Tour de France 1958

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45. Tour de France 1958 – Endstand
Streckenlänge 24 Etappen, 4319,5 km
Toursieger Charly Gaul 116:59:05 h
(36,924 km/h)
Zweiter Vito Favero + 3:10 min
Dritter Raphaël Géminiani + 3:41 min
Vierter Jan Adriaensens + 7:16 min
Fünfter Gastone Nencini + 13:33 min
Sechster Jef Planckaert + 28:01 min
Siebenter Louison Bobet + 31:39 min
Achter Federico Bahamontes + 40:44 min
Neunter Louis Bergaud + 48:33 min
Zehnter Jos Hoevenaers + 58:26 min
Grünes Trikot Jean Graczyk 347 P.
Zweiter Jef Planckaert 406 P.
Dritter André Darrigade 553 P.
Bergwertung Federico Bahamontes 79 P.
Zweiter Charly Gaul 64 P.
Dritter Jean Dotto 34 P.
Teamwertung Belgien

Die 45. Tour de France fand vom 26. Juni bis 19. Juli 1958 statt und führte auf 24 Etappen über 4.319 km. Es nahmen 120 Rennfahrer an der Rundfahrt teil, von denen 78 klassifiziert wurden.

Rennverlauf[Bearbeiten]

Die Tour de France 1958 begann wie in den beiden Jahren zuvor mit einem Etappensieg des Franzosen André Darrigade. Nachdem das gelbe Trikot in der ersten Woche mehrmals den Träger wechselte, landet es nach einem zweiten Etappensieg von Darrigade wieder bei dem Fahrer der französischen Nationalmannschaft.

In den Pyrenäen übernahm der Italiener Vito Favero die Gesamtführung, die er beim Bergzeitfahren auf den Mont Ventoux wieder an den Franzosen Raphaël Géminiani verlor. Auf der letzten schweren Bergetappe in den Alpen griff der Luxemburger Charly Gaul an und fuhr bei einer Alleinfahrt 12 Minuten Vorsprung auf Géminiani heraus, das gelbe Trikot wanderte wieder zu Favero, der ebenfalls Zeit auf Géminiani gut gemacht hatte. Auf dieser Etappe von Briançon nach Aix-les-Bains war das Wetter kalt, und es regnete, Géminiani, der für das Regionalteam „Central Midi“ fuhr, beklagte sich später über die mangelnde Unterstützung der französischen Nationalmannschaft.

Gaul, der neben der Bergetappe bereits die ersten beiden Zeitfahren gewonnen hatte, konnte auch das letzte Zeitfahren für sich entscheiden. Dadurch verdrängte er Favero und Géminiani und übernahm auf der vorletzten Etappe das gelbe Trikot. Zum letzten Zeitfahren trat Vorjahressieger Jacques Anquetil nach Magenproblemen nicht mehr an, er hatte bis zu diesem Zeitpunkt den siebten Platz der Gesamtwertung belegt und konnte im Kampf um den Toursieg nicht mehr eingreifen.

Die letzte Etappe wurde vom Tod eines Offiziellen im Parc des Princes nach einem Zusammenstoß mit André Darrigade, der bei der Tour 1958 insgesamt fünf Etappen gewinnen konnte, überschattet. Das grüne Trikot gewann der Franzose Jean Graczyk, Federico Bahamontes gewann zum zweiten Mal nach 1954 die Bergwertung.

Die Etappen[Bearbeiten]

Etappen Start – Ziel km Etappensieger Gelbes Trikot
1. Etappe Brüssel (BEL) – Gent (BEL) 184 André Darrigade André Darrigade
2. Etappe Gent (BEL) – Dunkerque 198 Gerrit Voorting Jos Hoevenaers
3. Etappe Dunkerque – Le Tréport 177 Gilbert Bauvin Wim van Est
4. Etappe Le Tréport – Versailles 205 Jean Gainche Wim van Est
5. Etappe Versailles – Caen 232 Tino Sabbadini Gilbert Bauvin
6. Etappe Caen – Saint-Brieuc 223 Martin van Geneughden Gerrit Voorting
7. Etappe Saint-Brieuc – Brest 170 Brian Robinson Gerrit Voorting
8. Etappe Circuit de Châteaulin 46 (EZF) Charly Gaul Gerrit Voorting
9. Etappe QuimperSaint-Nazaire 206 André Darrigade André Darrigade
10. Etappe Saint-Nazaire – Royan 255 Pierino Baffi André Darrigade
11. Etappe Royan – Bordeaux 137 Arrigo Padovan André Darrigade
12. Etappe Bordeaux – Dax 161 Martin van Geneughden André Darrigade
13. Etappe Dax – Pau 230 Louis Bergaud Raphaël Géminiani
14. Etappe Pau – Luchon 129 Federico Bahamontes Vito Favero
15. Etappe Luchon – Toulouse 176 André Darrigade Vito Favero
16. Etappe Toulouse – Béziers 187 Pierino Baffi Vito Favero
17. Etappe Béziers – Nîmes 189 André Darrigade Vito Favero
18. Etappe BédouinMont Ventoux 21,5 (EZF) Charly Gaul Raphaël Géminiani
19. Etappe CarpentrasGap 178 Gastone Nencini Raphaël Géminiani
20. Etappe Gap – Briançon 165 Federico Bahamontes Raphaël Géminiani
21. Etappe Briançon – Aix-les-Bains 219 Charly Gaul Vito Favero
22. Etappe Aix-les-Bains – Besançon 237 André Darrigade Vito Favero
23. Etappe Besançon – Dijon 74 (EZF) Charly Gaul Charly Gaul
24. Etappe Dijon – Paris 320 Pierino Baffi Charly Gaul

Weblinks[Bearbeiten]