Löwenstedt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Löwenstedt führt kein Wappen
Löwenstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Löwenstedt hervorgehoben
54.6166666666679.166666666666714Koordinaten: 54° 37′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Viöl
Höhe: 14 m ü. NHN
Fläche: 19,62 km²
Einwohner: 649 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25864
Vorwahl: 04843
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 079
Adresse der Amtsverwaltung: Westerende 41
25884 Viöl
Webpräsenz: www.loewenstedt-gemeinde.de
Bürgermeister: Holger Jensen (WGL)
Lage der Gemeinde Löwenstedt im Kreis Nordfriesland
Karte

Löwenstedt (dänisch: Lyngsted oder Lyngsæd, friesisch: Jöömst) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt auf der Schleswigschen Geest. Der Ortsname bezieht sich auf die Heide (dänisch: Lyng).

Die Gemeinde liegt etwas westlich der Bundesstraße 200 von Husum nach Flensburg und 7 Kilometer nördlich von Viöl und rund 20 Kilometer nordöstlich von Husum zwischen Haselund und Joldelund. Westlich der Gemeinde befindet sich das Naturschutzgebiet Löwenstedter Sandberge, wo auf rund 16 Hektar Fläche die ursprüngliche Heidelandschaft der Region zu sehen ist.[2]

1926 erhielt Löwenstedt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Flensburg–Husum und wurde 1928 Eisenbahnknoten, als die Strecke nach Bredstedt eröffnet wurde. Da die Bahnhöfe meist recht weit von den Ortszentren entfernt lagen, war das Verkehrsaufkommen geringer als erwartet. Die Nebenstrecke Bredstedt–Löwenstedt wurde schon 1942 demontiert; die Hauptstrecke wurde 1959 stillgelegt und anschließend zurückgebaut.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Dezember 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Viöl aufgelöst. Etliche ihrer Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Löwenstedt.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hatten die drei Wählergemeinschaften AWGL, OWGL und WGL seit der Kommunalwahl 2008 je drei Sitze. Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2013 entfielen auf die WGL vier, die AWGL zwei und die OWGL drei Sitze.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Holger Jensen (WGL) zum Bürgermeister gewählt. Er folgte damit auf Peter Thoröe (AWGL), der das Amt 15 Jahre innehatte.[5]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, vor allem durch Milchwirtschaft. Außerdem befindet sich eine Reihe von Gewerbebetrieben im Gemeindegebiet. Im Jahr 2008 wurde das ehemalige, rund 50 Hektar große Munitionsdepot der Bundeswehr von einem chinesischen Hersteller für Feuerwerksartikel erworben.[6] Löwenstedt ist Pilotgemeinde für die am 1. Februar 2012 ebenda gegründete BürgerBreitbandNetz GmbH & Co. KG.[7][8] Ziel der Gesellschaft ist die Realisierung eines Glasfasernetzes im gesamten südlichen Nordfriesland. Bereits 2013 sollen Ausbau und Nutzung des Netzes beginnen.[9]

Kultur[Bearbeiten]

Löwenstedt gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Viöl. Im Dorf selbst steht eine Kapelle, die neben kirchlichen Zwecken auch als Begegnungsstätte genutzt wird. Ebenso besitzt die Gemeinde einen Reitclub und den Sportverein SV Blau-Weiß Löwenstedt, der im Frühjahr 1964 gegründet wurde. Außerdem ist die Gemeinde für ihre plattdeutsche Theaterspielgruppe „Junge Lüüd ut Löwenstedt“ bekannt, die 1985 ins Leben gerufen wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. NABU-Naturschutzgebiet "Löwenstedter Sandberge": Einzigartige Bärentraubenheide Schleswig-Holsteins. NABU, abgerufen am 16. November 2008.
  3.  Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  4. Amt Viöl aktuell, Ausgabe 04-2013
  5. Amt Viöl aktuell, Ausgabe 05-2013
  6. Offizielle Website, abgerufen am 27. März 2010
  7. BürgerBreitbandNetz GmbH & Co. KG
  8. Besiegelt: Breitband GmbH steht. shz.de, 3. Februar 2012, abgerufen am 20. März 2012.
  9. internetanbieter.info: Nordfriesland baut eigenes Glasfasernetz, abgerufen am 22. Februar 2013