Tour de France 1983

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70. Tour de France 1983 – Endstand
Streckenlänge 22 Etappen, 3860,1 km
Toursieger Laurent Fignon 105:07:52 h
(36,717 km/h)
Zweiter Angel Arroyo + 4:04 min
Dritter Peter Winnen + 4:09 min
Vierter Lucien Van Impe + 4:16 min
Fünfter Robert Alban + 7:53 min
Sechster Jean-René Bernaudeau + 8:59 min
Siebenter Sean Kelly + 12:09 min
Achter Marc Madiot + 14:55 min
Neunter Phil Anderson + 16:56 min
Zehnter Henk Lubberding + 18:55 min
Grünes Trikot Sean Kelly 360 P.
Zweiter Frits Pirard 144 P.
Dritter Laurent Fignon 126 P.
Bergtrikot Lucien Van Impe 272 P.
Zweiter Patrocinio Jimenez 195 P.
Dritter Robert Millar 157 P.
Weißes Trikot Laurent Fignon 105:07:52 h
Zweiter Angel Arroyo + 4:04 min
Dritter Stephen Roche + 21:30 min
Teamwertung Ti-Raleigh

Die 70. Tour de France führte vom 1. zum 24. Juli 1983 in 22 Etappen über 3862 km. In Abwesenheit des Franzosen Bernard Hinault, der wegen Kniebeschwerden nicht an der Tour teilnehmen konnte, siegte sein Landsmann Laurent Fignon gleich bei seiner ersten Teilnahme. Es nahmen 140 Rennfahrer an der Rundfahrt teil, von denen 88 klassifiziert wurden.

Rennverlauf[Bearbeiten]

Den Prolog gewann Eric Vanderaerden, der das Trikot nach dem Mannschaftszeitfahren aber wieder abgeben musste.

Zum ersten Mal nahm eine Mannschaft mit kolumbianischen Amateuren am Renngeschehen teil, die in den Bergen ihr Können zeigten. Patrocinio Jimenez überquerte unter anderem den Col du Tourmalet als erster und wurde zweiter der Bergwertung.

Entschieden wurde die Tour jedoch eher im Kampf gegen die Uhr als im Kampf "Mann gegen Mann": Neben den vier Einzelzeitfahren und dem Prolog gab es noch ein über 100 km langes Mannschaftszeitfahren. Trotzdem gab es intensive Zweikämpfe, unter anderem im Finale der 16. Etappe nach Saint-Étienne. Die beiden ausgerissenen Fahrer Michel Laurent und Henk Lubberding kämpften so hart, dass Laurent im Schlussspurt zu Fall kam und Lubberding als erster über die Ziellinie fuhr. Die Jury wertete Lubberdings Stoß, der den Sturz ausgelöst hatte, als unfair und erklärte Laurent noch zum Sieger.

Im Kampf um den Toursieg übernahm der Franzose Pascal Simon durch einen dritten Platz auf der ersten Pryenäenetappe die Führung in der Gesamtwertung, brach sich jedoch bei einem Sturz die Schulter. Sechs Tage lang quälte er sich unter Schmerzen, ehe er aufgab und damit Fignon das gelbe Trikot übernehmen konnte.

Der erst 23 Jahre alte Fignon machte durch das gewonnene Einzelzeitfahren auf der vorletzten Etappe seinen Sieg perfekt. Das grüne Trikot des besten Sprinters sicherte sich der Ire Sean Kelly mit deutlichem Vorsprung, auch wenn er keine einzige Etappe gewinnen konnte. Er durfte sich jedoch einen Tag lang über das gelbe Trikot freuen, das er in Pau übernommen hatte. Die nächste Etappe führte in die Pyrenäen, wo Kelly zurückfiel.

Lucien Van Impe, Toursieger von 1976, konnte die Abwesenheit von Hinault nicht nutzen, gewann aber bei seiner vorletzten Teilnahme zum sechsten Mal die Bergwertung.

Die Etappen[Bearbeiten]

Etappen Tag Start – Ziel km Etappensieger Jersey yellow.svg Gelbes Trikot
Prolog 1. Juli Fontenay-sous-Bois 5,5 (EZF) Eric Vanderaerden Eric Vanderaerden
1. Etappe 2. Juli Nogent-sur-MarneCréteil 163 Frits Pirard
2. Etappe 3. Juli SoissonsFontaine-au-Pire 100 (MZF) Coop-Mercier-Mavic Jean-Louis Gauthier
3. Etappe 4. Juli ValenciennesRoubaix 152 Rudy Matthijs Kim Andersen
4. Etappe 5. Juli Roubaix – Le Havre 300 Serge Demierre
5. Etappe 6. Juli Le Havre – Le Mans 257 Dominique Gaigne
6. Etappe 7. Juli ChâteaubriantNantes 58,5 (EZF) Bert Oosterbosch
7. Etappe 8. Juli Nantes – Île d’Oléron 216 Ricardo Magrini
8. Etappe 9. Juli La RochelleBordeaux 222 Bert Oosterbosch
9. Etappe 10. Juli Bordeaux – Pau 207 Philippe Chevallier Sean Kelly
10. Etappe 11. Juli Pau – Bagnères-de-Luchon 201 Robert Millar Pascal Simon
11. Etappe 12. Juli Bagnères-de-Luchon – Fleurance 177 Régis Clère
12. Etappe 13. Juli Fleurance – Roquefort-sur-Soulzon 261 Kim Andersen
13. Etappe 14. Juli Roquefort-sur-Soulzon – Aurillac 210 Henk Lubberding
14. Etappe 15. Juli Aurillac – Issoire 149 Pierre l Bigaut
15. Etappe 16. Juli Clermont-FerrandPuy de Dôme 15,6 (EZF) Angel Arroyo
16. Etappe 17. Juli IssoireSaint-Étienne 144,5 Michel Laurent
Ruhetag
17. Etappe 19. Juli La Tour du PinL'Alpe d'Huez 223 Peter Winnen Laurent Fignon
18. Etappe 20. Juli Le Bourg-d'OisansMorzine 247 Jacques Michaud
19. Etappe 21. Juli Morzine – Avoriaz 15 (EZF) Lucien Van Impe
20. Etappe 22. Juli Morzine – Dijon 291 Philippe Leleu
21. Etappe 23. Juli Dijon – Dijon 50 (EZF) Laurent Fignon
22. Etappe 24. Juli AlfortvilleParis 195 Gilbert Glaus

Weblinks[Bearbeiten]