Quaternion
Die Quaternionen (Singular: die – aber gelegentlich auch: das – Quaternion, von lat. quaternio „Vierheit“) sind ein Zahlbereich, der den Zahlbereich der reellen Zahlen erweitert – ähnlich den komplexen Zahlen und über diese hinaus. Beschrieben (und systematisch fortentwickelt) wurden sie seit 1843 von Sir William Rowan Hamilton;[1] sie werden deshalb auch hamiltonsche Quaternionen oder Hamilton-Zahlen genannt. Olinde Rodrigues entdeckte sie bereits 1840 unabhängig von Hamilton.[2] Trotzdem wird die Menge der Quaternionen meistens mit
bezeichnet.
Quaternionen erlauben in vielen Fällen eine rechnerisch elegante Beschreibung des dreidimensionalen euklidischen Raumes und anderer Räume, insbesondere im Kontext von Drehungen. Daher verwendet man sie unter anderem in Berechnungs- und Darstellungsalgorithmen für Simulationen. Sie sind aber auch als eigenständiges mathematisches Objekt von Interesse und dienen so zum Beispiel im Beweis des Vier-Quadrate-Satzes.
Konstruktion [Bearbeiten]
Die Quaternionen entstehen aus den reellen Zahlen durch Hinzufügen (Adjunktion) dreier neuer Zahlen, denen in Anlehnung an die komplex-imaginäre Einheit die Namen
,
und
gegeben werden. So ergibt sich ein vierdimensionales Zahlensystem (mathematisch: ein Vektorraum) mit einem Realteil, der aus einer reellen Komponente besteht, und einem Imaginärteil aus drei Komponenten, der auch Vektorteil genannt wird.
Jede Quaternion lässt sich eindeutig in der Form
mit reellen Zahlen
,
,
,
schreiben. Damit sind die Elemente
eine Basis, die Standardbasis der Quaternionen über
. Die Addition ist komponentenweise und wird vom Vektorraum geerbt. Multiplikativ werden die neuen Zahlen
,
,
gemäß den Hamilton-Regeln
verknüpft. Die Skalarmultiplikation
, die ebenfalls vom Vektorraum geerbt wird[3] und bei der die Skalare als mit jedem Element vertauschbar angesehen werden, zusammen mit der Addition und den Hamilton-Regeln erlauben es, die Multiplikation von der Basis auf alle Quaternionen zu erweitern. Da so auch ein jeder Skalar
als
in
eingebettet wird, kann
als Unterkörper von
aufgefasst werden.
Die so definierte Multiplikation ist assoziativ und erfüllt auch das Distributivgesetz, macht also aus den Quaternionen einen Ring. Sie ist allerdings nicht kommutativ, d. h. für zwei Quaternionen
und
sind die beiden Produkte
und
normalerweise verschieden (s. u.). Das Zentrum von
, also die Menge derjenigen Elemente, die mit allen Elementen kommutieren, ist exakt
.
Die Quaternionen bilden einen Schiefkörper, da es zu jeder Quaternion
eine inverse Quaternion
gibt mit
.
Wegen der fehlenden Kommutativität werden Notationen mit Bruchstrich, wie z. B.
, vermieden.
Zusammengefasst: Die Quaternionen sind eine vierdimensionale Divisionsalgebra über
– und bis auf Isomorphie die einzige. Historisch waren die Quaternionen das erste Beispiel eines Divisionsrings, dessen zweite Verknüpfung nicht kommutativ ist.[4]
Schreibweise [Bearbeiten]
Im weiteren Text werden folgende Schreibweisen benutzt:
Ist
eine Quaternion, dann werden ihre reellen Komponenten mit
bezeichnet und diese sind folgendermaßen zugeordnet
.
Gelegentlich wird eine vektorielle Schreibweise benötigt. Dabei werden bspw. die Komponenten
zu einem 3-dimensionalen Vektor
zusammengefasst, so dass man
mit dem 4-dimensionalen Vektor
identifizieren kann.[5]
Analoge Abmachungen sollen für andere Buchstaben wie
etc. gelten.
In älterer Literatur wurden Quaternionen mit großen Frakturbuchstaben und die imaginären Einheiten als Einheitsvektoren mit kleinen
in Fraktur bezeichnet, so z. B.
mit
.
Grundrechenarten [Bearbeiten]
Die Konstruktion der Quaternionen ist der der komplexen Zahlen analog, allerdings wird nicht nur eine neue Zahl hinzugefügt, sondern deren drei, die mit
,
und
bezeichnet werden.
über der Basis
spannen mit reellen Komponenten
den 4-dimensionalen Vektorraum der Quaternionen
auf. (Das Basiselement
, das zugleich das neutrale Element der Multiplikation darstellt und welches die reellen Zahlen injektiv einbettet, wird in der Linearkombination meist weggelassen.) Die Addition und Subtraktion geschieht komponentenweise wie in jedem Vektorraum. Vom Vektorraum wird auch die Skalarmultiplikation übernommen, also die linke und rechte Multiplikation mit einer reellen Zahl, die distributiv zu jeder Komponente multipliziert wird.
Diese Skalarmultiplikation ist eine Einschränkung der Hamilton-Multiplikation, die auf ganz
definiert ist. Die Hamilton-Multiplikation der Basiselemente untereinander oder etwas umfassender innerhalb der Menge
geschieht nach den Hamilton-Regeln
|
|
![]() |
|
|
![]() |
|
|
![]() |
die zusammen mit der Vertauschbarkeit von
mit jedem anderen Element eine vollständige Tafel für eine Verknüpfung ausmachen, die sich als assoziativ erweist und Q8 zu einer Gruppe macht – der Quaternionengruppe.
Unter Voraussetzung der Regel
(und der Gruppenaxiome) sind die anderen beiden
und
, in denen sich u. a. das zyklische bzw. anti-zyklische Verhalten der drei nicht-reellen Quaternionen-Einheiten ausdrückt, äquivalent zu der Kurzform
|
|
[6] |
Mithilfe dieser Ersetzungsregeln, dem Assoziativgesetz und (linkem wie rechtem) Distributivgesetz lässt sich die Multiplikation auf ganz
fortsetzen. Die
kann man wie anti-kommutierende Variablen behandeln. Treten Produkte von zweien von ihnen auf, so darf man sie nach den Hamilton-Regeln ersetzen.
Die ausgearbeiteten Formeln für die 2 Verknüpfungen von zwei Quaternionen
und 
lauten
|
|
![]() |
(Addition) | |
|
|
![]() |
||
![]() |
|||
![]() |
|||
![]() |
(Multiplikation)[7] |
Hiermit sind die für einen Ring erforderlichen 2 Verknüpfungen definiert. Es ist leicht nachgerechnet, dass alle Ring-Axiome erfüllt sind.
Wie in jedem Vektorraum entspricht das Inverse der Addition der Multiplikation mit –1. Die Subtraktion ist die Addition des Inversen.
Die für einen Schiefkörper erforderliche Division muss wegen der fehlenden Kommutativität durch eine Multiplikation mit dem Inversen ersetzt werden (siehe Inverses und Division).
Grundlegende Begriffe [Bearbeiten]
Skalarteil und Vektorteil [Bearbeiten]
Aufgrund der besonderen Stellung der Komponente
einer Quaternion
bezeichnet man sie (wie bei den komplexen Zahlen) als Realteil oder Skalarteil
,
während die Komponenten
zusammen den Imaginärteil oder Vektorteil
bilden. Da hier der Imaginärteil mit den Einheitsvektoren verknüpft bleibt und der Realteil als reelle Zahl eindeutig in die Quaternionen einzubetten ist, ergibt sich die einfache Beziehung
.
Häufig identifiziert man den Vektorteil auch mit dem Vektor
.
Skalarprodukt [Bearbeiten]
Das Skalarprodukt
zweier Quaternionen, aufgefasst als Vektoren im
, ist definiert durch:
.
Es ist eine positiv definite symmetrische Bilinearform, über die sich Norm und Betrag definieren lassen und mit der Winkel und Orthogonalität bestimmt werden können.
Ferner kann man damit die einzelnen Komponenten einer Quaternion isolieren:
.
Im Folgenden sei das Skalarprodukt, und zwar sowohl das 4- wie das 3-dimensionale – wie in der Physik üblich – mit dem Mittepunkt
notiert.
Kreuzprodukt [Bearbeiten]
Das Kreuzprodukt zweier Quaternionen
ist das Kreuzprodukt (Vektorprodukt) ihrer Vektorteile und bis auf den Faktor 2 ihr Kommutator. Ist
und
, so ist
.
Quaternionenmultiplikation als Skalar- und Kreuzprodukt [Bearbeiten]
Identifiziert man Quaternionen
|
|
und |
|
mit Paaren aus einem Skalar
und einem Vektor 
|
bzw. |
|
so lässt sich die Multiplikation mithilfe des (dreidimensionalen) Skalarprodukts und Kreuzprodukts beschreiben:
.
Zwei Quaternionen sind demnach genau dann miteinander vertauschbar, wenn ihr Kreuzprodukt 0 ist, wenn also ihre Vektorteile als reelle Vektoren linear abhängig voneinander sind (s. a. Einbettung der komplexen Zahlen).
Konjugation und Betrag [Bearbeiten]
Zu jeder Quaternion
ist die konjugierte Quaternion definiert als
.
Die Konjugation lässt also den Skalarteil unverändert und ist die Multiplikation mit −1 auf dem Vektorteil. Die Konjugation lässt sich auch „mit arithmetischen Mitteln“ als
darstellen[9].
Wie bei den komplexen Zahlen kann man auch Skalar- und Vektorteil mithilfe der Konjugation beschreiben:
ist der Skalarteil;
ist der Vektorteil.
Ist eine Quaternion gleich ihrer Konjugierten, so ist sie reell, d. h. der Vektorteil ist null. Ist eine Quaternion gleich dem Negativen ihrer Konjugierten, so ist sie eine reine Quaternion, d. h. der Skalarteil ist null.
Die wichtigsten Eigenschaften der Konjugation sind:
(die Konjugation ist eine Involution);
und
für reelle Zahlen
, d. h. die Konjugation ist
-linear;
(die Konjugation ist ein involutiver Antiautomorphismus);
, insbesondere ist dieser Wert, die Norm[10], reell und nichtnegativ.
Die Quadratwurzel hieraus
wird Betrag oder Länge der Quaternion
genannt und stimmt überein mit Betrag oder euklidischer Länge des Vektors
. Er erfüllt die wichtige Eigenschaft
,
die Multiplikativität des Betrags. Mit dem Betrag werden die Quaternionen zu einer reellen Banachalgebra.
Inverses und Division [Bearbeiten]
Bei einer nicht-kommutativen Multiplikation muss man die Gleichungen
|
|
und |
|
unterscheiden. Wenn das Inverse
existiert, dann sind
|
|
bzw. |
|
respektive Lösungen, die nur dann übereinstimmen, wenn
und
kommutieren, insbesondere wenn der Divisor
reell ist. In solch einem Fall kann die Schreibweise
verwendet werden – bei allgemeinen Divisionen wäre sie nicht eindeutig.
Wenn zusätzlich
existiert, gilt die Formel
,
denn
und
.
Für
ist die Norm
reell und positiv. Die Quaternion
erfüllt dann die Bedingungen des Rechts-
und des Links-Inversen
und kann deshalb als das Inverse schlechthin von
bezeichnet werden.
Reine Quaternion [Bearbeiten]
Eine Quaternion, deren Vektorteil 0 ist, wird mit der ihrem Skalarteil entsprechenden reellen Zahl identifiziert.
Eine Quaternion, deren Realteil 0 ist, nennt man reine Quaternion (auch: rein imaginär oder vektoriell). Reine Quaternionen lassen sich auch als diejenigen Quaternionen charakterisieren, deren Quadrat reell und nichtpositiv ist. Für die Menge der reinen Quaternionen schreibt man
.
Sie ist ein dreidimensionaler reeller Vektorraum mit Basis
.
Für reine Quaternionen nimmt die Multiplikation eine besonders einfache Form an:
.
Einheitsquaternion [Bearbeiten]
Eine Einheitsquaternion (auch: normierte Quaternion, Quaternion der Länge 1) ist eine Quaternion, deren Betrag gleich 1 ist. Für sie gilt (analog zu den komplexen Zahlen)
.
Für eine beliebige Quaternion
ist
eine Einheitsquaternion, die man manchmal auch als das Signum von
bezeichnet.
Das Produkt zweier Einheitsquaternionen und die Inverse einer Einheitsquaternion sind wieder Einheitsquaternionen. Die Einheitsquaternionen bilden also eine Gruppe.
Geometrisch kann man die Menge der Einheitsquaternionen als die Einheits-3-Sphäre S3 im vierdimensionalen euklidischen Raum und damit als Lie-Gruppe interpretieren, mit dem Raum der reinen Quaternionen als zugehöriger Lie-Algebra. Die Darstellung als komplexe Matrizen verdeutlicht die umkehrbar eindeutige Entsprechung der Einheitsquaternionen mit der Gruppe SU(2), die die komplexen 2×2-Matrizen mit Determinante 1 definitionsgemäß enthält.
Die einzigen reellen Einheitsquaternionen sind
. Sie machen auch das Zentrum von S3 aus.
Reine Einheitsquaternion [Bearbeiten]
Einheitsquaternionen, die auch reine Quaternionen sind, lassen sich als diejenigen Quaternionen charakterisieren, deren Quadrate
ergeben:
.[11]
Sie liegen auf dem Rand und in der Äquatorhyperebene der 3-Sphäre S3 und machen die Einheits-2-Sphäre S2 des dreidimensionalen Raums
aus.
Einbettung der komplexen Zahlen [Bearbeiten]
Jede Quaternion
mit Quadrat
definiert eine Einbettung
der komplexen Zahlen in die Quaternionen, genauer: einen injektiven Ringhomomorphismus,
(mit
als imaginärer Einheit der komplexen Zahlen). Dabei sind die Bildmengen der
und
entsprechenden Einbettungen identisch:
.
Eine jede solche Quaternion darf
genannt werden, eine senkrechte dazu
und ihr Produkt
.[12] Jede nicht-reelle Quaternion liegt in genau einer solchen Einbettung von
. Zwei Quaternionen sind genau dann vertauschbar, wenn es eine gemeinsame Einbettung gibt.
Zwei verschiedene Bilder haben die reelle Achse zum Durchschnitt.
So betrachtet, sind die Quaternionen eine Vereinigung komplexer Ebenen.
Polardarstellung [Bearbeiten]
Jede Einheitsquaternion
kann auf eindeutige Weise in der Form
- mit dem Polarwinkel[13] von
- und der reinen Einheitsquaternion
- mit dem Polarwinkel[13] von
dargestellt werden.
Mit der verallgemeinerten Exponentialfunktion lässt sich dies wegen
auch schreiben als
mit der reinen Quaternion
. Will man also eine reine Quaternion
exponentiieren, so ist
und die reine Einheitsquaternion
zu bilden, und es ergibt sich die Einheitsquaternion
.
Der Fall
lässt sich stetig ergänzen. Damit ist die Exponentialabbildung
surjektiv – und bijektiv
bei Einschränkung auf
, denn es ist
für unendlich viele
mit
. Sie ist stetig, wegen der Nicht-Kommutativität der Multiplikation aber kein Homomorphismus[14].
Allgemein lässt sich jede nicht-reelle Quaternion eindeutig in der Form
- mit dem Polarwinkel von
- und der reinen Einheitsquaternion (der reinen und normierten Quaternion von
)
- mit dem Polarwinkel von
schreiben. Durch die Festlegung
ist
, so dass
in dieselbe Richtung wie der Vektorteil
zeigt.
Jede nicht reell-negative Quaternion schreibt sich eindeutig als
mit einer reinen Quaternion
mit
.
Diese Darstellungen sind der Polarform komplexer Zahlen
(mit
als imaginärer Einheit) analog. Für die Funktionalgleichung
müssen
allerdings kommutieren[14].[15]
Funktionentheorie [Bearbeiten]
Exponentialfunktion, Logarithmus [Bearbeiten]
Das Exponential einer nicht-reellen Quaternion
ist:
mit
.
Der (natürliche) Logarithmus einer nicht-reellen Quaternion
ist:
.[16]
Für nicht-reelles
sind sie Umkehrfunktionen voneinander
und, falls
,
.
Für nicht-reelles, mit
kommutierendes
gelten die Funktionalgleichungen
und
,
letzteres für
mit hinreichend kleinem Imaginärteil.
Fortsetzungen komplexer Funktionen [Bearbeiten]
Da
als eine Vereinigung von Einbettungen komplexer Ebenen aufgefasst werden kann (s. Abschnitt #Einbettung der komplexen Zahlen), kann man versuchen, Funktionen
[17] mithilfe der Einbettungshomomorphismen
vom Komplexen ins Quaternionische zu liften. Dabei ist zu fordern, dass die so gewonnenen Funktionen
, die auf Teilmengen
definiert sind, bei Überschneidungen dasselbe Ergebnis liefern, so dass die vereinigte Funktion
auf der Vereinigungsmenge
über
als
in eindeutiger Weise gebildet werden kann.
Sei
eine komplexwertige Funktion
einer komplexen Variablen
mit reellen
und reellen
.
Einbettbarkeit:
ist genau dann einbettbar in die Quaternionen, wenn
eine gerade und
eine ungerade Funktion von
ist.[18]
Beweis: Ist
die reine und normierte Quaternion zur nicht-reellen Quaternion
, so ist die reine Quaternion
durch genau zwei Paare
und
als Produkt
darstellbar. Die Wohldefiniertheit ist erwiesen, wenn
, also unabhängig ist von der Wahl des Paars. Nach Voraussetzung ist
,
so dass sich
ergibt.
Die Bedingung ist auch notwendig. Denn lässt umgekehrt die Funktion
eine Einbettung
in die Quaternionen zu, so haben wir zu jedem
eine geeignete reine Einheitsquaternion
mit
und
.
Nun hat die konjugierte Einbettung
dasselbe Bild wie
, somit
dieselbe Definitionsmenge wie
. Der Funktionswert
muss also mit dem vorigen für alle
übereinstimmen. ■
Die Funktion
ist für jede reine Einheitsquaternion
eine Funktion
der quaternionischen Variablen
. Da es zu jedem
ein
mit
gibt, etablieren diese Funktionen zusammen genommen die Einbettung
von
in
. Die Funktion
stimmt auf allen Teilmengen
mit
überein, kann also als deren Fortsetzung angesehen werden. Wenn Verwechslungen nicht zu befürchten sind, wird der Funktionsname einfach übernommen.
Ist
eine einbettbare Funktion, so ist
wegen der Ungeradheit von
in der zweiten Variablen, also
und
für
. Somit folgt aus der Einbettbarkeit, dass die Einschränkung aufs Reelle reell ist.[19] Zu dieser Klasse von komplexen Funktionen gehören Norm und Betrag, aber auch alle Laurent-Reihen
mit reellen Koeffizienten
, so die Exponential- und Logarithmusfunktion.
Nicht zu dieser Klasse gehört bspw. die Funktion
, bei der
nicht ungerade ist in
. Gleichwohl ist
eine wohldefinierte Funktion
und eine Fortsetzung von
, denn es besteht Übereinstimmung auf der Teilmenge
.
Analysis [Bearbeiten]
Schwieriger ist es, eine allgemeine quaternionische Analysis mit Differential- und/oder Integralrechnung aufzustellen. Ein Problem springt unmittelbar ins Auge: der Begriff des Differenzenquotienten
, der in der reellen wie der komplexen Analysis so erfolgreich ist, muss wegen der Nicht-Kommutativität als linke und rechte Version definiert werden. Legt man dann genauso strenge Maßstäbe wie bei der komplexen Differenzierbarkeit an, dann stellt sich heraus, dass gerade mal lineare Funktionen, und zwar
links und
rechts, differenzierbar sind[20]. Immer definieren lässt sich aber eine Richtungsableitung und das Gâteaux-Differential[18].
Ausgehend von den Cauchy-Riemannschen Differentialgleichungen und dem Satz von Morera wurde folgender Regularitätsbegriff gefunden: Eine quaternionische Funktion ist regulär an der Stelle
, wenn ihr Integral über jeder hinreichend kleinen
umschließenden Hyperfläche verschwindet.[21][22][23]
Beschreibung anderer Konstrukte mit Hilfe von Quaternionen [Bearbeiten]
Minkowski-Skalarprodukt [Bearbeiten]
Das Minkowski-Skalarprodukt zweier Quaternionen, aufgefasst als Vektoren im Minkowski-Raum, ist der Skalarteil von
:
Vektoranalysis [Bearbeiten]
Im folgenden werden Vektoren im dreidimensionalen Raum
mit reinen Quaternionen
, also die üblichen
-Koordinaten mit den
-Komponenten identifiziert. Definiert man den Nabla-Operator (wie Hamilton) als
und wendet ihn auf eine skalare Funktion
als (formale) Skalarmultiplikation an, erhält man den Gradienten
Die Anwendung auf ein Vektorfeld
als (formales) Skalarprodukt ergibt die Divergenz
.
Die Anwendung auf ein Vektorfeld als (formales) Kreuzprodukt ergibt die Rotation
.
Die Anwendung auf ein Vektorfeld als (formales) Produkt zweier reiner Quaternionen ergibt
mit
als Skalarteil und
als Vektorteil der Quaternion.
Zweimalige Anwendung auf eine Funktion
ergibt den Laplace-Operator 
d. h.
wirkt wie ein Dirac-Operator als (formale) „Quadratwurzel“ des (negativen) Laplace-Operators.
Drehungen im dreidimensionalen Raum [Bearbeiten]
Einheitsquaternionen können für eine elegante Beschreibung von Drehungen im dreidimensionalen Raum verwendet werden: Für eine feste Einheitsquaternion
ist die Abbildung
auf
eine Drehung. (Hier, wie im Folgenden, ist nur von Drehungen die Rede, die den Ursprung festlassen, d. h. deren Drehachse durch den Ursprung verläuft.)
Die Polardarstellung stellt die Einheitsquaternion
durch einen Winkel
und eine reine Einheitsquaternion
eindeutig dar als
.
Dann ist
eine Drehung des
um die Achse
mit Drehwinkel
.
Für jede Einheitsquaternion
definieren
und
dieselbe Drehung; insbesondere entsprechen
und
beide der identischen Abbildung (Drehung mit Drehwinkel 0). Im Unterschied zur Beschreibung von Drehungen durch orthogonale Matrizen handelt es sich also um keine 1:1-Entsprechung, zu jeder Drehung
gibt es genau zwei Einheitsquaternionen
mit
.
Die Hintereinanderausführung von Drehungen entspricht der Multiplikation der Quaternionen, d. h.
Die Umkehrung der Drehrichtung entspricht dem Inversen:
Damit ist die Abbildung
ein Homomorphismus der Gruppe S3 der Einheitsquaternionen in die Drehgruppe SO(3). Sie ist eine Überlagerung der SO(3), und da ein Bildelement
genau die zwei Urbilder
hat, eine zweiblättrige, weshalb der Homomorphismus auch 2:1-Überlagerung(shomomorphismus)[24] genannt wird. Sie ist ferner universell, da
einfach zusammenhängend ist.
Bezug zu orthogonalen Matrizen [Bearbeiten]
Explizit entspricht der Einheitsquaternion
,
mit
und
die Drehmatrix
.[25]
Sie bildet eine reine Quaternion
auf
ab.
Ist umgekehrt die Drehmatrix
gegeben und ist die Spur
mit
,
dann bewerkstelligt die Quaternion
die Drehung
, denn es ist
für jede reine Quaternion
.
Wenn man die homogen formulierte Version von
als Eingabematrix nimmt, produziert die gezeigte Lösung mit
die Quaternion
. Wegen
kann die Homogenität in den
durch die Setzung
aufrechterhalten werden.
Die SO(3) hat wie die S3 über
die Dimension 3. Die 9 Komponenten von
können also nicht alle frei wählbar sein. Da einer jeden Matrix
eine Quaternion
entspricht, decken die Drehmatrizen
die ganze SO(3) ab. Bei
ist
. Falls also
wirklich
, ist auch
die Einheitsquaternion zu
.
Überlegungen zur numerischen Stabilität des Problems finden sich in en:Rotation matrix#Conversions.
Bezug zu Eulerwinkeln [Bearbeiten]
Für Eulerwinkel gibt es verschiedene Konventionen; die folgende Darlegung bezieht sich auf die Drehung, die man erhält, wenn man zuerst um die
-Achse um den Winkel
, dann um die neue
-Achse um den Winkel
und schließlich um die neue
-Achse um den Winkel
dreht, d. i. die sog. „x-Konvention“ (Z, X’, Z’’) mit allen Winkeln doppelt. Die Einzeldrehungen entsprechen den Einheitsquaternionen
und da jeweils um die mitgedrehten Achsen gedreht wird, ist die Reihenfolge der Komposition umgekehrt. Die Gesamtdrehung entspricht also
Für andere Konventionen ergeben sich ähnliche Formeln.
Die Eulerwinkel zu einer gegebenen Quaternion lassen sich an der zugehörigen Drehmatrix ablesen.[26]
Universelle Überlagerung der Drehgruppe; Spingruppe [Bearbeiten]
Wie im Abschnitt Einheitsquaternionen gezeigt, gibt es einen durch die Hamiltonschen Zahlen vermittelten Isomorphismus zwischen der Gruppe S3 der Einheitsquaternionen und der speziellen unitären Gruppe SU(2). Diese beiden Gruppen sind isomorph zur Spingruppe
(zur Physik: siehe Spin).
Die 2:1-Überlagerung liefert also einen Homomorphismus der Spingruppe
in die Drehgruppe SO(3). Diese Überlagerung ist zweiblättrig und universell, da
im Gegensatz zur SO(3) einfach zusammenhängend ist. Die natürliche Operation von SU(2) auf
ist eine sog. Spinordarstellung.
Die aus der Quantenmechanik bekannten sog. Pauli-Matrizen
stehen in einfacher Beziehung zu den drei Erzeugenden
der SU(2). Dies wird besonders deutlich in der Darstellung als komplexe Matrizen:
,
dabei ist
die imaginäre Einheit der komplexen Zahlen.
Die Pauli-Matrizen haben –1 zur Determinante (sind also keine Quaternionen), sind spurfrei und hermitesch und kommen daher in der Quantenmechanik als messbare Größen in Frage, was sich für die Anwendungen (s. mathematische Struktur der Quantenmechanik) als wichtig erwiesen hat. Einzelheiten sind im Artikel SU(2) dargestellt.
Orthogonale Abbildungen des vierdimensionalen Raumes [Bearbeiten]
Analog zum dreidimensionalen Fall kann man jede orientierungserhaltende orthogonale Abbildung von
in sich selbst in der Form
für Einheitsquaternionen
beschreiben. Es gilt
Diese Konstruktion liefert eine Überlagerung
mit Kern
.
Die endlichen Untergruppen [Bearbeiten]
Der 2:1-Überlagerungshomomorphismus
,
der einer Einheitsquaternion
die 3D-Drehung
zuordnet, muss eine endliche Gruppe
von Quaternionen in eine endliche Gruppe
überführen, die dann eine endliche Drehgruppe im
ist. Man findet zyklische Gruppen Cn und Polyedergruppen, also die Diedergruppen Dn (Zählweise der n-Ecke), die Tetraedergruppe T, die Oktaedergruppe O und die Ikosaedergruppe I.
Die Erzeugenden der zyklischen Gruppen sind Einbettungen von Einheitswurzeln
. Die Urbilder der Dn, T, O, I unter
werden als 2Dn, 2T, 2O, 2I bezeichnet, also
für eine Polyedergruppe P.[27]
Die endlichen Gruppen von Quaternionen sind demnach[28]
:
| Gruppe | erzeugt von |
Ordnung | konvexe Hülle im bzw. ![]() |
| Cn | ![]() |
![]() |
reguläres n-Eck |
| 2Dn | ![]() |
![]() |
[29], bei n=2 zugleich: regulärer 16-Zeller |
| 2T | ![]() |
![]() |
regulärer 24-Zeller |
| 2O | ![]() |
![]() |
[29] = Dihektaoktokontaoktochor (288-Zeller) |
| 2I | ![]() |
![]() |
regulärer 600-Zeller |
mit
,
,
,
.
Die zyklischen Gruppen Cn sind in naheliegender Weise Untergruppen von anderen Gruppen. Die Quaternionengruppe Q8 = 2D2 ist eine Untergruppe der binären Tetraedergruppe 2T. Die Automorphismengruppe von Q8 ist isomorph zur Oktaedergruppe O = Sym4. Ihre Elemente sind ebenfalls Automorphismen von 2T, 2O, 2I und
.
Die konvexen Hüllen sind (bis auf die Fälle Cn, bei denen man mit 2 Dimensionen auskommt) 4-Polytope und haben, da alle Gruppenelemente von der Länge 1 sind, die Einheits-3-Sphäre S3 als Um-3-Sphäre. Die Ränder dieser 4-Polytope, also die Zellen, sind Ansammlungen von Tetraedern – bis auf den Fall 2T, bei dem es Oktaeder sind. Bei den regulären unter den konvexen Hüllen ist es klar, dass die Zellen ebenfalls regulär und zueinander kongruent sind und es eine In-3-Sphäre gibt, die alle Zellen (an ihrem Mittelpunkt) berührt. Die übrigen, nämlich 2Dn und 2O, spannen sog. perfekte[29] 4-Polytope auf. Hier sind die Zellen tetragonale Disphenoide, welche ebenfalls alle zueinander kongruent sind und an ihrem Mittelpunkt von der In-3-Sphäre berührt werden.
Automorphismen [Bearbeiten]
Ein jeder Ring-Automorphismus
von
ist ein innerer[30], d. h. es gibt eine Quaternion
, so dass
. Daraus folgt:
- Das Zentrum
bleibt fest, d. h.
für alle
. - Man kann sich auf die Einheitsquaternionen
beschränken. - Ein Automorphismus ändert nicht das Skalarprodukt, d. h.
. - Die Automorphismen sind genau die winkel- und längentreuen Drehungen von
aus dem Abschnitt Drehungen im dreidimensionalen Raum. - Wegen der Längentreue sind die Automorphismen stetig, somit zusätzlich topologisch.
- S3 hat das Zentrum
. Folglich ist die Automorphismengruppe
.
Die Konjugation als Spiegelung an der reellen Achse ist antihomomorph[31] in der Multiplikation, d. h.
, und wird als involutiver Antiautomorphismus bezeichnet, weil sie zudem eine Involution ist.
Andere Konstruktionen [Bearbeiten]
Matrixdarstellungen [Bearbeiten]
Komplexe Matrizen [Bearbeiten]
Im Ring
der komplexen 2×2-Matrizen bildet man den von den Elementen
erzeugten Unterring
[32], wobei die imaginäre Einheit der komplexen Zahlen als
kenntlich gemacht ist.[33] Eine Matrix
mit reellen
und komplexen
hat die Determinante
, die nur dann 0 ist, wenn
. Somit sind alle von der Nullmatrix verschiedenen Matrizen invertierbar – und der Ring
ist ein Schiefkörper.[34]
Der so konstruierte Schiefkörper erweist sich als isomorph zu den Quaternionen. Denn die Abbildung
mit den Zuordnungen
ist homomorph in den Verknüpfungen Addition und Multiplikation, wobei letztere der Matrizen-Multiplikation zuzuordnen ist. Die konjugierte Quaternion geht auf die adjungierte Matrix und die Norm auf die Determinante. Darüber hinaus ist die Abbildung injektiv und stetig, also topologisch.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Einbettung
, die alle zueinander konjugiert und homöomorph sind.[35]
Reelle Matrizen [Bearbeiten]
Ganz analog kann man die Quaternion
auch als reelle 4×4-Matrix
schreiben. Die Konjugation der Quaternion entspricht der Transposition der Matrix und der Betrag der vierten Wurzel aus der Determinante.
Das Modell der reellen Matrizen ist bspw. dann vorteilhaft, wenn man eine Software für lineare Algebra mit Schwächen bei den komplexen Zahlen hat.
Quotientenalgebra [Bearbeiten]
Eine elegante, aber zugleich abstrakte Konstruktion stellt der Weg über den Quotienten des nichtkommutativen Polynomrings in drei Unbestimmten, deren Bilder
sind, modulo des Ideals, das von den Hamilton-Regeln erzeugt wird. Alternativ kommt man auch mit nur zwei Unbestimmten aus. Auf diese Weise ergibt sich die Quaternionen-Algebra als Clifford-Algebra der zweidimensionalen, euklidischen Ebene mit Erzeugern
. Im Zusammenhang mit dreidimensionalen Drehungen ist auch die Interpretation als der gerade Anteil der Clifford-Algebra des dreidimensionalen, euklidischen Raumes wichtig. Die Erzeuger werden dann mit
identifiziert.
Die Quaternionen als Algebra [Bearbeiten]
Es gibt bis auf Isomorphie genau vier endlichdimensionale
-Algebren, deren Multiplikation ohne Nullteiler ist, nämlich den Körper
der reellen Zahlen selbst, den Körper
der komplexen Zahlen, den Schiefkörper
der Quaternionen und den Alternativkörper
der Cayleyschen Oktaven.[36][37][38]
Das Zentrum von
ist
; die Quaternionen sind also eine zentraleinfache Algebra über
. Reduzierte Norm und Spur sind durch
bzw. 
gegeben.
Beim Basiswechsel von
zum algebraischen Abschluss
werden die Quaternionen zu einer Matrizenalgebra:
Die komplexe Konjugation auf dem Faktor
des Tensorproduktes entspricht einer Involution
der Matrizenalgebra. Die Invarianten von
, d. s. die von
fix gelassenen Elemente
mit
, bilden eine zu
isomorphe Algebra. Zur oben angegebenen Matrixdarstellung der Quaternionen als komplexe Matrizen passt die Involution
mit
.
Die Tatsache, dass die Brauergruppe von
nur aus zwei Elementen besteht, spiegelt sich auch darin wider, dass
ist.
Allgemein bezeichnet man jede vierdimensionale zentraleinfache Algebra über einem Körper als eine Quaternionenalgebra.
Die Quaternionen sind die Clifford-Algebra zum Raum
mit einer negativ-definiten symmetrischen Bilinearform.[39]
Andere Grundkörper [Bearbeiten]
Quaternionen über den rationalen Zahlen [Bearbeiten]
Bei allen obigen Arten der Konstruktion spielt die Vollständigkeit des Koeffizientenvorrats keine Rolle. Deshalb kann man (anstatt von den reellen Zahlen
über
zu
) auch von anderen Grundkörpern, z. B. den rationalen Zahlen
, ausgehen, um via Gaußsche Zahlen
bei den Quaternionen mit rationalen Koeffizienten
anzukommen – mit formal denselben Rechenregeln. Danach kann, falls überhaupt erforderlich, die Vervollständigung für die Betragsmetrik durchgeführt werden mit einem Endergebnis isomorph zu
.
Insofern kann bei vielen Aussagen
durch
,
durch
und
durch
ersetzt werden.
Da es nach dem Satz von Wedderburn keinen endlichen Körper mit nicht-kommutativer Multiplikation gibt und die Dimension des Vektorraums
über seinem Primkörper und Zentrum
mit
minimal ist, gehört
als abzählbare Menge zu den „kleinsten“ Schiefkörpern mit nicht-kommutativer Multiplikation – auf jeden Fall enthält
keinen kleineren.
Der Körper
besitzt einen sog. Ganzheitsring, d. h. eine Untermenge von Zahlen, genannt Hurwitzquaternionen, die einen Ring bilden und
zum Quotientenkörper haben, – ganz ähnlich, wie es sich bei den ganzen Zahlen
und ihrem Quotientenkörper
verhält. In einem solchen Ring lassen sich bspw. Approximationsfragen, Teilbarkeitsfragen u. Ä. untersuchen.
Weitere Grundkörper [Bearbeiten]
Auch Körper
eignen sich als Ausgangspunkt zur Bildung nicht-kommutativer Erweiterungskörper nach Art der Quaternionen. Wichtig ist, dass in
die Summe aus 4 Quadraten
nur für
verschwindet. Dann gibt es auch kein
mit
und
ist eine echte quadratische Erweiterung, die eine Konjugation definiert. Diese Bedingungen sind z. B. bei allen formal reellen Körpern erfüllt.
Aber auch bei Körpern, die nicht angeordnet werden können, kann die obige Bedingung betreffend die Summe aus 4 Quadraten erfüllt sein, bspw. im Körper
der 2-adischen Zahlen. Der so über
gebildete Quaternionenkörper ist isomorph zur Vervollständigung des (oben beschriebenen) Körpers
der Quaternionen mit rationalen Koeffizienten für die folgende (nichtarchimedische diskrete) Bewertung
, dem 2-Exponenten der Norm,
mit
.
Die Primzahl
ist die einzige, für die die Quaternionen-Algebra über
nullteilerfrei und ein Schiefkörper ist.[40]
Anwendungen [Bearbeiten]
Eulerscher Vier-Quadrate-Satz [Bearbeiten]
Die Identität, die aus dem Produkt zweier Summen von vier Quadraten
![]() |
|
![]() |
|
![]() |
|
![]() |
eine Summe macht, gilt universell – einschließlich aller Varianten, die durch Vorzeichenspiel und Permutation entstehen, – in jedem Polynomring
über einem kommutativen unitären Ring
und kann im Nachhinein als „Abfallprodukt“ der Multiplikativität des quaternionischen Betrags angesehen werden. Ihre Entdeckung 1748, also lange vor der Quaternionenzeit, geht jedoch auf Leonhard Euler zurück, der mit ihrer Hilfe den 1770 erstmals erbrachten Beweis von Joseph Louis Lagrange für den lange vermuteten Vier-Quadrate-Satz wesentlich vereinfachen konnte.
Ingenieurwissenschaften [Bearbeiten]
Die Darstellung von Drehungen mithilfe von Quaternionen wird heutzutage im Bereich der interaktiven Computergrafik genutzt, insbesondere bei Computerspielen, sowie bei der Steuerung und Regelung von Satelliten. Bei Verwendung von Quaternionen an Stelle von Drehmatrizen werden etwas weniger Rechenoperationen benötigt. Insbesondere, wenn viele Drehungen miteinander kombiniert (multipliziert) werden, steigt die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Des Weiteren werden Quaternionen, neben den Eulerwinkeln, zur Programmierung von Industrierobotern (z. B. ABB) genutzt.
Physik [Bearbeiten]
Durch die Verwendung der Quaternionen kann man in vielen Fällen auf getrennte Gleichungen zur Berechnung von Zeit und Raum verzichten. Dies bietet Vorteile in der Physik, unter anderem in den Gebieten Mechanik, Wellengleichungen, Spezielle Relativitätstheorie und Gravitation, Elektromagnetismus sowie der Quantenmechanik.
Wie im Abschnitt Vektoranalysis werden Vektoren im dreidimensionalen Raum mit reinen Quaternionen identifiziert.
Elektromagnetismus [Bearbeiten]
Die Maxwell-Gleichungen zur Beschreibung des Elektromagnetismus sind der bekannteste Anwendungsfall für Quaternionen. Die Maxwellgleichungen werden durch eine Gruppe von Kommutatoren und Antikommutatoren des Differenzoperators, des elektrischen Feldes E und dem magnetischen Feld B im Vakuum definiert. Im Wesentlichen sind dieses die homogene Maxwellgleichung und das Gaußsche Gesetz.
Im Folgenden werden modifizierte Kommutatoren bzw. Antikommutatoren verwendet:
bzw.
und
mit
als (formalen) Quaternionen und diversen formalen Produkten.
Die homogene Maxwellgleichung ist definiert durch:

.
Hierbei besagt
, dass keine magnetischen Monopole existieren.
ist das Faradaysche Induktionsgesetz.
Das Gaußsche Gesetz definiert sich umgekehrt aus:

.
Hierbei ergibt
das Gaußsche Gesetz und
das von Maxwell korrigierte Ampèresche Durchflutungsgesetz.
Elektromagnetisches Viererpotential [Bearbeiten]
Die elektrischen und magnetischen Felder werden häufig als elektromagnetisches Viererpotential (d. h. als 4-wertiger Vektor) ausgedrückt. Dieser Vektor kann auch als Quaternion umformuliert werden.
Das elektrische Feld E ist der Antikommutator des konjugierten, differenzierten Vierpotenzials. Das magnetische Feld B verwendet den Kommutator. Durch diese Darstellungsform kann man direkt in die Maxwellgleichungen einsetzen:
sowie



.
Hierbei sind die Ausdrücke
und
die beiden Quellenfelder, die durch die Differenz aus zwei Kommutatoren und zwei Antikommutatoren gebildet werden.
Das Induktionsgesetz
und das Durchflutungsgesetz
werden durch die Summe aus den zwei ineinanderliegenden Kommutatoren und Antikommutatoren gebildet.
Lorentzkraft [Bearbeiten]
Die Lorentzkraft wird auf ähnliche Weise aus den Maxwellgleichungen abgeleitet. Allerdings müssen die Vorzeichen korrigiert werden.
Erhaltungssatz [Bearbeiten]
Der Erhaltungssatz der elektrischen Ladung wird durch die Anwendung des konjugierten Differenzoperators auf die Quellen der Maxwellgleichung gebildet. Mit
sei hier der Real- oder Skalarteil der Quaternion
bezeichnet. In den Beispielen ist
ein Quaternionenprodukt.
Diese Gleichung zeigt, dass das Skalarprodukt des elektrischen Feldes E plus dem Kreuzprodukt des magnetischen Feldes B auf der einen Seite, sowie der Stromdichte J plus der Frequenz der Ladungsdichte ρ auf der anderen Seite, gleich ist. Dieses bedeutet, dass die Ladung bei der Umformung erhalten bleibt.
Poyntings Energieerhaltungssatz wird in auf dieselbe Weise abgeleitet, mit dem Unterschied, dass statt dem Differential das konjugierte elektrische Feld
verwendet wird.
Mit den Vektoridentitäten
kann man diese Gleichung nach
umformen, was der Poynting-Gleichung entspricht. Der Ausdruck
entspricht hierbei dem Poynting-Vektor.
Geschichte [Bearbeiten]
William Rowan Hamilton hatte 1835 die Konstruktion der komplexen Zahlen als Zahlenpaare angegeben. Dadurch motiviert, suchte er lange nach einer entsprechenden Struktur auf dem Raum
der Zahlentripel; heute weiß man, dass keine derartige Struktur existiert. 1843 schließlich gelangte er zu der Erkenntnis, dass es möglich ist, eine Multiplikation auf der Menge der 4-Tupel zu konstruieren, wenn man dazu bereit ist, die Kommutativität aufzugeben. In einem Brief an seinen Sohn gibt er als Datum den 16. Oktober 1843 an und berichtet, er habe sich spontan dazu hinreißen lassen, die Multiplikationsregeln in einen Stein an der Brougham Bridge (heute Broombridge Road) in Dublin zu ritzen; später wurde dort eine Gedenktafel angebracht. Die Rechenregeln für Quaternionen waren in Ansätzen schon früher bekannt, so findet sich die Formel für den Vier-Quadrate-Satz bereits bei Leonhard Euler (1748). Andere, auch allgemeinere Multiplikationsregeln wurden von Hermann Graßmann untersucht (1855).
Schon kurz nach der Entdeckung der Quaternionen fand Hamilton die Darstellung von Drehungen des Raumes mithilfe von Quaternionen und damit eine erste Bestätigung der Bedeutung der neuen Struktur; Arthur Cayley entdeckte 1855 die entsprechenden Aussagen über orthogonale Abbildungen des vierdimensionalen Raumes. Die bloße Parametrisierung der
-Drehmatrizen war hingegen schon Euler bekannt. Cayley gab 1858 in der Arbeit, in der er Matrizen einführte, auch die Möglichkeit der Darstellung von Quaternionen durch komplexe
-Matrizen an.
Hamilton widmete sich fortan ausschließlich dem Studium der Quaternionen; sie wurden in Dublin ein eigenes Examensfach. In seiner Nachfolge wurde 1895 sogar ein „Weltbund zur Förderung der Quaternionen“ gegründet. Der deutsche Mathematiker Felix Klein schreibt rückblickend über diese anfängliche Euphorie:
„Wie ich schon andeutete, schloß sich Hamilton eine Schule an, die ihren Meister an Starrheit und Intoleranz noch überbot. […] Die Quaternionen sind gut und brauchbar an ihrem Platze; sie reichen aber in ihrer Bedeutung an die gewöhnlichen komplexen Zahlen nicht heran. […] Die Leichtigkeit und Eleganz, mit der sich hier die weittragendsten Theoreme ergeben, ist in der Tat überraschend, und es läßt sich wohl von hier aus die alles andere ablehnende Begeisterung der Quaternionisten für ihr System begreifen, die […] nun bald über vernünftige Grenzen hinauswuchs, in einer weder der Mathematik als Ganzem noch der Quaternionentheorie selbst förderlichen Weise. […] Die Verfolgung des angegebenen Weges – der neu sein will, obwohl er tatsächlich nur eine peinlich genaue Übertragung längst bekannter Gedanken auf ein einziges neues Objekt, also durchaus keine geniale Konzeption bedeutet – führt zu allerhand Erweiterungen der bekannten Sätze, die in ihrer Allgemeinheit das Hauptcharakteristikum verlieren und gegenstandslos werden, allenfalls zu Besonderheiten, die ein gewisses Vergnügen gewähren mögen.“
– Felix Klein: Vorlesungen über die Entwicklung der Mathematik im 19. Jahrhundert[42]
Verwandte Themen [Bearbeiten]
Ähnliche Konstruktionen wie die Quaternionen werden manchmal unter dem Namen „hyperkomplexe Zahlen“ zusammengefasst. Beispielsweise sind die Cayley-Zahlen oder Oktaven ein achtdimensionales Analogon zu den Quaternionen; ihre Multiplikation ist allerdings weder kommutativ noch assoziativ.
Siehe auch [Bearbeiten]
- 3-Sphäre
- Clifford-Algebra
- Komplexe Zahl
- Eulerwinkel
- Hurwitzquaternion
- Hyperkomplexe Zahl
- Oktaven
- Quaternionengruppe
- Spezielle unitäre Gruppe
Literatur [Bearbeiten]
- Max Koecher, Reinhold Remmert: Hamiltonsche Quaternionen. In: H.-D. Ebbinghaus et al.: Zahlen. Springer-Verlag, Berlin 1983. ISBN 3-540-12666-X
- John H. Conway, Derek A. Smith: On Quaternios and Octonions, A K Peters Ltd, 2003, ISBN 1-56881-134-9 (englisch)
- Jack B. Kuipers: Quaternions and Rotation Sequences, Princeton University Press, 2002, ISBN 0-691-10298-8 (englisch)
- W. Bolton: Complex Numbers (Mathematics for Engineers), Addison-Wesley, 1996, ISBN 0-582-23741-6 (englisch)
- Andrew J. Hanson: Visualizing Quaternions, Morgan Kaufmann Publishers, 2006, ISBN 0-12-088400-3 (englisch)
- Lew Semjonowitsch Pontrjagin: Verallgemeinerungen der Zahlen, Verlag Harri Deutsch, 1995
- S. Eilenberg and I. Niven: The „fundamental theorem of algebra” for quaternions. Bull. Amer. Soc. 50(1944), 246-248.
Quellen [Bearbeiten]
- Jens Carsten Jantzen, Joachim Schwermer, Algebra, Springer, 2006, ISBN 3540213805, doi:10.1007/3-540-29287-X
- Serge Lang, Algebra. Springer-Verlag, New York 2002. ISBN 0-387-95385-X
- Doing Physics with Quaternions (PDF; 563 kB)
Weblinks [Bearbeiten]
- T. Y. Lam (Berkeley): Hamilton's Quaternions (Post Script, englisch). Abgerufen am 30. August 2009.
- Quaternionen in der Computeranimation
- Der Ort der Entdeckung der Quaternionen (mit Bildern)
- Eric W. Weisstein „Quaternionen.“ From MathWorld--A Wolfram Web Resource
Einzelnachweise und Anmerkungen [Bearbeiten]
- ↑ Albrecht Beutelspacher: Lineare Algebra. 7 Auflage. Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-528-66508-1, S. 30.
- ↑ Bei Gauß findet sich eine Notiz über die Multiplikation und Konjugation von Quadrupeln im Kapitel Mutation des Raumes Carl Friedrich Gauß Werke, Achter Band, Seiten 357-361, König. Gesell. Wissen. Göttingen, 1900, die auf das Jahr 1819 datiert wird. Die Unterschiede zu Hamilton gehen nicht über notationelle Konventionen hinaus. (Zitiert nach Lam Seite 25)
- ↑ Sie ist nicht mit dem Skalarprodukt zu verwechseln.
- ↑ Lam Seite 1
- ↑ NB:
wird bei Bedarf genauso als Spaltenvektor eingesetzt. - ↑ Dasselbe leistet eine jede der 5 alternativen Kurzformen
.
- ↑ In Gauß' Text aus dem Jahr 1819 a. a. O. sind die Vorzeichen zwischen rot und grün vertauscht, was der Kurzform
und einer gespiegelten Orientierung des Dreibeins
, d. h. der Multiplikation im Gegenring
entspricht. - ↑ Reelle Faktoren kommutieren mit
und damit mit allen Quaternionen, d. h. es gilt beispielsweise
oder
sind hier also nicht anwendbar. Sie setzen voraus, dass
gilt. - ↑ Dies gelingt nicht bei den komplexen Zahlen.
- ↑ Viele Autoren setzen jedoch Norm und Betrag gleich.
- ↑ Den unendlich vielen Nullstellen des Polynoms
steht das Fehlen einer Nullstelle beim Polynom
vom Grad 1 gegenüber. Letzteres besitzt 2 Monome vom Grad 1, dem höchsten Grad seiner Monome. In nicht-kommutativen Ringen wird der Grad des Monoms
mit
zu
definiert, und ein Monom dominiert ein Polynom, wenn es unter allen Monomen den höchsten Grad hat. Dann ist der Grad des Polynoms auch gleich dem Grad der dominierenden Monome. Hat ein Polynom über
ein einziges dominierendes Monom von einem Grad > 0, dann hat es immer eine Nullstelle in
. (Eilenberg-Niven) - ↑ Conway a. a. O., Seite 40. Und: Ein Automorphismus definiert eine solche Einbettung (durch Einschränkung), die nur eine Einbettung von
-Algebren ist.
ist keine Algebra über
. - ↑ Lam a. a. O. Seite 22. Der Polarwinkel ist das Analogon zum komplexen Argument
, allerdings ist bei dessen Hauptwert das Signum des Imaginärteils mit hinein genommen, was sich bei den Quaternionen nicht machen lässt, so dass
nicht eine einfache Einschränkung des Polarwinkels ist. - ↑ a b Für
und
ist

.
- ↑ Laut Lam a. a. O. Seite 22 mag das Scheitern dieser Funktionalgleichung das größte Hindernis für eine quaternionische Funktionentheorie gewesen sein.
- ↑ Lce.hut.fi (PDF; 68 kB)
- ↑ Die Überlegungen gelten schon, wenn der Definitionsbereich von
ein Gebiet ist. - ↑ a b en:Quaternion variable (englisch)
- ↑ Letzteres ist aber nicht hinreichend, denn die Funktion
ist trotz
nicht einbettbar. Sind allerdings die Cauchy-Riemannschen Differentialgleichungen erfüllt, folgt aus der Ungeradheit von
die Geradheit von
, jeweils in der zweiten Variablen. - ↑ Quaternion Analysis, Functions of a Quaternion Variable [1] (englisch)
- ↑ R. Fueter: Über die analytische Darstellung der regulären Funktionen einer Quaternionenvariablen. 8, S. 371-378.
- ↑ C.A. Deavours: The Quaternion Calculus. 80, S. 995-1008. (englisch)
- ↑ A. Sudbery: Quaternionic Analysis [2]. 85, S. 199-225. (englisch)
- ↑ Conway a. a. O., Seite 33
- ↑ zu SO(3) siehe Orthogonale Gruppe#Dreidimensionale Drehungen
- ↑ Zur Komplexität, Mehrdeutigkeit und zum Phänomen des „Gimbal lock“ siehe en:Rotation matrix#Euler angles.
- ↑ Diese Gruppen firmieren – besonders in der englischen Literatur – auch als binäre Erweiterung 2P der Polyedergruppe P, und die binären Diedergruppen 2Dn zusätzlich als verallgemeinerte Quaternionengruppen, im Englischen noch als dizyklische Gruppen, in Zeichen Dicn.
- ↑ Conway a. a. O., 3.5 The Finite Groups of Quaternions, Seite 33
- ↑ a b c Gabor Gévay: On Perfect 4-Polytopes (PDF; 211 kB) Contributions to Algebra and Geometry Volume 43 (2002), No. 1, 243-259: gibt auf S. 256 die 4-Polytope »
« für die 2Dp bzw. auf S. 252 Table 2 das 4-Polytop »
« für 2O. - ↑ Lam a. a. O., Seite 24
- ↑ Eric W. Weisstein: Antihomomorphism. In: MathWorld. (englisch)
- ↑ ein R-Vektorraum, der aber weder C2×2-Ideal noch C-Vektorraum ist, da

- ↑ Die Matrizen
sind schiefhermitesch und spurfrei. - ↑ Nur Matrixringe der Dimensionen 1, 2 und 4 über R sind nullteilerfrei (siehe auch #Die Quaternionen als Algebra).
- ↑ Diese Möglichkeiten entsprechen der Vorschaltung eines Automorphismus.
- ↑ Satz von Frobenius (reelle Divisionsalgebren) (en:Frobenius theorem (real division algebras)) Corollary 6.8 in Chapter iX von Hungerford: Algebra (Springer 1974)
- ↑ Satz von Hurwitz (normierte Divisionsalgebren) (en:Hurwitz's theorem (normed division algebras))
- ↑ Satz von Pontrjagin (1931) in Pontrjagin: Jeder lokalkompakte, zusammenhängende topologische Schiefkörper ist entweder der Körper der reellen Zahlen oder der Körper der komplexen Zahlen oder der Schiefkörper der Quaternionen.
- ↑ en:Hilbert symbol#Hilbert symbols over the rationals
- ↑ en:Quaternion algebra#Classification
- ↑ a b Die Beispiele haben als ersten Operanden
alle einen Differentialoperator, der auf den zweiten Operanden
wirkt. Die Brüche enthalten jedoch mit
eine unbrauchbare Reihenfolge. Bei den Ausrechnungen ganz rechts kommt immer
vor
. - ↑ Felix Klein: Vorlesungen über die Entwicklung der Mathematik im 19. Jahrhundert. Teil I., Verlag von Julius Springer, Berlin 1926, S. 184ff.

.
.













,
.
.
.
.
mit 
mit
,
.
.
ist der Skalarteil;
ist der Vektorteil.
(die Konjugation ist eine
und
für reelle Zahlen
, d. h. die Konjugation ist
, insbesondere ist dieser Wert, die Norm
,



,
und
.




.
.
.
.



.






.
.
,
,
.





.
.


.




.
mit
,





,


,












,
,
,
.
für alle
.
. Folglich ist die
.



![= x_0
\left[\begin{smallmatrix}
1 & 0 & 0 & 0 \\
0 & 1 & 0 & 0 \\
0 & 0 & 1 & 0 \\
0 & 0 & 0 & 1
\end{smallmatrix}\right]
+ x_1
\left[\begin{smallmatrix}
0 & 1 & 0 & 0 \\
-1 & 0 & 0 & 0 \\
0 & 0 & 0 & -1 \\
0 & 0 & 1 & 0
\end{smallmatrix}\right]
+ x_2
\left[\begin{smallmatrix}
0 & 0 & 1 & 0 \\
0 & 0 & 0 & 1 \\
-1 & 0 & 0 & 0 \\
0 & -1 & 0 & 0
\end{smallmatrix}\right]
+ x_3
\left[\begin{smallmatrix}
0 & 0 & 0 & 1 \\
0 & 0 & -1 & 0 \\
0 & 1 & 0 & 0 \\
-1 & 0 & 0 & 0
\end{smallmatrix}\right]](http://upload.wikimedia.org/math/c/1/5/c1541d591d5720fe4cb518821b2bbedb.png)
bzw. 

mit
.

mit
.








.
.








.
















.
und einer gespiegelten
, d. h. der Multiplikation im
entspricht.


oder
sind hier also nicht anwendbar. Sie setzen voraus, dass
gilt.
steht das Fehlen einer Nullstelle beim Polynom
vom
mit
zu
, allerdings ist bei dessen Hauptwert das Signum des Imaginärteils mit hinein genommen, was sich bei den Quaternionen nicht machen lässt, so dass
nicht eine einfache
und
ist
.
ist trotz
nicht einbettbar. Sind allerdings die Cauchy-Riemannschen Differentialgleichungen erfüllt, folgt aus der Ungeradheit von
« für die 2Dp bzw. auf S. 252 Table 2 das 4-Polytop »
« für 2O.
sind
eine unbrauchbare Reihenfolge. Bei den Ausrechnungen ganz rechts kommt immer