Eckartswiller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Eckartswiller
Wappen von Eckartswiller
Eckartswiller (Frankreich)
Eckartswiller
Region Grand Est
Département Bas-Rhin
Arrondissement Saverne
Kanton Saverne
Gemeindeverband Pays de Saverne
Koordinaten 48° 46′ N, 7° 21′ OKoordinaten: 48° 46′ N, 7° 21′ O
Höhe 187–431 m
Fläche 12,43 km2
Einwohner 425 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 34 Einw./km2
Postleitzahl 67700
INSEE-Code
Website http://www.eckartswiller.com
Eckartswiller im Winter 2012

Eckartswiller (deutsch Eckartsweiler) ist eine französische Gemeinde mit 425 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist Teil des Biosphärenreservates Pfälzerwald-Vosges du Nord.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Eckartsweiler gehörte zur Herrschaft Oberbronn[1], die ab dem 13. Jahrhundert nachgewiesen ist und nacheinander einer Reihe adeliger Familien gehörte. Dazu zählten die Herren von Ochsenstein (bis 1485), die von den Grafen von Zweibrücken-Bitsch beerbt wurden. Von Zweibrücken-Bitsch gelangte die Herrschaft Oberbonn durch die Heirat von Amelie von Zweibrücken-Bitsch mit Philipp I. von Leiningen-Westerburg 1551 als Mitgift an diese Familie. In Nachfolge der Leininger wurden die Landgrafen von Hessen-Homburg und zu einem geringeren Teil die schwedische Adelsfamilie der Freiherren von Sinclair im 17. Jahrhundert Herren der Herrschaft Oberbronn. Der hessen-homburgische Teil ging in der Mitte des 18. Jahrhunderts an die Familie Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein über, der Sinclair’sche Anteil an die ebenfalls schwedischstämmige Familie derer von Lewenhaupt. Hohenlohe musste die Herrschaft 1793 an Frankreich abtreten und wurde dafür später mit Gebieten des säkularisierten Bistums Würzburg abgefunden. In den Verwaltungsreformen in Folge der Französischen Revolution wurde die Herrschaft Oberbronn aufgelöst. Eckartsweiler war nun französisch.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012 2014
369 421 439 470 469 452 475 422 420

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Eyer: Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts = Schriften der Erwin von Steinbach-Stiftung 10. 2. Aufl. Bad Neustadt an der Saale 1985 [Nachdruck des Werks von 1938]. ISBN 3-922923-31-3
  • Peter Karl Weber: Lichtenberg. Eine elsässische Herrschaft auf dem Weg zum Territorialstaat. Soziale Kosten politischer Innovation. Heidelberg 1993.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eckartswiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weber, S. 37.