Tour de France 1956

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43. Tour de France 1956 – Endstand
Streckenlänge 22 Etappen, 4527,1 km
Toursieger Roger Walkowiak 124:01:16 h
(36,503 km/h)
Zweiter Gilbert Bauvin + 1:25 min
Dritter Jan Adriaensens + 3:44 min
Vierter Federico Bahamontes + 10:14 min
Fünfter Nino Defilippis + 10:25 min
Sechster Wout Wagtmans + 10:59 min
Siebenter Nello Lauredi + 14:01 min
Achter Stan Ockers + 16:25 min
Neunter René Privat + 22:59 min
Zehnter Antonio Barbosa + 26:03 min
Grünes Trikot Stan Ockers 280 P.
Zweiter Fernand Picot 464 P.
Dritter Gerrit Voorting 465 P.
Bergwertung Charly Gaul 71 P.
Zweiter Federico Bahamontes 67 P.
Dritter Valentin Huot 65 P.
Teamwertung Belgien

Die 43. Tour de France fand vom 5. bis 28. Juli 1956 statt und führte auf 22 Etappen über 4.498 km. Die Rundfahrt endete mit dem Überraschungssieg des Franzosen Roger Walkowiak aus dem Regionalteam "Nordost-Frankreich". Louison Bobet, der die Tour zuvor drei Jahre in Folge gewonnen hatte, war nicht angetreten, auch Fausto Coppi und Ferdy Kübler waren nicht am Start. Es nahmen 120 Rennfahrer an der Rundfahrt teil, von denen 88 klassifiziert wurden.

Rennverlauf[Bearbeiten]

Der Franzose André Darrigade gewann die erste Etappe und trug anschließend auf den Flachetappen das gelbe Trikot. Nur auf zwei Etappen musste er es zwischenzeitlich dem Belgier Gilbert Desmet überlassen.

Auf der siebten Etappe nach Angers bildete sich eine Ausreißergruppe aus 31 nicht stark eingeschätzten Fahrern, die sich einen Vorsprung von rund 19 Minuten herausfuhren, Roger Walkowiak übernahm das Führungstrikot. Die Favoriten um Charly Gaul unterschätzten jedoch die Stärke der ausgerissenen Fahrer in den Bergen und konnten den Vorsprung nicht mehr aufholen.

Auf der Etappe nach Bayonne verlor Walkowiak die Führung, erkämpfte sie sich in den Alpen wieder zurück. Zwischenzeitlich hatten Jan Adriaensens aus Belgien und der Niederländer Wout Wagtmans, die ebenfalls in der großen Ausreißergruppe der siebten Etappen vertreten waren, das Trikot übernommen. Am Ende kam Adriaensens auf den dritten Platz. Vor ihn schob sich noch der Franzose Gilbert Bauvin, der ein starkes Zeitfahren auf der vorletzten Etappe gefahren war und bis auf 1:25 Minuten an den führenden Walkowiak herankam. Bauvin hatte in den Pyrenäen nach einem Sturz die entscheidende Zeit auf Walkowiak verloren.

Charly Gaul, der in den Kampf um den Gesamtsieg nicht mehr eingreifen konnte, gewann zwei Etappen und die Bergwertung. Das grüne Trikot gewann wie im Vorjahr der Belgier Stan Ockers. Der Franzose Roger Hassenforder konnte mit vier Etappensiegen überzeugen, darunter auch ein Sieg nach einer 187 km langen Soloflucht auf der Etappe von Lyon nach Montluçon.

Walkowiak gewann die Rundfahrt ohne einen einzigen Etappensieg und stellte mit 36,268 km/h einen neuen Rekord bei der Durchschnittsgeschwindigkeit auf.

Die Etappen[Bearbeiten]

Die belgische Mannschaft gewann dieses Pokal in der Nationenwertung.
Etappen Start – Ziel km Etappensieger Gelbes Trikot
1. Etappe ReimsLüttich (BEL) 223 André Darrigade André Darrigade
2. Etappe Lüttich (BEL) – Lille 217 Fred De Bruyne André Darrigade
3. Etappe Lille – Rouen 225 Arrigo Padovan Gilbert Desmet
4. Etappe (a) Circuit des Essarts 15,1 (EZF) Charly Gaul Gilbert Desmet
4. Etappe (b) Rouen – Caen 125 Roger Hassenforder André Darrigade
5. Etappe Caen – Saint-Malo 189 Joseph Morvan André Darrigade
6. Etappe Saint-Malo – Lorient 192 Fred De Bruyne André Darrigade
7. Etappe Lorient – Angers 244 Alessandro Fantini Roger Walkowiak
8. Etappe Angers – La Rochelle 180 Miguel Poblet Roger Walkowiak
9. Etappe La Rochelle – Bordeaux 219 Roger Hassenforder Roger Walkowiak
10. Etappe Bordeaux – Bayonne 201 Fred De Bruyne Gerrit Voorting
11. Etappe Bayonne – Pau 255 Nino Defilippis André Darrigade
12. Etappe Pau – Luchon 130 Jean-Pierre Schmitz Jan Adriaensens
13. Etappe Luchon – Toulouse 176 Nino Defilippis Jan Adriaensens
14. Etappe Toulouse – Montpellier 231 Roger Hassenforder Jan Adriaensens
15. Etappe Montpellier – Aix-en-Provence 204 Joseph Thornin Wout Wagtmans
16. Etappe Aix-en-Provence – Gap 203 Jean Forestier Wout Wagtmans
17. Etappe Gap – Turin (ITA) 234 Nino Defilippis Wout Wagtmans
18. Etappe Turin (ITA) – Grenoble 250 Charly Gaul Roger Walkowiak
19. Etappe Grenoble – Saint-Étienne 173 Stan Ockers Roger Walkowiak
20. Etappe Saint-Étienne – Lyon 73 (EZF) Miguel Bover Pons Roger Walkowiak
21. Etappe Lyon – Montluçon 237 Roger Hassenforder Roger Walkowiak
22. Etappe Montluçon – Paris 331 Gastone Nencini Roger Walkowiak

Weblinks[Bearbeiten]