. Juli 2021.
  59. Marcel Urech: Youtube-Interview – Impfgegner Sucharit Bhakdi sorgt mit antisemitischen Aussagen für Empörung. 20min.ch, 15. Juli 2021.
  60. Pubmed.org: Suchergebnis Bhakdi S.
  61. Scopus Preview: Bhakdi, Sucharit.