Antisanti

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Antisanti
Antisanti (Frankreich)
Antisanti
Region Korsika
Département Haute-Corse
Arrondissement Corte
Kanton Ghisonaccia
Gemeindeverband Oriente
Koordinaten 42° 10′ N, 9° 21′ OKoordinaten: 42° 10′ N, 9° 21′ O
Höhe 5–780 m
Fläche 47,95 km2
Einwohner 507 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 11 Einw./km2
Postleitzahl 20270
INSEE-Code
Website http://www.mairie-antisanti.com/fr/

Antisanti

Antisanti ist eine Gemeinde mit 507 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Haute-Corse auf der französischen Insel Korsika.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antisanti liegt auf einer Höhe von 657 Metern über dem Meeresspiegel 57 Kilometer nordöstlich von Ajaccio, dem Hauptort der Region Korsika. Die Ortschaft ist von den Nachbargemeinden Casevecchie, Giuncaggio und Pietroso umgeben. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 47,95 Quadratkilometern und wird im Norden durch das Tal des Tavignano begrenzt.[1] Der Weiler Pietre Bianche gehört zur Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antisanti wurde gegründet, als Korsika ein Lehen Pisas (1077–1284) war. Der Chronist Giovanni Della Grossa (1388–1464) erwähnte die Ortschaft. 1564 unterstützte die Ortschaft den Freiheitskämpfer Sampiero Corso (1497–1567) in seinem Kampf gegen die Republik Genua. Genueser Truppen plünderten und brandschatzten daraufhin die Ortschaft. 1729 hatte Antisanti 38 Haushalte (feu fiscal). 1762 war Antisanti Schauplatz eines Scharmützels zwischen Rebellen und Genueser Truppen, die Ortschaft wurde daraufhin in Brand gesteckt und 1763 von Genueser Truppen besetzt. 1770 hatte der Ort 189 Einwohner. Um 1900 gab es in Antisanti 159 Wohnhäuser, 26 Brotbacköfen, 6 Ölpressen und 3 Mühlen.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2016
Einwohner 293 486 534 661 500 418 378 507

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche Saint-Pierre-aux-Liens von Antisanti wurde 1894 im Stil des Barock erbaut. Das älteste Haus in Antisanti ist das Casa Pietrana, es ist mit einem Relief aus dem 14. Jahrhundert dekoriert.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wichtigste Erwerbszweig in Antisanti ist der Anbau von Zitruspflanzen, besonders von Clementinen. 40 Prozent der französischen Clementinenproduktion stammt aus Antisanti. Im Weiler Pietre Bianche wird vor allem Viehzucht betrieben. Weitere Erwerbszweige sind der Anbau von Getreide und Weinbau. Auf dem Gemeindegebiet gelten kontrollierte Herkunftsbezeichnungen (AOC) für Brocciu, Honig (Miel de Corse - Mele di Corsica), Olivenöl (Huile d’olive de Corse - Oliu di Corsica), Kastanienmehl (Farine de châtaigne corse - Farina castagnina corsa) und Wein (Vin de Corse und Corse blanc, rosé oder rouge) sowie geschützte geographische Angaben (IGP) für Clementinen (Clémentine de Corse) und Wein (Ile de Beauté blanc, rosé oder rouge und Méditerranée blanc, rosé und rouge).[1]

In Antisanti gibt es mehrere Geschäfte, Handwerksbetriebe und ländliche Herbergen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Antisanti – Sammlung von Bildern

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Le village de Antisanti. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 7. Juli 2012 (französisch).
  2. a b Michel Ristori, Marcel Sarrazin: Antisanti. In: antisano.voila.net/. 2. Juni 2004, abgerufen am 15. Oktober 2011 (französisch).