Eywiller

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Eywiller
Wappen von Eywiller
Eywiller (Frankreich)
Eywiller
Region Grand Est
Département Bas-Rhin
Arrondissement Saverne
Kanton Ingwiller
Gemeindeverband Alsace Bossue
Koordinaten 48° 52′ N, 7° 8′ OKoordinaten: 48° 52′ N, 7° 8′ O
Höhe 270–357 m
Fläche 4,69 km2
Einwohner 272 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 58 Einw./km2
Postleitzahl 67320
INSEE-Code

Eywiller (deutsch Eyweiler) ist eine französische Gemeinde mit 272 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Krummen Elsass im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Eywiller als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Zabern im Bezirk Unterelsaß zugeordnet.

Wie viele ländliche Gemeinden im Elsass ist der Ort eine Hochburg rechter und nationalistischer Parteien. Bei Wahlen im Jahr 2004 zeigten sich die französischen Medien besonders daran interessiert, wie das kleine elsässische Dorf Eywiller wählen würde, da bei den Präsidentschaftswahlen 2002 dort über 45 % der Stimmen auf Jean-Marie Le Pen gefallen waren. Ein französischer Fotograf hatte daraufhin die Fenster vieler Häuser abgelichtet und seine Fotoausstellung provokant Heilwiller! genannt.[1] Aus Protest dagegen gingen nun nur 20 % der Wahlberechtigten zur Wahlurne. So wurden in dem Dorf lediglich 40 Stimmzettel abgegeben, von denen auch noch zehn ungültig waren. Von den 30 gültigen Stimmen entfielen elf auf extrem rechte Parteien, zwölf auf die konservative Regierungspartei UMP und die übrigen auf Splitterparteien.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenbeschreibung: In Gold eine rote Deichsel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2012 2014
Einwohner 406[2] 330 341 352 311 259 239 267 265 272

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eywiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fotos nach Wahlerfolg für Le Pen keine Beleidigung für Dorf. 16. Februar 2004.
  2. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Zabern