Ford France

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Ford
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Rechtsform SA
Gründung 1916 als Automobiles Ford
Auflösung 1954
Sitz Poissy, Frankreich
Leitung Maurice Dollfuss (Vorstandsvorsitzender)
Branche Automobilhersteller
Matford (1938)
Ford Vedette Coupé (1950)
Ford Comète Monte-Carlo (1954)

Ford France war ein französischer Automobilhersteller, der unter verschiedenen Namen 1916–1954 existierte. Er war ein Ableger der US-amerikanischen Ford Motor Company.

Automobiles Ford[Bearbeiten]

Die Société Française des Automobiles Ford wurde 1916 von Percival Perry, dem damaligen Vorstandsvorsitzenden von Ford of Britain, in Bordeaux gegründet[1]. Wie auch die anderen europäischen Ford-Niederlassungen montierte auch Automobiles Ford das T-Modell, bis 1925 in Bordeaux und dann bis 1927 in Asnières-sur-Seine bei Paris. Das A-Modell wurde 1927–1931 gebaut und das Y-Modell 1932–1934. Auch führte man das B-Modell aus den USA ein, aber die Einfuhrzölle machten es sehr teuer; daher war es in Frankreich nicht sehr beliebt[1].

Matford[Bearbeiten]

Hauptartikel: Matford

1934 sah sich Maurice Dollfuss, der Vorstandsvorsitzende der Ford Société Anonyme (SA), nach einem größeren Montagewerk um und einigte sich mit Émile Mathis auf ein Joint Venture mit dessen SA Mathis. Dieses Joint Venture hieß Matford S.A. und hatte seinen Sitz in Straßburg und Asnières. Es wurde bis 1940 fortgesetzt, dann trennte man sich von Mathis, schloss das Werk in Straßburg, zog nach Poissy um und firmierte wieder als Ford SA. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Werk in Poissy von der deutschen Wehrmacht, die Frankreich besetzt hatte, übernommen und zur Herstellung von LKWs und Militärgerät genutzt[1].

Ford SA[Bearbeiten]

Nach dem Krieg führte die Gesellschaft ein Modell mit dem kleineren Matford-Motor, einem 2,2 l-V8, ein und baute es von 1946 bis 1948. Dann wurde es vom vollkommen neu konstruierten Vedette abgelöst, dem 1952 der Vendôme und das Sportcoupé Comète folgten. Diese drei Modelle wurden nur in Frankreich gebaut.[2] Im November 1954 verschmolz Ford seine gesamten französischen Aktivitäten mit Simca, bekam dafür zunächst 15,2 % der Gesellschaftsanteile, verkaufte diese aber 1958[1]. Neben dem Werk erhielt Simca auch die Pläne für den neuen Vedette mit 2,4 l-V8-Motor, der dann – mit einem großen Facelift 1958 – bis 1961 als Simca Vedette gebaut wurde. Auf einigen Märkten wurde dieses Fahrzeug weiterhin als Ford angeboten.

Die weitere Geschichte des Werkes Poissy ist ebenfalls interessant: Nach dem Zusammenschluss der Ford SAF mit Simca wurde Simca – und damit auch dieses Werk - 1960 von Chrysler übernommen und in den 1970er-Jahren entstand dort das einzige jemals in Frankreich gefertigte Chrysler-Modell, der 180. Am Ende dieser Dekade wiederum verkaufte Chrysler alle seine europäischen Aktivitäten – auch das Werk Poissy – an den PSA-Konzern, woraus die neue Marke Talbot entstand. Schließlich wurde Ende der 1980er-Jahre die Marke Talbot eingestellt und Poissy wurde zu einem der wichtigsten Produktionsstandorte für Peugeot, wobei es bis heute blieb[3].

Eigenständige Modelle[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ford France – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d N. Georgano: Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. London (2000). ISBN 1-57958-293-1
  2. Matt’s (Simca) Ford Vedette Page to 1954. Hometown.aol.comVorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter
  3. History of SIMCA – Company and Cars. Rootes-Chrysler.co.uk (abgerufen am 10. März 2013)