Tour de France 2014

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Tour de France 2014
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Rennserie UCI World Tour
Austragungsland FrankreichFrankreich Frankreich
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
BelgienBelgien Belgien
SpanienSpanien Spanien
Austragungszeitraum 5. Juli bis 27. Juli
Etappen 21
Gesamtlänge 3663,5 km
Starterfeld 198 aus 34 Nationen in 22 Teams
Verlauf
Karte Tour de France 2014
2013 2015

Die Tour de France 2014 findet vom 5. Juli bis 27. Juli 2014 statt und ist die 101. Austragung des wichtigsten Etappenradrennens der Welt. Die Tour startete in Leeds und endet nach 3663,5 km und 21 Etappen traditionsgemäß auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris. Zum zweiten Mal nach 2007 findet der Grand Départ der Rundfahrt in England statt.[1][2] Nach den ersten drei Etappen in Großbritannien verläuft das Rennen im Uhrzeigersinn durch Frankreich, Belgien und Spanien.

Ausgangslage[Bearbeiten]

Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes[Bearbeiten]

Startberechtigt sind alle 18 ProTeams. Am 28. Januar 2014 vergab der Veranstalter A.S.O Wildcards an vier Professional Continental Teams. Das französische Team Bretagne-Séché Environnement, die erst im vergangenen Jahr gegründete schweizerische Mannschaft IAM Cycling sowie das deutsche Team NetApp-Endura nehmen erstmals an der Tour de France teil.[3] Die 198 angetretenen Fahrer stammten aus 34 verschiedenen Nationen, traditionell waren die meisten davon Franzosen. Neben den 44 Startern aus dem Heimatland der Tour kamen 20 weitere aus Spanien sowie jeweils 17 aus Italien und den Niederlanden. Es waren zudem zehn Deutsche, neun Schweizer und ein Österreicher am Start.[4]

Der deutsche Jens Voigt ist mit 42 Jahren nicht nur erneut ältester Starter, sondern stellt mit seiner 17. Tour-Teilnahme auch den Rekord des Amerikaners George Hincapie und des Australiers Stuart O'Grady ein, die ebenfalls 17 Mal bei der Frankreich-Rundfahrt am Start waren. Ebenfalls 42 Jahre alt ist Chris Horner und damit zweitältester der Tour. Der Niederländer Danny van Poppel wird am Tag der 20. Touretappe 20 Jahre alt. Er ist wie im Vorjahr der jüngste der knapp 200 Starter. Das Durchschnittsalter der Fahrer dieser Tour-Ausgabe liegt bei etwa 30 Jahren. In die Nachwuchswertung fielen in diesem Jahr 27 Sportler (etwa 14 % des Feldes) ab Geburtsjahrgang 1989. Dieser Wert ist im Vergleich zu den letzten Jahren etwas niedriger.[5]

Eine detaillierte Starterliste mit einem Überblick über die Nationalitäten, Erfolge und Ausstiege der einzelnen Fahrer und Teams während der Tour de France 2014 findet sich auf der separaten Seite Fahrerfeld 2014.

Übersicht über die angetretenen Mannschaften
ProTeams
FrankreichFrankreich Ag2r (ALM)
KasachstanKasachstan Astana Pro Team (AST)
NiederlandeNiederlande Belkin (BEL)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten BMC Racing Team (BMC)
ItalienItalien Cannondale (CAN)
FrankreichFrankreich Europcar (EUC)
 
FrankreichFrankreich FDJ.fr (FDJ)
NiederlandeNiederlande Team Giant-Shimano (GIA)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Garmin Sharp (GRS)
RusslandRussland Katusha (KAT)
ItalienItalien Lampre-Merida (LAM)
BelgienBelgien Lotto Belisol (LTB)
 
SpanienSpanien Movistar (MOV)
AustralienAustralien Orica GreenEdge (OGE)
BelgienBelgien Omega Pharma-Quick-Step (OPQ)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Team Sky (SKY)
RusslandRussland Tinkoff-Saxo (TCS)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Trek Factory Racing (TFR)
Professional Continental Teams
FrankreichFrankreich Bretagne-Séché Environnement (BSE)
FrankreichFrankreich Cofidis, Solutions Crédits (COF)
 
SchweizSchweiz IAM Cycling (IAM)
DeutschlandDeutschland Team NetApp-Endura (TNE)

Favoriten[Bearbeiten]

Als Favoriten auf den Toursieg wurden im Vorfeld immer wieder Vorjahressieger Chris Froome (SKY) und der zweimalige Toursieger Alberto Contador (TCS) genannt.[6][7] Contador gewann bereits die Frankreich-Rundfahrten der Jahre 2007 und 2009. Zum Favoritenkreis zählt ebenfalls der italienische Meister Vincenzo Nibali (AST), der im letzten Jahr den Giro d’Italia gewann und Zweiter der Vuelta a España wurde, die er bereits 2010 gewonnen hatte.

Aussicht auf eine Platzierung unter den ersten Zehn haben der Kapitän der Movistar-Mannschaft, Alejandro Valverde, der sechstplatzierte der letztjährigen Tour, Bauke Mollema (BEL) aus den Niederlanden und Tejay van Garderen (BMC), der 2012 bester Jungprofi der Tour wurde und Weltmeister Rui Alberto Costa (LAM) aus Portugal, der dieses Jahr bereits die Tour de Suisse für sich entscheiden konnte. Zudem haben auch Joaquim Rodríguez (KAT), 2013 Dritter, sowie Andrew Talansky (GRS), Sieger des Critérium du Dauphiné 2014, Chancen auf eine Top-Ten-Platzierung. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen dieses Jahr auch Pierre Rolland (EUC), Romain Bardet (ALM), Jakob Fuglsang (AST), Daniel Navarro (COF) und Thibaut Pinot (FDJ).[8]

Insgesamt nehmen mit Contador, Froome, Rodríguez und Nibali sowie den Brüdern Andy und Fränk Schleck sechs Fahrer an der 101. Tour de France teil, die bereits einmal bei der Frankreich-Rundfahrt auf dem Podium standen. Contador, Nibali, Froome, Valverde, Andy Schleck, Chris Horner und Michele Scarponi gehören zu den Startern, die bereits einmal eine Grand Tour für sich entscheiden konnten.[5]

Für Siege im Sprint kamen im Vorfeld vor allem der deutsche viermalige Tour-Etappensieger Marcel Kittel (GIA) sowie der 25-fache Etappensieger Mark Cavendish infrage. Auch André Greipel (LTB), Peter Sagan (CAN) und Alexander Kristoff (KAT) wurden als mögliche Sieger von Flachetappen im Massensprint genannt.[8]

Tourverlauf[Bearbeiten]

Etappen[Bearbeiten]

Auf dem Programm stehen unter anderem eine Etappe über Kopfsteinpflaster und fünf Etappen mit Bergankunft. Auf einen Prolog und ein Mannschaftszeitfahren wird verzichtet. Die vorletzte Etappe wird als einziges Zeitfahren dieser Ausgabe ausgetragen.

Kopfsteinpflaster bei der Carrefour de l’Arbre

Das Rennen startete in Leeds mit einer Etappe ohne besondere Schwierigkeiten. Die ersten beiden Etappen führen durch die Grafschaft Yorkshire. Ziel der zweiten Etappe war Sheffield. Auf der dritten Etappe steuerte das Fahrerfeld die britische Hauptstadt London an, wo die Tour 2007 ihren Auftakt hatte. Anschließend wurde das Rennen in Frankreich fortgesetzt. Die fünfte Etappe führte auf einer Länge von 15,4 Kilometern über Kopfsteinpflaster. Neun der sogenannten Pavé-Sektoren von Paris-Roubaix wurden in entgegengesetzter Richtung des Frühjahrsklassikers befahren.[9] Beginnend mit dieser Etappe bis in die Vogesen folgt die Tour de France zum Gedenken des Ausbruchs des Ersten Weltkrieg 100 Jahre zuvor dem über mehrere Jahre unveränderten deutsch-französischen Frontverlauf.[10] Auf der 14. Etappe in den Alpen ist der Col d’Izoard Teil der Strecke, er stellt den höchsten Punkt der diesjährigen Rundfahrt dar, weshalb bei dieser Bergwertung das Souvenir Henri Desgrange vergeben wird. In den Pyrenäen sind auf der 16. und 18. Etappe Bergwertungen der höchsten Kategorie zu befahren, unter ihnen die Anstiege zum Port de Balès und zum Col du Tourmalet. Die 17. Etappe beinhaltet vier Bergwertungen der ersten Kategorie, darunter den Col de Peyresourde und die Bergankunft am Pla d'Adet.

Etappe Datum Strecke Typ[11] Distanz (km) Zeit Etappensieger Jersey red number.svg Kämpferischster Fahrer
1 05. Juli 2014 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich LeedsVereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Harrogate Etappe ohne besondere Schwierigkeiten 0190,5 4 h 44 min 7 s DeutschlandDeutschland Marcel Kittel DeutschlandDeutschland Jens Voigt
2 06. Juli 2014 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich YorkVereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sheffield hügelige Etappe 0201,0 5 h 8 min 36 s ItalienItalien Vincenzo Nibali FrankreichFrankreich Blel Kadri
3 07. Juli 2014 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich CambridgeVereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London Etappe ohne besondere Schwierigkeiten 0155,0 3 h 38 min 30 s DeutschlandDeutschland Marcel Kittel TschechienTschechien Jan Bárta
4 08. Juli 2014 Le Touquet-Paris-PlageVilleneuve-d'Ascq Etappe ohne besondere Schwierigkeiten 0163,5 3 h 36 min 39 s DeutschlandDeutschland Marcel Kittel FrankreichFrankreich Thomas Voeckler
05a 09. Juli 2014 BelgienBelgien YpernArenberg-Porte du Hainaut Kurze hügelige Etappe 0152,5 3 h 18 min 35 s NiederlandeNiederlande Lars Boom NiederlandeNiederlande Lieuwe Westra
6 10. Juli 2014 ArrasReims Etappe ohne besondere Schwierigkeiten 0194,0 4 h 11 min 39 s DeutschlandDeutschland André Greipel SpanienSpanien Luis Ángel Maté
7 11. Juli 2014 ÉpernayNancy Etappe ohne besondere Schwierigkeiten 0234,5 5 h 18 min 39 s ItalienItalien Matteo Trentin SchweizSchweiz Martin Elmiger
8 12. Juli 2014 TomblaineGérardmer hügelige Etappe 0161,0 3 h 49 min 28 s FrankreichFrankreich Blel Kadri FrankreichFrankreich Blel Kadri
9 13. Juli 2014 GérardmerMülhausen hügelige Etappe 0170,0 4 h 09 min 34 s DeutschlandDeutschland Tony Martin DeutschlandDeutschland Tony Martin
10 14. Juli 2014 MülhausenPlanche des Belles Filles Etappe mit besonderen Schwierigkeiten 0161,5 4 h 27 min 26 s ItalienItalien Vincenzo Nibali DeutschlandDeutschland Tony Martin
R 15. Juli 2014 Ruhetag in Besançon Ruhetag
11 16. Juli 2014 BesançonOyonnax hügelige Etappe 0187,5 4 h 25 min 45 s FrankreichFrankreich Tony Gallopin IrlandIrland Nicolas Roche
12 17. Juli 2014 Bourg-en-BresseSaint-Étienne Etappe ohne besondere Schwierigkeiten 0185,5 4 h 32 min 11 s NorwegenNorwegen Alexander Kristoff AustralienAustralien Simon Clarke
13 18. Juli 2014 Saint-ÉtienneChamrousse Etappe mit besonderen Schwierigkeiten 0197,5 5 h 12 min 29 s ItalienItalien Vincenzo Nibali ItalienItalien Alessandro De Marchi
14 19. Juli 2014 GrenobleRisoul Etappe mit besonderen Schwierigkeiten 0177,0 5 h 08 min 27 s PolenPolen Rafał Majka ItalienItalien Alessandro De Marchi
15 20. Juli 2014 TallardNîmes Etappe ohne besondere Schwierigkeiten 0222,0 4 h 56 min 43 s NorwegenNorwegen Alexander Kristoff SchweizSchweiz Martin Elmiger
R 21. Juli 2014 Ruhetag in Carcassonne Ruhetag
16 22. Juli 2014 CarcassonneBagnères-de-Luchon hügelige Etappe 0237,5 6 h 7 min 10 s AustralienAustralien Michael Rogers FrankreichFrankreich Cyril Gautier
17 23. Juli 2014 Saint-GaudensSaint-Lary-Soulan / Pla d’Adet Kurze Etappe mit besonderen Schwierigkeiten 0124,5 3 h 35 min 23 s PolenPolen Rafał Majka FrankreichFrankreich Romain Bardet
18 24. Juli 2014 PauHautacam Kurze Etappe mit besonderen Schwierigkeiten 0145,5
19 25. Juli 2014 MaubourguetBergerac Etappe ohne besondere Schwierigkeiten 0208,5
20 26. Juli 2014 BergeracPérigueux Einzelzeitfahren 0054,0
21 27. Juli 2014 ÉvryParis Champs-Élysées Etappe ohne besondere Schwierigkeiten 0137,5
Gesamtkilometer: 3660,5
a Kurzfristig geänderte Streckenführung

Rennverlauf[Bearbeiten]

Erste Woche[Bearbeiten]

Marcel Kittel (GIA) konnte seine Erfolg aus dem vergangenen Jahr wiederholen, er gewann erneut die erste Etappe und konnte somit auch das erste Gelbe Trikot erobern. Zweiter wurde Peter Sagan (CAN) vor Ramūnas Navardauskas (GRS). Im Zielsprint stürzte Mark Cavendish (OPQ) und konnte aufgrund der Verletzungen am folgenden Tag nicht starten. Jens Voigt (TFR), der Teil einer Ausreißergruppe war, sicherte sich das erste Bergtrikot. Wie 1998, bei seiner ersten Teilnahme bei der Tour, konnte Voigt zum zweiten mal in seiner Karriere das rot-gepunktete Trikot für einen Tag tragen. Eröffnet wurde das Rennen durch Herzogin Kate und den Prinzen William und Harry.[12]

Die zweite Etappe führte über hügeliges Gelände. Vincenzo Nibali (AST) konnte sich zwei Kilometer vor dem Ziel aus einer rund 20-köpfigen Spitzengruppe absetzen und die Etappe mit zwei Sekunden Vorsprung gewinnen. Peter Sagan führte die Verfolger ins Ziel und übernahm die Führung in der Punktewertung. Nibali eroberte das maillot jaune von Marcel Kittel, der das Ziel mit einem Rückstand von knapp 20 Minuten erreichte.[13]

Die dritte Etappe endete wie das Olympische Straßenrenn vor zwei Jahren vor dem Buckingham Palace in London. Im Massensprint konnte sich Marcel Kittel erneut vor Peter Sagan durchsetzen. Auch die vierte Etappe konnte Marcel Kittel im Massensprint für sich entscheiden.

Die Streckenführung der fünften Etappe musste aufgrund von starken Regenfällen kurzfristig geändert werden. Zwei der neun Kopfsteinpflaster-Abschnitte die auch bei Paris–Roubaix befahren werden, waren nicht passierbar. Nach 80 Kilometern stürzte der der Vorjahressieger Chris Froome zum dritten Mal an zwei Tagen und musste das Rennen aufgeben. Von den übrigen Favoriten um den Toursieg kam Vincenzo Nibali auf dem Kopfsteinpflaster am besten zurecht. Er erreichte das Ziel 19 Sekunden hinter Tagessieger Lars Boom (BEL) und konnte seinen Vorsprung auf seine Hauptkonkurrenten im Kampf um das Gelbe Trikot auf über 2 Minuten ausbauen.[14]

André Greipel (LTB) konnte auf der sechsten Etappe seinen ersten Etappenerfolg bei der diesjährigen Tour feiern. Der Zielsprint der siebten Etappe konnte Matteo Trentin (OPQ) aus einer knapp 30-Fahrer starken Spitzengruppe für sich entscheiden.

Die achte Etappe führte auf den letzten 30 Kilometern über zwei Anstiege der 2. Kategorie und endete mit einem Anstieg der 3. Kategorie in Gérardmer. Mit dem Sieg durch Blel Kadri (ALM) konnte sich erstmals ein Ausreißer durchsetzen. Zweiter wurde Alberto Contador (TCS), der sich auf den letzten Metern des Abstiegs von Vincenzo Nibali absetzen konnte und das Ziel drei Sekunden vor dem Italiener erreichte.[15]

Tony Martin (OPQ) sorgte auf der neunten Etappe für den fünften deutschen Etappensieg bei der diesjährigen Tour. Nahezu die komplette Etappe führte er das Rennen mit seinem Begleiter Alessandro De Marchi (CAN) an, den er am vorletzten Anstieg abschüttelte. Hinter ihm folgte eine knapp 30-köpfige Gruppe in der Europcar mit bis zu fünf Fahrern vertreten war und für das Tempo sorgte . Die Gruppe erreichte das Ziel knapp drei Minuten hinter Martin, das Hauptfeld kam weitere fünf Minuten dahinter an. Damit übernahm Tony Gallopin (BEL) das Gelbe Trikot von Nibali, womit am Französischen Nationalfeiertag ein Franzose das maillot jaune tragen wird. Martin wurde zum kämpferischsten Fahrer der Etappe gewählt, zudem übernahm er die Führung in der Bergwertung.[16]

Die erste Bergetappe mit insgesamt sieben Bergwertungen, davon vier der 1. Kategorie und mit Bergankunft in Planche des Belles Filles, stand am neunten Tag der Rundfahrt auf dem Programm. 95 Kilometer vor dem Ziel stützte Alberto Contador auf einer Abfahrt schwer. Nach einer längeren Behandlung versuchte er das Rennen fortzusetzen, aber nach weinigen Kilometern musste er das Rennen aufgeben. Wie sich später herausstellte brach sich Contador das rechte Schienbein. Den Tagessieg holte sich Vincenzo Nibali, der das Ziel 15 Sekunden vor Thibaut Pinot (FDJ) erreichte. Nibali eroberte das am Vortag vorlerne Gelbe Trikot von Gallopin zurück. Die Gesamtwertung führte Nibali mit einem Vorsprung von über zwei Minuten auf Richie Porte (SKY) und Alejandro Valverde (MOV) an. Joaquim Rodríguez (KAT) erlangte die Führung in der Bergwertung, Romain Bardet (ALM) eroberte das Weiße Trikot und ag2r La Mondiale übernahm die Führung in der Teamwertung.[17] Mit insgesamt fünf Tageserfolgen war die erste Woche der Tour de France 2014 aus deutscher Sicht äußerst erfolgreich.

Wertungen im Tourverlauf[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt den Führenden in der jeweiligen Wertung bzw. die Träger der Wertungstrikots oder farbigen Rückennummern am Ende der jeweiligen Etappe an. Eine detailliertere Übersicht über die Platzierungen nach einer Etappe bieten die einzelnen Etappenartikel, die in der ersten Spalte verlinkt sind.

Etappe Gelbes Trikot
Gesamtwertung
Grünes Trikot
Punktewertung
Gepunktetes Trikot
Bergwertung
Weißes Trikot
Nachwuchswertung
Gelbe Rückennummer
Teamwertung
1. Marcel Kittel Marcel Kittel1 Jens Voigt Peter Sagan2,3 Team Sky
2. Vincenzo Nibali Peter Sagan Cyril Lemoine
3.
4.
5. Astana Pro Team
6.
7.
8. Blel Kadri Michał Kwiatkowski
9. Tony Gallopin Tony Martin
10. Vincenzo Nibali Joaquim Rodríguez Romain Bardet Ag2r
11.
12.
13. Vincenzo Nibali4
14. Joaquim Rodríguez
15.
16. Rafał Majka Thibaut Pinot
17.
18.
Sieger

Anmerkungen zur Tabelle:

1 Auf der 2. Etappe trug Bryan Coquard als Dritter der Punktewertung das Grüne Trikot, da Marcel Kittel bereits das Gelbe Trikot und der Zweitplatzierte Peter Sagan das Weiße Trikot trug.
2 Auf der 3., 4. und 5. Etappe trug Romain Bardet als Zweiter der Nachwuchswertung das Weiße Trikot, da Peter Sagan bereits das Grüne Trikot trug.
3 Auf der 6., 7. und 8. Etappe trug Michał Kwiatkowski als Zweiter der Nachwuchswertung das Weiße Trikot, da Peter Sagan bereits das Grüne Trikot trug.
4 Auf der 14. Etappe trug Joaquim Rodríguez als Zweiter der Bergwertung das Gepunktete Trikot, da Vincenzo Nibali bereits das Gelbe Trikot trug.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Grand Départ of The Tour de France 2014: Yorkshire to London, a 'royal' programme. Amaury Sport Organisation, 17. Januar 2013, abgerufen am 17. Januar 2013 (englisch).
  2. Tour de France startet in Yorkshire. Spiegel Online GmbH, 14. Dezember 2012, abgerufen am 14. Dezember 2012.
  3. NetApp-Endura und IAM zur Tour de France – Wildcards auch für Cofidis und Bretagne radsport-news.com vom 28. Januar 2014, zuletzt aufgerufen am 28. Januar 2014
  4. Le Tour: 34 Nationen sind in Leeds zur Tour de France 2014 gestartet, abgerufen am 6. Juli 2014
  5. a b Statistiken zur Startliste der Tour de France 2014, abgerufen am 6. Juli 2014
  6. Frankfurter Allgemeine: Die Favoriten der 100. Tour de France, abgerufen am 8. Juli 2014
  7. t-online.de: Die Favoriten der 101. Tour de France, abgerufen am 8. Juli 2014
  8. a b radsport-seite.de: Tour de France 2014 - Favoriten, abgerufen am 8. Juli 2014
  9. 101. Tour de France mit ausgewogener Streckenführung. radsport-news.com, 23. Oktober 2013, abgerufen am 25. Oktober 2013 (deutsch).
  10. radsport-seite.de :Tour de France 2014 - Strecke abgerufen am 10. Juli 2014
  11. Die Bezeichnung der Etappen und die Profilbilder folgen dem offiziellen Reglement der Tour de France. Die als "hügelig" kategorisierte 5. Etappe hat allerdings keine Bergwertung.
  12. Erste Etappe der Tour de France: Kittel gewinnt dramatischen Zielsprint. SPIEGEL ONLINE GmbH, 5. Juli 2014, abgerufen am 24. Juli 2014.
  13. 101. Tour de France – Nibali belohnt sich mit Gelb, Kittel genießt den Tag. radsport-news.com, 6. Juli 2014, abgerufen am 24. Juli 2014.
  14. Boom triumphiert auf 5. Tour-Etappe – Nibali baut Vorsprung aus, Contador fällt zurück, Froome ist raus. radsport-news.com, 9. Juli 2014, abgerufen am 24. Juli 2014.
  15. Contador fühlt der Konkurrenz in Gérardmer auf den Zahn – Kadri erfüllt sich den Traum vom Tour-Etappensieg. radsport-news.com, 12. Juli 2014, abgerufen am 24. Juli 2014.
  16. Tour: Martin gewinnt Etappe, Gallopin in Gelb – Zwei Tonys jubeln in Mulhouse. radsport-news.com, 13. Juli 2014, abgerufen am 24. Juli 2014.
  17. Tour: Italiener gewinnt die 10. Etappe – Nibali holt sich das Gelbe zurück, Contador raus. radsport-news.com, 14. Juli 2014, abgerufen am 24. Juli 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tour de France 2014 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien