Tating

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tating
Tating
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tating hervorgehoben
54.3333333333338.71666666666670Koordinaten: 54° 20′ N, 8° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Eiderstedt
Höhe: 0 m ü. NHN
Fläche: 29,49 km²
Einwohner: 920 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25881
Vorwahl: 04862
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 134
Adresse der Amtsverwaltung: Welter Str. 1
25836 Garding
Webpräsenz: www.tating.de
Bürgermeister: Hans Jacob Peters (CDU)
Lage der Gemeinde Tating im Kreis Nordfriesland
Karte

Tating ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Tating liegt etwa 5 km nordöstlich von St. Peter-Ording und 15 km westlich von Tönning auf der Halbinsel Eiderstedt. Die Bundesstraße 202 und die Bahnstrecke Husum–Bad St. Peter-Ording, an der die Gemeinde einen eigenen Haltepunkt hat, verlaufen durch das Gemeindegebiet.

Geschichte[Bearbeiten]

Tating war der frühere Hauptort der Harde Utholm. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1187.

Der Ort ist Namensgeber der archäologischen Fundgattung Tatinger Kanne.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2013 erhielt die CDU 52,2 % der abgegebenen Stimmen und besetzt sechs Sitze. Die Allgemeine Wählergemeinschaft Tating (AWT) erreichte 47,8% und erhielt fünf Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug 49,9 Prozent.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit 2003 ist Hans Jacob Peters (CDU) Bürgermeister. Für die Wahlperiode 2013-2018 wurde er in der konstituierenden Gemeindevertretersitzung wiedergewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Silber und Blau durch einen breiten grünen und einen schmalen silbernen Balken gesenkt geteilt. Oben ein roter Haubarg, unten ein goldenes dreimastiges Segelschiff im Stil des 16. Jahrhunderts mit silbernen Segeln und roten Wimpeln. Auf dem Großsegel ein halber blauer herschauender Löwe (Leopard).“[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die St.-Magnus-Kirche in Tating um 1895

St.-Magnus-Kirche[Bearbeiten]

Die St.-Magnus-Kirche in Tating ist die älteste Kirche Eiderstedts und vielleicht das älteste Bauwerk auf der Halbinsel. Im Jahre 1103 wurde sie zunächst als hölzerne Kapelle erbaut, im Laufe der Jahrhunderte wurde sie immer weiter aus- und umgebaut. Das flachgewölbte einschiffige Hauptschiff und der gewölbte Kastenchor[3] sind in romanischem Stil gehalten, wobei der Chor noch aus der Zeit der ersten Steinkirche stammt, welche den hölzernen Vorgängerbau bald nach dessen Erbauung ersetzte. In der Gotik wurde dem Chor ein gewölbtes Chorpolygon angefügt.[4] Der spätgotische Flügelaltar[5] zeigt eine figurenreiche Kreuzigungsszene, die ihr gesamtes Mittelfeld einnimmt. In ihren Flügeln sind die zwölf Apostel abgebildet, je drei in einem Feld. Heute kann man bei einer Besichtigung eine Fülle kultureller Schätze der vergangenen Jahrhunderte bewundern: Die Kanzel von 1601, eine Triumpfkreuzgruppe aus der Zeit nach 1500, die nördlich Empore von 1591 bis 1601 als Rest der früher umfänglicheren Emporen.[6]

Hochdorfer Garten mit Haubarg[Bearbeiten]

Eines der drei bedeutendsten Gartendenkmale Nordfrieslands befindet sich in Tating, nämlich der Hochdorfer Garten. Der rund 4 ha große Park wurde wahrscheinlich 1764 im französischen Stil angelegt. Seine wichtigen Elemente sind ein Lindenparterre und zehn axial-symmetrisch auf die Hauptfront des Hochdorfer Haubargs ausgerichtete Pflanzquartiere, die von mehr als 120 Meter langen Lindenalleen eingerahmt werden. Der 1764 errichtete Haubarg selbst war bei seinem Bau mit 45 Metern Länge und 23 Metern Breite der wahrscheinlich größte auf Eiderstedt, zum Gehöft gehörten zu seinem besten Zeiten 400 Demat Land. Da bei mehreren Erbteilungen das Land abnahm, wurde schließlich auch der Haubarg selbst um 16 Meter verkürzt. Während der Haubarg heute in Privatbesitz ist, gehört der Garten der Gemeinde und ist öffentlich.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Wappenrolle Schleswig-Holstein
  3. Wolfgang Teuchert in Heinz Rudolf Rosemann (Hrsg.): Niedersachsen, Hansestädte, Schleswig-Holstein, Baudenkmäler, Reclams Kunstführer, Deutschland, Band 5, 4. Auflage, Stuttgart 1971, S. 142
  4. Wolfgang Teuchert in Heinz Rudolf Rosemann (Hrsg.): Niedersachsen, Hansestädte, Schleswig-Holstein, Baudenkmäler, Reclams Kunstführer, Deutschland, Band 5, 4. Auflage, Stuttgart 1971, S. 142
  5. Wolfgang Teuchert in Heinz Rudolf Rosemann (Hrsg.): Niedersachsen, Hansestädte, Schleswig-Holstein, Baudenkmäler, Reclams Kunstführer, Deutschland, Band 5, 4. Auflage, Stuttgart 1971, S. 142
  6. Wolfgang Teuchert in Heinz Rudolf Rosemann (Hrsg.): Niedersachsen, Hansestädte, Schleswig-Holstein, Baudenkmäler, Reclams Kunstführer, Deutschland, Band 5, 4. Auflage, Stuttgart 1971, S. 142