Sébastien Ogier

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Sébastien Ogier
Sébastien Ogier Rally Italy 2015 001.jpg
Nation: FrankreichFrankreich Frankreich
Rallye-Weltmeisterschaft (WRC)
Erste Rallye: Rallye Mexiko 2008
Beifahrer: FrankreichFrankreich Julien Ingrassia
Team: M-Sport
Fahrzeug: Ford Fiesta WRC
Rallyes Siege Podien WP
135 44 71 537
Meistertitel: 2013, 2014, 2015, 2016, 2017
Punkte: 1953
Stand: Nach Rallye 12 von 13, Saison 2018
Intercontinental Rally Challenge (IRC)
Erste Rallye: Rallye Monte Carlo 2009
Letzte Rallye: Rallye Sardinien 2010
Beifahrer: FrankreichFrankreich Julien Ingrassia
Team: Sébastien Ogier
Fahrzeug: Peugeot 207 S2000
Rallyes: Siege: Podien: WP
3 1 1 8
Punkte: 10
Stand: 2010

Sébastien Ogier (* 17. Dezember 1983 in Gap) ist ein französischer Rallyefahrer. 2008 gewann der gelernte Skilehrer den Titel der Rallye-Juniorenweltmeisterschaft in einem Citroën C2 S1600. Für die nächsten beiden Saisons wurde ihm von Citroën Racing ein C4 World Rally Car zur Verfügung gestellt. In der Saison 2011 war er Stamm-Werksfahrer im Citroën Total World Rally Team und fuhr einen Citroën DS3 WRC. Von Saison 2013 bis 2016 nahm Ogier für Volkswagen Motorsport mit einem VW Polo R WRC an der Rallye-Weltmeisterschaft teil. In den Jahren 2013 bis 2016 wurde er jeweils Weltmeister. 2017 wechselte er zu M-Sport.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ogier fährt im Peugeot 207 S2000 bei der Rallye Monte Carlo 2009 zum Sieg

Ogier gewann 2007 den französischen Peugeot 206 Cup.

2008 JWRC-Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2008 startete er in der Rallye-Juniorenweltmeisterschaft im Rahmen der Rallye-Weltmeisterschaft auf einem Citroën C2. Dort gewann er nicht nur seine Debütrallye, sondern errang als erster JWRC-Fahrer einen WM-Punkt[1] und sicherte sich am Ende der Saison auch den Titel.[2] Als Belohnung zum Titelgewinn erhielt er bei der Rallye Wales 2008 die Chance einen Citroën C4 WRC zu fahren.[3] Dort gewann er gleich seine erste Wertungsprüfung in einem WRC-Wagen, womit er bei seinem ersten Einsatz in einem WRC-Fahrzeug die Führung der Rallye übernahm, bis ihn Getriebeprobleme in der Wertung wieder zurückfallen ließen.

2009 Junior-Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Saison 2009 erhielt Ogier einen Vertrag im neu gegründeten Citroën Junior Team. In diesem Team war er erfolgreicher Junior-Fahrer. Bei Teilnahmen an zwölf Rallyes schied er zwar bei vier Läufen aus, erreichte aber sechs Mal die Punkteränge. Sein bestes Ergebnis war ein zweiter Gesamtrang bei der Rallye Griechenland. Seine 13 Wertungsprüfungsbestzeiten deuteten auf sein Talent hin. Zudem hatte Ogier bei seinem ersten Gastauftritt bei der Intercontinental Rally Challenge (IRC) aufhorchen lassen. Er hatte die, in dieser Saison das erste Mal zur IRC gehörende, Rallye Monte Carlo in einem Peugeot 207 S2000 gewonnen.

Ogier wird bei seinem ersten Einsatz im Werks-Citroën C4 WRC bei der Rallye Finnland 2010 Gesamtzweiter

2010 Juniorteam und Werksfahrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ogier fuhr Anfang 2010 wie auch der ehemalige Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen im Citroën Junior Team. Bei der Rallye Portugal errang er seinen ersten Gesamtsieg. Weil er auf Schotteruntergrund konkurrenzfähiger war als der Citroën Total WRT-Werksfahrer Dani Sordo, wurde er von Citroën bei den letzten drei Schotterrallyes der Saison als Werksfahrer eingesetzt. In Finnland belegte er den zweiten Platz. Danach folgte die auf Asphalt ausgetragene Rallye Deutschland die er für das Junior Team bestritt und als Gesamtdritter das Ziel erreichte. Bei der auf Schotter ausgetragenen Rallye Japan errang er seinen zweiten Gesamtsieg in der Rallye-Weltmeisterschaft. Bei den Asphaltrallyes in Frankreich und Spanien belegte er den sechsten und den zehnten Platz. Bei der als Saisonabschluss ausgetragenen Rallye Großbritannien reiste er als Zweiter in der WM-Punktetabelle an. Er schied dort, an dritter Stelle liegend, wegen eines Unfalls aus und rutschte in der Weltmeisterschaft auf den vierten Platz zurück.

Ogier holt sich im Citroën DS3 WRC bei der Rallye Griechenland 2011 seinen fünften Sieg

2011 Werksfahrer im DS3 WRC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 wechselte Ogier nun als Stammfahrer in das Citroën Total World Rally Team und startet, gemeinsam mit seinem Teamkollegen und siebenfachen Rallyeweltmeister, Sébastien Loeb, mit einem Citroën DS3 WRC in der Rallye-Weltmeisterschaft. Bei der Rallye Schweden 2011, welche sich durch heftigen Schneefall und viele Reifenschäden auszeichnete, erreichte er als schnellster Citroën-Pilot, direkt vor dem ehemaligen Rallyeweltmeister Petter Solberg, seinem eigenen Teamkollegen Loeb und dem an achter Stelle abschließenden Kimi Räikkönen, als Vierter das Ziel. Bei dieser Rallye sicherte er sich, als erster Fahrer in der WM-Geschichte, die drei Bonuspunkte der Power-Stage. Bei der zweiten Rallye der Saison in Mexiko kam es zu einem Duell um den Sieg zwischen Loeb und Ogier. Mehrfach wechselte die Gesamtführung zwischen ihnen. Letztlich schied Ogier auf der 20. von 22 Wertungsprüfungen aus, als er mit einem großen Stein kollidierte und sich dabei die Radaufhängung schwer beschädigte. Am 27. März gewann Ogier, beim dritten Lauf 2011, die Rallye Portugal 2011 zum zweiten Mal und holte den dritten Gesamtsieg seiner Karriere. Dies stellte auch den ersten Doppelsieg des Jahres für Citroën dar. Bei der nächsten Rallye, am 16. April 2011, gewann er bei der Rallye Jordanien seine vierte Rallye bei einem Weltmeisterschaftslauf und zusätzlich die Power-Stage, so erhielt er als erster Fahrer die volle Anzahl von 28 zu erreichenden Punkten bei einer Rallye. Bei der, als fünfter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft ausgetragenen, Rallye Sardinien, die Ogier nach eigenen Aussagen „noch nie mochte“, fand er keinen Rhythmus und wurde Vierter in der Gesamtwertung. Bei der darauf folgenden Rallye Argentinien lag er mit 43,7 Sekunden Vorsprung vor Loeb in Führung, überschlug sich mit seinem Fahrzeug auf der 16. von 19 Wertungsprüfungen, setzte das Rennen mit dem schwer beschädigten Fahrzeug fort (z. B.: keine Servolenkung) und erreichte als Dritter das Ziel. Bei der als Nächstes ausgetragenen Rallye Griechenland gewann Ogier, nachdem er sich aus taktischen Gründen zwei Mal zurückfallen ließ, um eine günstigere Startposition am nächsten Tag zu haben, vor seinem Teamkollegen Sébastien Loeb sowohl die Gesamtwertung als auch die Power-Stage und errang somit als einziger Fahrer zum zweiten Mal 28 Punkte der Fahrer-Weltmeisterschaft. Die Rallye Finnland beendete Ogier nach einem Reifenschaden auf dem dritten Gesamtrang. Nach seinem ersten Sieg bei einer Asphalt-Rallye, der Rallye Deutschland 2011, übernahm Ogier hinter seinem Teamkollegen den zweiten Platz in der Fahrerweltmeisterschaft. Durch diesen Erfolg wurde Citroën zum erfolgreichsten Hersteller in der Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft. Bei der nächst ausgetragenen Rallye Australien hatte der in Führung liegende Loeb auf der vierten Wertungsprüfung einen fünffachen Überschlag. Als erstes Fahrzeug auf der Strecke, mit zwei Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen, verglich Loeb seine und die Zwischenzeiten der ihm Nachfolgenden am Display und bremste vor einer Rechtskurve zu wenig.[4] Die Führung ging an Ogier über. In dieser Situation hätte er die Möglichkeit die WM-Führung zu erlangen. Ogier verunfallte aber während der sechsten Wertungsprüfung. Auf der durch Regen extrem schlammigen und rutschigen Schotterstrecke kam er von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum. Beide Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt. Die Gesamtführung ging an die Ford-Werkspiloten Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala über. Über Nacht konnten die beiden DS3 WRCs repariert und startbereit gemacht werden. Unter Superally-Reglement startete Ogier mit 20 Minuten Zeitstrafe vom sechzehnten Startplatz und Loeb mit 30 Strafminuten als einundzwanzigster in den nächsten Tag. Latvala übernahm auf der ersten Wertungsprüfung des Tages die Führung von seinem Teamkollegen. Es wirkte so als ob Loeb das erste Mal seit der Rallye Griechenland 2009 keine WM-Punkte-Platzierung erreichen würde. Ogiers Chancen auf WM-Punkte standen besser. Bis zur vorletzten Wertungsprüfung des nächsten Tages änderten sich die Positionen der ersten drei Fahrer nicht. Ogier hatte sich mittlerweile bis an den neunten Gesamtrang vorgearbeitet und die Chance den achten Platz vom langsameren PWRC-Fahrzeug vor ihm zu übernehmen war groß. Loeb war mittlerweile auf den zwölften Rang vorgefahren. In dieser Wertungsprüfung wurde sowohl von Ford als auch von Citroën eine, im Rallyesport erlaubte, Stallregie ausgegeben.[5] Latvala hielt kurz vor dem Ziel an um Hirvonen 28 Sekunden und den Sieg zu schenken. Ogier kassierte bewusst ein 50 Sekunden Zeitstrafe als er 5 Minuten zu spät in diese Wertungsprüfung startete und parkte dann neben der Strecke und verlor absichtlich zusätzlich über neun Minuten um Loeb einen WM-Punkt zu ermöglichen. Nach diesem Ford-Doppelsieg verkürzte Ford den Rückstand in der Marken-Weltmeisterschaft auf 62 Punkte. Mikko Hirvonen lag nun 15 Punkte hinter Loeb in der Fahrer-WM an zweiter Stelle und Ogier rutschte, mit einem Rückstand von 14 Punkten auf Hirvonen, auf den dritten Rang der Fahrer-Weltmeisterschaft zurück. Die Tatsache, dass das Citroën-Werksteam Ogiers möglichen achten Rang gegen einen zehnten Rang von Loeb tauschte, ließ darauf schließen, dass Ogier aus dem Kampf um die Fahrerweltmeisterschaft genommen wurde. Da Loeb bei der Rallye Frankreich ausschied, übernahm Ogier von ihm die Führung und gewann, nach mehrfachem Führungswechsel mit Dani Sordo und Petter Solberg, schließlich auch seinen fünften WM-Lauf der Saison. Somit sicherte er sich wieder den zweiten Rang in der Weltmeisterschaftstabelle und baute – im Alleingang – für sein Team den Vorsprung in der Herstellerwertung weiter aus. Nach dieser Rallye lag er in der WM-Wertung drei Punkte hinter seinem Teamkollegen. Loeb holte bei der nächst ausgetragenen Rallye Katalonien den Sieg. Ogier hatte viel Pech bei dieser Rallye. Er hatte zwei Mal einen Reifenschaden und schied, wegen technischem Gebrechen, auf der vorletzten Prüfung endgültig aus. Mit 29 Punkten Rückstand, vor der letzten Rallye, konnte er nicht mehr auf den Weltmeistertitel hoffen. Sein Team gewann in Spanien vorzeitig den Hersteller-WM-Titel. Sein Teamkollege gewann in Wales den achten Fahrer-WM-Titel. Ogier beendete die dortige Rallye auf dem elften Platz, sicherte sich aber die drei Bonus-Punkte der Powerstage. Er beendete die Saison 2011 auf dem dritten WM-Gesamtrang.

Mitte 2011 verkündete die FIA die Abschaffung des – den WM-Führenden benachteiligenden – Startreihenfolgereglements. Daraufhin entschied sich Ogiers Teamkollege Loeb bei der Rallye-Weltmeisterschaft zu bleiben und verlängerte seinen Vertrag im Team. Der bis dahin als Loeb-Nachfolger geförderte und teilweise bevorzugte Ogier fühlte sich dadurch benachteiligt und wollte in ein Team wo er gegen Loeb um die WM fahren konnte. Im November 2011 wurde bekanntgegeben, dass Ogiers Vertrag beendet wurde. Für die Saison 2012 verpflichtete das Citroën Total World Rally Team den langjährigen Fordwerksfahrer Mikko Hirvonen als neuen Nummer-2-Fahrer neben Loeb.[6] Ogier hatte zu diesem Zeitpunkt noch keinen Vertrag mit einem anderen Team erhalten.

Ab 2012 der Wechsel zu Volkswagen Motorsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Tage nach der Vertragsauflösung beim Citroën Total World Rally Team wurde von Volkswagen Motorsport bekannt gegeben, dass Ogier 2012 mit dem Škoda Fabia S2000, der sich mit dem Polo WRC Bodengruppe, Getriebe, Differentiale und Antriebsstrang teilt, an allen WM-Läufen teilnehmen wird. Es wurde ein Vertrag über drei Jahre unterzeichnet.[7] Parallel wird Ogier in die Weiterentwicklung des VW World Rally Car mit einbezogen sein. Bei der Rallye Monte Carlo 2012 zeigte Ogier wieder auf, als er mit dem um eine Klasse schwächeren Škoda S2000 vom zwölften auf den vierten Gesamtrang vorfuhr und dabei einige World Rallye Cars hinter sich ließ. Auf der letzten Wertungsprüfung des ersten Tages schied er aber im Kampf um Platz fünf aus. Bei den anschließenden zehn Starts – in Neuseeland nahm er nicht teil – der Rallyesaison belegte Ogier zehnmal in Folge den Klassensieg. Auf Sardinien gelang es Ogier als erstem Fahrer überhaupt, mit einem S2000 Fahrzeug eine Wertungsprüfung zu gewinnen und damit der bis dahin unerreichte fünfte Gesamtplatz mit einem Fahrzeug dieser Klasse.[8]

Neun Siege und Fahrerweltmeister 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In bestechender Form pilotierte Sébastien Ogier den neuen Volkswagen Polo R WRC durch die Rallye-Weltmeisterschaft 2013. Nur in Monte Carlo, Argentinien, Griechenland und Deutschland musste er den Sieg der Konkurrenz überlassen. Bereits im 11. Weltmeisterschaftslauf, in Frankreich, konnte Ogier den Titel fixieren. Im zweitletzten WM-Lauf, in Spanien, gewann Ogier zusammen mit seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen auch die Herstellerwertung für Volkswagen. Für Sébastien Ogier und seinen Beifahrer Julien Ingrassia eine äußerst erfolgreiche Saison 2013.

Zweiter Weltmeistertitel 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weltmeister 2014 Sébastien Ogier/Julien Ingrassia

Mit acht Saisonsiegen fuhr Ogier/Ingrassia (Volkswagen Polo R WRC) zum zweiten Weltmeistertitel im Jahr 2014. Durch den Sieg bei der Rallye Katalonien stand Sebastien Ogier schon vor der dem letzten Saisonlauf der Rallye-Weltmeisterschaft 2014 in Großbritannien als Titelträger fest. Nach dem ersten Titel im Vorjahr gelang Ogier in dieser Saison die erfolgreiche Titelverteidigung. Vor ihm gelang es nur vier anderen Fahrern, den WM-Titel in der Rallye-Weltmeisterschaft in zwei aufeinander folgenden Jahren zu gewinnen (Juha Kankkunen 1986/87, Massimo Biasion 1988/89, Tommi Mäkinen 1996-99 und Sébastien Loeb 2004-12). Herausfordern konnte Ogier nur Teamkollege Jari-Matti Latvala der vier Rallyes gewann. Für die übrigen Teams und Fahrer blieb nur ein Sieg übrig, Thierry Neuville gewann die Rallye Deutschland mit Hyundai.[9]

Dritter Weltmeistertitel 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Acht Siege und zwei zweite Ränge bei 13 Rallyes: Sébastien Ogier/Julien Ingrassia waren auch in der Saison 2015 in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) eine Klasse für sich. Sie gewannen den dritten Weltmeistertitel in Folge. Und trotzdem hatte das Rallye-Jahr für Ogier einen Makel: «Ich wollte eine perfekte Saison hinlegen und das ist mir auch fast gelungen - bis auf den Fehler in Spanien». Bei der Rallye Spanien lag Ogier nach einer perfekten Fahrt klar auf Siegeskurs, landete dann aber in der letzten Wertungsprüfung, wenige Kilometer vor dem Ziel, mit dem Polo R WRC in den Leitplanken und schied aus. Einer der seltenen Fehler des dreimaligen Weltmeisters. Auf seine Teamkollegen, auf dem zweiten Jari-Matti Latvala und auf dem dritten Rang Andreas Mikkelsen, hatte Ogier bis zum Ende der Saison über 80 Weltmeisterschaftspunkte Vorsprung.[10]

Race of Champions[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 gewann Ogier beim prestigeträchtigen Race of Champions (RoC), in der ESPRIT arena, den RoC-Titel, genannt „Champion of Champions“.

Wechsel zu M-Sport 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ausstieg von Volkswagen Motorsport aus der Rallye WM unterschrieb Ogier einen Vertrag mit M-Sport und wird in der Saison 2017 mit der neuen Generation des Fiesta WRC bei der Weltmeisterschaft an den Start gehen.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Trennung von seiner damaligen Frau Aurelie Mazet ist Ogier seit 2014 mit der Moderatorin Andrea Kaiser verheiratet.[11] Am 13. Juni 2016 kam ihr gemeinsamer Sohn Tim in München auf die Welt.[12]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
  • 2016: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
  • 2015: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
  • 2014: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
  • 2013: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
  • 2012: 10. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
  • 2011: 3. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
  • 2010: 4. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
  • 2009: 8. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
  • 2008: FIA Junior World Rally Champion
  • 2007: Gewinner des französischen Peugeot 206 Cup

WRC-Siege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Saison Rallye Beifahrer Fahrzeug
1 2010 PortugalPortugal Rallye Portugal Julien Ingrassia Citroën C4 WRC
2 JapanJapan Rallye Japan
3 2011 PortugalPortugal Rallye Portugal Citroën DS3 WRC
4 JordanienJordanien Rallye Jordanien
5 GriechenlandGriechenland Rallye Griechenland
6 DeutschlandDeutschland Rallye Deutschland
7 FrankreichFrankreich Rallye Frankreich
8 2013 SchwedenSchweden Rallye Schweden Volkswagen Polo R WRC
9 MexikoMexiko Rallye Mexiko
10 PortugalPortugal Rallye Portugal
11 ItalienItalien Rallye Sardinien
12 FinnlandFinnland Rallye Finnland
13 AustralienAustralien Rallye Australien
14 FrankreichFrankreich Rallye Frankreich
15 SpanienSpanien Rallye Spanien
16 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Rallye Großbritannien
17 2014 MonacoMonaco Rallye Monte Carlo
18 MexikoMexiko Rallye Mexiko
19 PortugalPortugal Rallye Portugal
20 ItalienItalien Rallye Sardinien
21 PolenPolen Rallye Polen
22 AustralienAustralien Rallye Australien
23 SpanienSpanien Rallye Spanien
24 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Rallye Großbritannien
Nr. Saison Rallye Beifahrer Fahrzeug
25 2015 MonacoMonaco Rallye Monte Carlo Julien Ingrassia Volkswagen Polo R WRC
26 SchwedenSchweden Rallye Schweden
27 MexikoMexiko Rallye Mexiko
28 ItalienItalien Rallye Sardinien
29 PolenPolen Rallye Polen
30 DeutschlandDeutschland Rallye Deutschland
31 AustralienAustralien Rallye Australien
32 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Rallye Großbritannien
33 2016 MonacoMonaco Rallye Monte Carlo
34 SchwedenSchweden Rallye Schweden
35 DeutschlandDeutschland Rallye Deutschland
36 FrankreichFrankreich Rallye Korsika
37 SpanienSpanien Rallye Katalonien
38 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Rallye Großbritannien
39 2017 MonacoMonaco Rallye Monte Carlo Ford Fiesta WRC
40 PortugalPortugal Rallye Portugal
41 2018 MonacoMonaco Rallye Monte Carlo
42 MexikoMexiko Rallye Mexiko
43 FrankreichFrankreich Rallye Korsika
44 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Rallye Großbritannien

Einzelergebnisse WRC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Punkte Rang
2008 Equipe de France FFSA Citroën C2 S1600 MonacoMonaco MON SchwedenSchweden SWE MexikoMexiko MEX ArgentinienArgentinien ARG JordanienJordanien JOR ItalienItalien ITA GriechenlandGriechenland GRE TurkeiTürkei TUR FinnlandFinnland FIN DeutschlandDeutschland DEU NeuseelandNeuseeland NZL SpanienSpanien ESP FrankreichFrankreich FRA JapanJapan JPN Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 1 21
8 11 22 19 DNF 20
Sébastien Ogier Citroën C2 R2
35
Equipe de France FFSA Citroën C4 WRC
26
2009 Citroën Junior Team Citroën C4 WRC IrlandIrland IRL NorwegenNorwegen NOR Zypern RepublikZypern CYP PortugalPortugal POR ArgentinienArgentinien ARG ItalienItalien ITA GriechenlandGriechenland GRE PolenPolen POL FinnlandFinnland FIN AustralienAustralien AUS SpanienSpanien ESP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 24 8
6 10 DNF 17 7 DNF 2 DNF 6 5 5 DNF
2010 Citroën Junior Team Citroën C4 WRC SchwedenSchweden SWE MexikoMexiko MEX JordanienJordanien JOR TurkeiTürkei TUR NeuseelandNeuseeland NZL PortugalPortugal POR BulgarienBulgarien BUL FinnlandFinnland FIN DeutschlandDeutschland DEU JapanJapan JPN FrankreichFrankreich FRA SpanienSpanien ESP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 167 4
5 3 6 4 2 1 4 3 6 10
Citroën Total WRT
2 1 DNF
2011 Citroën World Rally Team Citroën DS3 WRC SchwedenSchweden SWE MexikoMexiko MEX PortugalPortugal POR JordanienJordanien JOR ItalienItalien ITA ArgentinienArgentinien ARG GriechenlandGriechenland GRE FinnlandFinnland FIN DeutschlandDeutschland DEU AustralienAustralien AUS FrankreichFrankreich FRA SpanienSpanien ESP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 196 3
4 DNF 1 1 4 3 1 3 1 11 1 DNF 11
2012 Volkswagen Motorsport Škoda Fabia S2000 MonacoMonaco MON SchwedenSchweden SWE MexikoMexiko MEX PortugalPortugal POR ArgentinienArgentinien ARG GriechenlandGriechenland GRE NeuseelandNeuseeland NZL FinnlandFinnland FIN DeutschlandDeutschland DEU Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR FrankreichFrankreich FRA ItalienItalien ITA SpanienSpanien ESP 41 10
DNF 11 8 7 7 7 10 6 12 11 5 DNF
2013 Volkswagen Motorsport Volkswagen Polo R WRC MonacoMonaco MON SchwedenSchweden SWE MexikoMexiko MEX PortugalPortugal POR ArgentinienArgentinien ARG GriechenlandGriechenland GRE ItalienItalien ITA FinnlandFinnland FIN DeutschlandDeutschland DEU AustralienAustralien AUS FrankreichFrankreich FRA SpanienSpanien ESP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 290 1
2 1 1 1 2 10 1 1 17 1 1 1 1
2014 Volkswagen Motorsport Volkswagen Polo R WRC MonacoMonaco MON SchwedenSchweden SWE MexikoMexiko MEX PortugalPortugal POR ArgentinienArgentinien ARG ItalienItalien ITA PolenPolen POL FinnlandFinnland FIN DeutschlandDeutschland DEU AustralienAustralien AUS FrankreichFrankreich FRA SpanienSpanien ESP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 267 1
1 6 1 1 2 1 1 2 DNF 1 11 1 1
2015 Volkswagen Motorsport Volkswagen Polo R WRC MonacoMonaco MON SchwedenSchweden SWE MexikoMexiko MEX ArgentinienArgentinien ARG PortugalPortugal POR ItalienItalien ITA PolenPolen POL FinnlandFinnland FIN DeutschlandDeutschland DEU AustralienAustralien AUS FrankreichFrankreich FRA SpanienSpanien ESP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 263 1
1 1 1 17 2 1 1 2 1 1 15 DNF 1
2016 Volkswagen Motorsport Volkswagen Polo R WRC MonacoMonaco MON SchwedenSchweden SWE MexikoMexiko MEX ArgentinienArgentinien ARG PortugalPortugal POR ItalienItalien ITA PolenPolen POL FinnlandFinnland FIN DeutschlandDeutschland DEU China VolksrepublikVolksrepublik China CHN FrankreichFrankreich FRA SpanienSpanien ESP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR AustralienAustralien AUS 268 1
1 1 2 2 3 3 6 24 1 C 1 1 1 2
2017 M-Sport World Rally Team Ford Fiesta WRC MonacoMonaco MON SchwedenSchweden SWE MexikoMexiko MEX FrankreichFrankreich FRA ArgentinienArgentinien ARG PortugalPortugal POR ItalienItalien ITA PolenPolen POL FinnlandFinnland FIN DeutschlandDeutschland DEU SpanienSpanien ESP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR AustralienAustralien AUS 232 1
1 3 2 2 4 1 5 3 DNF 3 2 3 4
2018 M-Sport Ford World Rally Team Ford Fiesta WRC MonacoMonaco MON SchwedenSchweden SWE MexikoMexiko MEX FrankreichFrankreich FRA ArgentinienArgentinien ARG PortugalPortugal POR ItalienItalien ITA FinnlandFinnland FIN DeutschlandDeutschland DEU TurkeiTürkei TUR Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR SpanienSpanien ESP AustralienAustralien AUS 204 1
1 10 1 1 4 21 2 5 4 10 1 2
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. eurosport: Ogier Makes History With WRC Point (Memento vom 25. Juli 2008 im Internet Archive), 21. März 2008
  2. wrc.com: Ogier crowned 2008 J-WRC champion (Memento vom 6. Januar 2010 im Internet Archive), 12. Oktober 2008
  3. wrc.com: Christmas comes early for Ogier, 21. Oktober 2008
  4. Kleiner Fehler, große Wirkung (Rallye-Magazin.de am 9. September 2011)
  5. Hirvonen siegt mit Teamhilfe (Rallye-Magazin.de am 11. September 2011)
  6. Hirvonen replaces Ogier at Citroen (wrc.com am 16. November 2011)
  7. Ogier wechselt zu Volkswagen (Rallye-Magazin.de, vom 23. November 2011, abgerufen am 26. November 2011)
  8. PUNKTE :: rallye-magazin.de und Die Galavorstellung von Ogier aktual
  9. motorsport-total.com: Fakten zum zweiten Titelgewinn von Ogier, 26. Oktober 2014
  10. motorsport-total.com: Ogier und sein Beifahrer: Perfekte Saison oder nicht?, 16. November 2015
  11. Machte Andrea Kaiser Ogier zum Rallye-König?
  12. Sohn Tim geboren: Nachwuchs im Hause Kaiser-Ogier

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sébastien Ogier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien