Tour de France 1951

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38. Tour de France 1951 – Endstand
Streckenlänge 24 Etappen, 4692 km
Toursieger Hugo Koblet 142:20:14 h
(32,964 km/h)
Zweiter Raphaël Géminiani + 22:00 min
Dritter Lucien Lazarides + 24:16 min
Vierter Gino Bartali + 29:09 min
Fünfter Stan Ockers + 32:53 min
Sechster Pierre Barbotin + 36:40 min
Siebenter Fiorenzo Magni + 39:14 min
Achter Gilbert Bauvin + 45:53 min
Neunter Bernardo Ruiz + 45:55 min
Zehnter Fausto Coppi + 46:51 min
Bergwertung Raphaël Géminiani 66 P.
Zweiter Gino Bartali 59 P.
Dritter Fausto Coppi
Hugo Koblet
Bernardo Ruiz
41 P.
41 P.
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Teamwertung Frankreich

Die 38. Tour de France fand vom 4. bis 29. Juli 1951 statt und führte auf 24 Etappen über 4692 km. Zum ersten Mal seit 1926 und erst zum zweiten Mal überhaupt war Paris nicht Startort der Tour de France. An der Rundfahrt nahmen 123 Rennfahrer teil, von denen 66 klassifiziert wurden.

Rennverlauf[Bearbeiten]

Fausto Coppi, Sieger der Tour 1949 fuhr nach dem tödlichen Unfall seines Bruders bei einem Radrennen keine gute Rundfahrt und belegte am Ende den zehnten Rang. Nur auf der 20. Etappe ließ er sein Können aufblitzen und wurde Etappensieger nach einer Soloflucht.

In der ersten Hälfte der Tour gab es keine deutliche Führung eines Fahrers, verschiedene Fahrer trugen das gelbe Trikot. Der Niederländer Wim van Est konnte das Trikot nach seinem Etappensieg auf dem zwölften Teilstück übernehmen, am nächsten Tag musste er nach einem Sturz aufgeben. Von ihm übernahm Gilbert Bauvin die Führung, doch nur einen Tag später konnte der Schweizer Hugo Koblet das gelbe Trikot von ihm übernehmen: Bei seinem dritten Etappensieg auf seiner ersten Rundfahrt konnte er auf der Bergetappe nach Luchon alle außer Coppi abhängen. Bereits beim ersten Zeitfahren sowie auf der elften Etappe hatte Koblet gewinnen können, bei der Etappe nach Agen nach einer Soloflucht über 135 km.

Die Führung in der Gesamtwertung gab Koblet bis Paris nicht mehr ab, so dass nach Ferdy Kübler zum zweiten Mal hintereinander ein Schweizer die Tour de France gewinnen kann. Koblet krönte seine Leistung sogar noch mit zwei weiteren Etappensiegen.

Der Franzose Raphaël Géminiani, der eine Etappe gewinnen konnte, lag als Zweiter der Gesamtwertung am Ende deutlich hinter dem Schweizer, konnte aber die Bergwertung gewinnen.

Die Etappen[Bearbeiten]

Etappen Start – Ziel km Etappensieger Gelbes Trikot
1. Etappe MetzReims 185 Giovanni Rossi Giovanni Rossi
2. Etappe Reims – Gent (BEL) 228 Bim Diederich Bim Diederich
3. Etappe Gent (BEL) – Le Tréport 219 Georges Meurnier Bim Diederich
4. Etappe Le Tréport – Paris 188 Roger Levêque Bim Diederich
5. Etappe Paris – Caen 215 Serafino Biagioni Serafino Biagioni
6. Etappe Caen – Rennes 182 Edouard Muller Roger Levêque
7. Etappe La GuercheAngers 85 (EZF) Hugo Koblet Roger Levêque
8. Etappe Angers – Limoges 241 André Rosseel Roger Levêque
9. Etappe Limoges – Clermont-Ferrand 236 Raphaël Géminiani Roger Levêque
10. Etappe Clermont-Ferrand – Brive-la-Gaillarde 216 Bernardo Ruiz Roger Levêque
11. Etappe Brive-la-Gaillarde – Agen 177 Hugo Koblet Roger Levêque
12. Etappe Agen – Dax 185 Wim van Est Wim van Est
13. Etappe Dax – Tarbes 201 Serafino Biagioni Gilbert Bauvin
14. Etappe Tarbes – Luchon 142 Hugo Koblet Hugo Koblet
15. Etappe Luchon – Carcassonne 213 André Rosseel Hugo Koblet
16. Etappe Carcassonne – Montpellier 192 Hugo Koblet Hugo Koblet
17. Etappe Montpellier – Avignon 224 Louison Bobet Hugo Koblet
18. Etappe Avignon – Marseille 173 Fiorenzo Magni Hugo Koblet
19. Etappe Marseille – Gap 208 Armand Baeyens Hugo Koblet
20. Etappe Gap – Briançon 165 Fausto Coppi Hugo Koblet
21. Etappe Briançon – Aix-les-Bains 201 Bernardo Ruiz Hugo Koblet
22. Etappe Aix-les-Bains – Genf (CH) 97 (EZF) Hugo Koblet Hugo Koblet
23. Etappe Genf (CH) – Dijon 197 Germain Derycke Hugo Koblet
24. Etappe Dijon – Paris 322 Adolphe Deladda Hugo Koblet

Weblinks[Bearbeiten]