Süderlügum

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Süderlügum
Süderlügum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Süderlügum hervorgehoben
54.8666666666678.916666666666714Koordinaten: 54° 52′ N, 8° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Südtondern
Höhe: 14 m ü. NHN
Fläche: 26,59 km²
Einwohner: 2269 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25923
Vorwahl: 04663
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 131
Adresse der Amtsverwaltung: Marktstraße 12
25899 Niebüll
Webpräsenz: www.suederluegum.de
Bürgermeister: Christian Magnus Petersen (WGS)
Lage der Gemeinde Süderlügum im Kreis Nordfriesland
Karte

Süderlügum (dänisch: Sønder Løgum, friesisch: Läigem) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Wimmersbüll (Vimmersbøl) liegt im Gemeindegebiet.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten]

Süderlügum liegt auf der Grenze zwischen Marsch und Geest. Die Kreisstadt Husum ist in Richtung Süden 50 Kilometer entfernt, Flensburg befindet sich etwa 40 Kilometer östlich. 10 Kilometer nördlich der Gemeinde liegt, bereits in Dänemark, die Kleinstadt Tønder. Mit der Kommune Tønder teilt Süderlügum auf einem kurzen Abschnitt eine gemeinsame Grenze. Die übrigen, direkt angrenzenden Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn): Ellhöft, Westre, Lexgaard, Braderup und Humptrup (alle Kreis Nordfriesland).

Haltepunkt Süderlügum an der Marschbahn

Die Bundesstraße 5, die von der deutsch-dänischen Grenze bis kurz hinter Brunsbüttel an der Elbe den schleswig-holsteinischen Teil der Grünen Küstenstraße bildet, durchzieht die Gemeinde von Nord nach Süd und verbindet sie einerseits mit Tønder, Richtung Süden mit Niebüll und Husum. Im Ortsteil Wimmersbüll liegt der Haltepunkt „Süderlügum“ des nach 20 Jahren Stillstand im Jahre 2001 reaktivierten Teils der Marschbahn von Tønder nach Niebüll. Hierbei handelt es sich um den nördlichsten Bahnhaltepunkt auf deutschem Festland.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort, der am Ochsenweg liegt, wurde 1177 erstmals erwähnt. Der Name Lügum bedeutet „an den Gewässer“ und weist auf den Hafen hin, den der Ort im Mittelalter besaß.[2] Der Zusatz „Süder“ diente der Unterscheidung der früher ebenfalls im Herzogtum Schleswig liegenden Norderlügum und Osterlügum.

Von 1889 bis 2007 war Süderlügum Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtsbezirks bzw. Amtes. Am 28. Februar 1970 wurde Wimmersbüll eingemeindet.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Von 17 Sitzen der Gemeindevertretung hatte die CDU seit der Kommunalwahl 2008 sechs, die Wählergemeinschaft WGS fünf und die SPD und der SSW je drei Sitze. Die Wahl am 26. Mai 2013 hatte folgendes Ergebnis: WGS vier und CDU, SPD und SSW jeweils drei Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug zuletzt 47,5 Prozent.[3] Es waren nur noch 13 Mandate zu vergeben.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Christian Magnus Petersen (WGS) zum Bürgermeister gewählt. Er wurde damit Nachfolger von Harro Hansen (CDU), der das Amt 15 Jahre innehatte.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Über blau-silbernen Wellen in Grün unter einem erhöhten, schrägen silbernen Balken acht goldene, die Form eines Achtberges bildende, vorn flach ansteigende und hinten steil abfallende Dünen.“[5]

Bis 2007 führte die Gemeinde kein Wappen. Mit Auflösung des Amtes Süderlügum beschloss die Gemeinde, dessen Wappen mit nur geringen Veränderungen weiter zu führen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der ehemals landwirtschaftlich geprägten Gemeinde haben sich viele Einzelhandelsbetriebe angesiedelt, die vom Grenzhandel mit Dänemark profitieren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Süderlügum stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Die Süderlügumer Marienkirche wurde 1240 erstmals erwähnt. 1930 wurde ihre mittelalterlichen Deckenmalereien wiederentdeckt. In der Kirche hängen sieben Portraits aus der Pastoren-Familie Claudius, deren berühmtester Sohn der Dichter Matthias war.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Süderlügum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Geschichte von Süderlügum
  3. Web-Redaktion: Ergebnisse der Gemeindewahl 2013 im Amt Südtondern. In: www.amt-suedtondern.de. Amt Südtondern, abgerufen am 22. Juni 2013.
  4. Abschied nach 31 Jahren in der Kommunalpolitik. In: Nordfriesland Tageblatt. 18. Juli 2013, abgerufen am 29. August 2013.
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein