Bramstedtlund

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bramstedtlund
Bramstedtlund
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bramstedtlund hervorgehoben
54.8397222222229.086944444444421Koordinaten: 54° 50′ N, 9° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Südtondern
Höhe: 21 m ü. NHN
Fläche: 13,85 km²
Einwohner: 206 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25926
Vorwahl: 04666
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 018
Adresse der Amtsverwaltung: Marktstraße 12
25899 Niebüll
Webpräsenz: www.amt-suedtondern.de
Bürgermeisterin: Rosemarie Lorenzen
Lage der Gemeinde Bramstedtlund im Kreis Nordfriesland
Karte

Bramstedtlund (dänisch Bramstedlund) ist eine Gemeinde an der deutsch-dänischen Grenze im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten]

Bramstedtlund liegt etwa 24 km westlich von Flensburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1492 erstmals erwähnt. In der moorigen Umgebung wurde Torf abgebaut, der zu Torfkohle, die der Holzkohle entspricht, verarbeitet wurde.

1873 wurde die damalige Gemeinde Bramstedt nach Ladelund eingegliedert. 1954 wurden die Ortsteile Bramstedt und Bramstedtfeld als Bramstedtlund wieder selbständig.

1989 beginnt die damalige Daimler-Benz Aerospace (heute: EADS) unter dem Tarnnamen „Kastagnette“ mit dem Bau einer Kurzwellen-Großpeil- und Erfassungsanlage. Am 15. März 1995 wird in der Anlage, die ca. 3 km nord-östlich von Ladelund errichtet wurde, der Erfassungsbetrieb aufgenommen und 1996 wird sie offiziell an den Marinefernmeldesektor 71 der Bundeswehr übergeben. Auffälligstes Merkmal der Anlage ist die Wullenwever-Antenne (Kreisgruppenantenne) mit einem äußeren Durchmesser von 410 Metern. Seit einer Umstrukturierung im März 2002 wurde die Aufklärungsanlage vom Fernmeldeaufklärungsabschnitt 911 betrieben. Nachdem letzterer im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr und der damit einhergehenden Auflösung des Fernmeldebereichs 91 zum 31. März 2013 außer Dienst gestellt wurde,[2] liegt der Betrieb der Anlage nunmehr in der Zuständigkeit des neuaufgestellten Bataillons Elektronische Kampfführung 911 (EloKaBtl 911), der nördlichsten Dienststelle der Bundeswehr.[3] Zu den Nutzern zählt u. a. die Bundesstelle für Fernmeldestatistik (BFSt, Tarnbezeichnung für Liegenschaften der Abteilung Technische Aufklärung des Bundesnachrichtendienstes).

Als Bundeswehrstandort verfügt die Gemeinde darüber hinaus noch über ein Sanitätsmateriallager an der Bramstedtlunder Straße, welches zum Materialdepot Wilhelmshaven gehört. Entsprechend der im Jahre 2011 getroffenen Stationierungsentscheidungen,[4] wird sich die Zahl der Dienstposten am Standort von bisher 80 auf dann nur noch 8 verringern. Das Sanitätsmateriallager soll im 1. Quartal 2017 vollständig geschlossen werden.[5] Dann wird, aufgrund von weniger als 15 verbliebenen Dienstposten, nicht mehr von einem Bundeswehrstandort gesprochen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Seit 2008 hatte die Wählergemeinschaft WG alle neun Sitze in der Gemeindevertretung. Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2013 traten zwei Wählergemeinschaften an. Bei einer Wahlbeteiligung von 73,4 Prozent erreichte die AFB 31,1 Prozent und drei Sitze. Die A.W.B. erhielt 68,9 Prozent und sechs Sitze.[6]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt. Oben in Blau ein goldenes gleichschenkliges Dreieck, belegt mit zwei schräggekreuzten schwarzverkohlten Ästen und an der Spitze bedeckt mit dicken silbernen Wolken (rauchender Kohlenmeiler). Unten von Silber und Blau elfmal schräglinksgeteilt und drei goldene Pflugeisen in der Stellung 2 : 1.“[7]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Abwärme einer landwirtschaftlichen Biogasanlage versorgt das Sanitätsmateriallager der Bundeswehr mit Heizenergie.[8]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bramstedtlund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Moin Moin und auf Wiedersehen Pressemitteilung des Kommandos Streitkräftebasis der Bundeswehr vom 25. März 2013, abgerufen am 9. Juli 2013.
  3. EloKaBtl 911 offizielle homepage der Bundeswehr, abgerufen am 9. Juli 2013.
  4. BMVg - Die Stationierung der Bundeswehr in Deutschland (Oktober 2011)
  5. BMVg - Stationierungskonzept 2011: Realisierung und Schließung von Liegenschaften
  6. Web-Redaktion: Ergebnisse der Gemeindewahl 2013 im Amt Südtondern. In: www.amt-suedtondern.de. Amt Südtondern, abgerufen am 22. Juni 2013.
  7. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  8. Territoriale Wehrverwaltung der Bundeswehr: Verbindung hergestellt. Mitteilung vom 1. März 2010., abgerufen am 23. August 2012.