Rosenau (Brandenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Rosenau führt kein Wappen
Rosenau (Brandenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rosenau hervorgehoben
52.33361111111112.33722222222251Koordinaten: 52° 20′ N, 12° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Amt: Wusterwitz
Höhe: 51 m ü. NHN
Fläche: 49,36 km²
Einwohner: 918 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14789
Vorwahl: 033832
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 537
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: August-Bebel-Str. 10
14789 Wusterwitz
Webpräsenz: www.amt-wusterwitz.de
Bürgermeister: Hans-Joachim Probst
Lage der Gemeinde Rosenau im Landkreis Potsdam-Mittelmark
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Über dieses Bild

Rosenau [ˈʀoːzənaʊ̯] ist eine Gemeinde mit etwas mehr als 900 Einwohnern im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. Sie entstand 2001 durch den freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Rogäsen, Viesen, Warchau und Zitz im Vorfeld der geplanten brandenburgischen Gemeindegebietsreform 2003 und gehört zum Amt Wusterwitz.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Rosenau hat eine Fläche von über 49 Quadratkilometern. Sie liegt im Westen des Landkreises Potsdam-Mittelmark an der Grenze zu Sachsen-Anhalt mit dem Landkreis Jerichower Land etwa zehn Kilometer südwestlich der Mittelstadt Brandenburg an der Havel, dem Oberzentrum der Region und etwa 50 Kilometer westlich der Stadtgrenze der Bundeshauptstadt Berlin und im äußeren westlichen Bereich der Metropolregion Berlin/Brandenburg. Das Fiener Bruch im Süden hat etwa eine Höhe von etwa 37 Metern über Normalnull. Der höchstgelegene Punkt Rosenaus ist der 85,9 Meter hohe Gollwitzer Berg nahe der Landesgrenze. Die Erhebung ist Teil einer eiszeitlich gebildeten Hügelkette beziehungsweise Hochfläche, der Karower Platte, die nach Westen bis ins Jerichower Land und nach Osten fast an den Fluss Buckau bei Mahlenzien reicht. Neben der Buckau weitere Fließgewässer im Gemeindegebiet sind der Buckauer Hauptgraben, der Zitzer Landgraben und der Steinbach.

Gemeindegliederung und Nachbarstädte und -gemeinden[Bearbeiten]

Rosenau gliedert sich in vier Ortsteile und einen Gemeindeteil. Die drei Dörfer Viesen, Rogäsen und Zitz liegen unmittelbar am Südhang der Karower Platte am Übergang zu Fiener Bruch und sind administrativ Ortsteile. Der Wohnplatz Viesener Mühle liegt im Bruch am Ufer der Buckau. Am Nordhang der Karower Platte liegen Warchau und Gollwitz. Warchau ist ebenfalls Ein Orts-, Gollwitz ein Gemeindeteil. Rosenau gehört zum Amt Wusterwitz, dem noch die Gemeinden Wusterwitz und Bensdorf angehören.

An die Gemeinde Rosenau grenzen im Uhrzeigersinn folgende Ortschaften: im Süden die Gemeinde Wenzlow und die Kleinstadt Ziesar, die wie Rosenau zum Landkreis Potsdam-Mittelmark gehören, im Westen die Stadt Jerichow mit den Ortsteilen Karow und Kade im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt, im Norden Wusterwitz, das ebenfalls Teil Potsdam-Mittelmarks ist und im Osten die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel.

Geschichte[Bearbeiten]

Rittergut Warchau um 1860, Sammlung Alexander Duncker
Rittergut Rogäsen um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Die Gemeinde Rosenau entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Rogäsen, Viesen und Warchau.[2]. Die Gemeinde Zitz wurde der neuen Gemeinde ebenfalls zum 31. Dezember 2001 eingegliedert und wechselte dabei vom Amt Ziesar in das Amt Wusterwitz[3]. Gollwitz war bereits zum 1. Juli 1950 in die Gemeinde Warchau eingegliedert worden[4]. Die Geschichte der Gemeinde ist daher im Wesentlichen die Geschichte der heutigen Ortsteile.

Ortsteil Viesen[Bearbeiten]

Viesen hat etwa 180 Einwohner. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1282 als De Viesene. Der Name slawischen Ursprungs bedeutet hoch gelegener Ort. Sehenswert ist die Feldsteinkirche. Dass ihr Turm schmaler als ihr Schiff ist, ist eine Besonderheit im Fläming. In der Kirche sind barocke Choremporen und ein barocker Altar zu sehen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das alte Feuerwehrhaus, dessen Funktion inzwischen aber von einem Neubau übernommen wurde.[5]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 10 Ratsfrauen und Ratsherren.

  • BV 5 Sitze
  • Wählergruppe Arbeitsgemeinschaft Feuerwehr (AGF) 2 Sitze
  • Wählergruppe Wähler Initiative Rosenau W.I.R. 3 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Rosenau (Brandenburg) und in der Liste der Bodendenkmale in Rosenau (Brandenburg) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmäler. Sonstige Sehenswürdigkeiten sind:

  • Dorfkirche Viesen, eine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert
  • Kirchenruine in Rogäsen
  • Gutsanlage mit Park in Rogäsen
  • Kirchen in Zitz, Warchau, Gollwitz
  • Warchauer Park
  • Gutshaus in Warchau

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist über die A 2 (Anschlussstelle Ziesar) zu erreichen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rosenau (Brandenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bildung einer neuen Gemeinde Rosenau. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 28. September 2001 Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 44, Potsdam, den 30. Oktober 2001, S.696 PDF
  3. Eingliederung der Gemeinde Zitz in die Gemeinde Rosenau. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 14. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 1, 4. Januar 2002, S.5 PDF.
  4. Beitrag zur Statistik Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 19.11 Landkreis Potsdam-Mittelmark PDF
  5. Märkische Oderzeitung, 19./20. August 2006, S. 13
  6. wahlen.brandenburg.de: [1] (PDF; 2,4 MB)