Magnetic-Island-Nationalpark

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Magnetic-Island-Nationalpark
Horseshoe Bay auf Magnetic Island
Horseshoe Bay auf Magnetic Island
Magnetic-Island-Nationalpark (Queensland)
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Koordinaten: 19° 8′ 9″ S, 146° 50′ 32″ O
Lage: Queensland, Australien
Besonderheit: Lichter Eukalyptuswald, Mangroven, Felskängurus, Koalas
Nächste Stadt: Townsville
Fläche: 27,9 km² [1]
Gründung: 1954 [2]
Magnetic Island von Townsville aus gesehen
Magnetic Island von Townsville aus gesehen
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Der Magnetic-Island-Nationalpark (engl.: Magnetic Island National Park) ist ein Nationalpark im Osten des australischen Bundesstaates Queensland.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nationalpark bedeckt mehr als die Hälfte der Insel Magnetic Island, die rund 1.122 Kilometer nordwestlich von Brisbane und 20 Kilometer nördlich von Townsville vor der Küste liegt.[3]

Magnetic Island ist mit der Fähre in 30 Minuten vom Hafen von Townsville aus zu erreichen.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aboriginesstamm der Walgurukaba lebte sein Tausenden von Jahren auf der Insel und dem angrenzenden Festland. Davon zeugen heute noch Køkkenmøddinger und Reste alter Steinwerkzeuge und -kunstgegenstände.[4]

Ihren Namen erhielt die Insel von Captain James Cook im Jahr 1770, weil dieser dachte, die Landmasse der Insel würde seinen Kompass beeinflussen. Seit der europäischen Besiedelung diente die Insel als Quelle für das Holz der Neuguinea-Araukarie (engl. Hoop Pine), als Quarantänestation für den Hafen von Townsville und bereits Anfang des 19. Jahrhunderts als Reiseziel für Touristen. Später wurden Ananasplantagen angelegt, und im Zweiten Weltkrieg wurden Festungen für die Landesverteidigung errichtet.[4]

Landesnatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Granitinsel entstand auf dem Festlandssockel, als vor 7.500 Jahren der Meeresspiegel anstieg. Heute ist die ganze Insel von Sandstränden und Korallenriffen umgeben. [4]

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel ist hauptsächlich mit lichtem Eukalyptuswald bewachsen, in dem man auch Neuguinea-Araukarien und Kapokbäume findet. Auf den Kaps gibt es Reste von Regenwald und entlang der Küsten Mangrovenwälder.[4]

An den Ständen nisten Seeschildkröten, und die Mangrovenwälder bieten Fischen einen guten Lebensraum. In den Seegraswäldern vor den Küsten der Insel leben Dugongs. Im Landesinneren kann man Felskängurus beobachten, und in den Wäldern sieht man mit etwas Glück Koalas. Die Bushtriele (Burhinus grallarius) sind auf Magnetic Island immer noch häufig anzutreffen.[4]

Einrichtungen und Zufahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zelten ist im Nationalpark nicht gestattet. Es gibt aber viele Wanderwege und Picknickplätze auf der Insel.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Magnetic Island – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Australian Government - CAPAD 2010 (MS Excel; 170 kB), DSEWPaC, abgerufen am 7. Januar 2013 (englisch)
  2. Australian Government - CAPAD 1997 (MS Excel; 93 kB), DSEWPaC, abgerufen am 7. Januar 2013 (englisch)
  3. Steve Parish: Australian Touring Atlas. Steve Parish Publishing. Archerfield QLD 2007. ISBN 978-1-74193-232-4. S. 13
  4. a b c d e f g Magnetic Island National Park. Department of Environment and Resource Management. Abgerufen am 26. November 2012