Opel Kadett I

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Opel
Opel Kadett (1936–1937)

Opel Kadett (1936–1937)

Kadett
Hersteller: Adam Opel AG
Produktionszeitraum: 1936–1940
Klasse: Kompaktwagen
Karosserieversionen: Limousine, Cabriolet-Limousine
Motoren: 1,1 Liter Ottomotor
17 kW (23 PS)
Länge: 3765–3840 mm
Breite: 1375 mm
Höhe: 1455–1545 mm
Radstand: 2337/2340 mm
Leergewicht: 757 kg
Vorgängermodell: Opel P4
Nachfolgemodell: Opel Kadett A


Der Opel Kadett war ein ab Herbst 1936 von Opel in Rüsselsheim hergestelltes Automobil. Die Produktion endete kriegsbedingt im Mai 1940. Erst ab Juni 1962 gab es mit dem Kadett A von Opel wieder ein Fahrzeug gleichen Namens.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Nachdem im September 1935 der Opel P4 vorgestellt worden war, präsentierte der technische Berater der Opel-Verkaufsleitung Heinrich Nordhoff (ab 1948 Generaldirektor des Volkswagenwerkes) im Dezember 1936 den Kadett der Öffentlichkeit.

Wie der Olympia verfügte der Wagen eine selbsttragende Karosserie mit zwei oder vier Türen. Opel verwendete bekannte Technik: die Vorderachse war eine vereinfachte Ausführung der Opel-„Synchronfederung“ (Dubonnet-Federung) des Olympia - der seitengesteuerte Vierzylinder-Reihenmotor stammte aus dem P4. Mit hydraulischen Bremsen, komplett instrumentiert und serienmäßigem Fahrtrichtungsanzeiger (Winker) wurden der Zweitürer und die Cabrio-Limousine zum gleichen Preis von 2.100 Reichsmark (RM) angeboten. Ab Januar 1938 war auch ein viertüriges Modell zum Preis von 2.350 RM im Verkaufsprogramm.

Für 1.795 RM gab es ab 1938 auch eine zweitürige „Normal“-Limousine, ohne Ausstellfenster, Radkappen, Stoßstangen und Chromzierrat, die mit der einfacheren Blattfeder-Vorderachse des Opel P4 ausgestattet war. Der Wagen war in Konkurrenz zum „KdF-Wagen“ (Volkswagen) auf dem Markt, was von der NS-Führung nicht gern gesehen wurde.

Des Weiteren wurde der Prototyp eines zweisitzigen Kadett-Cabrios mit dem Namen Strolch angefertigt. Obwohl nur noch Fotos vorhanden waren, haben Autoliebhaber den Wagen im Jahr 2009 originalgetreu rekonstruiert und stellen ihn auf Oldtimer-Veranstaltungen aus.[1]

Der „Kadett“ war für Opel ein großer Erfolg: 1938 hatte der Wagen in seiner Klasse einen Marktanteil von 59 Prozent – bis 1940 wurden 107.608 Fahrzeuge aller Versionen verkauft.

Im Gegensatz zum nächstgrößeren Modell Olympia konnte nach dem Krieg die Kadett-Fertigung bei Opel nicht wieder aufgenommen werden, da die Produktionsanlagen als Reparationsleistung in die Sowjetunion gebracht wurden, wo der Kadett in kaum veränderter Form von 1947 bis 1954 als Moskwitsch 400 gebaut wurde. Im Werk verbliebene Opel-Ingenieure hatten die Fertigungsanlagen der Normal-Limousine während des Krieges für eine Fertigung eines Viertürers modifiziert, weshalb der Moskwitsch 400 nie zweitürig gebaut wurde.

Literatur [Bearbeiten]

  • Schneider, Hans-Jürgen: 125 Jahre Opel – Autos und Technik. Verlag Schneider + Repschläger, Weilerswist 1987, 472 S., zahlreiche Ill., ohne ISBN
  • Bartels, Eckhart: OPEL Fahrzeug-Chronik 1887-2000. Podszun Verlag, Brilon 2000, ISBN 3-86133-146-2, (Zweiräder, Pkw, Lkw)

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. „Dieses schöne Auto hat Opel leider nie gebaut“, Die Welt, 31. Juli 2009