Baden (Niederösterreich)

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Baden
Wappen von Baden
Baden (Niederösterreich) (Österreich)
Baden (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Baden
Kfz-Kennzeichen: BN
Fläche: 26,88 km²
Koordinaten: 48° 0′ N, 16° 14′ O48.00752777777816.234444444444230Koordinaten: 48° 0′ 27″ N, 16° 14′ 4″ O
Höhe: 230 m ü. A.
Einwohner: 25.229 (1. Jän. 2014)
Postleitzahlen: 2500, 2502
Vorwahl: 02252
Gemeindekennziffer: 3 06 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
2500 Baden
Website: www.baden-bei-wien.at
Politik
Bürgermeister: Kurt Staska (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(41 Mitglieder)
18
9
7
5
2
18 
Von 41 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Baden im Bezirk Baden
Alland Altenmarkt an der Triesting Bad Vöslau Baden Berndorf Blumau-Neurißhof Ebreichsdorf Enzesfeld-Lindabrunn Furth an der Triesting Günselsdorf Heiligenkreuz Hernstein Hirtenberg Klausen-Leopoldsdorf Kottingbrunn Leobersdorf Mitterndorf an der Fischa Oberwaltersdorf Pfaffstätten Pottendorf Pottenstein Reisenberg Schönau an der Triesting Seibersdorf Sooß Tattendorf Teesdorf Traiskirchen Trumau Weissenbach an der Triesting NiederösterreichLage der Gemeinde Baden (Niederösterreich) im Bezirk Baden (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Dreifaltigkeits- oder Pestsäule (des Bildhauers Giovanni Stanetti)[Anm. 1] auf dem Hauptplatz von Baden bei Wien. [Anm. 2]
Dreifaltigkeits- oder Pestsäule (des Bildhauers Giovanni Stanetti)[Anm. 1] auf dem Hauptplatz von Baden bei Wien. [Anm. 2]
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Der Stadtbrand, 26. Juli 1812. – Vordergrund: Josefsplatz, Löschwasserschöpfen aus dem Mühlbach; Hintergrund: Josefsbad (links), Neubad (Mitte), dahinter das brennende Dach der Frauenkirche
Die Umgebung Badens

Baden ist die Hauptstadt des Verwaltungsbezirkes Baden und liegt in Niederösterreich, Österreich, 26 km südlich von Wien an der Thermenlinie. Sie hat 25.229 Einwohner (Stand 1. Jänner 2014). Die Bezeichnung Baden bei Wien ist nicht offiziell, wird aber auch auf der Homepage der Stadtgemeinde verwendet. Als offizielle Gemeindefarben gelten seit 15. Oktober 1968 „Rot – Weiß“.[1] Baden wird werblich auch als Biedermeierstadt oder als Kaiserstadt bezeichnet.

Geografie[Bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Heiligenkreuz Pfaffstätten Traiskirchen
Alland Nachbargemeinden Oberwaltersdorf
Tattendorf
Sooß Kottingbrunn Bad Vöslau Teesdorf

Geschichte[Bearbeiten]

Die warmen Schwefelquellen waren schon zur Römerzeit bekannt (Itinerarium Antonini Augusti). Zur Zeit des Kaisers Claudius (41–54 n.  Chr.) erhielt die Ansiedlung die Bezeichnung Aquae (deutsch: Bäder)[2], die direkt auf ihre schon damals bedeutende Rolle als Heilbad hinweist. 869 wurde der Ort als „Padun“ neuerlich erwähnt. Baden erhielt im Jahr 1480 das Stadtrecht. 1488 besuchte die ungarische Königin Beatrix die Stadt, um ihre Kinderlosigkeit zu heilen. Die Türkeneinfälle mit der Zerstörung Badens sowohl 1529 als auch 1683, die Wirren der Reformation und Gegenreformation, die Pest 1713 sowie ein größerer Brand 1714 waren einschneidende Ereignisse im Leben der Stadt.

Kaiser Franz I. verbrachte von 1796 bis 1834 jeden Sommer in Baden und erhob die Stadt zu seiner Sommerresidenz. 1782 erließ Joseph II. das Toleranzpatent für die Juden in Wien und Niederösterreich. [3] Dadurch avancierte Baden zum bedeutsamen Kurort. Im Gefolge des Hofes kam im Sommer auch die gesellschaftliche Oberschicht, um sich in Baden zu erholen.[3] Erst 1867 stellten die „Bestimmungen des Staatsgrundgesetzes über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger“ die Juden anderen Bürgern gleich. [3]

Nach dem großen Stadtbrand 1812 wurde die Stadt im Biedermeierstil nach Plänen von Joseph Kornhäusel neu erbaut. Die Eingemeindungen von Leesdorf und Gutenbrunn 1850 sowie die Vereinigung mit Weikersdorf 1912 führten zur Vergrößerung auf das heutige Gemeindegebiet.

1916 wurde das Armeeoberkommando, die Befehlszentrale für alle Einheiten (inkl. k.u.k. Kriegsmarine) der Streitkräfte Österreich-Ungarns, von Teschen in Österreichisch-Schlesien nach Baden, Schloss Weilburg, verlegt und blieb hier bis zum Ende des Krieges Anfang November 1918. Kaiser Karl I., der den Oberbefehl im Gegensatz zu seinem greisen Vorgänger Franz Joseph I. selbst übernommen hatte, hielt sich deshalb von November 1916 bis Oktober 1918 oft in Baden auf.

Nach der Eröffnung des Spielcasinos 1934 wurde Baden zum bedeutendsten[Anm. 3] Kurort Österreichs.

Ein Bombenangriff am 2. April 1945 zerstörte viele Gebäude. Von 1945 bis 1955 war Baden Hauptquartier der sowjetischen Besatzungsmacht in Österreich. Speziell in der ersten Zeit der Besetzung kam es durch Soldaten der Roten Armee zu Plünderungen, Vergewaltigungen sowie Erschießungen.[4] Einige in Baden in der Nikoladonivilla (Schimmergasse 17) Inhaftierte (und bisweilen Gefolterte) wurden in die UdSSR verschleppt.[5]

Nach 1965 wurde die gesamte touristische Infrastruktur des Orts erneuert; heute gilt Baden wieder als einer der bedeutendsten Kurorte Österreichs (siehe auch Tourismus in Österreich#Kur- und Wellnesstourismus).

Siehe auch: Geschichte Niederösterreichs, Geschichte des Wienerwalds

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Die Bevölkerung Badens hat seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast ununterbrochen zugenommen und sich vor allem zwischen 1869 und 1923 auf über 22.000 verdoppelt. Eine markante Abnahme der Bevölkerung um 11,6 % gab es lediglich während der Kriegsjahre von 1939 bis 1945.

Auch seit der Volkszählung im Jahr 1991 hat die Bevölkerung um 4,3 % zugenommen, was auf die positive Wanderungsbilanz (+8,8 %) zurückzuführen war, während die Geburtenbilanz negativ war (-4,4 %).

Religionen[Bearbeiten]

Inneres der Badener Stadtpfarrkirche St. Stephan

Die Mehrheit (62,7 % der Einwohner Badens) ist römisch-katholisch. Bekannteste Kirche ist die Stadtpfarrkirche St. Stephan.

Evangelisch sind 8,3 %, orthodox 3,6 %. Zum Islam bekennen sich 4,0 %. 16,8 % sind ohne religiöses Bekenntnis. Die kleine (0,1 %) jüdische Gemeinde bemühte sich durch ihren Synagogenverein um die Renovierung der Badener Synagoge. Die Renovierung wurde 2005 abgeschlossen und die Synagoge Baden wieder geweiht. Das ursprünglich 1873 errichtete Gebäude sowie der Wiener Stadttempel sind heute die zwei einzigen jüdischen Sakralbauten in Österreich aus der Zeit vor 1945, die in ihrer ursprünglichen Verwendung stehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in der Stadt Baden

Baden ist aufgrund der heißen Schwefelquellen eine bedeutende Kurstadt. Diese Schwefelquellen sind schon seit Jahrtausenden bekannt. Die älteste Schwefelquelle befindet sich in einem Stollen unter dem Casino. Heute kommt das Wasser aus vierzehn Quellen, die zu den schwefelhaltigsten Österreichs zählen. Neben den Quellen ist Baden auf Grund seiner guten Luftverhältnisse auch ein Luftkurort.

Das Stadtbild ist durch Bauten des Biedermeier geprägt, im frühen 19. Jahrhundert erlebte die Stadt durch den Badetourismus aus Wien einen wirtschaftlichen Aufschwung. Baden ist Mitglied im Verband Kleine historische Städte.

Theater[Bearbeiten]

Das Stadttheater 2010

Das Badner Theaterleben ist von Operettenaufführungen geprägt. Im Winter finden die Aufführungen im Stadttheater statt (erbaut 1908–1909 von Ferdinand Fellner d. J., Büro Fellner & Helmer), während des Sommers in der Badner Sommerarena (erbaut 1906 von Rudolf Krausz[6]).

Stadtbücherei[Bearbeiten]

Die Stadtbücherei Baden wurde 1940/41 gegründet. Sie hatte damals 3.000 Bände und 22.332 Entlehnungen für 1.349 Leser (davon 300 Kurgäste). 1959 übersiedelte sie an den Standort Kaiser-Franz-Ring 9, dem Zellerhof[7], in dem sich auch das Standesamt befindet (siehe: Fotos). Die Zweigstelle Weikersdorf wurde 1964 mit Freihandaufstellung der Bücher eröffnet, 1973–1975 wurde auch die Hauptbibliothek als Freihandbücherei gestaltet. Im Jahr 2008 wies die Bibliothek 52.480 Entlehnungen für 26.095 Besucher auf, sie umfasste 31.303 Medien (26.602 Bücher, 1.184 Zeitschriften-Hefte aus 43 Abonnements, 3.517 Audio/Video-Medien).

Museen und Ausstellungshäuser[Bearbeiten]


Bauwerke[Bearbeiten]

Bestehende Bauwerke[Bearbeiten]

Nicht mehr bestehende Bauwerke[Bearbeiten]

Ortsbildgestaltung[Bearbeiten]

Im Rahmen des europäischen Wettbewerbes „Entente Florale Europe“ wurde Baden 2005 mit einer Goldmedaille in der Kategorie Stadt ausgezeichnet.[8]

Parks[Bearbeiten]

Baden bei Wien, Kurpark (an der „Karl-Komzák-Allee“), Musikpavillon (1894) [Anm. 4], rechts oben: Arena (1906) [Anm. 5]
Mozarttempel im Badener Kurpark [Anm. 6]
Lanner- und Strauß-Denkmal im Badener Kurpark [Anm. 7]
  • Doblhoffpark mit Rosarium und Denkmal für Rudolf Geschwind
  • Kurpark
  • Weikersdorfer Park

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Südbahn führt durch Baden hindurch, die Stadt ist Endstation der Badner Bahn, die Baden mit Wien verbindet. Aufgrund der Nähe zur Südautobahn ist Baden verkehrstechnisch günstig gelegen.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Die Wirtschaft ist zum einen vom Kur- und Konferenzbetrieb, zum anderen vom Casino (einem Standort der Casinos Austria und gleichzeitig größtes Casino Österreichs) geprägt. Hinzu kommt noch der in der Umgebung betriebene Weinbau.

Energieversorgung[Bearbeiten]

Baden ist im dicht verbauten Gebiet fast vollständig mit biogener Fernwärme, welche im Biomasseheizkraftwerk Baden erzeugt wird, aufgeschlossen. Die öffentlichen Gebäude, wie Schulen, Ämter, weiters auch Kurbetriebe und der großvolumige Wohnbauten werden mit Fernwärme versorgt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Als Verwaltungszentrum des Bezirks Baden ist die Stadt Sitz regionaler Behörden und anderer öffentlicher Einrichtungen wie Schulen und Gesundheitseinrichtungen.

Ämter und Behörden[Bearbeiten]

Blick von der Theresiengasse Richtung Hauptplatz [Anm. 8]
  • Bezirksgericht
  • Bezirkshauptmannschaft
  • Bezirkspolizeikommando und Polizeiinspektion
  • Finanzamt
  • NÖ Agrarbezirksbehörde (Außenstelle)
  • Stadtpolizei (größte Stadtpolizei Österreichs, ca. 40 Polizeibeamte)
  • Vermessungsamt

Bäder[Bearbeiten]

Strandbad, Römertherme

Schulen[Bearbeiten]

  • In Baden befindet sich die in Österreich und darüber hinaus bekannte „Malerschule Baden“, welche verschiedene Schultypen beherbergt: Das Kolleg für Bautechnik mit Ausbildungszweig Farbe und Gestaltung, eine Meisterschule für Malerei und Anstrich sowie eine Fachschule für Malerei und Anstrich, in der auch eigene Klassen und speziell ausgebildete Lehrer für gehörbehinderte Menschen zur Verfügung stehen
Blick vom Pfarrplatz Richtung Annagasse [Anm. 9]
  • Volksschulen einschließlich Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich
  • Hauptschule, Wirtschaftshauptschule, Praxishauptschule der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich
  • Polytechnische Schule
  • Berufsschule für Bäcker, Konditor und Zahntechniker
  • Allgemeine Sonderschule
  • Pädagogische Hochschule Niederösterreich
  • Bundeshandelsakademie und -handelsschule
  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe
  • Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Frauengasse
  • Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Biondekgasse
  • „REGENBOGENSCHULE“, eine private Volksschule mit auf Dauer verliehenem Öffentlichkeitsrecht.
  • Bundesinstitut für Sozialpädagogik
  • HTL Malerschule
  • Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege des Landesklinikum Baden-Mödling[9]

Gesundheit[Bearbeiten]

Blick über Baden von der die nordöstlich gelegenen Weinberge durchziehenden Hochquellenwasserleitung Richtung der Jubiläumswarte auf dem Harzberg (Bad Vöslau) (Welt-Icon48.01513316.244904)
  • Badener Kurzentrum
  • Bezirksstelle der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse
  • Gesundheits- und Kurhotel Badener Hof
  • Klinikum Malcherhof Baden
  • Landesklinikum Thermenregion Baden

Sanitätsdienst[Bearbeiten]

Der Rettungsdienst wird vom Roten Kreuz Bezirksstelle Baden wahrgenommen.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten]

Die Stadt Baden unterhält insgesamt drei Freiwillige Feuerwehren:

  • Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt (I)
  • Freiwillige Feuerwehr Baden-Leesdorf (II)
  • Freiwillige Feuerwehr Baden-Weikersdorf (III)

Bundesheer[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

In der Stadt Verstorbene[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Fotos von Baden[Bearbeiten]

Historische Aufnahmen von Baden[Bearbeiten]

Historische Landkarten aus den Jahren 1872 bis 1910[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Carl Schenk: Taschenbuch für Badegäste Badens in Nieder-Oesterreich. Mit Kupfern. Geistinger, Wien/Baden (1820). – Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf.
  • Wilhelm Tomaschek: Aqua, Aquae 1). In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band II,1, Stuttgart 1895, Sp. 294.
  • Rainer von Reinöhl: Die Baudenkmale des Kurortes Baden bei Wien. Deutsche Heimatbücherei, Band 4, Wien 1913, ÖNB.
  • Johannes Ressel: Kirchen und Kapellen, religiöse Gedenksäulen und Wegzeichen in Baden bei Wien. Ein Beitrag zur Geschichte, Heimatkunde und Kunstgeschichte. 2., verbesserte und erw. Auflage, Grasl, Baden 1982, ISBN 3-85098-131-2.
  • Johann Kräftner (Hrsg.): Im Schatten der Weilburg. Baden im Biedermeier. Eine Ausstellung der Stadtgemeinde Baden im Frauenbad vom 23. September 1988 bis 31. Jänner 1989. Grasl, Baden 1988, ISBN 3-85098-186-X.
  • Viktor Wallner, Gerhard Weber: 200 Jahre Kurpark in Baden. Eine Zusammenstellung. Neue Badener Blätter, Band 3,2, ZDB-ID 2161928-1. Gesellschaft der Freunde Badens und Städtische Sammlungen - Archiv, Rollettmuseum der Stadtgemeinde Baden, Baden 1992, OBV.
  • Julius Böheimer: Straßen & Gassen in Baden bei Wien. Lexikon der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Stege, Brücken. Grasl, Baden 1997, ISBN 3-85098-236-X.
  • Viktor Wallner: Häuser, Menschen und Geschichten – ein Badener Anekdotenspaziergang. Gesellschaft der Freunde Badens, Baden 2002, OBV.
  • Rudolf Maurer: Die Wiener Vorstadt. Antonsgasse und Annagasse im Lauf der Jahrhunderte. Katalogblätter des Rollettmuseums Baden, Band 56, ZDB-ID 2101396-2. Rollettmuseum Baden, Baden 2005, ISBN 3-901951-56-3.
  • Hildegard Hnatek, Franz Reiter: So war’s einmal in Baden bei Wien. Verlag Sutton, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-154-7.
  • Heidi Angelika Mascher-Pichler: Baden bei Wien zur sowjetischen Besatzungszeit 1945–1955 mit besonderer Berücksichtigung der ersten beiden Besatzungsjahre und des Jahres 1955. Dissertation. Universität Wien, Wien 2009. – Volltext online (PDF; 2,8 MB).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nö LGBl 1968/445. In: Landesgesetzblatt für das Land Niederösterreich, Jahrgang 1968, S. 293. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/lgn.
  2. R(ainer) Reinöhl: Wie nannten die Römer unser Baden?. In: Badener Zeitung, 12. Jänner 1907, S. 1 unten. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
  3. a b c http://jewishhistorybaden.com/
  4. Der Einmarsch der Roten Armee und seine Folgen. In: Mascher-Pichler, Baden bei Wien, S. 44.
  5. In sowjetischer Gefangenschaft. Gefängnisse mitten in Baden. In: Mascher-Pichler, Baden bei Wien, S. 99 f.
  6. Todesfälle. In: Badener Zeitung, 7. Juli 1928, S. 4, links Mitte. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
  7. a b Wallner: Häuser, S. 13.
  8. http://www.blumenbuero.or.at/
  9. auf baden.lknoew.at, abgerufen am 27. März 2013
  10. Lokal-Nachrichten. Taufe in der Weilburg. In: Badener Zeitung, 2. August 1911, S. 3, oben links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
  11. Local-Nachrichten. Ein freudiges Familienereigniß (…). In: Badener Zeitung, 28. Juli 1897, S. 3, oben rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Am 8. Juli 1713 beschloss der Stadtrat von Baden, aus Anlass der überwundenen Pestepidemie eine Säule zu Ehren der heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Hauptplatz zu errichten. Am 3. Juni 1714 erfolgte die Grundsteinlegung, am 12. Juni 1718 die Weihe durch den Heiligenkreuzer Abt Gerhard Weixelberger. Die Säule wurde in den Jahren 1756, 1833, 1844, 1884, 1932, 1961 und 1980 restauriert. (Ressel: Kirchen und Kapellen, S. 137)
  2. Verdeckt: Kaiserhaus, Hauptplatz 17 (früher: Kaiser Karlplatz 17):
    1792 von Freiherrn v. Gontard nach den Plänen des Hofarchitekten Johann Aman erbaut, ging 1813 aus dem Besitze des Fürsten Paul Esterházy in den des Kaisers Franz über. In den letzten Kriegsjahren von Kaiser Karl und seiner Familie bewohnt. Jetzt im Besitz des Invalidenfonds. In: Beachtenswerte Gebäude in Baden.. In: Badener Zeitung, Kurbeilage der Badener Zeitung, 8. September 1926, S. 3 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
    Das am 4. Dezember 2009 nach abgeschlossener Restaurierung der Öffentlichkeit präsentierte Haus befindet sich im Eigentum der Stadtgemeinde und besitzt nunmehr den Status eines Museums (Kaiserhaus Baden. In: Nacht der langen Museen, langenacht1.orf.at, abgerufen am 22. September 2010). Eine ausschließlich museale Widmung des Gebäudes wird jedoch innerhalb des Gemeinderats kritisch gesehen (Stefan Jedlicka: „Kaiserhaus nicht nur als Museum!“. In: NÖ Nachrichten, 19. September 2010).
  3. 1929 notiert die Badener Zeitung Gastein als luxuriösesten Kurort Österreichs. — Siehe: Komponist Fritz Recktenwald, der Dirigent des Kurorchesters in Gastein …. In: Badener Zeitung, 17. April 1929, S. 3, unten rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
  4. Entwurf: Stadtbauingenieur Josef Schubauer. Eröffnungskonzert: 12. Mai 1894, Dirigent: Karl Komzák – In: Wallner: Häuser, S. 46.
  5. Architekt: Rudolf Krausz, Fassungsraum: 650 Personen. – In: Böheimer: Straßen & Gassen, S. 16.
    Eröffnung am 16. Juni 1906 mit drei Aufführungen: Ludwig van Beethoven: Zur Weihe des Hauses, Johann Nestroy: Frühere Verhältnisse sowie Johann Strauss (Sohn): Die Fledermaus (dritter Akt) – Siehe: Eröffnung der neuen Arena.. In: Badener Zeitung, 13. Juni 1906, S. 3, Mitte rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
  6. Bis zum 22. Juli 1962, dem Tag der Umbenennung, hieß das 1798 im Auftrag Camillo Graf Lambertis (Generaladjutant von Kaiser Franz II.) vom Badener Baumeister Hantl zu Ehren des antiken Heilgottes errichtete Bauwerk Äskulaptempel. (Böheimer: Straßen & Gassen, S. 82; Reinöhl: Baudenkmale, S. 56)
  7. Am 7. Oktober 1912 enthüllte Erzherzog Rainer die von Hans Mauer geschaffene Plastik, deren erstes Modell ursprünglich für die Errichtung eines Denkmals in der Großen Sperlgasse, Wien, gedacht gewesen war. Da wegen einer nicht vollzogenen Straßenregulierung dieses Vorhaben unausgeführt blieb, überließ der Künstler einen weiteren Entwurf zu besonders günstigen Bedingungen der Stadt Baden. (Wallner, Weber: 200 Jahre Kurpark, S. 33 f.)
  8. Gebäude im Vordergrund links: Theresiengasse 8 (Jägersches Haus bzw. Zum Erzherzog Karl). Von Joseph Kornhäusel 1810 für den Wiener Großhändler Anton von Jäger erbaut; 1822, vor Fertigstellung der Weilburg, Wohnhaus von Erzherzog Karl. (Kräftner: Im Schatten der Weilburg, S. 196; Reinöhl: Baudenkmale, S. 64)
  9. Am Eingang zur Antonsgasse, gegenüber der Heilquell-Apotheke auf Antonsgasse 2 gelegen, der Schiestlhof, 1888 von dem Benefiziaten Anton Schiestl durch Baumeister A[nton] Foller erbaut. Der Bau ist mit Rücksicht auf die nahe Kirche [Pfarrkirche] (im Gegensatz zu anderen) nur mäßig hoch gehalten und zeigt das Bestreben der damaligen Zeit, neue Bauten dem alten Stadtbilde einzufügen. Im Keller eingemauert eine alte Skulptur (Konsole) aus der Pfarrkirche. Wohnhaus des bekannten eifrigen Badensiasammlers und Photographen Anton Schiestl (siehe: Beachtenswerte Gebäude in Baden. In: Badener Zeitung, Kurbeilage der Badener Zeitung, 4. August 1926, S. 3 Mitte. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt)
    In den Jahren um 1927 war Schiestl Obmann des Vereines niederösterreichischer Landesfreunde (siehe: Baden im Bilde einst und jetzt. In: Badener Zeitung, 10. September 1927, S. 4, Mitte links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
    Das mit dem Schiestlhof das repräsentative Entree zur Antonsgasse bildende klinkerverzierte Haus, Antonsgasse 1 (Pfarrplatz 6), wurde vom Wiener Stadtbaumeister Karl Riess für seinen Badener Verwandten Anton Riess geplant. Die auch bei diesem Gebäude auffallend reduzierte Bauhöhe lässt vermuten, dass es in der Planung der beiden sich gegenüberliegenden Baulichkeiten Verständigung zwischen den Bauherren gegeben hat. (Maurer, Die Wiener Vorstadt., S. 54)
    Ein für die Stadt insgesamt sowie die Bewohner der Viertels um die Pfarrkirche im Besonderen bedeutsamer Tag war der 16. Mai 1881, als Kronprinz Rudolph und seine Gemahlin, Kronprinzessin Stephanie, für die Heimfahrt von Heiligenkreuz nach Schloss Laxenburg den Weg durch die Antonsgasse wählten. (Siehe: Local-Nachrichten. Das hohe Ehepaar …. In: Badener Bezirks-Blatt, 21. Mai 1881, S. 3, Mitte links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bbb
  10. Wegenamen gemäß Wallner, Weber: 200 Jahre Kurpark, Faltplan, ro/vo
  11. früher: Kaiser Karlplatz 20: Renaissancehof, Fenster mit Säulen als Loggien, alte Marienstatue in Nische hinter Glas. In: Beachtenswerte Gebäude in Baden.. In: Badener Zeitung, Kurbeilage der Badener Zeitung, 8. September 1926, S. 3 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
  12. Das Gebäude wurde 1895 nach den Plänen von Ernst Gotthilf als Hotel erbaut, 1907 renoviert, beherbergte ab 1919 die Bezirkshauptmannschaft, am 9. April 1945 wurde es von Fliegerbomben getroffen und brannte in der Folge aus. (Angaben zu Datum und Ursache des Brandes: Mascher-Pichler, Baden bei Wien, S. 49) Nachdem die Liegenschaft jahrzehntelang brachgelegen war bzw. als Parkplatz ausgestaltet und benutzt wurde, konnte am 8. Juni 1985 das Bezirksgericht einen Neubau beziehen. (Böheimer: Straßen & Gassen, S. 28)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Baden bei Wien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien