Werder (Havel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Werder (Havel)
Werder (Havel)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Werder (Havel) hervorgehoben
Koordinaten: 52° 23′ N, 12° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Höhe: 31 m ü. NHN
Fläche: 117,05 km²
Einwohner: 24.856 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 212 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14542
Vorwahlen: 03327, 033202
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 656
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Eisenbahnstraße 13–14
14542 Werder (Havel)
Webpräsenz: www.werder-havel.de
Bürgermeister: Manuela Saß (CDU)
Lage der Stadt Werder (Havel) im Landkreis Potsdam-Mittelmark
Bad Belzig Beelitz Beetzsee Beetzseeheide Bensdorf Borkheide Borkwalde Brück Buckautal Golzow Görzke Gräben Havelsee Kleinmachnow Kloster Lehnin Linthe Linthe Michendorf Mühlenfließ Niemegk Nuthetal Päwesin Planebruch Planetal Rabenstein/Fläming Rosenau (Brandenburg) Roskow Schwielowsee Seddiner See Stahnsdorf Teltow Treuenbrietzen Wenzlow Werder (Havel) Wiesenburg/Mark Wollin Wusterwitz Ziesar Groß Kreutz BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Werder (Havel) ist eine Stadt mit rund 25.000 Einwohnern im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. Als staatlich anerkannter Erholungsort ist Werder überregional auch durch das frühjährliche Baumblütenfest bekannt, das zu den größten Volksfesten in Deutschland zählt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbildaufnahme von Werder (Havel) (Sommer 2006)

Die Stadt liegt rund 10 km bzw. 40 km südwestlich der Stadtzentren von Potsdam und Berlin im Nordosten der von der letzten Eiszeit geprägten Landschaft Zauche. Die Kernstadt liegt auf einer Insel in der dort 700 bis 1400 m breiten Havel auf 38 m ü. NHN. Davon leitet sich auch der Stadtname ab, denn Werder bedeutet – ähnlich wie Werth oder Wörth – Insel im Fluss. Außerdem ist Werder von den Havelseen Schwielowsee, Glindower See, Großer Plessower See und Großer Zernsee umgeben.

Ortsteil Petzow, Schlosspark von Lenné, Schwielowsee im Hintergrund

Stadtbezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rechtsbezeichnungen der Stadt Werder sowie Siedlungsbezeichnungen geben für die Jahre 1317, 1330, 1375 oppidum, 1459 stat, 1474 Flecken (Bleke), 1542 civitas, sonst Städtlein (1580), Mediatstadt (1768), Stadt (1801) an.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Kernstadt Werder gibt es nach der Hauptsatzung die folgenden Ortsteile[2] und Wohnplätze:[3]

Eingemeindungen

Der Ort Petzow wurde bereits am 1. Januar 1926 eingemeindet.[4] Am 1. Januar 1957 wurde die damals noch selbstständige Gemeinde Göttin in die Gemeinde Neu-Töplitz eingegliedert.[4] Am 14. März 1974 schlossen sich Alt-Töplitz, Leest und Neu-Töplitz zur neuen Gemeinde Töplitz zusammen.[4] Zum selben Zeitpunkt wurde Plessow in die Gemeinde Plötzin eingegliedert.[4] Durch einen Bürgerentscheid schloss sich Bliesendorf am 31. Dezember 1998 der Stadt Werder (Havel) an.[5] Zum 31. Dezember 2000 wurde die Gemeinde Plötzin in die Stadt Werder eingegliedert.[6] Am 31. Dezember 2001 wurden Glindow, Kemnitz und Phöben eingemeindet.[7] Derwitz[8] und Töplitz[9] folgten am 26. Oktober 2003. Dem Wunsch der Eingemeindung von Golm, den sowohl die Einwohner des Ortes als auch die Stadt Werder hegten, wurde nicht entsprochen und löste einen großen Streit zwischen den Befürwortern, dem Innenministerium, und der Stadt Potsdam aus, die Golm schließlich aufnehmen durfte.[10] Werder hätte mit dem neuen Ortsteil den Titel Universitätsstadt (Universität Potsdam, Max-Planck-Institut und Fraunhofer-Gesellschaft sind dort ansässig) tragen können.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werder ist wahrscheinlich aus dem Zusammenwachsen eines handwerklich geprägten Nahmarktortes mit dem sich anschließenden Kirchort entstanden. Eine förmliche Stadtgründung oder Stadtrechtsverleihung ist nicht belegt, ebenso wenig eine Ummauerung. Das Städtchen (oppidum) Werder wird urkundlich erstmals 1317 erwähnt (1375 Werder, 1450 Wehrder, 1580 Werder). Auf der Havelinsel sind unter anderem Funde von slawischen Scherben auf dem Mühlenberg am südwestlichen Ufer des Werders und 3,5 km nordnordwestlich von Werder am westlichen Havelufer bekannt, im Süden von Werder wird ein slawischer Burgwall angenommen (Letzteres ohne archäologischen Nachweis). Der Kietz in der Gegend Fischerstraße war wohl die alte Fischersiedlung.

Lithographie von 1881
Heilig-Geist-Kirche und Bockwindmühle
Inselteil Ende April zum Baumblütenfest

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. August 1317 verkauften der vir strenuus Sloteko, Truchsess des Markgrafen Waldemar von Brandenburg, und seine beiden Brüder, die milites Richardus und Zabellus, das Städtchen (oppidum) Werder nebst 46 Hufen Lehnsbesitz in Richtung Zauche auf Geheiß ihres Lehnsherrn für 244 Mark weniger einer Viertelmark gemünzten Brandenburgischen Silbers an das Zisterzienserkloster Lehnin.[11] Die Bestätigungsurkunde des Markgrafen stellt aber nicht die Ersterwähnung dar. Vielmehr wird das vermutlich mit einer hölzernen Brücke ausgestattete Städtchen schon in einer Urkunde Waldemars vom 5. April 1317 genannt.[12] Die beiden Urkunden passen zum Landesausbau des Klosters Lehnin, der sich auch am Kauf der Dorfes Leest nebst der Zinserhebung in Werder im Jahre 1339, der Übereignung des Dorfes Phöben für eine Hebung Getreides an das Kloster am 15. November 1343 oder dem Vergleich zwischen Abt und Mönchen von Lehnin und den Brüdern von der Groeben vom 18. Oktober 1352 ablesen lässt.[13]

Die allmähliche Entwicklung zu einem handwerklichen Nahmarkt spiegelt sich in den Statuten der Zunft der Schuhmacher und Lohgerber der Altstadt Brandenburg vom 30. April 1424 wider, wo der Schuhverkauf auf die Marktflecken Rathenow, Ziesar, Potsdam, Ketzin, Lehnin, Briesen (Mark), Werder und Pritzerbe beschränkt wird.[14] Der Kurfürst und Markgraf Friedrich II. von Brandenburg, der am 20. September 1459 (am Donnerstage St. Matheus Abend) in Werder einen Vergleich zwischen dem Kloster Lehnin und dem Ritter Georg von Waldenfels bestätigt hatte,[15] erlaubte dem Kloster Lehnin dann am 21. Oktober 1459, am Sonntag Laetare in der Fastenzeit bzw. am Sonntag unmittelbar vor dem Martinsfest einen Jahrmarkt in Werder abzuhalten.[16] Auch wenn man damit von keiner Stadtrechtsverleihung sprechen kann, zeigen die Einträge zu Werder im Landbuch Karls IV. von 1375[17] und als Pfarrei der Propstei Brandenburg in der Matrikel des Bistums Brandenburg von 1459,[18] dass das Städtchen nach und nach an landesherrlichem und kirchlichem Stellenwert gewann.

Ihre Zölle wurden nichtsdestoweniger mehrmals vom Landesherrn aus Geldnot an die Neustadt Brandenburg verpfändet.[19] Eine Schwächung des Landesherrn zeigt sich auch an Auseinandersetzungen mit dem landsässigen Adel. In einer Art Weistum erzielten die Bürgermeister, Ratmannen und Gemeinde von Werder immerhin mit den Brüdern von Hake, die offenkundig auch als Schulzen amtierten, und den Bauern von Geltow am 5. Dezember 1474 einen Vergleich über Saat, Viehweide, Wegerechte, Getreidefuhren, Flussnutzung, Fischerei und anderes.[20] Bei einem weiteren Grenzstreit wird am 19. Juli 1533 ein gewisser Bastian Tesickendorf zu Werder wanhafftigk inmitten mehrerer Dienstleute des Abtes von Lehnin erwähnt. Ob es sich dabei um den Pfarrer oder - was ebenso möglich ist - den gleichfalls schreibkundigen Küster und Schullehrer handelt, muss mangels weiterer Belege offen bleiben.[21]

Säkularisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrei Werder wurde nur zwei Jahre vor der Säkularisation des Klosters Lehnin im Jahre 1540 durch den Kanzler der Markgrafen von Brandenburg, Johann Weinlob, visitiert. Hiernach unterstand die Heilig-Geist-Kirche dem Abt von Lehnin als Grundherrn und den Herren von Rochow als Patronatsherren, das heißt die Pfarrer wurden mit Zustimmung durch Letztere eingesetzt und durch Ersteren mit Abgaben belegt. Der Pfarrkirche zugeordnet war als zweite Pfründe (commenda) die Kirche St. Andreas in Geltow. Folgt man dem zeitgenössischen Verzeichnis der jährlichen Ausgaben am Rathaus, gab es neben dem Pfarrer einen Kaplan und einen Küster. Letzterer war außerdem als Stadtschreiber und Schulmeister tätig, wohnte im Schulhaus und lebte von den Abgaben seiner Schüler, der Garnleute und der Pfarrangehörigen. Umfangreicher als andernorts war die Ausstattung der Heilig-Geist-Kirche: Zum Pfarrhaus gehörten zwei Hufen, acht Wiesen, ein Garten mit drei Fudern Heu, eine Fischerei, ein Pfund Kerzenwachs, der Kornzehnt, aber nicht der Fleischzent von 200 kommunizierenden Gläubigen, die Totfall-, die Heirats- und die Wochenbettsabgabe sowie ein jährliches Gastmahl. Aus der wüstgefallenen Feldmark Zernow (wohl beim Zernow See gelegen) gingen auf Betreiben derer von Rochow seit vierzehn Jahren keine Abgaben mehr ein. Das Inventar des Pfarrers wies u.a. eine Braupfanne, ein Braubecken, zwei Spanbetten, sieben Schüsseln und sieben alte Kannen aus Zinn aus. Das Kirchenvermögen war von drei auf zwei Kelche und von fünf auf drei Patenen gesunken, geblieben waren eine Monstranz aus vergoldetem Messing sowie drei Wiesen (darunter eine mit dem Namen Marien horne), 10 statt 13 Pfund Wachs, ein Weinberg, drei Landstücke (auff dem Berge gelegen), ein Stück ebener Acker (vor der Heide gelegen), fünf Stücke Beiland in Petzow (Im Petzouschen feldt) sowie mehrere Zinse. Als Nachbarpfarreien werden Töplitz, Schmergow, Glindow, Petzow und Phöben genannt.[22] Bei einer weiteren Visitation erhielten 1541 alle Dorfpfarrer des Klosters Lehnin den evangelischen Katechismus ausgehändigt, sodass von einem Übergang Werders zur lutherischen Lehre spätestens zu diesem Zeitpunkt ausgegangen werden darf.[23]

Dreißigjähriger Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1637 und 1641 durch schwedische Truppen geplündert.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges wurde 1943 ein kleines KZ-Außenlager des KZ Sachsenhausen errichtet. Diese Häftlinge sowie Kriegsgefangene, die im Lichau-Keller auf der Friedrichshöhe sowie auf einem Havelkahn untergebracht waren, mussten Zwangsarbeit verrichten. Vor dem Krieg und während des Krieges befand sich im Norden der Stadt ein Flugplatz, der zusammen mit Einrichtungen in Wildpark West als Luftkriegsschule III für die Fliegerausbildung diente, bis diese im Mai 1944 nach Oschatz in Sachsen verlegt wurde. Nach Kriegsende ließ sich auf diesem Gelände die Rote Armee nieder (Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland), die zu Zeiten der DDR bis zum endgültigen Abzug 1992 dort stationiert waren. Anfang 1945 bei Kriegsende wurden die Eisenbahnbrücke, Baumgartenbrücke und die Strengbrücke gesprengt.

Sowjetische Besatzungszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang der 1950er Jahre bildete sich eine aktive Oppositionsgruppe von Jugendlichen gegen DDR-Regime und sowjetische Besatzungsmacht. Ein sowjetisches Militärtribunal verhängte 8 Todesurteile, von denen 7 durch Erschießen in der Lubjanka in Moskau vollstreckt wurden (1952). 17 weitere Jugendliche wurden zu 10 bis 25 Jahren Zwangsarbeitslager verurteilt. Es folgte eine weitere Gruppe von 6 Jugendlichen mit mehrjährigen Haftstrafen. 1997/99 erfolgte die Rehabilitierung aller Verurteilten durch die russische Militärstaatsanwaltschaft.[24]

Nach 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach 1990 wurden der Stadtkern unter Einschluss der Inselstadt zum Sanierungsgebiet erklärt. Dem folgte die Renovierung bzw. Restaurierung eines Großteils der vorhandenen Bausubstanz. Alle Hauptstraßen, die in Obhut der Stadt liegen, wurden neu ausgebaut und instand gesetzt. Fast die gesamte Stadt ist an das zentrale Abwassernetz angeschlossen. Ein modernes Gasheizwerk versorgt die Einwohner mit Fernwärme.

Werder ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg.

In den Jahren der DDR wurden in der Stadt mehrere Wohnviertel in Plattenbauweise errichtet. Dazu gehören die Jugendhöhe (1980), die sich auf der zentralen Anhöhe Werders befindet, sowie das Wohngebiet Wachtelwinkel (1979) in direkter Nähe zum Stadtzentrum. Beide wurden schon einige Jahre nach der Wende vollständig renoviert. Ursprünglich gab es auf der Jugendhöhe Straßennamen wie Straße der DSF, Straße der Jugend und Hanns-Beimler-Straße. Im Jahre 1990 wurden dort alle Straßen nach klassischen Musikern benannt. Im Wachtelwinkel wurden Städtenamen genutzt, wie Hamburg, Mainz. Siegburg, Oppenheim (siehe Partnerstädte) und Köln.

Die Wohnblöcke der ehemaligen Flugschule aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, von der Bevölkerung auch Fliegersiedlung genannt, die später von der Sowjetischen Armee als Unterkunft für die Soldaten und ihre Familien genutzt worden waren, wurden vollständig rekonstruiert und bieten am nördlichen Rand des Stadtgebietes ein ruhiges Wohnumfeld. In diesem Viertel befinden sich heute besonders Beamten- und Eigentumswohnungen. Auch die Vorkriegsbauten in der Bernhard-Kellermann-Straße und die Neubauten am Ende der Brandenburger Straße wurden wieder hergerichtet.

Neben den vielen Rekonstruktionsmaßnahmen der Stadt gibt es auch neue Wohnparks in der Stadt. Einige erweiterten bereits bestehende Gebiete, wie das Wohnviertel am Wachtelberg, das den Wachtelwinkel ergänzte. Ebenso wie dieses Gebiet ist auch der Scheunhornweg und das Gebiet um die Adolf-Kärger-Straße, die sich direkt am Havelufer befinden, mit vielen großzügigen Grünanlagen und kleinen Teichen bestückt.

Abendlicher Blick auf die Inselstadt, Herbst 2007

Bereits recht früh in den 1990er Jahren entstand zwischen der Kemnitzer Straße und dem Elsebruchweg ein Viertel mit Reihenhäusern nach dänischem Vorbild. Nicht weit entfernt, gegenüber der Jugendhöhe, wurde ein neues Viertel mit Doppelhaushälften und Reihenhäusern errichtet. Hier sind die Straßen nach Vögeln benannt. Der Kemnitzer Straße weiter folgend, gelangt man am Wohnviertel Finkenberg, in dem besonders die soziale Förderung im Vordergrund stand, vorbei. Im Süden der Stadt, am Einkaufszentrum Werder-Park, wurden Einzelhäuser und kleinere Wohnblöcke errichtet. Die Straßennamen sind eng mit dem Obstbau, der früher auf dem Areal betrieben wurde, verbunden. Kleinere, neu errichtete Häuserkolonien befinden sich gegenüber dem Neuen Friedhof und im Kesselgrund.

Nördlich des Bahnhofs ist das Wohn- und Gewerbegebiet Havelauen zu finden, das 1995 eingeweiht wurde. Neben einigen Betrieben, wie der Havelbus Verkehrsgesellschaft, Versandunternehmen und einigen kleineren Bürovertretungen größerer Unternehmen sind hier ebenfalls Doppelhaushälften angelegt worden. Die Straßennamen auf dem ehemaligen Flugplatzgelände sind von Luftfahrtpionieren, wie Otto Lilienthal, abgeleitet oder haben Wasserbezug. Nachdem die Entwicklung des Gebietes zunächst ins Stocken geraten war, erlebt der neue Stadtteil seit etwa 2011 einen regelrechten Boom. Nach der Entscheidung, ein großes Familienbad in den Havelauen zu errichten, geriet das Gebiet in den Fokus von Bauträgern. Während die Fertigstellung der sogenannten „Blütentherme“ nach Problemen mit dem ursprünglichen Projektpartner, von dem sich die Stadt im Streit trennte[25], erst für 2018 erwartet wird[26], ist die sonstige Entwicklung nahezu abgeschlossen. Mittlerweile sind praktisch sämtliche Grundstücke vergeben. Neben Einzelhausbebauungen sind auch größere Wohnanlagen entstanden. Die alten Kasernengebäude wurden saniert, an dem künstlichen Hafenbecken wurden etwa 200 exklusive Eigentumswohnungen geschaffen, ein Einkaufszentrum für den boomenden Stadtteil ist entstanden.

Die anhaltende Attraktivität Werders und die Erwartung weiteren Zuzugs belegen bereits angelaufene Großprojekte, wobei der Fokus auf Wasserlagen liegt. In den Havelauen soll zusätzlich zu RIVA-Maritim[27] ein weiterer Blockbereich mit exklusiven Eigentumswohnungen und einem Gesundheitszentrum entstehen, im Ortszentrum von Glindow entstehen unter dem Namen „Glindower Seevillen“ auf rund 2,5 Ha direkt am Glindower See rund 100 exklusive Mietwohnungen.

Legenden und Erzählungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Studenten der Universität Frankfurt an der Oder behaupteten im Jahre 1598: Vinum de Marchia terrra - transit guttur tamquam serra, oder zu Deutsch: Märkischer Erde Erträge gehen durch die Gurgel wie eine Säge. Gemeint war der saure Wein, der in der Mark gedieh. Trotzdem stellte der Hofmedicus des Großen Kurfürsten, Johann Elsholtz, rund hundert Jahre später fest: Weine aus Werder sind solche, die auf keinem rauhen Kalkgrund, sondern auf klaren Sandhügeln wachsen und daher zwar nur leichte Weine sind, aber doch keine zusammenhängende Säure, sondern vielmehr eine angenehme Lindigkeit (...) haben.[28]

Theodor Fontane sah die Einwohner von Werder hingegen mit kritischem Blick, wenn er in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg feststellt: Sie sind sehr abergläubisch, im Gespenstersehen besonders erfahren, haben eine kauderwelche Sprache, üble Kinderzucht, schlecht Sitte und halten nicht viel auf Künste und Wissenschaften. Arbeitsamkeit und sparsames Leben aber ist ihnen nicht abzusprechen. Sie werden selten krank und bei ihrer Lebensart sehr alt (...) alle diese Züge (...) waren begreiflicherweise nicht imstande, aus Werder einen Prachtbau zu schaffen. Es hatte seine Lage und seine Kirche, beide schön, aber die Lage hatte ihnen Gott und die Kirche hatten ihnen die Lehniner Mönche gegeben.[29]

Verwaltungszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werder gehörte 1817–1952 zum Landkreis Zauch-Belzig (bis 1947 in der preußischen Provinz Brandenburg, 1947–1952 im Land Brandenburg). 1952–1993 war die Stadt Teil des Kreises Potsdam-Land (bis 1990 im DDR-Bezirk Potsdam, 1990–1993 im Land Brandenburg).

Anlässlich der Gebietsverwaltungsreform im Lande Brandenburg 1993 kam Werder zum neugebildeten Kreis Potsdam-Mittelmark mit der Kreisstadt Belzig. Die Nähe zu Potsdam und das Konzept der dezentralen Konzentration ließen Werder, obwohl es sich um die einwohnerstärkste Gemeinde im Kreisgebiet handelt, als Sitz der Kreisverwaltung aus dem Rennen fallen.

Zum 31. Juli 1992 wurde das Amt Werder geschaffen, in dem zunächst sieben kleinere Gemeinden (Bliesendorf, Glindow, Grube, Golm, Kemnitz, Phöben, Plötzin und Töplitz) des Kreises Potsdam-Land in der näheren Umgebung der Stadt Werder zu einem Verwaltungsverbund zusammengefasst waren. Die Verwaltungsgeschäfte dieser Gemeinden wurden von der Stadt Werder (Havel) übernommen, der Bürgermeister der Stadt war gleichzeitig auch Amtsdirektor des Amtes Werder. Die amtsangehörigen Gemeinden wurden im Verlauf der nächsten elf Jahre entweder in die Stadt Werder (Havel) oder die Landeshauptstadt Potsdam eingegliedert; das Amt Werder wurde 2003 wieder aufgelöst.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 4.578
1890 5.914
1910 6.757
1925 7.473
1933 8.796
1939 11.314
1946 11.310
1950 10.828
1964 9.785
1971 9.765
Jahr Einwohner
1981 10.687
1985 10.843
1989 10.656
1990 10.652
1991 10.809
1992 10.822
1993 10.766
1994 11.145
1995 11.619
1996 12.055
Jahr Einwohner
1997 12.502
1998 13.383
1999 14.055
2000 15.115
2001 19.967
2002 19.963
2003 22.341
2004 22.611
2005 22.874
2006 23.015
Jahr Einwohner
2007 23.145
2008 23.129
2009 23.004
2010 23.017
2011 23.297
2012 23.506
2013 23.838
2014 24 347
2015 24 856

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[30][31], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Kurz nach der politischen Wende 1990 lebten auf 26 km² etwa 10.300 Menschen. 1992 wohnten in der Stadt Werder selbst 10.822 Personen, während es im sonstigen Amtsgebiet 8.259 Einwohner waren. Sechs Jahre später belief sich die Bevölkerungszahl insgesamt auf 22.464 Bürger, von denen 13.383 Einwohner der Stadt waren. Durch die hervorragende Lage zu Potsdam und Berlin, das durch den Regierungsumzug einen Bedeutungsaufschwung erlebte, wuchs die Einwohnerzahl immer weiter. Infolge der Gemeindegebietsreform wurden einige Gemeinden Teil der Stadt, für andere wiederum änderten sich die Zugehörigkeiten. Dadurch bedingt lebten nach der Reform im Oktober 2003 22.500 Einwohner auf 116 km² Gemeindegebiet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 46,8 %
 %
50
40
30
20
10
0
47,4 %
15,2 %
12,8 %
8,8 %
6,0 %
4,3 %
3,6 %
1,9 %
A F B
BBT
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Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung (SVV) der Stadt Werder besteht aus 28 Mitgliedern und der Bürgermeisterin bei folgender Sitzverteilung:

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[32]

In fünf Ausschüssen beraten berufene Bürger mit Stadtverordneten aus der SVV Einzelheiten für bestimmte Vorhaben. Es existieren der Hauptausschuss unter Vorsitz der Bürgermeisterin, der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen sowie der Rechnungsprüfungsausschuss. Der Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Sport ist unter anderem für die von der Stadt getragenen und ansässigen Schulen zuständig. Eine besondere Rolle fällt dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen zu, der die Entwicklung des Stadtbildes entscheidend mitbestimmt.

In den acht Ortsbeiräten kommen je nach Größe zwischen drei und neun ehrenamtliche Politiker zusammen, um die Belange der Ortsteile zu erörtern und der Stadt später Vorschläge, Meinungen und Kritiken unterbreiten zu können.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Stadt Werder ist Manuela Saß von der CDU. Sie wurde bei der Bürgermeisterwahl am 14. September 2014 mit 64,9 % der Stimmen erstmals in das Amt gewählt.[33] Saß löste den langjährigen Bürgermeister Werner Große, der das Amt von Mai 1990 bis 2014 ausfüllte und schon in den 1970er Jahren die Position des Stellvertreters innehatte, ab.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 26. März 1993 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber gespalten; vorn am Spalt ein roter, goldbewehrter halber Adler; hinten pfahlweise drei grüne Kleeblätter.“[34]

Blasonierung: Das Wappen der Stadt Werder (Havel) zeigt einen Schild, gespalten, Silber, vorn ein goldbewehrter roter halber Adler am Spalt, hinten drei grüne Kleeblätter pfahlweise. Der Schild deckt eine dreitürmige, sandsteinfarbige Mauerkrone. Die Form des Schildes ist nach spätgotischem Muster rechteckig und unten abgerundet.[2]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge der Stadt ist Grün – Weiß – Rot gestreift und mittig mit dem Stadtwappen belegt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Obstbaumuseum auf der Insel informiert über die Geschichte des Obstanbaus in Werder.

Die von vielen als einzige verbliebene Ziegelei im Ortsteil Glindow ist heute ein Museum. Der Keramikkünstlerverein Gebrannte Erde engagiert sich dort für Veranstaltungen. Der mit Kohlenstaub befeuerte Ringofen wird heute noch zum Brennen der Kunstwerke oder von Ziegelspezialanfertigungen genutzt.

Seit 2008 befindet sich im Schützenhaus Werder im Haus Uferstraße 10 die Stadtgalerie „Kunst-Geschoss“, die auf 230 Quadratmetern wechselnde Ausstellungen beherbergt. Kurator der Galerie ist der Künstler Frank W. Weber. Jährlich besuchen rund 6000 Besucher die Galerie.[36]

Geschichtsdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafel an der Carl-von Ossietzky-Schule
  • Gedenkstätte von 1975 auf dem Neuen Friedhof an der Kemnitzer Straße für sowjetische Soldaten, KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, von denen 20 namentlich genannt werden. Daneben befindet sich ein Denkmal für die Opfer des Faschismus, welches nach 1989 von zentraler Stelle in der Stadt hierher umgesetzt wurde.
  • Gedenktafel von 2004 für sieben im Jahre 1952 in Moskau hingerichtete Jugendliche aus Werder in der Carl-von Ossietzky-Realschule: Namen der fünf Männer und zwei Frauen. Text weiter: „Vielen Ungenannten wurden wertvolle Jahre ihres Lebens durch Zwangsarbeit und Zuchthaus gestohlen“.
  • Gedenkstätte von 2008 auf dem Insel-Friedhof für eine Widerstandsgruppe gegen den Stalinismus (1952), siehe Bild.
Altes Rathaus

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Inselstadt Werder mit ihren kleinen Gassen, alten Fischerhäusern und der Bockwindmühle, zu Land einzig zu erreichen durch die mehrmals erneuerte Brücke über die Föhse, dem schmalen westlichen Havelarm, weist zwei Kirchbauten auf. Die evangelische Heilig-Geist-Kirche mit anschließendem Friedhof wurde 1734 auf Veranlassung Friedrich Wilhelm I. an Stelle einer älteren, vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammenden Kirche auf deren Feldsteinsockel erbaut. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts führen häufige Reparaturen an den Dächern zu Erwägungen, eine neue Kirche zu bauen. 1852 zeichnete August Stüler zwei Entwürfe in neugotischen Formen. Nach einer 1854 erfolgten Baugrunduntersuchung dauerte es noch zwei Jahre bis zum Abbruch der alten Kirche. Die neue Kirche wurde von 1856 bis 1858 unter Einbeziehung des unteren Teil des Turmes im neugotischen Stil errichtet. Der Turm wurde auf 45 Meter erhöht.
  • Die nach dem lateinischen Titel der Gottesmutter, Stella maris, benannte katholische Kirche Sankt Maria Meeresstern wurde 1905/1906 im neuromanischen Stil mit 35 Meter hohem Turm erbaut.
Kirche Maria Meeresstern in Werder (Havel)

Weitere Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Alte Rathaus auf dem Mühlenberg, der höchsten Erhebung der Inselstadt, entstand 1879 durch Umbau aus einer alten Fachwerkschule; es wurde 1992–1995 saniert. Im nebenliegenden ehemaligen Stadtgefängnis, das 1896 aus dem alten Leichenhaus am Friedhof entstand, befindet sich seit 1994 das Obstbaumuseum.
Lendelhaus
  • Das Lendelhaus (Am Markt 21) ist nach F. W. Lendel benannt, der seit 1916 auf dem Gelände Obstwein, Säfte und Marmeladen produzierte. Erbaut wurde das Wohnhaus 1789 als Stadtpalais für die Petzower Gutsherrschaft Kaehne. Die Ziegelbauten der Fabrikanlage stammen aus dem 19. Jahrhundert.
  • In der Innenstadt am zentralen Plantagenplatz liegt das heute als Café genutzte ehemalige Scharfrichterhaus. Die Stadtverwaltung ist in einer repräsentativen Industriellenvilla aus den 1920er Jahren untergebracht.
  • In den Ortsteilen sind mehrere historische Dorfkirchen sehenswert.
  • Die drei historischen Ausflugsgaststätten Bismarckhöhe (Hoher Weg), Friedrichshöhe (Hoher Weg 80) und Wachtelburg (Potsdamer Str. 35) entstanden Ende des 19. Jahrhunderts, als das Baumblütenfest seinen heutigen Bekanntheitsgrad erreichte.
  • Die Burg Zolchow war eine befestigten Niederungsburg aus dem späten Mittelalter am Großen Plessower See in der Nähe des Ortsteils Kemnitz, deren Reste erhalten sind.

Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Werder (Havel) und Liste der Bodendenkmale in Werder (Havel).

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtigstes Fest im Jahr ist das Baumblütenfest, das über den 1. Mai gefeiert wird. Beginn ist dabei immer das letzte Wochenende im April. Am Freitag vor dem Wochenende wird auf dem Baumblütenball die Baumblütenkönigin gekürt. Dabei dürfen nur Frauen im Alter von über 18 Jahren antreten, die in mehreren Prüfungen ihr Wissen über die Stadt und den Obstanbau unter Beweis stellen müssen. Am Samstag des ersten Wochenendes eröffnet die frisch gekürte Königin nach dem traditionellen Umzug, bei dem sich die Vereine und die Stadt präsentieren, das Baumblütenfest. Während im Stadtzentrum der Rummel dominiert, überwiegt in den Randgebieten des Zentrums und der Stadt – in den Gärten und auf den Plantagen der Obstbauern – eine gemütliche Atmosphäre. An die besten Obstweinproduzenten verleiht eine Jury die Auszeichnung Goldene Kruke. Der Werderwein ist berüchtigt für sein süffiges Aroma, das eher an Fruchtsaft erinnert und seine oft unterschätzte, fatale Wirkung, die er auf seine Konsumenten ausübt. Die ca. 500.000 Gäste des Festes, die diesen Obstwein während des Festes aus Sicherheitsgründen nur in Plastikflaschen erwerben können, werden am letzten Sonntag um 22 Uhr mit einem großen Höhenfeuerwerk verabschiedet.

Einzelne Ortsteile veranstalten in jedem Jahr ihre eigenen Orts- bzw. Dorffeste, die auch viele Gäste aus dem Umland anziehen. Besonders das Kirsch- und Ziegelfest in Glindow ist neben dem Baumblütenfest bekannt.

Jeden Freitag findet der Wochenmarkt in der Stadt statt. Die Stände verteilen sich hierbei vor allem über die Straße Unter den Linden, die sich direkt im Zentrum befindet.

Der Schützenverein Werders veranstaltet in jedem Jahr ebenfalls ein Fest, das über die Stadtgrenzen hinaus Besucher anzieht.

Bedingt durch die großzügigen Wasserflächen in der Umgebung der Stadt wird seit einigen Jahren das Wasserfest ausgetragen. Mit Drachenbooten werden hierbei Rennen auf der Föhse ausgetragen und die Wassersportvereine präsentieren sich.

Kulturelle Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino Scala, ehemals Fontane Lichtspiele

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mühle im September 2015

Ansässige Unternehmen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Auswahl an Unternehmen, die über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind:

Bekannt geworden ist Werder vor allem durch den Obstanbau. Ihm verdankt die Stadt mit dem Baumblütenfest auch eines der größten Volksfeste Deutschlands. Schon die Mönche des Zisterzienserklosters in Lehnin betrieben hier Obstanbau. Angebaut werden größtenteils Kirschen, Äpfel und Erdbeeren. Aber auch Gemüse, besonders Tomaten, werden in den Gewächshäusern gezüchtet. Gegenwärtig vertreiben zwei größere Unternehmen die Produkte der Region: zum einen „Werder Frucht“, das vor allem Säfte und das Obst selbst vertreibt, zum anderen „Werder Feinkost“, das sich auf die Herstellung von Ketchup, Fruchtweine und Brotaufstriche spezialisiert hat. Doch schon während der DDR-Zeit, in der viele LPG und andere Genossenschaften die Aufzucht der Pflanzen kontrollierten, waren die Produkte aus Werder mehr als beliebt. Neben der Verwendung als sog. „Bückware“ wurden mit den Spezialitäten der Umgebung mehrere Spitzenhotels (z. B. das „Neptun“ in Rostock) beliefert. Bereits seit Beginn der Industrialisierung, die schnellere Transportmöglichkeiten hervorbrachte, wurden Obst und Gemüse per Dampfschiff über die Havel in das sich immer rascher entwickelnde Berlin transportiert.

Werder (Havel) hat eine überdurchschnittliche Quote an Selbstständigen bzw. Gewerbetreibenden und nahezu Vollbeschäftigung.

Neben den traditionsreichen Lebens- und Genussmittelherstellern werden im ortsansässigen Schaltgerätewerk vor allem für die Eisenbahnindustrie Schaltanlagen produziert. Seit Anfang 2004 befinden sich die Produktionsstätten der Fa. Alexander Schuke, eines großen, international tätigen Orgelbaubetriebs, in der Havelstadt.

Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war die Backsteinproduktion, vor allem in Glindow, bedeutsam, die Produkte wurde per Kahn direkt in die aufstrebenden Städte verfrachtet.

Weinanbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alter Weinberg auf Töplitz
Rotweinlehrpfad auf dem Werderaner Wachtelberg

Der Weinanbau ist neben der Fischerei eines der ältesten Gewerbe der Stadt. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde in Werder Wein auf einer Fläche von mehr als 100 Hektar angebaut. Die damaligen Rebsorten waren „Weißer Elbling“, „Weißer und Roter Schönedel“ und der „Rotfranke“. Es soll jedoch immer mehr Rotwein als Weißwein angebaut worden sein.

Auf der Insel wurde Wein am Mühlen- und am Gottesberg angebaut. Das Weinlaub wurde früher zum Einwickeln von Obst, speziell von Aprikosen und Pfirsichen verwandt. Die Früchte konnten so schonend in den Obsttienen transportiert werden. 1887 wurde noch von zwei Weinbergen berichtet. Mit dem Erfrieren der letzten Weinstöcke im Winter 1955/56 endete vorläufig die Weinanbauperiode in Werder. Erst 1985 begann die Gärtnerische Produktionsgenossenschaft (GPG) „Obstproduktion“ auf dem Werderaner Wachtelberg mit dem Anlegen eines Weinberges auf einer Fläche von 4,8 Hektar. Heute wachsen dort auf einer Fläche von fast sieben Hektar circa 30.000 Rebstöcke. Im Rahmen der Bundesgartenschau in Potsdam wurden Weinlehrpfade auf dem Wachtelberg angelegt. Hier wachsen heute 38 Rot- und 40 Weißweinsorten.

Zu den wichtigsten Weinlagen in Werder zählen heute neben dem Werderaner Wachtelberg auch der Wachtelberg in Phöben und der Werderaner Galgenberg, deren Ertrag seit 2012 wieder unmittelbar in Werder gekeltert wird.[37]

2007 wurde auch der Alte Weinberg auf der zu Werder gehörenden Insel Töplitz mit dem Weingut Töplitz wiederbelebt.

Brauereiwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1784 gab es in Werder bereits 21 Brauer und zwei Brauknechte. Die erste Werdersche Braumanufaktur von Rasenack entstand in unmittelbarer Nähe zum Gesellschaftshaus am Markt auf der Insel.[38] 1854 gab es in Werder vier große Brauereien. Das Werdersche Bier wurde als „Gesundheitsbier“ überall angepriesen und auch weit über Werders Grenzen, insbesondere nach Berlin, geliefert. 1896 kam es zu einem Zusammenschluss der vier Brauereien unter dem Namen „Vereinigte Werdersche Brauereien“, aus der dann die „Brauereigenossenschaft Potsdam Werder, Zentrale Werder a. H.“ wurde. Sie musste 1909 Konkurs anmelden. Seit Ende 2014 gibt es im Ortsteil Kemnitz wieder eine Werdersche Brauerei.[39]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landverkehrswege und Wasserstraßen um Potsdam und Werder
Linienausschnitt RE1
   
S-Bahnhof
Berlin-Wannsee
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
S-Bahn Berlin S7
S-Bahnhof
Potsdam Hauptbahnhof
Bahnhof, Station
Potsdam Charlottenhof
Bahnhof, Station
Potsdam Park Sanssouci
Bahnhof, Station
Werder (Havel)
Bahnhof, Station
Groß Kreutz
Bahnhof, Station
Götz
Bahnhof, Station
Brandenburg Hauptbahnhof
   
S-Bahnhof
Magdeburg Hauptbahnhof

Werder ist über die Bahnstrecke Berlin–Magdeburg mit der Regional-Express-Linie RE 1 der DB mit Berlin (Fahrzeit nach Berlin Hauptbahnhof etwa 40 Minuten), Frankfurt (Oder), Eisenhüttenstadt oder Brandenburg, Genthin und Magdeburg im 30-Minuten-Takt verbunden.

Busverbindungen bestehen in die Landeshauptstadt Potsdam sowie nach Golm beziehungsweise Töplitz, Kemnitz, Glindow beziehungsweise Bliesendorf und in Richtung Lehnin. Innerhalb Werders verkehrt eine Citybuslinie, die das Durchqueren der gesamten Stadt für 0,50 € ermöglicht.

Die Stadt Werder wird im Norden von der Unteren Havel-Wasserstraße mit dem Sacrow-Paretzer Kanal tangiert. Durch die Stadt fließt die Potsdamer Havel, ebenfalls eine Bundeswasserstraße. Fahrgastschifffahrtsunternehmen bieten in der Saison Ausflugslinien auf den Havelseen der Umgebung sowie regelmäßige Schiffsverbindungen nach und von Potsdam an.

Mit dem Auto ist Werder aus Richtung Potsdam oder Brandenburg über die Bundesstraße 1, eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen, erreichbar. Von der Autobahn aus ist Werder über mehrere Abfahrten erreichbar. Dazu zählen die Abfahrten Glindow (AS 20, südlich des Stadtzentrums), Groß Kreutz (AS 22, westlich gelegen) und Phöben (AS 23, im Norden der Stadt). Sie alle sind Teil des Berliner Rings (A 10). Das Autobahndreieck Werder (AS 21) verbindet diesen mit der A 2 in Richtung Magdeburg.

Kirche auf der Insel im September 2015
Das Kircheninnere
Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[40] 12 187 12 256 12 613 12 665 12 790 12 962 13 137
PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 527 530 548 550 549 551 551

1895 bis 1926 verkehrte in Werder eine Pferdebahn vom Bahnhof zum Marktplatz mit einem Abzweig nach Glindow.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Plötzin

Mehr als zehn Kindergärten, darunter die Integrationskita Anne Frank, die sich sowohl in öffentlicher als auch privater Trägerschaft befinden, sorgen für die jüngsten Einwohner. Wegen der starken Bevölkerungsentwicklung insbesondere durch Projekte in den „Havelauen“ kam es 2015 zu Engpässen in der Versorgung. Mit dem Bau eines neuen Kindergartens in der Damaschkestraße durch die städtische Grundstücksgesellschaft HGW und mehrere neue private Kindergärten wird das Angebot deutlich ausgeweitet. Für Schulkinder gibt es in der Stadt mehrere Horte. Ebenso existieren mehrere Begegnungsstätten für Jung und Alt wie Jugendclubs und Senioreneinrichtungen. Gemeindezentren in den Ortsteilen (z. B. Kemnitz, Plötzin) stehen auch den Bürgern und Vereinen für private und öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung.

Die stadteigene Bibliothek befindet sich seit einigen Jahren mit erweitertem Medienangebot in einem neuen Gebäude.

Für ärztliche Betreuung sorgen viele einzelne Praxen von Allgemein- und Zahnärzten. Eine chirurgische Gemeinschaftspraxis befindet sich mit Kinderarzt, Augenarzt, Zahnärzten, einer Logopädiepraxis und weiteren Fachmedizinern im örtlichen Ärztehaus. Direkt an dieses angegliedert ist eine von vier Apotheken. Sie setzt die Tradition der Adlerapotheke von der Insel fort. Es gibt Reformhäuser in den einzelnen Ortsteilen und viele Physiotherapiepraxen. Der Malteser Hilfsdienst unterhält direkt am Ärztehaus eine Rettungswache.

Die Polizeiwache Werder gehört zum Schutzbereich Brandenburg.

Die Deutsche Post AG betreibt in der Filiale eines Supermarktes eine Außenstelle. Außerdem gibt es ein kleines Verteilerzentrum, das die Ortschaften mit Briefen und Paketen versorgt.

Staatliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Plessow befindet sich der Dienstsitz Plessow des Bildungs- und Wissenschaftszentrums der Bundesfinanzverwaltung.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt besitzt in ihrem Zentrum zwei Grundschulen, die nach Franz Dümichen (Grundschule I), einem ehemaligen Bürgermeister der Stadt, beziehungsweise nach Karl Hagemeister (Grundschule II), einem bekannten Landschaftsmaler, benannt sind.

Die Grundschule I erhielt ihren aktuellen Namen 1997, da die Realschule bzw. Oberschule, die sich auf dem gleichen Gelände im Zentrum der Stadt befindet, ebenfalls den Namen Carl von Ossietzky trug. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass beide Schulen zu DDR-Zeiten als eine Bildungsstätte arbeiteten.

Die Grundschule II befindet sich im Wohngebiet „Jugendhöhe“ und besitzt eine etwas größere Kapazität als ihr Pendant in der Innenstadt. Aufgrund der Tatsache, dass keine der Schulen trotz rückläufiger Schülerzahlen die Kapazität besitzt, um alle Schulanfänger aufzunehmen, wechseln sich beide Schulen mit der Eröffnung zweizügiger Jahrgänge ab. In der jeweils anderen Schule wird dann nur eine einzelne erste Klasse eröffnet.

Zusätzlich zu den innerstädtischen Grundschulen befinden sich in den Ortsteilen Glindow und Töplitz zwei weitere, wesentlich kleinere Einrichtungen. Besonders in der Inselschule Töplitz ist dies zu beobachten, da hier jahrgangsübergreifend unterrichtet wird.

Die Stadt besitzt weiterhin eine allgemeine Förderschule, die einzige derartige Einrichtung im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Sie ist rechtlich erst mit dem Schuljahr 2004/2005 eröffnet worden. Die am selben Standort ansässige Förderschule ist zusammen mit der Förderschule für Körperbehinderte in Glindow aufgelöst worden. Zeitgleich wurde dann die allgemeine Förderschule eröffnet. Mit diesem bisher einmaligen Vorgang, bei dem eine Schule für körperlich und eine für geistig behinderte Kinder in eine allgemeine Förderschule übergingen, wurde auch der Umbau des Schulgebäudes in der Kemnitzer Chaussee abgeschlossen.

In relativ kurzer Entfernung zu dieser Schule befindet sich das ortsansässige Ernst-Haeckel-Gymnasium, in dem ca. 700 Schüler mit 50 Lehrern den Weg zum Abitur gehen. Es ist in der Umgebung das einzige Gymnasium. Die gymnasialen Oberstufen der Schulen in Ziesar und Lehnin wurden mit dem Beginn des Ausbaus, der von Protesten begleitet war, geschlossen. Der Altbau der ehemaligen „erweiterten Oberschule Ernst Haeckel“, der 1968 fertiggestellt worden war, wurde mit Ende des Schuljahres 2002/2003 außer Dienst gestellt, da die für den Betrieb notwendige Genehmigung nicht mehr ausgestellt worden war. Im Sommer 2004 folgte dann der Abriss. Das Gebäude war nicht mehr notwendig gewesen, da die Stadt als Träger der Schule bereits zwei neue Trakte auf dem Gelände errichtet hatte und das Schüleraufkommen mit diesen bewältigt werden kann. Am 15. Mai 2008 wurde auf dem Standort der Grundstein einer neuen Zwei-Felder-Turnhalle gelegt, welche am 18. November 2009 eingeweiht wurde und die stark gealterte Halle ersetzt. 2016 wurden die gesamten Sportanlagen im Außenbereich erneuert. Die dynamische Bevölkerungsentwicklung in Werder stellt die Frage nach der Notwendigkeit eines weiteren Gymnasiums, Pläne der Hoffbauer-Stiftung, im Ortsteil Glindow einen Bildungskampus zu errichten, zielen auch in diese Richtung[41].

Das Oberstufenzentrum der Stadt, das eine Außenstelle in Groß Kreutz besitzt, bietet neben dem allgemeinen Abitur eine Möglichkeit, das Fachabitur zu erlangen. Da das OSZ Werder das einzige seiner Art im Land ist, an dem Garten- und Landschaftsbau als Fach belegt werden kann, besitzt es ein Internat in dem die Schüler unterkommen können. 2005 wurden umfangreiche Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten am Schulgebäude vorgenommen.

Die Freie Schule am Zernsee bietet den Schülern der Umgebung eine alternative Unterrichtsform auf der Basis der Pädagogik Rudolf Steiners. An diese Schule ist ein Kindergarten und ein Hort angeschlossen. Derzeit werden die Schüler hier bis zur 12. Klasse geführt. Das Abiturvorbereitungsjahr können die Schüler an der Waldorfschule in Potsdam oder Berlin besuchen und dort die Abiturprüfung ablegen. Am 1. September 2012 wurde die Schule in Freie Waldorfschule Christian Morgenstern umbenannt.[42]

Für Erwachsene bietet die Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark in Werder, die sich in der Adolf-Damaschke-Str. 60 gegenüber vom Bahnhof Werder befindet, Kurse im Gesellschafts-, Kultur-, Sprach-, und Gesundheitsbereich.[43]

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Sportvereine stehen in Werder zwei Feldersporthallen mit Zuschauerplätzen auf Schulgeländen bereit. Für viele andere Sportarten gibt es in der Stadt mehrere Betätigungsstätten, wie z. B. kleinere Turnhallen, eine Regattastrecke mit einer Länge von 1500 m, einen großen Sportplatz mit Tartanbahn (Arno-Franz-Sportplatz), eine Tennisanlage, zwei Sportzentren sowie ein Bowling- und Kegelzentrum.

Im Ortsteil Phöben sind Europas größte Indoor-Reithalle, ein Polo-Club und ein 18-Loch-Golfplatz nebst Verein angesiedelt.

Im Ortsteil Bliesendorf entsteht auf fast 30.000 m² die sowohl größte, als auch die erste deutsche Cricket-Anlage mit einer Rasen-Pitch (neben Amsterdam die einzige derartige Anlage in Kontinental-Europa). Initiiert und gebaut vom Nordostdeutschen Cricket Verband (NOCV – in Werder beheimatet) ist das zukünftige „DCB-Leistungszentrum des NOCV“ sportliche Heimat des „Havelländischen Cricket Club Werder e. V.“.

Viele Sportvereine, zum Beispiel für das Rudern, Segeln, Windsurfen, Wasserwandern, Angeln können sich der Wasservielfalt der Umgebung bedienen.

Weiter bestehen ein Tennisverein „TC Werder Havelblick“, ein Heimatverein, ein Hundesportverein, der Verein Historischer Weinberg, der Karnevalsclub Werder, ein Schützenverein, der Kegelverein (KV Werder), der Werderaner FC Viktoria 1920 e. V., der Werderaner VV 1990 e. V. und die Werderaner Bogenschützen.

Ortsteil Glindow, Ziegeleimuseum

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Werder verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Angelow: Geschichte und Landschaft. Das märkische Rittergut Kemnitz. be.bra-Verlag, Berlin 2000 (= Einzelveröffentlichung des Brandenburgischen Landeshauptarchivs 1).
  • Autorenkollektiv: Heimatgeschichtliche Beiträge. div. Jahrgänge aus den 1980ern.
  • Roland Fröhlich: Am Polarkreis des Weinbaus. Der Werderaner Wachtelberg. Vacat Verlag, 2001, ISBN 978-3-930752-17-1.
  • Dieter Heckmann und Zeitzeugen: 100 Jahre Katholische Kirche Maria Meeresstern in Werder an der Havel, 1906–2006. Katholische Propstei St. Peter und Paul Potsdam mit Maria Meeresstern a.d. Havel 2006, 2. erweiterte Auflage 2013.
  • Andreas Kitschke: Kirchen in Potsdam. Evangelische Verlagsanstalt, Berlin 1983, 1. Auflage.
  • Andreas Kitschke: Die Heilig-Geist-Kirche zu Werder (Havel). Ev. Kirche Berlin-Brandenburg – Kirchenkreis Potsdam, Pfarrsprengel Werder. Kunstverlag Peda, Passau o.J. (= 2007).
  • Andreas Kitschke: Die Kirchen der Potsdamer Kulturlandschaft. Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, Berlin 2016.
  • Günter Nagel: Mühlenimport nach Werder und nach Saalow. In: Die Mark Brandenburg, Heft 53. Marika Großer Verlag, Berlin 2004, ISBN 978-3-910134-32-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Werder (Havel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. a b Hauptsatzung der Stadt Werder (Havel) vom 9. März 2009 werder-havel.de (PDF)
  3. Stadt Werder (Havel) Dienstleistungsportal der Landesverwaltung
  4. a b c d Beitrag zur Statistik Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 19.11 Landkreis Potsdam-Mittelmark statistik-berlin-brandenburg.de (PDF)
  5. Eingliederung der Gemeinde Bliesendorf in die Stadt Werder (Havel). Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 22. Dezember 1998. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 10. Jahrgang, Nummer 5, 9. Februar 1999, S. 70.
  6. Eingliederung der Gemeinde Plötzin in die Stadt Werder (Havel). Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 12. Dezember 2000. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 2, Potsdam, 10. Januar 2001, S. 43, brandenburg.de (PDF)
  7. Eingliederung der Gemeinden Glindow, Kemnitz und Phöben in die Stadt Werder (Havel). Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 14. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 52, Potsdam, 27. Dezember 2001, S. 901, brandenburg.de (PDF)
  8. Eingliederung der Gemeinde Derwitz in die Stadt Werder (Havel). Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 20. Februar 2003. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 14. Jahrgang, 2003, Nummer 9, Potsdam, 5. März 2003, S. 275, brandenburg.de (PDF)
  9. Eingliederung der Gemeinde Töplitz in die Stadt Werder (Havel). Bekanntmachung des Ministeriums des Innern Vom 30. April 2002. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, 2002, Nummer 22, Potsdam, 29. Mai 2002, S. 561, brandenburg.de (PDF)
  10. Warten auf Golm. Berliner Zeitung newsticker, 28. Dezember 2001.
  11. Riedel's Codex diplomaticus Brandenburgensis, Reihe A, Bd. 9, Berlin 1856, S. 233 f., Nr. CX (lateinisch), Bd. 10, Berlin 1856, S. 428-431 (mittelniederdeutsch). Vgl. Werder (Havel). 700 Jahre Ortsgeschichte, hg. von Baldur Martin / Klaus-Peter Meißner / Klaus Froh, Bd. 1, Werder 2014, S. 106-112.
  12. Riedel's Codex diplomaticus Brandenburgensis, Reihe A, Bd. 9, Berlin 1856, S. 231 f., Nr. CVIII: Erwähnt werden Gewässer von der Brücke des Städtchens Werder bis zum Ort Paretz, in welchem das Kloster Lehnin zwei Wehre besitzt. Hier dürfen die ansässigen Fischer nur mit der so genannten puverde bzw. dem so genannten vloch fischen. Vgl. Werder (Havel). 700 Jahre Ortsgeschichte, hg. von Baldur Martin / Klaus-Peter Meißner / Klaus Froh, Bd. 1, Werder 2014, S. 99-106.
  13. Riedel's Codex diplomaticus Brandenburgensis, Reihe A, Bd. 9, Berlin 1856, S. 243, Nr. CXXVIII, S. 247, Nr. CXXXIV, S. 248, Nr. CXXXVI. Vgl. Werder (Havel). 700 Jahre Ortsgeschichte, hg. von Baldur Martin / Klaus-Peter Meißner / Klaus Froh, Bd. 1, Werder 2014, S. 128 f.
  14. Riedel's Codex diplomaticus Brandenburgensis, Reihe A, Bd. 9, Berlin 1856, S. 121-125, Nr. CLVIII, bes. S. 122 f.
  15. Riedel's Codex diplomaticus Brandenburgensis, Reihe A, Bd. 9, Berlin 1856, S. 302, Nr. CCXII.
  16. Riedel's Codex diplomaticus Brandenburgensis, Reihe A, Bd. 9, Berlin 1856, S. 303, Nr. CCXIII, gegeben in Cölln an der Spree. Vgl. Werder (Havel). 700 Jahre Ortsgeschichte, hg. von Baldur Martin / Klaus-Peter Meißner / Klaus Froh, Bd. 1, Werder 2014, S. 138-141. Zum Datum des Vergleichs vgl. Hermann Grotefend: Taschenbuch der Zeitrechnung des deutschen Mittelalters und der Neuzeit, Hannover 13. Auflage 1991, S. 30 sowie S. 151, Tafel 4: Es geht um den Vorabend des Heiligenfestes.
  17. Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375, hg. von Johannes Schultze (Brandenburgische Landbücher 2 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für die Provinz Brandenburg und die Reichshauptstadt Berlin, Reihe 1, Bd. 8/2), Berlin 1940, S. 72, 75, 218: Allerdings ohne Nennung von Abgaben oder Diensten.
  18. Riedel's Codex diplomaticus Brandenburgensis, Reihe A, Bd. 8, Berlin 1847, S. 418-420, Nr. CDLXIII, bes. S. 419. Ähnlich: Ebd., S. 457-459, Nr. DI: Matrikel des Brandenburger Archidiakonatsbezirkes (um 1500), bes. S. 458. Vgl. Werder (Havel). 700 Jahre Ortsgeschichte, hg. von Baldur Martin / Klaus-Peter Meißner / Klaus Froh, Bd. 1, Werder 2014, S. 142 f., wo die Propstei irrtümlich der Stadt Brandenburg zugesprochen wird.
  19. Riedel's Codex diplomaticus Brandenburgensis, Reihe A, Bd. 9, Berlin 1856, S. 126 f., Nr. CLIX, S. 166 f., Nr. CCXVI; Bd. 10, 1856, S. 428-431. Vgl. Werder (Havel). 700 Jahre Ortsgeschichte, hg. von Baldur Martin / Klaus-Peter Meißner / Klaus Froh, Bd. 1, Werder 2014, S. 133-138.
  20. Riedel's Codex diplomaticus Brandenburgensis, Reihe A, Bd. 10, Berlin 1856, S. 333-335, Nr. CCXXXVII. Vgl. Werder (Havel). 700 Jahre Ortsgeschichte, hg. von Baldur Martin / Klaus-Peter Meißner / Klaus Froh, Bd. 1, Werder 2014, S. 143-146.
  21. Riedel's Codex diplomaticus Brandenburgensis, Reihe A, Bd. 10, Berlin 1856, S. 376, Nr. CCLXXI. Vgl. Werder (Havel). 700 Jahre Ortsgeschichte, hg. von Baldur Martin / Klaus-Peter Meißner / Klaus Froh, Bd. 1, Werder 2014, S. 147, die mit Stephan Warnatsch in Tesickendorf den Pfarrer von Werder sehen. Dagegen spricht die ausdrückliche Nennung des Pfarrers von Töplitz in derselben Urkunde.
  22. Riedel's Codex diplomaticus Brandenburgensis, Reihe A, Bd. 10, Berlin 1856, S. 378-398, Nr. CCLXXV, bes. S. 379-381. Vgl. Victor Herold: Zur ersten lutherischen Kirchenvisitation in der Mark Brandenburg 1540-1545, in: Jahrbuch für Brandenburgische Kirchengeschichte 22 (1927), S. 25-137; Werder (Havel). 700 Jahre Ortsgeschichte, hg. von Baldur Martin / Klaus-Peter Meißner / Klaus Froh, Bd. 1, Werder 2014, S. 147-155.
  23. Riedel's Codex diplomaticus Brandenburgensis, Supplementband, Berlin 1865, S. 462 f.
  24. Anne Kaminsky (Hrsg.): Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR. Links-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-86153-443-3, S. 215–216.
  25. Henry Klix: Blütentherme in Werder (Havel): Kristall-Streit landet vor Gericht. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 15. April 2016 (pnn.de [abgerufen am 12. Juni 2016]).
  26. Henry Klix: Werder (Havel): Werders Blütentherme wächst zum Resort. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 20. Mai 2016 (pnn.de [abgerufen am 12. Juni 2016]).
  27. Enrico Bellin: Werder (Havel): Lückenschluss am Stadtkanal. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 21. April 2016 (pnn.de [abgerufen am 12. Juni 2016]).
  28. Ulrike Wiebrecht]: Reiseführer Brandenburg (Du Mont Reise-Taschenbuch), Ostfildern 2012, S. 57.
  29. Andreas Kitschke: Die Heilig-Geist-Kirche zu Werder (Havel). Ev. Kirche Berlin-Brandenburg, Kirchenkreis Potsdam, Pfarrsprengel Werder, Passau o.J. [2008], S. 3 f.
  30. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Potsdam-Mittelmark. S. 30–33
  31. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  32. Ergebnis der Kommunalwahl 2014
  33. Ergebnis der Bürgermeisterwahl 2014
  34. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  35. a b c d e f Partnerstädte von Werder (Havel) auf werder-havel.de
  36. Website der Galerie
  37. pnn.de
  38. pnn.de
  39. zum-rittmeister.de
  40. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3
  41. Henry Klix: Neues Gymnasium für Werder (Havel): Eine heiße Kartoffel. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 12. März 2016 (pnn.de [abgerufen am 12. Juni 2016]).
  42. Potsdamer Neueste Nachrichten, 1. September 2012, pnn.de, abgerufen am 1. September 2012
  43. kvhs-pm.de